Dann hält eine Kette länger als der Kardan-Antrieb einer BMW 
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Trikeflieger Lass dir nichts einreden, in puncto Pflegeaufwand bleibt die Kette ein Nachteil gegenüber der GS, das ist einfach so.
Ich hatte fünf Jahre lang ein Kettenkrad und habe die Kette immer großzügig mit Kettenspray eingejaucht. Mit einem Kettensatz bin ich 45.000 km weit gekommen, aber das Mopped sah aus wie Sau (bei dem Mopped kam es dann auch nicht mer drauf an). Dann bin ich zwölf Jahre lang BMW GS gefahren und habe an die Kraftübertragung nie einen Gedanken verschwendet. Auch ein Kardan ist nicht wartungsfrei, aber die erforderlichen Ölwechsel hat mein Schrauber erledigt.
Jetzt fahre ich seit August 23 eine AT und muss mich wieder mit Kettenpflege auseinandersetzen. Das ist objektiv nicht schön, aber irgendwie auch nicht wirklich ein Drama. Ich habe mir für 30 Euro einen manuellen Kettenöler geschossen, der sitzt an der linken Lenkerarmatur. Da drehe ich nach jedem Tanken eine Vierteldrehung dran, und dann wird die Kette geschmiert. Und wenn ich die Kiste wasche, tue ich Kettenreiniger aus der Sprühdose auf die Kette und spüle sie mit dem Hochdruckstrahler ab.
Hin und wieder muss man die Kette nachspannen. Mein Mopped hat jetzt die ersten 5,000 km drauf, jetzt wird es langsam mal Zeit.
Was ich an der Kettenpflege doof finde, ist die Witterungsabhängigkeit. Wenn man im Regen gefahren ist, soll man den Bock nicht ungeschmiert wegstellen - dem Kardan ist das egal. Doch da ist so ein Kettenöler super: Wenn es regnet, gibst du der Kette einfach noch einen Extra-Schubs, das ist bei mir ein Griff an den Öler.
Mit anderen Worten: Die Kette erfordert Aufmerksamkeit, aber so wild ist das auch nicht.