Beiträge von Sampleman

    Guckstu hier:


    Ich habe es die Tage für 23,99 Euro bei eBay geschossen und sollte berichten, was es taugt:



    Das Ding ist ein Mini-Kärcher. Dabei sind zwei Akkus, zwei Spritzdüsen (Punkt- und Fächerstrahl), ein Tank für Shampoo etc, um das Fahrzeug einzuseifen, ein mehrere Meter langer Ansaugschlauch, ein Falt-Wassereimer und ein Koffer, in den das Zeug irgendwie reinpassen soll.


    Die Qualitätsanmutung ist ziemlich gruselig. Der Shampoo-Tank passte nicht richtig in das Sprührohr, da habe ich jetzt mit einem Stück Schlauch improvisiert. Der Koffer ist ein völliges Billigteil, der Ansaugschlauch ist (gerade jetzt bei niedrigen Temperaturen) steif und störrisch. In den Falt-Eimer passen ca. 10 Liter Wasser, es ist aber schwierig, den Schlauch da so reinzuhängen, dass der Ansaugfilter am Ende des störrischen Schlauchs auch am Boden des Eimers bleibt. Ich denke, ich werde den Eimer durch einen Plastik-Kanister aus dem Camping-Bedarf ersetzen.


    Heute hatte das gute Stück Premiere. Ich bin mit meinem Präzisionskraftrad eine Stunde lang im Wittelsbacher Land durch die Gegend gefahren, die Straßen waren nass, und Salz war sicherlich auch dabei. So sah meine AT danach aus:




    Das ist natürlich nix, verglichen mit einem rumänischen Vollcross-Parcours, aber wegstellen kann man den Bock so auch nicht. Also Eimer mit Wasser gefüllt, Spritzpistole zusammengeschraubt (Fächerdüse) und los. Ehrlich gesagt: Das Ergebnis fand ich gar nicht übel:



    Ein Hochdruck-Strahler an der Tankstelle schlägt sicherlich härter zu, aber bei so was habe ich auch immer etwas Angst um meine Radlager und meine ABS-Sensoren. Shampoo habe ich heute weggelassen, das ist auf öffentlichen Plätzen ja auch nicht so gern gesehen. Ein Eimer Wasser hat ausgereicht, um die Kiste wieder sauber zu kriegen.


    Angenehm fand ich, dass das Ding nicht besonders laut ist. Weniger angenehm fand ich, dass die Akkus offenbar nicht gegen Spritzwasser geschützt sind. Einer ist nass geworden und hat daraufhin seinen Dienst quittiert. Im Moment liegt er auf der Fensterbank und trocknet. Vielleicht fängt er sich wieder.

    Habe mir heute nach Anregung im Forum das hier gekauft:



    Das ganze Set kostet bei eBay inkl. Versand gerade mal 24 Euro.


    Der Qualitätseindruck ist an der untersten akzeptablen Grenze, aber ich habe damit gerade ein paar Trekkingstiefel gereinigt, mit denen ich vor einer Woche in irgendwelchen Mist getreten bin - und bin angenehm überrascht von der Performance. Damit werde ich in Zukunft öfter mal mein Mopped abspritzen, wenn es z.B. nach einer Winterfahrt voller Salz ist. Im Set ist ein Plastikkoffer, zwei Akkus, zwei Spritzdüsen und ein Waschmitteltank, mit dem man sein Krad einseifen kann. Der saß vorn irgendwie so lausig auf der Spritze, dass ich mal mit einem Dichtring improvisiert habe (hab das Shampooding aber noch nicht ausprobiert)


    Gemessen an meinem akkubetriebenen Mini-Kompressor ist der Strahler recht leise, ich würde mal sagen: gut halb so laut. Wie lange die beiden mitgelieferten Akkus halten, kann ich nicht sagen. Ich habe etwa zehn Liter Wasser auf die Stiefel verballert, da zeigte der erste Akku noch keine Schwäche.


    Für 24 Tacken ein echter (China-)Kracher.


    Aber Werkzeugerotiker mit erbberechtigtem Nachwuchs sollten eventuell etwas mehr Kohle (genauer: Viel mehr Kohle) ausgeben, um was Feines von Bosch etc. zu bekommen. Da ist in puncto Materialqualität sicherlich deutlich mehr geboten.

    Bevor du dich hier weiter zum Brot machst bei dem Versuch, ausländerfeindliche Phrasen zu dreschen, ohne den nach deiner Ansicht weißen Elefanten im Raum zu nennen, hier mal ein Bericht aus der Praxis:


    Vor ein paar Jahren habe ich mir hier in Augsburg bei einem Sturz auf der Treppe eine schwere Schnittwunde zugezogen. Meine Frau rief einen Rettungswagen, der dann auch schnell kam. Das Team versorgte meine Hand und fuhr mich dann in die nächstgelegene Bereitschaftsklinik. Die Fahrtzeit nutzte ich, um mich mal aus erster Hand zu informieren. Ich fragte den Notarzt, ob es stimme, dass immer wieder Rettungskräfte attackiert würden, das könne ich ja gar nicht verstehen. Doch, antwortete der, das komme immer wieder mal vor, das habe es aber schon immer gegeben. "Und was sind das für Leute?" "Sie werden lachen, die kommen aus allen Schichten der Bevölkerung." Und warum machen die das? Das konnte der Notarzt auch nicht sagen. Allerdings seien die Menschen, die bei einem Rettungseinsatz direkt involviert seien, oft in einer emotionalen Stresssituation, mit der viele nicht umgehen könnten.


    So weit der Fachmann.

    Es gibt aber auch merkwürdige Sachen. Einen oder zwei Tage vor Silvester hörte ich im Radio einen Einsatzleiter(?) der Berliner Polizei. Der hat chaotische Zustände in der Silvesternacht förmlich herbeigeredet, hat das Auftreten konkreter, strafbarer Handlungen im Detail vorhergesagt. Was ein solches Statement jetzt sollte - außer irgendwelche Chaoten zur Planübererfüllung anzustacheln und den Rest der Bevölkerung zu ängstigen - hat sich mir verschlossen. Ich meine, wenn der Mann der Ansicht ist, nur eine mit scharfen Waffen durchgesetzte Ausgangssperre von sechs bis sechs könne für Ruhe sorgen, dann soll er das halt sagen. Und mal sehen, ob er das anschließende politische Gewitter überlebt.


    Ich habe den unbestimmten Eindruck, dass wir Zeuge einer "self fulfilling prophecy" werden. Im Vorfeld gab es einen breiten Kanon von Stimmen, die vor den fürchterlichen Folgen dieser Silvesternacht warnten. Und danach wurde jede brennende Mülltonne zur Breaking News. Wir befinden uns seit längerer Zeit in einer Phase der Dauer-Aufgeregtheit, da muss Silvester natürlich noch einen draufpacken.


    Wie schon gesagt: Hier in Augsburg war es - verglichen mit den Vorjahren - eher ruhig.

    Ich finde deinen Ton unangemessen.


    Wir haben übrigens auch einen Kater, von dem wir früher dachten, dass ihn das Geballere unglaublich stressen müsste. Stattdessen geht er um Mitternacht an die Terrassentür, um sich das Feuerwerk anzusehen.


    Natürlich schädigt Feuerwerk auch das Leben von Tieren, vor allem von Haustieren. Aber solange die Polizei noch nicht einmal die Einhaltung des gesetzlichen Zeitfensters durchsetzen kann, ist ein Verbot völlig illusorisch.