Ich habe mehrere ältere Zelte in meinem Besitz, die ich je nach Vorhaben verwende. Das fängt bei einem Wurfzelt von Decathlon an, geht über ein kleines Kuppelzelt von Salewa bis zu einem pseudogeodät eines tschechischen Herstellers (der hat damals glaub ich PEnguin geheißen, so ein Zelt findest du aktuell bei Decathlon unter dem Namen Husky)

Das Wurfzelt hat ein für Motorradtouren ungünstiges Packmaß, ist aber unschlagbar beim Aufstellen und wieder Abbauen. Der grüne Pseudogeodät ist das einzige, wo das Innenzelt mit dem Aussenzelt verbunden ist. ISt aber aufgrund der Zeltstangenführung eher nicht so einfach aufzustellen - speziell wenn man alleine ist.
Das Salewa Kuppelzelt hab ich am meisten modifiziert ... von Glasfibergestänge auf Alugestänge, von Stangenkanälen auf Haken und wird von mir am meisten verwendet. Das hat es damals - ist sicher schon fast 20 Jahre her, mal in einem Intersport-Geschäft o.ä. im Abverkauf um wirklich wenig Geld gegeben.
Um ehrlich zu sein, schau ich bei diesem Thread auch immer mit, hab aber noch nix gefunden, was mir wirklich taugt.
In meinem Pflichtenheft steht
- 2-3 Mann (also ein schmales 3-Personen od. ein etwas breiteres 2-Personenzelt)
- leicht (wenn geht unter 3 kg)
- kleines Packmaß (die Länge der Alustangensegmente sollen nicht zu lange sein)
- Alugestänge (muss)
- Innen- mit Außenzelt verbunden
- keine Stangenkanäle sondern Haken zum Einhängen der Außenhaut (das "Problem" bei den Kanälen sind zwei Wetterbedienungen - 1.) Wind beim Aufbau. Da flattert alles und das reinschieben der STangen wird zur Prozedur; 2) Regen/nasses Außenzelt beim Abbau. Weil durch die dann erhöhte Adhäsion lassen sich die Stangen nicht mehr so einfach rausziehen. Durchschieben ist dann natürlich eine Möglichkeit, aber das ist dann am nassen Wiesen- od. Sandboden auch net so klass für die Sauberkeit des Zeltes.
- hohe Wassersäule (Boden 10.000 mm, Außenhaut mind. 5000, besser 7000 mm)
- zwei Eingänge
- halbwegs große Apsiden
- naja und preislich solls auch im Rahmen bleiben.
... und nachdem ich ja 3 Zelte habe, mach ich mir da keinen Streß.
Für Touren in den Balkan nehm ich ohnehin kein Zelt mehr mit. Die Unterkunftskosten dort rechtfertigen nicht, dass ich wochenlang den ganzen Krempel mitnehme.
Für Touren in den Süden u. Südwesten Europas ist das Zelt, vor allem aufgrund der mMn oft unverschämten Kosten für tlw. schäbige Hotelzimmer immer eine Option. Und wer weiß, wie lange ich das noch mag ... in die Dackelgarage reinkriechen, irgendwann in der NAcht zum Pinkeln wieder rauskriechen (Harnflasche hab ich noch nicht im Gepäck
); nach getaner Tat wieder reinkriechen - sich dabei jedesmal einen nassen Rücken holen etc. etc.
Aber das sind alles nur meine Gedanken - das darf, soll und kann natürlich jeder anders sehen und beurteilen.