Motorrad-Literatur
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#12 Thomas61 und markus53123
Vorweg: Ich will keinesfalls EUCH kritisieren. habe alle Bücher - auch durchaus mit etwas Genuss - gelesen. Fimde aber, dass es Besseres gibt und hoffe, Ihr könnt es vll. als Anregung akzeptieren
Ich denke, in einem solchen Faden darf man auch SUBJEKTIV kritisieren. Es scheint, dass immer mehr Leute Ihre Abenteuerlust über Social Media und Buchveröffentlichungen finanzieren - in letzter Zeit ist das fast schon inflationär und manch einer schaut dann nach Alleinstellungsmerkmalen, um sich aus der Masse abzuheben, wie z.B. der Martin mit seiner Katze Mogli (das ist schon süß und witzig) oder die 64 jährige Margot Flügel-Anhalt, die angeblich mutterseelenallein reist, aber dann gibts doch ne professionelle Videodoku ... ? Auch Lea Rieck kommt mir artifiziell vor. Das sind aber meine SUBJEKTIVEN Empfindungen.Da mag ich die Authentizität von McGregor & Boormann (Long Way round / Long Way down) lieber. Die machen keinerlei Hehl aus Ihrer Entourage und dem kommerziellen Background.
Unter den Damen auf zwei Rädern stechen für mich zwei hervor:
Lois Pryce: Vollgas (Panamericana-Tour mir britischem Humor, L.P. wird auch von Ted Simon sehr geschätzt).
Lois Pryce: Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren (Gute Einblicke in ein sonderbares Land)Eva Strehler: Hin und weg (Mit Moped und wenig Geld durch die USA. Sehr authentisch und darüber hinaus eine wirklich liebenswerte Autorin)
Beide sind sehr ehrliche und gute Schreiberinnen, mit einem subtilen Sinn für Humor und gut recherchierter Wissensvermittlung.
Wirkliche Motorradstrapazen können wir Weicheier nur in der Vergangenheit finden.
1933 fährt ein zwanzigjähriger Verrückter namens Max Reisch mit seinem Kumpel als Sozius nebst 70 kg (!) Gepäck auf einer 250er (!!!) Puch 13.000 km auf dem Landweg nach Indien. LANDweg ist dabei wortwörtlich zu nehmen und von den Strapazen können heutige Weltenbummler nur (alb)träumen. Und als echte Pioniere müssen die beiden Helden natürlich auf diversen Zwischenstationen Botschaftern, Diplomaten, Scheichs und auch dem Maharadscha in korrekter Kleidung (Knickebocker!!!) ihre Aufwartung machen, auch wenn sie zwischzeitlich fast am Verrecken sind.
Wer staunenend erfahren will, was Motorradreisen vor 90 Jahren bedeutete, dem sei dieser wieder erhältliche Reprint (mit vielen sw-Fotos) an´s Herz gelegt.
Max Reisch: Indien – lockende Ferne
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#14 Was die genannten Staaten angeht, magst Du recht haben - in der Absolutheit der Aussage aber nicht. Denke doch mal nur an den ehemaligen „Ostblock“. Oder an China, Vietnam, Laos, Kambodscha usw - da ging gar nix.
Und mit Erstaunen habe ich in meiner vorigen Buchempfehlung gelesen, dass man schon in den 30er Jahren in Syrien in Begleitung englisch-irakischen (!) Militärs fahren musste.
Die Menschheit scheint sich wenig fortzuentwickeln ... mal geht eine Tür auf und eine andere dafür zu. -
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#15 Alles anzeigenThomas61 und markus53123
Vorweg: Ich will keinesfalls EUCH kritisieren. habe alle Bücher - auch durchaus mit etwas Genuss - gelesen. Fimde aber, dass es Besseres gibt und hoffe, Ihr könnt es vll. als Anregung akzeptieren
(...)
Moin fish,
es gibt sicherlich "bessere" Bücher. Auch "schlechtere".
Beide Bewertungen liegen im Auge des geneigten Lesers.
Ich habe das Katzenbuch erwähnt, da ich aktuell begonnen habe, es zu lesen.
Ich möchte - nach Deiner Empfehlung - die Liste ergänzen um:
Eva Strehler, "Hin und weg - Blinddate mit den Karpaten"
Sehr erfrischend geschrieben und an vielen Stellen nicht nur zum Schmunzeln Anlass gebend, sondern auch zum herzhaften Lachen.
😉
Grüßles,
Markus
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#16 Hier möchte ich ein Buch vorstellen, das mir persönlich auch sehr gut gefallen hat:
https://www.amazon.de/Tausche-…Deutschland/dp/3933385377
Beschreibung:
Was tun, wenn der Job nur noch Routine ist? Wenn die Arbeit überhaupt keinen Spaß mehr macht? Wenn alles nur noch nervt und man sich fragt, was das eigentlich soll?Am besten, man hört in einer solchen Situation auf seine innere Stimme, auf seinen Bauch. So wie es Rainer Janneck tut. Er kündigt seinen Job und fährt mit seinem Motorrad drei Monate lang einmal rund um Deutschland. Immer an der Grenze entlang. Die Begegnungen und Erfahrungen unterwegs verändern ihn. Als er schließlich 10.000 Kilometer später wieder seine Wohnung betritt, hat er seinen Lebensfaden wieder gefunden. Diese drei Monate haben ihm gezeigt, was er eigentlich und wirklich will.
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