Beiträge von Sampleman

    Auf solch einen Scheiß stehe ich ja nun mal gar nicht. Wenn die Herren Ingenieure bei Honda meinen, sich über Ehre Gedanken machen zu müssen, dann sollten sie mal darüber darüber nachdenken, wieso meine nagelneu gekaufte Honda schon den zweiten Rückruf und ein neues TFT-Display gebraucht hat.


    Und mich als Kunde verliert man am schnellsten, wenn man mir das Gefühl gibt, nicht wichtig zu sein. Das kann sich in einem schwierigen Konsumklima eigentlich niemand leisten.

    Es ist nicht regelkonform in einer Region, in der ich öfter mal fahre, das ist alles. Und ich kaufe mir doch kein Motorrad, das schon ab Werk wichtigen Verkehrsvorschriften nicht genügt. Ich finde das von Honda ziemlich instinktlos, es kann mir keiner erzählen, dass es ein großer Aufwand wäre, das Standgeräusch auf 95 db zu drücken. Genauso dumm wäre es, ein Motorrad mit 49 PS auf den Markt zu bringen, das dann mit Fleiß nicht mehr A2-tauglich ist, oder eins mit 98 PS, das man dann nicht mehr auf A2 drosseln kann.


    Und wie gesagt: Ich finde an der CB1000GT nichts, was mich überzeugen könnte, diesen Lapsus zu ignorieren. Ich bin mit meiner AT so weit ganz zufrieden. Ich muss nicht jede Honda toll finden.

    Ich möchte dazu kurz eine Bemerkung loswerden, denn der OP möchte nichts an seinem Motorrad reinigen, sondern an seinem Helm. Und wenn da der Alterungsprozess bei den verwendeten Kunststoffen schon so weit fortgeschritten ist, dass der Weichmacher austritt, dann würde ich zart die Frage stellen wollen, ob dann nicht der Helm als Ganzes hinüber ist oder alternativ, was TT denn für ein Scheißmaterial verbaut, wenn da bereits nach kurzer Zeit Verwitterungserscheinungen auftreten.

    Du hast wirklich eine merkwürdige Art drauf.


    Ich sehe das völlig anders: Der Alpenraum ist eins der wichtigsten Motorradgebiete Europas, Pässe wie das Hahntennjoch, das Timmelsjoch, Kühtai und Gerlos liegen alle in Tirol. Und da darf man ein Mopped nur fahren, wenn es maximal 95 db Standgeräusch in den Papieren hat. Wie deine Meinung dazu ist, ist dem österreichischen Gendarmen im Zweifel herzlich wurscht.


    Da werde ich doch den Teufel tun und mir mit Fleiß ein neues, teures Motorrad kaufen, bei dem der Hersteller zwar die Höchstgeschwindigkeit begrenzt hat, aber nicht das Standgeräusch. Zumal ich jetzt auch nicht den Eindruck habe, dass die CB 1000 GT in irgendeiner Weise so einzigartig ist, dass man über einen solchen Lapsus hinwegsehen könnte.

    Ich muss das Ding nicht mögen, und ich mag es auch nicht. Getreu dem Grundsatz von Henry Royce ist mechanischer Lärm Zeichen einer mangelnden Leistung der Ingenieure. Die Honda-Produktdesigner mögen nicht in der Nähe von Tirol wohnen, ich tue es aber, und da wäre ich ja mit dem Klammersack gepudert, mir ein Mopped zu kaufen, das ich dort nicht fahren kann. Der Motor liefert 102 Nm maximales Drehmoment, das ist nett, aber nicht der Hammer. Und was soll ich mit 150 PS anfangen? Ein Tirol-kompatibler Motor mit 130 PS, dafür aber mit 130 Nm würde mir besser gefallen.


    Das mit dem Geräusch scheinen sie bei Honda nicht zu können. Auch die neue CB 1000F - die mir insgesamt viel besser gefällt als die GT - kommt auf 96 db. Ist denen der zentraleuropäische Markt wirklich so wurscht? Nur mal so nebenbei: Ein Chinakracher wie die CFMoto 800 bleibt selbstverständlich unter der 95db-Grenze.

    Meines Wissens gibt es im Moment einen de facto Verkaufsstopp wegen der Geschichte mit der linken Lenkerarmatur.


    Aber ehrlich gesagt steige ich bei Honda ohnehin nicht so recht durch, wie die ihre Märkte beschicken. In den USA war die AT sehr erfolgreich, zeitweilig das meistverkaufte Bike im Marktsegment "Dual Sports", und dann gab es wieder Jahre, in denen die US-Händler keine aktuellen Maschinen bekamen. 2024 war das glaube ich so.


    Und man darf auch nicht vergessen, dass Honda im Moment andere Motorräder hat, die auch etwas im AT-Teich fischen. Ich denke da an die runderneuerte Transalp, die deutlich aufgewertete NT und die neue CB1000 GT. Da können - und wollen - sie vielleicht nicht an allen Fronten gleich Gas geben.

    Ich kann dir von München und Augsburg Gegenteiliges berichten. Aber das ist auch egal, an einzelnen gut oder schlecht performenden Verkäufern geht keine Einzelhandelskette pleite. In meinen Augen haben die Ketten, die einmal mit Louis konkurriert haben, es nicht geschafft, ein zwingendes Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. Polo mag einige ganz nette Eigenmarken haben, aber Louis hat mehr davon. Ich erinnere mich an eine Begebenheit vor vielleicht 12 bis 15 Jahren, da eröffnete MediaMarkt in München am Stahlgruberring mit großem Tamtam "den größten MediaMarkt Deutschlands". Ich bin dann aus Interesse mal hingegangen und fand den Laden in erster Linie groß und laut. Bei oberflächlicher Betrachtung fand ich aber, dass das Sortiment keineswegs uberraschend größer war als in anderen mir bekannten MediaMärkten. Aber es war mehr Ware da. Wenn die eine Kaffeemaschine anboten, dann war da eine zum Begrabbeln ausgrstellt und 50 standen originalverpackt im Regal. Ich fand das eher erdrückend als toll, und ich fragte einen Einzelhandelsexperten, was denn der Grund für einen solch großen Laden wäre. Und der erklärte mir, dass viele Verbraucher, wenn sie die Auswahl zwischen verschiedenen Geschäften hätten, immer erst zum größten Laden gehen würden, weil sie dort am ehesten vermuten würden, dass sie das Gesuchte finden. Und von den vielleicht 20 verschiedenen Polo- und Louis-Filialen, im denen ich in meinem Leben gewesen bin, waren die Louis-Filialen immer größer, besser sortiert und mit mehr Ware bestückt.


    Es mag was anderes sein, wenn man was Spezielles sucht. Es gibt im Süden von Augsburg Cima, eine Firma die mit Motorradkleidung handelt und auch viele Übergrößen hat. Ich käme gar nicht auf den Gedanken, bei Polo nach einer Jacke für mich zu suchen. Haben sie ja doch nicht. Von Cima habe ich schon drei Stück...


    Frank

    Die Koboldbike-Koffer werden immer als Alternative genannt, wenn einer an seiner AT keine Koffer mit Träger will. Allerdings haben die verlinkten Koffer nur ein Gepäckvolumen von 13 bzw. 16 Litern. Zum Vergleich: Die originalen Honda-Koffer fassen 30 bzw. 40 Liter. Weiterer möglicher Nachteil bei Koboldbike: Gleichschließung mit dem Zündschlüssel ist nicht.


    Ein anderes Problem ist jetzt etwas Spekulation: Die Honda-Kunststoffkoffer haben grundsätzlich das Risiko, dass sie zerbrechen können, wenn man damit stürzt. Das kann im Extremfall sogar die Fortsetzung der Reise gefährden, wenn etwa die Kofferhalterung abreißt oder der Deckel in Fetzen hängt. Bei den Koboldbike-Koffern könnte es meines Erachtens passieren, dass nicht die Halterung des Koffers bricht, sondern die entsprechenden Aufnahmen am Motorrad. Dann ist die Reise auch erst mal zu Ende, der Schaden aber evtl. noch größer.


    Ist aber jetzt nur Spekulation. Grundsätzlich ist es aber wohl so, dass man einen verbogenen Kofferträger aus Metallrohren eher provisorisch flicken kann als einen Kunststoff-Koffer, bei dem die Befestigungshaken abgebrochen sind.

    Natürlich haben die Kunststoffkoffer nicht das Problem mit dem blanken Alu. Ich würde aber immer grundsätzlich zu Kofferinnentaschen raten, da hat man das Gepäck auf Reisen mit einem Handgriff draußen, und die dreckigen, nassen Koffer bleiben am Mopped. Ich habe zu meinen Kunststoffkoffern im Rahmen einer Sonderaktion ein paar original Honda-Innentaschen (made by Shad) bekommen. Die sind ziemlich robust und solide gemacht, allerdings ist es merkwürdig, dass beide Innentaschen exakt gleich groß sind, weil die Koffer deutliche Größenunterschiede haben. Kaufen würde ich die Honda-Dinger nicht, da gibt es deutlich billigere Alternativen aus dem Zubehör, die es genauso tun.


    Was ich an meinem Plastikkoffern ganz gut finde: In den größeren passt ein Schuberth E2 in 3XL;-) .


    Grundsätzlich würde ich denen, die häufig oder immer mit Koffern rumfahren wollen, eher Metallkoffer empfehlen. Vorteil der Plastikdinger ist, dass sie keinen separaten Kofferträger brauchen und relativ wenig Platz wegnehmen. Zu beachten ist auch noch, dass die Alukoffer nach oben öffnen, man kann also leichter mal den Deckel aufmachen und drin rumkramen. Bei den Plastikkoffern klappt die ganze Seite auf.


    Ob die Originalkoffer in Metall an der Honda anders sitzen als die Plastikkkoffer, müsste man eigentlich anhand von Fotos herausfinden können.