Beiträge von Sampleman

    Ich bin sehr groß und sitze dank hoher Sitzbank und Lenkererhöhung auch sehr hoch auf dem Mopped. Für mich funktionieren alle Windschilde nicht, weil sie entweder den Wind direkt auf meinen Helm leiten oder weil es hinter ihnen brüllaut ist (oder beides). Ich habe auch einen MRA-Spoiler auf meiner Scheibe, aber er steht nahezu waagerecht:



    Der Sinn und Zweck: So leitet der Spoiler den Wind, der von der Serienscheibe hochgedrückt wird, auf meine Brust um und hält meinen Helm aus der Turbulenzzone raus. Funktioniert auch nicht perfekt, aber besser als ohne.


    Du kannst das selbst mal testen: Fahre mal mit normaler Sitzhaltung mit Tempo 70 eine gerade Straße lang. Und dann stell dich mal hin und fahre im Stehen. Wenn es dann in deinem Helm deutlich leiser wird, hast du im Sitzen ein Turbulenzproblem.

    Den Link finde ich gerade nicht, war glaube ich bei Temu. Aber die Dinger gibt es überall, die Suchfunktion sollte dir helfen. Mein erster Spritzschutz hatte Doppelklebeband und Schrauben, ich habe gedacht, das Klebeband reicht. Nach einem halben Jahr war er weg;-)


    Wovor ich etwas Angst hatte (ich bin nicht so der Schraubergott), das war beim Bohren der Löcher für die Schrauben - weil da ja nicht sooo viel Platz ist zwischen dem Kotflügel und dem Reifen. Ich habe einen Akkuschrauber, der auch bohren kann, und mit einem dünnen Bohrer und etwas Gefühl ging das recht einfach.

    Ich fahre genau dein Motorrad, eine SD08 Modelljahr 2022 mit DCT.


    Es gibt aus meiner Warte drei Dinge, die man auf die Reihe kriegen muss und die nicht selbsterklärend sind:


    1. Funktion und individuelle Einstellung des MID (Multi Information Display). Da rate ich dir dazu, YouTube zu filzen und dir ein paar Videos rauszusuchen. Es gibt zwei Sachen, die du beachten musst: Es gibt ein paar fest vorkonfigurierte Modi mit dazugehörigen Cockpit-Layouts, diese Zuordnung kannst du nicht ändern. Aber es gibt zwei individuelle Modi, denen du jeweils ein Cockpit-Layout zuordnen und drei Parameter einstellen kannst P (Gasgriffkennlinie), EB (Motorbremse) und TC (Traktionskontrolle). Und bei allen Parametern, die du einstellen kannst, gilt immer: Wenig Regelung (kleine Werte, wenig blaue Segmente) ist hart, giftig, gefährlich. Viel Regelung ist smooth, sicher, limitiert.


    2. Android Auto/Apple CarPlay/Connectivity: Da musst du daran denken, dass das Motorrad die Kommunikationszentrale ist. Headset und Smartphone müssen beide mit dem Motorrad verbunden werden, nicht miteinander. Bis das Ganze störungsfrei läuft, gibt es einiges zu beachten. Dazu solltest du im Forum suchen, da gibt es viel Material.


    3. DCT: Da solltest du dich mit den Sport-Programmen auseinandersetzen, die nicht ganz so früh hoch und so spät wieder runterschalten, wie das Standard-Programm D. In der Praxis sucht man sich das Sport-Programm aus, das einen am besten taugt. Und wenn man dann nach dem Motorstart nicht einmal, sondern zweimal auf den D-Knopf drückt, ist man genau in diesem Programm. Extra-Tipp, steht so auch nicht im Handbuch: Vor dem Ausschalten der Zündung immer auf N schalten. Sobald man die Zündung aus macht, schaltet das Getriebe nicht mehr, sondern macht nur noch die Kupplungen auf. Wenn das Getriebe nicht in N steht, muss es vor dem nächsten Start erst in N gebracht werden. Und wenn die Batterie schlapp ist o.ä. kann das zu Problemen führen, das Motorrad kann dann nicht gestartet werden. Deshalb: Wenn der Motor läuft, erst auf N schalten, dann erst die Zündung aus machen.


    Für den Rest gilt: Read the fucking manual.

    Ich glaube, du wärest mit einer Apple Watch besser bedient. Wenn du unbedingt im Apple-Ökosystem bleiben willst (ich will es unbedingt nicht), dann kauf dir eine Apple Watch. Ich glaube, dass Apple große Anstrengungen unternimmt, dass nicht von Apple zertifiziertes Zubehör an iPhones nicht so gut funktioniert wie ihr eigenes.

    Also, bei Uhren, die keine Apple-Uhren sind, muss man zwei große Gruppen unterscheiden: Die einen nutzen Wear OS als Betriebssystem und haben damit zum Beispiel auch Zugriff auf den WearOS App Store. Die anderen nutzen ein eigenes Betriebssystem und bieten als Schnittstelle auf dem Smartphone eine App an, die es in aller Regel für Android und iOS gibt. Diese proprietären Uhren haben in aller Regel einen begrenzten Funktionsumfang, der sich auch nicht beliebig erweitern lässt. Vorteil: Diese proprietären Uhren sind keine Google-Uhren, die dann notdürftig soweit umgefrickelt werden, dass sie auch mit Apple können, die können das, was sie können, grundsätzlich auf beiden Plattformen. Nachteil: Der Funktionsumfang ist oft begrenzt.


    Dir scheint eine Gesundheitsüberwachung wichtig. Meine TicWatch kann Puls, Blutsauerstoff, Stresslevel, Schritte, alles mögliche, und vermutlich kann sie das auch mit einem iPhone.


    Meine persönliche Erfahrung ist die, dass alle Uhren, die den Namen "Smartwatch" verdienen, mindestens das können:


    * Alles, was an deinem Smartphone eine Meldung auslöst, wird auch auf der Smartwatch angezeigt. Beispiel: Ich habe eine App für meine Waschmaschine auf dem Handy. Wenn meine Waschmaschine fertig ist, gibt es eine Meldung auf meinem Handy - dieselbe Meldung kommt sofort auch auf der Smartwatch. Problem: Wenn man die Benachrichtigungen nicht sorgfätig kuratiert, brummt und piept die Smartwatch andauernd.


    * Wenn einer anruft, wird das signalisiert. In der Regel wird die Nummer angezeigt, wenn es dazu in den Kontakten auch einen Namen gibt, kommt auch der. In der Regel kann man einen solchen Anruf dann direkt an der Smartwatch abweisen oder annehmen. Wobei das mit dem Annehmen so eine Sache ist: Meine WearOS-Uhr konnte mein iPhone zum Abheben bewegen (na toll). Meine Apple Watch hatte eine eingebaute Freisprecheinrichtung.


    * Wenn das Telefon Musik spielt, kannst du es an der Smartwatch steuern (vor, zurück, lauter, leiser, Pause).


    * Termine werden angezeigt, in aller Regel auch mit der Vorwarnzeit, die man im Kalender eingestellt hat.


    * Eine Wettervorhersage ist Standard. Wenn ich wissen will, wie kalt es draußen ist, gucke ich auf meine Uhr.


    Die meisten Smartwatches bieten ein reiches Sortiment an sportlichen Anreizen. Bei meiner Apple Watch hat es mich zum Schluss etwas genervt. Kaum gehe ich mal zehn Minuten zu Fuß, fragt mich meine Uhr "Bist du am Trainieren?"


    Das Thema Bezahlen habe ich schon beschrieben, da geht Apple Pay nur mit Apple. Aber ansonsten gibt es erstaunlich viele Apple-Dienste, die man auch ohne Apple nutzen kann, dazu gehört auch Apple Music. Der Unterschied ist wohl, ob Apple mit einem Dienst Geld verdienen will (Apple Music) oder ob Apple einen Service dazu nutzt, um die Leute für die Apple-Hardware zu begeistern. Bei Apple TV ist es ähnlich. Dafür kann man sich eine Apple-Konsole kaufen - oder man benutzt die Apple-TV-App, die Apple für alle relevanten Smart-TV-Plattformen anbietet.


    Ich persönlich erfreue mich ja schon an den kleinen Dingen. Heute schickte meine Schwester mir eine WhatsApp aus dem Urlaub in Portugal. Meine Apple Watch hätte mir eine Message geschickt, die mir im Grunde nicht mehr gesagt hätte als "Hey, deine Schwester hat dir eine Nachricht geschickt, nimm mal dein Smartphone aus der Tasche!" Meine neue 130-Euro-Uhr zeigte mir das Bild, das sie geschickt hat, und gab mir die Möglichkeit, mit einem Smiley zu reagieren. Nice!