Beiträge von Sampleman

    Was für mich ungewohnt ist: Dass der Tempomat auch dann aktiviert bleibt, wenn man die Zündung aus- und wieder anschaltet. In meinem Auto (und so ziemlich allen Autos, die ich kenne) ist das anders, da hat der Tempomat einen Lenkstockhebel und einen Knopf an dessen Spitze zum grundsätzlichen Ein- und Ausschalten. Schaltet man die Zündung aus geht auch der Tempomat aus - und muss nach dem nächsten Start separat wieder angeschaltet werden. Dass der Tempomat dauerhaft aktiv ist, auch wenn man ihn nicht angeschaltet hat, finde ich ungewöhnlich - und für ein Motorrad, das mich nach jedem Neustart mit einem Sicherheitshinweis begrüßt, den ich wegklicken muss, finde ich das schon recht merkwürdig.


    Aber um deine Frage zu beantworten: Grundsätzlich ist mir die Funktion klar, und bei mir ist der Tempomat entweder angeschaltet, oder ich schalte ihn an, wenn ich ihn brauche - und setze dann durch Druck auf die Set-Wippe die Wunschgeschwindigkeit.

    Es könnte sei , dass der Eindruck trügt. Die Stadt Augsburg hat angekündigt, den Flusslauf des Lechs zu renaturieren, das soll dann auch zum Hochwasserschutz beitragen. Der Kies, den sie da im Moment umeinanderschaufeln, hat da zum Teil vor kurzem noch nicht gelegen. Wir wohnen direkt am Hochablass, meine Frau ist da quasi täglich. Und sie berichtete mir von großen Felsbrocken, die dort untergebracht werden sollen. Meine Vermutung geht dahin, dass sie eine Art befestigte Kiesbank bauen wollen, die einerseits dem freien Spiel der Elemente ausgesetzt sein soll, andererseits muss das Wasserkraftwerk zuverlässig mit Wasser versorgt werden. Vor ein paar Jahren haben sie die gesamtem Sperrwerke am Hochablass ausgebaut, saniert und wieder eingebaut. Das ging auch nur ohne den Wasserdruck des Lechs. Also wurden rund um das Bauwerk Kiesbänke aufgeschüttet, unter anderem auch talwärts, damit schweres Gerät dort arbeiten konnte. Und nach den Arbeiten wurden die Kiesbänke in ein renaturiertes Gebilde verwandelt.

    Meine '22er AT hat ja nun auch einen Tempomaten. Während ich beim Auto nicht mehr drauf verzichten möchte, bin ich mir beim Mopped nicht sicher, ob ich das brauche. Na gut, war dabei, hat nix extra gekostet, vielleicht gewöhne ich mich ja noch dran.


    Ein paar Fragen habe ich aber doch:


    1. Wo bleibt ihr mit der Gashand? Mag sich lächerlich anhören, aber während ich beim Auto den Gasfuß einfach neben das Pedal stelle, muss ich beim Mopped ja weiterhin den Gasgriff festhalten. Der steht im Tempomatbetrieb in der Nullstellung. Mir ist es schon mal passiert, dass eine Bodenwelle dazu geführt hat, dass ich den Griff etwas nach vorn gedreht habe - der Tempomat schaltete sofort ab, was wegen der Motorbremse bei der AT zu einer ziemlichen Verzögerung führt. Ich habe auch schon versucht, die rechte Hand auf die Strebe des Griffprotektors zu legen. Bei 130 auf der AB finde ich das aber nicht optimal, und bei Kälte schon gar nicht. Wie macht ihr das?


    2. Ist es Einbildung oder zieht die AT schlechter, wenn der Tempomat gesetzt ist? Wenn ich mit T. 100 fahre und will dann mal schneller fahren, dann habe ich den Eindruck, dass die Fuhre langsamer an Fahrt gewinnt, als wenn ich das ohne Tempomat mache. Kann es sein, dass (nur mal als Beispiel) Tempo 100 einer Gasgriffstellung von 50% entspricht, der Gasgriff aber wegen des T. auf 0% steht, und ich jetzt erst mal diese 50% quasi als Leerweg überwinden muss, bevor mehr Schub kommt?


    Grundsätzlich empfinde ich den T. an der AT eher als eine ihrer schwächeren Baugruppen. Ich finde es auch schwierig, das Mopped wirklich genau auf eine Geschwindigkeit einzustellen. Wenn ich meinetwegen bei Tempo 100 den Knopf drücke, dann geht die Geschwindigkeit erst mal ein paar Kilometer runter, dann geht sie wieder rauf, um dann irgendwo zwischen 90 und 100 zu landen. Bei meinem Toyota habe ich den Eindruck, dass der Zeiger im Tacho wie festgenagelt steht, wenn man den Tempomaten anschaltet. Bei meiner AT fühlt es sich an, als habe die Regelung "etwas Spiel". Einbildung, oder ist das bei euch auch so?

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du das ernst meinst. Und ich sage dir ganz ernst, warum ich mich daran störe.


    1. Ein Forum ist kein Stammtisch. Wenn an einem Stammtisch mit sieben Leuten vier davon andauernd über die richtige Farbe der Kolbeninnenbeleuchtung diskutieren und du hältst dieses Thema für überflüssig, dann ist das berechtigt. Denn an einem Stammtisch sollten Dinge diskutiert werden, die möglichst alle interessieren. In einem Forum steht es dir frei, dich an einer Diskussion nicht zu beteiligen. Du kannst dich ja an ganz vielen andern beteiligen.


    2. Ein Forum ist keine Zeitung mit begrenztem Umfang oder eine TV-Sendung mit begrenzter Länge. Wenn Leute 500 Beiträge zur neuen Kawazuki 300 GS schreiben, muss deswegen kein Beitrag zum neuen 19-Zoll-Vorderrad der '24er ATAS unveröffentlicht bleiben. Niemand nimmt dir was weg.


    Manche Leute scheinen den Anspruch zu haben, dass jeder Beitrag in einem Forum auf ihr Interesse stoßen muss. Das sehe ich nicht.

    Ich bin im Auto der totale Tempomat-Fan, fahre immer mit T., wenn es nur mal 500 Meter geradeaus geht. Ich empfinde dauerhaftes Gaspedalstreicheln allerdings auch als unbequem (lange Haxen). Einen Abstands-T hätte ich im Auto gern.


    Meine AT ist mein erster Bock mit T., und ich bin da noch sehr zwiegespalten. Vor allem finde ich es eher unbequem, die Hand am Gasgriff so zu positionieren, dass ich nicht bei jeder Bodenwelle den Griff nach vorne drehe und den T. wieder ausmache. Wäre der T. bei meiner AT ein kostenpflichtiges Extra gewesen, hätte ich mir das gut überlegt. Mit dem Abstands-T. der BMW sehe ich das ähnlich. Wäre er im Grundpreis drin - von mir aus. Aber extra bezahlen würde ich ihn nicht. Übrigens: einen normalen T. scheint die GS immer zu haben, ohne Aufpreis.


    Aber wie sagt der Englischmann so treffend: „Your Mileage may vary.“

    Ich würde das „Innovation Paket“

    (Radar, Totwinkelassistent, Abstandstempomat) auch nicht kaufen, und zwar vor allem deshalb, weil ich glaube, dass mich die „False Positives“ nerven würden. Ich habe in meinem Auto einen kameragestützten Notbremsassistenten. Wenn er eine Kollisionsgefahr sieht, dann piept er schrill, und wenn man dann nix macht, haut er voll die Bremse rein. Das Ding piept bei mir im Schnitt einmal pro Woche - immer Fehlalarm. Ähnliches sehe ich bei Autos, die Totwinkelwarner im Rückspiegel haben. Einmal eine enge Nebenstraße fahren, schon blinkt das Ding.


    Und Abstands-Tempomat wäre für mich was für lange Autobahnetappen (mit dem Auto): Brauche ich auf dem Mopped einfach nicht. Und zum „einfach so mitkaufen“ ist es dann zu teuer.

    Ich habe mir gerade diesen Thread noch einmal durchgelesen, und mir ist ein inhaltlicher Widerspruch aufgefallen, den ich gern mal zur Diskussion stellen würde:


    Ganz pauschal geht es darum, dass sich Leute offenbar daran stören, dass bestimmte Themen in diesem Forum überhaupt stattfinden oder einen breiten/breiteren Raum einnehmen, als sie das wollen.


    Kleiner Exkurs: Ausnehmen möchte ich davon Frotzeleien, die die einen lustig und die anderen nervig finden, konkret in diesem Forum Diskussionen um Topcases und Moppedfarben. Das hat man überall, das meine ich aber nicht.


    Ich möchte es an ein paar konkreten Themen festmachen, bei denen es mir in diesem Forum aufgefallen ist (in anderen Foren sind es andere Themen, der Mechanismus ist der gleiche):


    1. Beispiel: Diskussion um die Ungenauigkeit des Außenthermometers an der AT 1100. Die Diskussion geht sehr schnell in die Tiefe. Da von uns niemand die Original-Konstruktionspläne der AT hat, müssen wir mutmaßen, wie das Ding funktioniert und warum. Schon bald präsentiert einer einen konkreten Umbau-Vorschlag mit Bildern, der ebenfalls lebhaft diskutiert wird. Super! Doch dann kommt einer, der den Sinn der Diskussion als solche in Frage stellt: Das Thermometer sei als solches überflüssig, und wer den Anspruch habe, dass es genau funktioniert, sei irgendwie merkwürdig drauf.


    Zweites Beispiel: die Diskussion über die neue GS1300. Auch hier treten Nutzer mit der Ansicht auf, über dieses Motorrad solle in diesen Forum nicht mehr diskutiert werden.


    Drittes Beispiel: In genau diesem Thread wurde zwei- oder dreimal angemerkt, es sei störend, wenn Leute „nicht auf den Punkt kommen“ oder Threads ausufern.


    Das Ganze kondensiert sich für mich in einer Anspruchshaltung: Offenbar möchten (einige? viele? die meisten?) Nutzer in diesem Forum nur Sachen lesen, die sie interessant sind. Die anderen Sachen möchten sie geistig nicht ausfiltern müssen, sie sollen hier gar nicht passieren.


    Ich bin seit rund 30 Jahren in Diskussionsforen im Internet unterwegs, und so was gab es früher schon. Als man noch jedes Bit extra bezahlen musste, wurde als Argument gegen Inhalte, die man nicht wollte, oft „Bandbreite“ und „Speicherplatz“ angeführt, aber das sind natürlich nur Scheinargumente.


    Einen AT1000-Fahrer werden Diskussionen um Apple Car Play kaum interessieren, denn er hat die Technik nicht an seinem Krad. Warum könnte er sich dann daran stören, wenn das Thema dennoch ausufernd diskutiert wird? Er muss es ja nicht lesen.


    Natürlich könnte man gegen diesen Mechanismus technisch angehen. Man könnte Leuten Threads, die sie als uninteressant abgehakt haben, nicht mehr zeigen. Aber würde das das Problem lösen? Oder müssen diejenigen, die es stört, dass für sie uninteressante Themen Raum einnehmen, einfach damit leben? Oder kommen die sich dann ausgegrenzt vor?


    Wie seht ihr das?


    Zu den Themen Farbe und Topcase: Natürlich ist meine AT schwarz, und natürlich ist hinten kein Topcase drauf. Ich bekomme meine müden Haxen ja sonst gar nicht mehr über die Sitzbank;-)


    Schönes WE noch!