Beiträge von Sampleman

    Also, fangen wir mal an. Der weiße Elefant im Raum: Warum geht einer freiwillig weg von Apple zu Google?


    Ich habe Smartphones seit 2003, ich hab' schon alles durch: Palm OS, Handspring, Windows CE. Symbian hab' ich ausgelassen, Android hatte ich, seit es auf dem Markt ist. Ende 2015 bekam ich von O2 einen sehr günstigen Vertrag, dazu ein iPhone 6. Zu dem Zeitpunkt hatte ich von der Firma bereits ein iPad, und die Combo hat mich begeistert. Irgendwann ist das iPhone 6 aus dem Service gefallen, da habe ich es mit einem äußerlich komplett gleichen iPhone 8 ersetzt. Auch Smartwatches hatte ich schon früh, aber so richtig rund liefen die mit iOS nie. Gegen die Apple Watch habe ich mich lange gewehrt, da zu teuer und zu hässlich. Inzwischen gibt es Apple Watches unter 300 Euro, Hässlich sind die Dinger immer noch, aber, hey, ich bin ja auch lange eine GS gefahren. Zur Apple Watch SE gab es dann auch ein iPhone SE, weil die Uhr iOS 17 brauchte, das konnte mein 8er iPhone nicht. Nur mal angemerkt: Seit zehn Jahren laufe ich im Grunde mit dem gleichen Smartphone rum, das SE war das letzte mit großem Zentral-Button, die danach fand ich so naja.


    In den letzten Monaten sind ein paar Sachen passiert, die meine Sympathie für Apple haben abstürzen lassen. Ende letzten Jahres hatte ich einen unschönen Zwischenfall im Apple Store in Augsburg. Meiner Frau war weniger als ein Jahr nach dem Kauf ihr iPad kaputtgegangen. Die Fatzkes, die in dem Laden so tun, als würden sie dort arbeiten, haben uns nicht nur komplett hochnäsig behandelt, sie wollten sich auch aus der Garantie mogeln. Die haben einfach auf stur geschaltet, und - völlig zurecht - damit kalkuliert, dass sie schon keiner wegen eines 300-Euro-Tablets verklagt. Seitdem weiß ich aucn, warum in dem Laden ein paar breitschultrige Security-Typen stehen, denn sonst ist bei einem solchen Auftritt gern mal die Lippe dick. Nach dem Besuch war mir klar: Mein nächstes Smartphone wird keins von Apple mehr.


    Beschleunigt wurde die Entscheidung durch das mehr oder weniger erzwungenen Update von iOS 18 auf iOS 26, das mein eigentlich noch ganz gut laufendes iPhone SE in ein Strom saufendes, lahmes Etwas verwandelt hat. Und iOS 26 hat mir ganz deutlich vor Augen geführt: Apple hat sein Mojo verloren. Sie haben mit iOS 26 glaube ich 150 neue Features eingeführt, und bei keinem einzigen habe ich gesagt: "Oh, super, das wollte ich ja immer schon haben." Früher waren iOS-Geräte einfach und übersichtlich zu bedienen - das ist vorbei. Und sie werden immer dünner und teurer. Nix mehr, was mich ankickt.


    Und zum Schluss das Offensichtliche: Apple, das waren mal die Guten, und heute sind sie es nicht mehr. Tim Cook hat Trump genauso geschmiert wie die ganzen anderen US-Tech-Oligarchen. Noch vor einem Jahr hätte ich gesagt: "Ich fühle mich wohler, wenn meine Daten bei Apple liegen, als wenn sie bei Huawei liegen." Doch das ist vorbei. Natürlich bin ich immer noch von US-Konzernen abhängig, aber vom reichsten der US-Konzerne möchte ich nicht mehr abhängig sein.


    So, Ende des Exkurses. Wenden wir uns wieder der Frage zu: Wie steigt man von iOS auf Android um. Vor allem, wie macht man das, wenn man eine Africa Twin fährt und sich die unter anderem wegen dem geilen Apple CarPlay-Display gekauft hat?


    Also, erster Schritt sollte sein, dass man sich mal vergegenwärtigt, was man auf seinem iPhone so alles einsetzt - und sich überlegt, ob es das alles für Android auch gibt. Ich hatte, als ich mir vor gut zwei Jahren meine AT gekauft hatte, eine ganze Reihe an Navi-Lösungen ausprobiert, von denen es einige nur für iOS gibt - genauer: Nur für Apple CarPlay, nicht für Android Auto. Dazu gehört auf jeden Fall Calimoto. Bei Scenic bin ich mir nicht sicher. Von denen habe ich zwar eine Lifetime-Lizenz, die habe ich auf Android aber noch nicht ausprobiert. Offenbar ist Scenic in Android noch Beta, in Android Auto taucht es nicht auf. Glücklicherweise läuft Kurviger auf beiden OS.


    Wenn man einen solchen Umstieg plant, ist es sinnvoll, wenn man sein iPhone noch hat, idealerweise mit einer SIM-Karte drin. Bei mir gab es eine sonderbare Sache: Ich habe zu meinem O2-Vertrag zwei SIM-Karten, die beide auf derselben Nummer laufen. Allerdings kommen Text-Messages nur auf einer Karte an. Das ist lästig, wenn man neue Apps installiert und sich registriert, denn oft werden Authentifizierungscodes per SMS verschickt. Mein Android-Handy weigerte sich, SMS zu empfangen, sogar wenn das iPhone im Flugmodus oder gar aus ist. Im Endeffekt habe ich die SIM-Karten getauscht, jetzt geht es. Grundsätzlich ist Zwei-Faktor-Authentifizierung ein Problem. Ich hatte auf meinem iPhone zum Beispiel den Microsoft-Authentificator, mit dem ich einige 2FA-aanwendungen freigeben konnte. Die Accounts, die darin laufen, kann man nicht einfach auf ein anderes Smartphone kopieren. So, mehr im nächsten Post.

    Ich starte mal diesen Thread, weil ich nach zehn Jahren Apple jetzt beschlossen habe, diesem Unternehmen den Rücken zu kehren. Meine Gründe kann ich vielleicht später noch erläutern, aber in erster Linie soll es konkret darum gehen, welche Herausforderungen auf einen zukommen, wenn man Motorrad fährt, bislang Apple hatte und jetzt auf Android umsteigt.


    Kleiner Teaser zu Beginn: Der Umstieg von Apple CarPlay auf Android Auto war eine Sache von zwei Minuten;-)

    Es ist ja nicht so, dass ich in meiner Apple-Zeit nichts mit Google gemacht hätte. Unsere US-Abhängigkeit im IT-Sektor ist grotesk, die kann ich nicht mit dem Kauf eines Handys beenden. Das ist mir klar, ich bin ja nicht blöd. Aber es ist ein erster Schritt. Am Kauf meines Gigasets hat Apple jedenfalls nichts verdient, und das ist auch sehr gut so.


    Und es gibt natürlich tausende Gründe Apple den Rücken zu kehren, da ist der Wunsch nach "ein US-Unternehmen weniger" nur einer.


    Ich finde, man sollte mit Amerikanern im Moment so wenig Geschäfte wie möglich machen, und als Kunde mag ich auch nicht schwach angeredet werden. Deshalb werde ich Apple Schritt für Schritt aus meinem Leben auslisten. Den Anfang macht mein neues Smartphone, ein Gigaset GS6 Pro, das sich auf dem Bild gerade ein paar Daten von meinem Apple iPhone SE zieht. Das Ding - man glaubt es kaum - ist made in Germany, es wird in Bocholt montiert.

    Also, wenn Honda das so formuliert hätte wie du, würden weniger Leute maulen. Mein Rückruf las sich so, als wenn ich zweimal hinmüsste. Glücklicherweise war der Rückruf hier im Forum bereits hoch und runter diskutiert worden, weshalb ich recht genau wusste, was auf mich zu kommt. Hätte ich dieses Vorwissen nicht gehabt, hätte ich auch gemault.


    Ärgerlich finde ich, dass mein Hondahändler mir sagte, dass das Problem schon lange bekannt sei. Honda hat die Sache offensichtlich ausgesessen und wird jetzt vom KBA gezwungen, das Problem zu beseitigen. Und wenn sie clever wären, hätten sie schon längst eine neue, beleuchtete Schaltereinheit entwickelt, die sie den 26er oder 27er Modellen im Zuge der Modellpflege verpassen - und die sie jedem Bestandskunden im Austausch für 150 Euro anbieten.

    Hier haben Leute berichtet, die im November vom KBA ein Schreiben bekommen haben mit der Aufforderung, das Software-Update mit der Wheelie-Kontrolle machen zu lassen. Sie bekamen dafür (nach meiner Erinnerung) zwei Monate Zeit, was unter anderem dann blöd sein kann, wenn dein Bock mit Saisonkennzeichen in der Garage steht, und du ihn gar nicht zum Händler fahren kannst. Gedroht wurde mit dem Verlust der Betriebserlaubnis. Das ist jetzt vielleicht noch keine Stilllegung (mit Entsiegelung des Nummernschildes), aber im Falle eines Unfalls hat man mit einer solchen entzogenen BA auf jeden Fall schlechte Karten.


    Offenbar hat Honda dem KBA die Fahrgestellnummern der betroffenen Mopetten übermittelt, daraufhin hat das KBA die aktuellen Halteradressen der betroffenen Besitzer an Honda geschickt, und Honda hat ihnen einen Brief geschrieben. Und bei jedem Mopped, bei dem der Rückruf angearbeitet wurde, hat Honda die Fg-Nummer ans KBA gemeldet. Und die, deren Nummer nicht gemeldet wurde, bekamen irgendwann Post vom Amt.

    Mal ein kleiner Zwischenstand:


    Im November habe ich - wie alle anderen wohl auch - das Schreiben von Honda bezüglich des Rückrufes bekommen. Wie ja schon erwähnt, soll das zweistufig laufen, erst Notreparatur mit Kabelbinder, dann Austausch Armatur, wenn verfügbar (ab Januar). Ich hatte keinen Leidensdruck, bei mir funzt alles, also meinen Händler (Evecan in Fürstenfeldbruck) angerufen und vorgeschlagen, dass wir die erste Stufe auslassen und ich im Frühjahr gleich die neue Armatur bekomme. Antwort: Ja, können wir machen, aber mach rechtzeitig einen Termin, weil im Frühjahr alle einen Termin wollen. Jetzt habe ich mich um einen Termin bemüht, und meine Werkstatt sagt mir, dass immer noch nicht absehbar ist, wann die neuen Armaturen kommen, sie hätten von Honda noch keine Info.


    Bis dahin verfahre ich nach dem Konzept: If it ain't broken do not fix it.

    Das ist jetzt aber auch mal ein schickes Kraftrad! Have Fun! Die Zuzahlung wirkt wirklich verlockend klein.


    CarPlay lässt sich für übersichtliches Geld mit einem Zusatzdisplay nachrüsten. Man muss sich vermutlich nur überlegen, ob so was nicht das schicke Triumph-Cockpit verhunzt.

    So ähnlich hatte ich mal die Heizgriffe meiner 1992er Yamaha TDM 850 verkabelt. Das Saito-Ladegerät hatte damals eine Steckverbindung im Anschlusskabel, man konnte zwischen einem fest mit der Batterie verbundenen Kabel und einem Kabel mit Polzangen wählen. Diese Steckverbindung war die gleiche wie sie Tamiya für die Akkupacks bei Modellautos verwendet. Also habe ich dem Anschlusskabel der Heizgriffe einen Tamiya-Stecker verpasst und sie so direkt an die Batterie angeschlossen. Allerdings habe ich das Ganze noch über ein Relais abgesichert, das seine Steuerspannung vom Rücklicht bekam. Das Relais schloss nur, wenn das Licht an war (und demzufolge auch die Zündung).


    Verbraucher wie Heizgriffe oder auch nur eine Navi-Halterung würde ich niemals an Dauerplus hängen, da wäre mir das Risiko viel zu groß, mir im Stand die Batterie leer zu machen.