Beiträge von Sampleman

    Vooorsicht, die geheiligte Helmschale aus Weltraum-Material könnte verspröden. Der umittelbare Tod des Motorradfahrers wäre unvermeidlich...


    Ehrlich gesagt: Die Nummer mit dem Golf von Amerika ist zwar eine besonders unnötige Aktion von Trump, aber wir nennen die "Baltic Sea" ja auch anders als der Rest der Welt:-)

    Ich sehe bei vielen modernen "Gadgets" den Grund, dass sie verhältnismäßig einfach umzusetzen sind. Wenn das Mopped mit ABS (Gesetz), geregeltem Kat (Gesetz), Ride by wire und elektronisch gesteuertem Motor (Euro 5 geht nicht ohne) ausgestattet ist, dann sind doch Sachen wie eine Traktionskontrolle, ein Tempomat oder eine einstellbare Drosselklappen-Kennlinie nur noch 200 Zeilen Code und ein Schalter.

    Ich hatte neulich meine 2022er in der Werkstatt und bekam eine 2024er als Leih-Mopped. Da ich eine hohe Touratech-Sitzbank fahre und mich nicht einen Tag lang mit einem zu niedrigen Mopped rumschlagen wollte, haben wir kurzerhand die Sitze getauscht - kein Problem.

    Jain. Der E2 und der aktuelle C5 sind für ein Cardo-System vorbereitet, das bedeutet, dass sich ab Werk bereits die Verkabelung und die Lautsprecher im Helm befinden. Das dazugehörige System muss man dagegen immer noch extra kaufen. Im Bereich der hinteren Helmschale gibt es eine Blind-Abdeckung, die man abziehen kann, dort wird dann das von Cardo für Schuberth entwickelte Modul eingesteckt. Außerdem gibt es an der Seite eine Fläche, an der das flache Bedienpanel angebracht wird. Das hält meines Wissens magnetisch, braucht eine Knopfzelle und kommuniziert mit dem Rest per Bluetooth. Links im Helmpolster gibt es einen Steckplatz, dort wird das Mikro eingesteckt.


    Wer die im Helm serienmäßig verbauten Lautsprecher nutzen möchte, ohne das spezielle (und teure) Cardo-System zu kaufen, für den gibt es angeblich einen Kabel-Adapter, der die Lautsprecher mit einem 3,5-MM-Stereoklinkenstecker ausrüstet.

    Meine Kritik bezog sich nicht auf die damals von mir gefahrene CRF1000, mit der ich von Anfang an kein Problem hatte. Meine Kritik bezog sich auf die X-ADV, die sich nach meinem Empfinden beim Anfahren giftiger verhielt.


    Ob das immer noch so ist (meine Fahrt ist gut acht Jahre her), müsste eine Probefahrt zeigen.

    Ich hatte 2018 mal die Gelegenheit, eine damalige X-ADV und eine damalige 1000er AT probezufahren, beide mit DCT.


    Dabei ist mir eine Sache aufgefallen, die ich unangenehm fand: Die X-ADV reagierte beim Anfahren extrem sensibel aufs Gas. Das Ding im Stadtverkehr mal kontrolliert einen Meter nach vorn zu fahren, empfand ich als mühsam. Die AT erschien mir gutmütiger in dieser Beziehung.


    Du solltet bei einer Probefahrt mal darauf achten.

    Na komm, lass mal stecken. Irgendwann haben die Motorradhersteller auf breiter Front angefangen, von mechanischen auf elektronische Instrumente umzustellen. Das hatte sicherlich Kostengründe, aber auch objektive Vorteile (ich hatte in meiner Motorradlaufbahn schon mehrfach Ärger mit mechanischen Tachowellen). Es ist für einen Hersteller sicherlich auch günstig, für mph und km/h nur noch ein Cockpit zu brauchen. Dennoch sind die Displays, die mit Segmenttechnik arbeiten, in ihren Möglichkeiten eng begrenzt. Der Begriff "Mäusekino" kommt nicht von mir, und mit "Taschenrechner" möchte ich vor allem die Technik erklären.


    Ich fand übrigens speziell das Cockpit des Crosstourers schlimm. Aber das Cockpit der 1000er AT ist jetzt auch kein ergonomisches Glanzstück.


    Und für jede Funktion einen mechanischen Schalter zu haben, hat sicherlich Vorteile. Allerdings gehen mechanische Schalter an einem Motorrad (auch an einer Honda) gern mal kaputt. Vor allem, wenn sie nicht oft benutzt werden.


    Was mich tatsächlich etwas nervt, ist das um sich greifende Nannytum. Dazu gehören für mich Assistenzsysteme, die sich - einmal vom volljährigen Fahrer und Besitzer des Motorrades abgeschaltet - selbsttätig wieder anschalten. Dazu gehört für mich auch dieser übergriffige Warnhinweis, mit dem mich das Honda-Display bei jedem Anschalten der Zündung nervt. Ich habe Hemmungen, wegen so was die Verkleidung runterzureißen (und dabei was kaputt zu machen), aber ich glaube, nur um diesen Scheiß-Warnhinweis wegzukriegen, kaufe ich mir noch mal dieses Dongle, das ihn löscht - und nebenbei Traktionskontrolle und ABS ausgeschaltet lässt, wenn man sie ausgeschaltet hat.

    Das Problem dürfte sein, was du unter "bald" verstehst. Ich habe bestimmt schon mindestens ein Dutzend Helme gesehen, bei denen irgendeine Augmented-Reality-Technik verbaut war, die genau das versprach. Allerdings nie in live und in freier Wildbahn. In IT-Kreisen heißt so was glaube ich "Vaporware", etwas, was mit tollen Features angekündigt wurde, aber dann doch nicht zu kaufen ist. Ich erinnere mich noch, dass BMW vor zwei Jahren glaube ich eine Sonnenbrille auf den Markt gebracht hat, die irgendwelche Daten ins Auge des Betrachters projiziert hat. In der Theorie könnte ich mir so was ganz gut vorstellen: Du steigst auf dein minimalistisches Vintage-Bike, und wenn du ein Navi brauchst, dann schaltest du es halt in der Brille an. In der Praxis war das Ergebnis wohl total vergurkt: erstens ging es nur an BMWs mit der kompletten Connected-Ride-Ausstattung dh. ohnehin mit Schirm im Cockpit. Und zweitens muss die Umsetzung so scheiße gewesen sein, dass alles zu spät ist.


    Aber ehrlich gesagt: Gegenüber dem Taschenrechner-Mäusekino der CRF1000 empfinde ich den aufgeräumten Bildschirm der 1100 schon als Fortschritt.

    Von was für einem Blödsinn sprichst du eigentlich? Fährst du ohne Navi? Wenn ja, dann schön für dich, dann lass dir eben kein Navi anzeigen.


    Einer der Vorteile des TFT an der 1100 ist ja sogar, dass du dir verschiedene Cockpits einstellen lassen kannst. Wenn du nicht mehr sehen willst als einen fetten Drehzahlmesser, einen Tacho und eine Tankuhr, dann stellst du dir das eben ein.


    Ich bin von einer 25 Jahre alten GS auf die Honda umgestiegen. Okay, die GS hatte ein Zwei-Uhren-Analogcockpit mit mechanischen Zeigern. Wenn du so was willst, darfst du dir kein Mopped aus diesem Jahrhundert kaufen.

    Ich kann dir da als Ü60 komplett zustimmen, sehe ich genauso. Es gibt allerdings zwei Sachen, die mich an der Tasten-Bedienung von CarPlay stören: Erstens hat die AT Tasten für Oben/Unten und Rechts/Links, in CarPlay funktionieren aber nur die Tasten für oben und unten, was das Aktivieren der passenden Schaltfläche unnötig umständlich macht. Und zweitens wünsche ich mir schlicht eine Play/Pause-Taste, mit der ich den Ton bzw. die Musikwiedergabe einfach aus- und anschalten kann.


    Was ich darüber hinaus noch verbesserungswürdig fände: Es gibt in CarPlay diesen Übersichts-Modus. in dem das Navi nur den halben Schirm einnimmt, die andere Hälfte ist in der Regel vom Musik-Player belegt. Manchmal sind da auch noch zwei Schaltflächen für die Zieleingabe dabei. Ich würde mir wünschen, dass man in diesem Modus die Inhalte der einzelnen Widgets konfigurieren könnte. So würde ich zum Beispiel gern permanent die Anzeige meines RDKS sehen. CarPlay scheint auch sehr picky zu sein, welcher Applikation es die Darstellung eines PopUps erlaubt. Wenn ich im Navi-Betrieb eine WhatsApp erhalte, erscheint unten im Display ein Balken. Wenn mein RDKS einen Alert auswirft, sehe ich da nichts.


    Was die Touch-Funktion angeht, benutze ich die auch eher selten, vor allem zum Eingeben von Suchbegriffen im Navi. Das liegt aber auch ein bisschen daran, dass man sich mit Handschuhen auf einem Touch-Display leicht vertippt.


    Ansonsten sind wir natürlich auch alle Gewohnheitstiere. Ich habe eine DSLR (Canon EOS 6D), da kann man alle Funktionen auf dem Display mit Knöpfen und einer Multifunktionswippe einstellen. Jetzt habe ich mir zusätzlich das Nachfolgemodell (EOS 6D Mk. 2) gekauft, die ist in puncto Bedienung und Menüführung ganz ähnlich. Doch das Display der Mk. 2 hat zusätzlich Touch. Man kann auch wischen und mit zwei Fingern zoomen, wie beim Smartphone. Beim Smartphone mache ich das auch andauernd - bei der Kamera nutze ich komischerweise meistens die Hardware-Bedienungselemente;-)