Beiträge von woid4tler

    Das funktioniert, solange die Gruppe überschaubar bleibt/ist. Bei 6 Motorrädern wird das aber schon schwierig bei noch mehr mMn unmöglich - einerseits mit dem überschauen ob alle überholen haben können, andererseits solange draussen zu bleiben bis dass alle vorbei sind. Daher bevorzuge ich meine Methode, was natürlich wiederum für eine halbwegs homogene Gruppe spricht, deren Mitglieder das auch durchziehen können und wollen.
    Das war auch der Grund, warum ich früher, als ich sowas noch gemacht habe und Leitwolf gespielt habe, keine Newbies, Trödler und andere Langsamfahrer mitgenommen hab. Klingt egoistisch, war aber für jene die mit mir gefahren sind dann meist die bessere Lösung und hat die Zufriedenheit am Ende des Tages gefördert.

    Auch wenn ich nur mit meiner Frau od. meinem Kumpel fahre ... ich ziehe immer nach dem überholten Auto ganz nach rechts, um so den linken Bereich der Fahrspur freizumachen im Falle dass der hinter mir fahrende auch noch platz hat sich einzuordnen. Das erwarte ich auch, wenn ich irgendwo mitfahre.


    grün = erster Überholender; rot = zweiter Überholender


    Wenn ich als vorne weg überholender im linken Bereich meiner Spur bleibe, dann erschwere ich dem hinten nachfahrenden die Sache unnötig.

    Wenn wir uns dann wieder sortiert haben übernehme ich als vornewegfahrender wieder den Platz in der linken Hälfte des Fahrstreifens, und sobald es gegenverkehrsmäßig geht kann weiter überholt werden.

    Wenn wir uns ehrlich sind, dann sind dünne Sommerhandschuhe/Motocrosshandschuhe (die ich auch verwende) eigentlich genauso nutzlos wie wenn man ohne Handschuhe führe. Trotzdem habe ich zumindest immer solche Motocrosshandschuhe an - beruhigt das Gewissen.
    Dickere Sommerhandschuhe wie z.B. von Held, die ich auch habe bringen halt bei >30° net wirklich Abkühlung.

    Mir fällt das geschilderte Verhalten, vor allem in südl. Ländern und bei heißen Temperaturen aber auch auf und finde es auch nicht gut.

    Da könntest du in meinem Falle recht haben. Je älter ich werde umso mehr gehen mir viele Leute (also die gruppenweise Ansammlung von Menschen) auf den Zeiger. Das war früher nicht so.
    Ich orte auch, wenn viele Menschen zusammenkommen kommen (vor allem Männer, wobei, bei Frauen tritt dieses Phänomen auch auf nur meist in ganz anderen Themenbereichen), dass sie sich voreinander profilieren müssen. Gerade, wenn da was Neues entsteht, kommt mir das so vor wie eine Pferdeherde auf der Weide ... da muss erstmal bestimmt werden, wer der Beste ist - und das geht mir auch auf den Zeiger.
    Neu hinzugekommene, müssen dann versuchen in dieser "Hackordnung" ihren Platz zu finden, was dann auch mühsam ist.

    Deswegen fahr ich auch auf keine Treffen mehr, die es schon länger gibt - ich bin da zum Individualisten geworden.
    Aus genannten Gründen kann ich mir auch schwer/nicht vorstellen, dass ich mal eine geführte Tour in Anspruch nehme - da bin ich mir lieber mein eigenes Reiseunternehmen.
    Vielleicht liege ich ja falsch - aber das sind halt meine Eindrücke.

    Dann oute ich mich auch mal als Einzelfahrer.

    Die Masse meiner ca. 20k Jahreskilometer fahr ich alleine. Zusätzlich mache ich 1x/Jahr eine Tour zw. 8-12 Tagen mit einem Freund, aber das ist dann schon das höchste der Gefühle. Alles andere bedeutet für mich zuviele Kompromisse.
    Heuer war ich dann 5 Wochen (das ist eine Ausnahme mit einem Freund unterwegs. Eigentlich war die Tour zu Dritt geplant gewesen. Aber als dann noch ein vierter Teilnehmer hinzugekommen ist, hab ich die Reißleine gezogen und gesagt, dass wir besser in zwei Zweierteams fahren.

    Früher bin ich ca. die Hälfte meiner Jahreskilometer mit meiner Frau (Selbstfahrerin) gefahren, aber das wird bei ihr aus gesundheitlichen Gründen leider immer weniger.
    Früher gabs auch 1x/Jahr, bei einem Motorradtreffen Gruppenausfahrten. Da waren wir auch schon eine kleine, passende Gruppe (4-6 Leute - mehr wollten da nicht mitfahren, weil wir den meisten zu schnell unterwegs waren) - aber das mit dem Treffen hat sich auch aufgehört, weil wir nicht schon ein halbes Jahr im vorhinein uns festlegen wollen.

    Keine Ahnung, ob ich nun Egoist bin, oder Realist (weil ich die Nachteile entsprechend einschätze) ... aber mir ist es alleine viel lieber. Vorteile sehe ich in (regelmäßigen) Gruppenausfahrten so gut wie keine.

    Wenn die neue Version auf nassem Asphalt viel besser wird, dann wohl ja. Wenn nicht, dann werde ich den Reifen genausowenig verwenden wie den alten ... weil der war bei diesen Bedienungen (nasser Asphalt) lebensgefährlich.