Beiträge von Papinator

    Nicht falsch verstehen - an dem Schaden deiner GAW zweifelt niemand.


    Die Schadensursache ist derzeitig unbekannt (z.B. Härtung) wird von dir im Bereich Verspannung des Ritzels vermutet. Aber ist halt bisher nur eine Vermutung.

    Es ist auch bekannt dass du nur OEM Teile verwendet hast.

    Meine Frage zielte eher auf die Probleme von TA oder NX Modellen, ob da entsprechende Bilder veröffentlicht wurden.


    Zu den Schäden an der AT (RD07 und Co) gibt es ja durchaus unterschiedliche Spekulationen über die Schadensursachen die von Härtefehlern, fehlerhaften Ritzeln bis hin zur Kettenspannung reichen (da die Rasterung des Kettenspanners suboptimal ist).



    Von diesen Bauteilen ist z.B. die Schadensursache bekannt - falsches Schmiermittel mit zu geringer Druckbeständigkeit (keine bzw. zu wenig Festkörperschmierstoff - das aufgetragene "normale" Schmierfett wurde durch die übertragenen Kräfte einfach verdrängt)

    Das ist eine individuelle Empfehlung seitens Honda AT für deren Bereich - ähnlich auch wie die Empfehlung zur Reinigungen des DCT Schaltmotors. Im WHB und daraus resultierenden Inspektionsplänen ist das nicht enthalten.

    Schäden an der GAW und dort der Ritzelverzahnung gibt es quer durch alle Hersteller. Egal ob das Ritzel fest verspannt montiert ist oder ob das Ritzel ein geringes Axialspiel hat. Es spielt wohl absolut keine Rolle ob das Ritzel "fest" verspannt wird oder ob das Ritzel konstruktiv axiales Spiel aufweist. Ob daher eine Konstruktion besser oder schlechter ist als die andere, lässt sich hier im Forum wohl nur durch die Konstrukteure der Hersteller rechnerisch belegen.


    Herstellerunabhängige Schäden an verschieden Modellen lassen sich über Google in ausreichender Stückzahl finden. Die absoluten Mengen der Schäden scheinen aber unterhalb des Promillebereichs zu liegen. Eine besondere Häufung bei bestimmten Modellen lässt sich aber nicht wirklich feststellen.


    Hier bei der AT kenne ich einen Fall einer echt defekten Welle - die Schadensursache lässt sich aber nachträglich nicht mehr feststellen. Ob es das verbaute Zubehörritzel war, die Kettenspannung - keiner weiß es wirklich. Alle beteiligten Hersteller sagen, dass es keines seiner Teile war.


    Ich kenne weiterhin Bilder von einer kleinen Fallzahl (<5) die erkennbare Druckstellen aufweisen. Teilweise mit OEM Ritzel, teilweise mit Zubehörritzel. Ob die Kettenspannung ursächlich war - unbekannt, ob es am Material lag unbekannt.


    Es ist ebenfalls bekannt, dass alle (?) Hersteller im Neuzustand die Ritzel trocken verbauen (so zumindest mein subjektiver Eindruck).


    Seitens eines Honda Mitarbeiters wurde aufgrund von bekannten Schäden im Endantrieb der Pan European (mit ähnlichem Schadensbild wie bei ausgeschlagenen Ritzeln/GAW) die dort funktionierende (und vom Hersteller vorgeschriebene) Schmierung mit einem Schmiermittel mit mindestens 40% Festkörperschmierstoff Molybdän vorzunehmen.


    Bei Ketten die mit Öler geschmiert werden ist eine Kontrolle/Austausch des Ritzels bei etwa 20.000 - 30.000km sinnvoll.


    Es schein bei Honda recht umfangreiche Simulationen und Prüfstands Ergebnisse zum Kettentrieb zu geben. Dabei gibt es ja mannigfaltige Schadensursachen. Angefangen von Toleranzen bei den Neuabmessungen, der herstellerspezifischen Härtung, dem nutzerseitig eingestellten Kettendurchhang, der Fahrweise, der Kettenpflege, Beanspruchungen durch Schmutz, fehlerhafter bzw. mit Toleranzen behaftete Radstellung usw. usw.

    Die an der GAW auftretenden Kräfte haben dabei sowohl einen statischen, gleichbleibenden Kraftanteil als auch einen impulsartigen Kraftanteil, überlagert mit einer in Teilen der Kette ständig wechselnden Geschwindigkeit (Polygoneffekt) - obowhl ich ein kleines Bisschen Ahnung habe, sehe ich mich nicht in der Lage auch nur ansatzweise die Kräfte zu berechnen und mit der GAW auf Tauglichkeit zu vergleichen.


    Da beide Konstruktionsarten (fest verspannt vs. axial mit Spiel) bei den Schadensbildern in sehr sehr geringer Fallzahl auftauchen, haben die Konstrukteure beider Arten wohl recht.


    Deswegen halte ich es an meiner AT so:


    Montage mit Molykote GN

    Jährlich eine Kontrolle meines Ritzels und Austausch des Ritzels nach etwa 25.000km (fahre alle Motorräder mit Öler)

    Ist die "normale" Honda Lösung, die in Millionen von Fahrzeugen funktioniert

    Unklar ist die Ursache wenn es nicht funktioniert

    - Individuelle Probleme z.B. Kettenspannung

    - Serienprobleme durch fehlerhafte Produktion oder fehlerhafte Konstruktion (z.b. Keilprofil, Härtung usw.)


    Problem - Es gibt keine offizielle Angabe zum Axial und Radialspiel (Neu/Verschleiß)

    Leute - der Thread läuft aus geordneten Bahnen.... der eine hat Shimmy, beim nächsten Pendelt es, beim dritten taucht hoppeln auf....


    Alle drei Fahrwerksstörungen sind lästig, störend und manchmal auch gefährlich. Das eine Problem lässt sich einfacher lösen, das andere ist zum Teil unlösbar.


    Die Ursachen sind zum Teil gravierend unterschiedlich.... aber wenn hier völlig unterschiedliche Probleme in einen Topf geworfen werden und Lösungsvorschläge "A" in Kombination mit Problem "B" ausprobiert werden kann das nicht funktionieren.


    Also bleibt doch bitte beim Thema des Threads "Shimmy" (beim abtouren von ca. 90 - 50 km/h und einhändigem oder freihändigem Fahren) und äußert andere Probleme in den Threads zum "Hoppeln" oder zum Pendeln


    Ein paar Überschriften


    Bremsflattern (nicht bei der AT)

    Bremsstempeln (bei der AT denkbar - aber bisher nicht berichtet)

    Chattering (hat jeder schon mal gehört, der Rennen schaut oder fährt)

    Lenkerpendeln/Shimmy/Lenkerflattern (Thema in diesem Thread)

    Lenkerschlagen/Kickback - das willst du nicht erleben...

    Pendeln (Weave)