Beiträge von Sampleman

    Gerade eben fragte ein Member, warum ich keinen Rat suche. Na ja, bei solchen Ratschlägen...


    Mein erster Helm war ein Shoei Raid 2, natürlich mit optionalem Lärmschutzkragen. War mir zu laut. Jetzt fahre ich einen Schuberth, UVP 750 Euro.


    Lass ma...

    Sorry, wenn das jetzt patzig rüberkam, aber dieser Thread heißt "Was habe ich mir neues gekauft." Das hat doch irgendwie schon ziemlichen Mitteilungscharakter, oder;-)


    Mein Problem ist, dass ich einen Riesenschädel habe, weshalb einfach 98% aller Helme für mich zu klein sind. Und bei denen, die ich dann über die Rübe bekomme, muss ich nehmen, was ich kriegen kann. Gut gemeinte Ratschläge wie "nimm doch diesen oder jenen Helm, den habe ich auch, der ist superleise." funktionieren in den allermeisten Fällen nicht, weil es den Helm eben nicht in Größe 65 gibt;-)


    Und auch bei den Scheiben sind die Möglichkeiten ja endlich: Kürzen, verlängern, Spoiler drauf, großen Spoiler drauf - habe ich alles schon durchprobiert. Ich bin gerade mit einem Kumpel eine große Runde gefahren, der fährt auch mit Lärmschutzstöpseln, hat in seinem Helm ein Headset drin und sagt mir, dass er bis etwa Tempo 100 die Ansagen versteht, darüber hört er nur noch, dass eine Ansage kommt, und guckt aufs Navi. Ehrlich gesagt, dafür baue ich mir kein 200-Euro-Headset in meinen Helm.


    Die sehr gute Nachricht: Ich habe meine Billiglösung heute ausprobiert, und sie hat sehr gut funktioniert. Die Lautstärkeneinstellung war weit entfernt von Maximum, und dennoch konnte ich die Ansagen bei 120 auf der AB noch einwandfrei verstehen.


    Warum ich das hier hinschreibe? Vielleicht hat einer ein ähnliches Problem und kann meine Lösung für kleines Geld nachvollziehen. Ich hatte neulich schon den Gedanken, mir diese In-Ear-Kopfhörer zu kaufen, die Rockmusiker auf der Bühne tragen, damit sie in all dem Lärm ihr eigenes Instrument hören. Die Billigsten gehen bei 500 Euro los, die Besseren kosten das Dreifache. Oops;-)

    Was sollen die am allgemeinen Geräuschniveau im Helm ändern?


    Was bei dir klappt, muss bei anderen nicht ebenfalls klappen. Glaub mir, ich habe schon einiges ausprobiert.

    Ich habe die Nase gestrichen voll von Headsets im Helm. Grund: In den Helmen, die ich mir in meinem Motorradleben bislang gekauft habe, war es spätestens ab 50 km/h so barbarisch laut, dass man darin außer Orkan nichts mehr hört. Dagegen kommen auch im Helm eingebaute Lautsprecher nicht an.


    Deshalb bin ich in den letzten Jahren immer mit In-Ear-Kopfhörern gefahren - oder gleich mit Ohrstöpseln und ohne Navi-Ansageton. Meinen alten TomTom Rider V.4 habe ich immer mit einem Jabra BT3030 gekoppelt, das ist ein Bluetooth-Empfänger mit eingebautem Mikrofon und ein paar Bedientasten - und einer 3,5-mm-Buchse, an der man jeden beliebigen Kopfhörer anstöpseln kann.


    Leider wurde der Jabra von meiner neuen AT zwar erkannt, ließ sich aber nicht koppeln. Also habe ich meine innere Stimme ignoriert und mir für meinen Schuberth E1 für satte 200 Euro ein maßgeschneidertes Sena-Headset gekauft. Das Ergebnis: Untauglich. Natürlich schließen die Sena-Lautsprecher meine Ohren nicht hermetisch ab, natürlich ist es ohne Ohrstöpsel viel zu laut im Helm, natürlich ist der Sound shyce und ab 50 nicht mehr zu verstehen, und oben drauf kommt noch, dass der Helm jetzt drückt.


    Deshalb habe ich mir jetzt am großen Fluss für knapp 20 Euro den Joyroom JR-CB1 Wireless Receiver gekauft:



    Das Ding beherrscht die neuesten Bluetooth-Profile, es ließ sich tatsächlich (anders als der Jabra) problemlos mit der Honda koppeln. Ein erster Test mit meinen alten In-Ear-Kopfhörern ergab zumindest bei Musikwiedergabe eine ordentliche Qualität (vielleicht nicht ganz HiFi, aber wirklich gut genug) und - vor allem - eine mehr als ausreichende Lautstärke. Ich muss also jetzt nicht mehr die Systemlautstärke bis zum Anschlag aufreißen, um überhaupt nur irgendwas zu hören, 50 Prozent reichen voll und ganz.


    Wie sich das Teil bei der Wiedergabe von Navi-Ansagen schlägt, muss ich noch ausprobieren, aber ich bin guter Dinge, dass das klappt. Vor allem kann ich wohl auf der Honda ein Problem umschiffen, das ich mit der Kombi Jabra-TomTom immer hatte: Wenn zwischen den Ansagen einige Zeit verstrich, dann ging der Jabra immer in den Sleep Mode - und brauchte bei der nächsten Ansage eine bis zwei Sekunden zum Aufwachen. Dann war der spannenste Teil der Ansage schon durch. Sollte das Joyroom-Ding ähnliche Probleme machen, werde ich einfach leise Musik im Hintergrund laufen lassen, dann geht er eben nicht mehr schlafen;-)


    Mikrofon hat das Ding auch, aber das funktioniert natürlich nicht, wenn es in der Jacke steckt. Also werde ich auch in Zukunft darauf verzichten, während der Fahrt zu telefonieren oder per Spracherkennung WhatsApp-Nachrichten zu verschicken. Ich werde es aushalten, ich bin ja schon groß.


    Die Kopfhörer habe ich übrigens bereits vor Jahren mit Silikon-Ohrpolstern im "Tannenbaum-Design" gepimpt. Die dichten den Gehörgang besser ab als übliche Ohrhörer-Polster. So wirken diese Ohrhörer ein Stück weit wie Lärmschutzstöpsel.


    Und das Sena-Headset? Ich habe es aus dem Helm wieder rausgebaut und zurückgeschickt.

    Glückwunsch! Aber mir persönlich wäre dieses Motorrad konzeptionell zu nahe dran an meiner AT.


    Wenn ich mehr Geld, mehr Platz in der Garage und 20 Prozent weniger Körpergröße hätte, könnte ich mir als Zweitbike eine Brixton, Mash oder Ducati Scrambler vorstellen für die kleine Stadtrunde. Oder ich hätte als "großes Bike" einen Langstreckenbomber für die Fahrt zum Gardasee in vier Stunden, und dann daneben ein Stelzeisen mit Schlechtwegeeignung;-)

    Kurviger.de ist für mich gesetzt. Deshalb ist meine Neigung im Moment auch seht gering, andere kostenpflichtige Lösungen auszuprobieren, die ein anderes Routenplanungstool enthalten, also zum Beispiel TomTom Go oder Calimoto. Ich bin mir im Moment noch nicht sicher, ob ich bei OsmAnd Maps+ bleibe. Interessanterweise hatte ich die Probleme, die du mit dem Umschalten zwischen Cockpit und Apple CarPlay hattest, ebenfalls, aber da hatte ich die Premium-Version von OsmAnd noch nicht. Auch von Sygic habe ich die Premuim-Variante gekauft, aber damit komme ich nicht klar, wenn es um den Import von GPX-Routen geht. Vielleicht hole ich mir irgendwann mal die Premium-Variante von Scenic. Nur muss man mit diesen ganzen Abos etwas aufpassen, sonst zahlt man irgendwann mal 50 Euro im Monat für irgendwelche Apps, von denen man die meisten nur zweimal im Jahr benutzt.

    Nette Rede, aber dem Produktplaner von KTM, Ducati oder BMW wird das herzlich egal sein. Offenbar sind haufenweise KTM-Fahrer nicht in der Lage, das richtige Motorrad für ihre Bedürfnisse auszuwählen und kaufen statt der 890er, die nun wirklich genug Kraft hat, die 1290er. Nehmen wir an, KTM würde aus Respekt vor der StVO die 1290er aus dem Programm nehmen. Würden dann die 1290er Kunden reumütig die 890er nehmen - oder mit wehenden Fahnen zu BMW und Ducati wechseln?


    Natürlich sind 130 PS in einer Reiseenduro unnötig. Aber im Grunde sind auch Reiseenduros unnötig, wenn man so argumentiert. Ich kenne die BMW-Welt ganz gut, und da gab es nicht wenige, vor allem ältere, Fahrer, die von der 1200er GS freiwillig auf die 800er GS umstiegen, weil die 40 Kilo leichter war. Aber die Anzahl dieser Leute ist vernachlässigbar gegenüber der Gruppe von Leuten, die sofort ihre alte "große" GS verkaufen, wenn es eine neue große GS mit noch mehr PS gibt.


    Ich selbst bin vielleicht so ein Beispiel. Ich bin von einer uralten GS aufgestiegen zu einer neuen Honda. Ich hätte statt des (für mich) uferlos großen Haufen Geldes, den meine neue AT gekostet hat, auch einen noch uferloseren Haufen Geld ausgeben und mir eine neue GS kaufen können. Die hätte dann statt 30 Prozent mehr Leistung 70 Prozent mehr Leistung gehabt. Das war mir zu viel (und zu teuer). Aber mehr wollte ich schon.

    Ich möchte auf meiner AT ganz bewusst ein zusätzliches Navi vermeiden. Ich möchte auch keine Handy-Halterung am Lenker, mein Handy soll in meiner Tasche bleiben. Deshalb experimentiere ich mit den Apps rum - und mit einer Powerbank für mein iPhone, damit es länger läuft.


    Dieses Thema "Shaping Points" werde ich aber im Auge behalten. Interessant bei Kurviger.de ist ja, dass man innerhalb einer Route einzelnen Abschnitten unterschiedliche Profile zuweisen kann. Bei TomTom zum Beispiel kann immer nur die gesamte Route entweder "schnell" oder "kurvig" sein. Je nach Gegend ist es aber so, dass es manchmal einfach keine attraktiven kurvigen Strecken gibt. Und bevor dich das Navi aus lauter Verzweiflung durch irgendwelche Tempo-30-Zonen schickt, ist es da besser, diese Gegend zügig auf der Bundesstraße zu durchqueren und 50 km weiter seinen Spaß zu haben. Da könnten Zwischenziele in der Kurviger-Planung eine wichtige Rolle spielen.

    Motorleistung ist mit Sicherheit ein entscheidendes Verkaufsargument im Wettbewerbsumfeld, sonst hätte BMW nicht alle paar Jahre wieder eine Schippe draufgetan. Und ob sich die AT auch noch in ein, zwei Jahren verkaufen wird wie geschnitten Brot, das wissen wir beide nicht.


    Ich finde es bezeichnend, dass Honda die Transalp nicht mit DCT und Apple Pay bringt (von mir aus als Option). Das Motorrad soll so künstlich auf Abstand zur teureren AT gehalten werden. Hätte die AT heute schon 125 PS und 120 Nm, wäre das nicht erforderlich. Ob man 125 PS wirklich braucht, ist sekundär. Ich bin die letzten elf Jahre auf einer BMW R1100GS mit 77 PS gefahren und bin auch nicht andauernd überholt worden.