Beheizbare Bekleidung

  • #1

    Hallo zusammen,


    es ist mir jetzt öfter mal passiert, dass ich bei längeren Touren dann doch in Temperaturbereiche gekommen bin, wo mir kalt geworden ist.

    Beispiel: Zwei Wochen auf Korsika im September und dann wegen der Fähre, die nur nach Toulon fuhr, den Rückweg auf Route auf Grandes Alps geändert. Da sind wir dann teilweise im Schnee gefahren. War jetzt kein Bein ab, aber etwas wärmer hätte es schon sein dürfen. Die dünne Fleecejacke hatte für Korsika gut gereicht.


    Jetzt denke ich über eine Jacke von Keis nach. Modell J501RP. Hat da jemand Erfahrung, oder einen anderen guten Vorschlag?


    Grüße

    Martin

  • #2

    Fuer genau solche Faelle habe ich mir vor Jahren eine Gerbings Heizjacke gekauft: Auf Nebenstrassen oder Schotterpisten reicht auch bei einstelligen Temperaturen ein Pulli, aber 4 Stunden Autobahnfahrt bei 13°C dringen bis auf die Knochen.


    Die Punkte auf die ich achten wuerde, scheint Deine Jacke der Beschreibung nach zu treffen:

    • Jacke, keine Weste
    • Beheizter Kragen
    • Moeglichst duenn, damit man sie nicht sofort ausziehen muss, wenn es waermer wird
    • Nicht zu weit geschnitten, aber mit Luft, um ein langes Shirt darunter ziehen zu koennen
    • Waschbar
    • 12V Anschluss - eine Batterie ist dank Murphy auf langer Tour garantiert leer, wenn man sie braucht

    Ist sie waschbar? Gerbings bspw. schreibt:


    Als Schnaeppchenpreis wuerde ich die 300 Euro nicht bezeichnen, auch die altbekannten Marken wie eben Gerbings kosten nicht mehr.

  • #3

    Nicht ganz die Antwort die du jetzt erwartest:

    Alternativ könnte man eine normale, beheizte Weste mit USB Anschluss nehmen.

    Kannste für alles nutzen und ist dadurch universell mit jeder Mopedkleidung kombinierbar, kostet weniger.


    Hab diese hier:

    Beheizte Weste für Herren Damen,... https://www.amazon.de/dp/B08DKHRVZD?ref=ppx_pop_mob_ap_share


    Mir kam es hier mehr auf den Rücken und Nacken an. Gibt es aber auch mit Heizdrähten an der Brust

  • #4

    USB hat normalerweise 2A bei 5V, also etwa 10W Spitzenleistung. Die oben genannten Jacken habe beide ca. 60-70W. Auch wenn man einrechnet, dass Jacken deutlich mehr Flaeche erwaermen muessen als Westen, haben die 12V Jacken ca. 3x mehr Heizleistung.

    Ist das wichtig? In den meisten Faellen fahre ich meine Jacke bei Aussentemperaturen ab ca. 10°C auf Stufe 1-2 von 4. Vermutlich also in einem Bereich, den auch die USB Variante schafft.


    In meiner Erfahrung macht andererseits gerade die Waerme an den Armen viel fuer den Komfort aus. Deshalb schrieb ich oben, dass ich zum Motorradfahren eine Jacke bevorzugen wuerde. Auch diese laesst sich beliebig mit jeder Motorradjacke kombinieren, da sie nicht mehr auftraegt als ein Fliesspulli.


    Fuer mich waere der Vorteil einer USB Heizweste, dass man sie ueber eine Powerbank auch abseits des Motorrades tragen koennte. Ich schaetze mal, dass eine 10,000mAh Powerbank in der Praxis fuer ca. 3 Stunden reicht, wenn die USB Weste auf staerkster Stufe arbeitet. Mir kaeme sowas bei der Arbeit manchmal ganz gelegen ...


    Scoo - Die verlinkte Anzeige zeigt vorne nur im Bauchbereich Heizelemente, nicht aber auf der Brust, die ja auf einer AT deutlich mehr im Fahrtwind ist. In den Kommentaren wird auch bemaengelt, dass gerade die Nieren nicht gewaermt werden - das waere mir wichtig.

    Merkt man das?

  • #5

    pip: Danke für den guten Tipp. Die Marke kenne ich noch nicht. Die Möglichkeit, mit einem Akku unabhängig vom Bordnetz Wärme zuführen zu können, hat klare Vorteile. Der Preis geht auch in Ordnung. Die Jacke werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen. 77 Watt Leistung— packt das die Lima zusätzlich zur Griffheizung? Bei der KTM 1290er fackeln ja die Statoren immer mal wieder ab. Ob das allerdings ein generelles Temperaturproblem ist, oder zu viel Leistung abgefordert wird, weiß ich nicht.


    Scoo: Danke auch an Dich. Soetwas hatte ich zuerst im Auge. Ich merke allerdings, dass mir dann die Arme kalt werden, weil ich ja in dem Moment dann keine Jacke (Fleece) anhabe.

  • #6

    pip

    Ja das ist richtig, die Weste wärmt vorn nur die Wampe - aber wie gesagt gibt es auch Modelle mit Brustheizung.

    Mir war bei der Anschaffung grad Rücken und Nacken wichtig. (Trage sie nicht zum Mopedfahren und kann da zur Wärmeleistung nicht sagen).

    Bei meinem Modell werden die Nieren nicht sonderlich gewärmt oder ich bin zu unsensibel und merke es nur nicht.

    Da hilft wohl nur ausprobieren.


    Luke gern. War auch nur als Denkanstoß gedacht - auch für alle mitlesenden.

  • #7

    Ist ein Thermofutter + Motorrad Regenjacke nicht ausreichend? Ich friere schon recht schnell. Aber wenn ich mein herausnehmbares Thermofutter + Regenüberziehjacke (stoppt den Wind) an habe, ist mir auch bei unter 0 Grad warm genug.


    Eventuell eine flexiblerere Motorradjacke kaufen.

  • #8

    Ich habe die „4all pro“ Hose von Stadler. Als Jacke die vergleichbare Boreal von Touratech (hergestellt von Stadler und in etwa die 4all pro) Tolle Kombi. Das reicht mir in Kombi mit einer Regenjacke sehr gut. Konnte ich in Norwegen ausreichend testen. Trotzdem ist so ein Druck auf den Heizknopf eine tolle Sache. Vor allem ist man nicht so dick eingepackt. Eine dünne Heizlage unter die Goretex-Jacke und von 20 bis unter Null Grad alles fein.

    Naja. Und abends am Zelt oder auf dem Weihnachtsmarkt… da braucht man dann nicht so viel (was auch immer) um warm zu werden.

  • #9

    Ich benutze Heizkleidung schon recht lange und hatte bisher 2 Hosen, 2 Paar Handschuhe und nur eine Heizjacke. Meine Argumentation für Heizkleidung ist aber ganz anders als deine. Ich fahre damit in kalten Monaten herum während ich nahezu niemand anders fahren sehe. Gleichzeitig erklären befreundete Fahrer (die im geheizten Haus sitzen) daß ihre Kleidung sich für kaltes Wetter eignet, also bis zu sounso Grad °C geeignet ist. Ich erweitere also damit den Bereich in dem ich angenehm und auch länger fahren kann. Aber auch das hat seine Grenzen. Es ist keine riesige Erweiterung. Nicht vergleichbar mit einem Auto. Die Sonne sollte schon scheinen.

    Von der Jacke habe ich mich abgewendet. Ich benutze verschiedene (nicht preiswerte) Daunenjacken zu unterziehen aber auch zum Überziehen. Diese sind viel leichter als die damalige Heizjacke und - wenn nicht nötig - viel leichter zu Verstauen. Es ist in meinem Fall auch gravierend bequemer. Überziehen geht sehr schnell, aber nur ohne Regen. Bei mir ist es SEHR wichtig die isolierende Kleidung anzuziehen BEVOR mir kalt ist. Die heizende Kleidung kann hingegen zB zu kalte Hände aktiv wieder aufwärmen.


    Müsste ich zwingend bei kaltem Wetter weite Strecken fahren, dann würde ich mir zwei (noch vorhandene) Gerbing-Heizelemente in eine nachweislich bequeme Bestandjacke nähen. Und zwar nur an den Oberarmen außen wo ich zuerst auskühle. Das gilt dann nur für die AT mit hoher aber schmaler Scheibe.

  • #10

    Bei um die 0 Grad wären beheizbare Socken das einzige was ich vermissen würde. Hände werden mit griffheizung beheizt und Jacke wie ich bereits erwähnt habe ist warm genug.


    Ausser du willst im tiefen Winter längere Touren machen, dann ist eine Heizung durchaus sehr sinnvoll. Oder eine Alaska Tour im Winter ^^

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!