Alles anzeigenFahrt mal einen Smart 451 mit einem automatisierenten Schaltgetriebe und einen Smart 453 mit Doppelkupplungsgetriebe. Gleiches Motorkonzept, gleiches Raumkonzept. Es liegen Welten dazwischen.
Das ist aber nicht nur den unterschiedlichen Konzepten geschuldet, sondern auch der technischen Umsetzung. Das ursprüngliche Smart-Getriebe war ein Dreigang-Getriebe mit zwei Schaltgruppen, d.h. beim Wechsel zwischen dritten und viertem Gang mussten zwei Getriebe geschaltet werden. Zudem benötigte das Getriebe für jeden Gangwechsel einen vollen Kupplungseinsatz. Sogar das kann man besser machen. Ich hatte einen Citroen mit SensoDrive (automatisiertes Schaltgetriebe mit elektromechanisch betätigter Kupplung), das war zwar objektiv scheiße, aber wenn die Fuhre erst mal rollte, ging es ganz gut und auf jeden Fall besser als Schalten von Hand.
Ich bin auch ein paarmal Smarts mit dem DKG gefahren und fand den Antriebskomfort - verglichen etwa mit einem VW mit DSG - lausig.
Allerdings, und das sollten wir nicht vergessen: Wir reden von Motorrädern, da liegen die Prioritäten durchaus anders. Es ist ja verständlich, wenn sich DCT-Eigner das Ding mit der Zugkraftunterbrechung schön reden, aber wer es absolut ruckfrei will, kann sich auch einen Roller mit Variomatic kaufen;-) Ich fahre ja selber DCT und genieße natürlich die gegenüber meiner ollen GS dramatisch gestiegene Kultiviertheit des Schaltvorganges. Dennoch: Ich bin in letzter Zeit ein paarmal Moppeds mit Quickshifter o.ä. gefahren, und so ein trockenes Ploff und der Gang ist drin, das ist auch okay. Dazu kommt, dass es in meinen Augen einen Riesenunterschied macht, ob man selber manuell schaltet - dann ist der Schaltruck im Grunde nur ein Feedback des selbst eingeleiteten Schaltvorganges. Oder ob man automatisch fährt und vom Gerucke quasi überrascht wird - da kann es dann schon lästig sein.
