Umstieg von Apple auf Android - gesammelte Erfahrungen

  • #1

    Ich starte mal diesen Thread, weil ich nach zehn Jahren Apple jetzt beschlossen habe, diesem Unternehmen den Rücken zu kehren. Meine Gründe kann ich vielleicht später noch erläutern, aber in erster Linie soll es konkret darum gehen, welche Herausforderungen auf einen zukommen, wenn man Motorrad fährt, bislang Apple hatte und jetzt auf Android umsteigt.


    Kleiner Teaser zu Beginn: Der Umstieg von Apple CarPlay auf Android Auto war eine Sache von zwei Minuten;-)

  • #2

    Das du deine Parkposition selbst speichern musst.

    Macht Android in Maps leider nicht, ist nur bei Apple automatisch.

    Aber ich bin es gewohnt, zudem bin ich der Einzige in der kompletten Familie mit Android :handgestures-thumbupleft: Apple war noch nie mein Ding...

  • #5

    Ich habe schon das 2. Gigaset GX290 auf dem Moped als Calimoto Navi. Vorteil für mich, die unkomplizierte Speichererweiterung mit Card.

    privat nutze ich ein iPhone 13. Bin mit beiden zufrieden.


    :handgestures-thumbupleft:

  • #6

    Also, fangen wir mal an. Der weiße Elefant im Raum: Warum geht einer freiwillig weg von Apple zu Google?


    Ich habe Smartphones seit 2003, ich hab' schon alles durch: Palm OS, Handspring, Windows CE. Symbian hab' ich ausgelassen, Android hatte ich, seit es auf dem Markt ist. Ende 2015 bekam ich von O2 einen sehr günstigen Vertrag, dazu ein iPhone 6. Zu dem Zeitpunkt hatte ich von der Firma bereits ein iPad, und die Combo hat mich begeistert. Irgendwann ist das iPhone 6 aus dem Service gefallen, da habe ich es mit einem äußerlich komplett gleichen iPhone 8 ersetzt. Auch Smartwatches hatte ich schon früh, aber so richtig rund liefen die mit iOS nie. Gegen die Apple Watch habe ich mich lange gewehrt, da zu teuer und zu hässlich. Inzwischen gibt es Apple Watches unter 300 Euro, Hässlich sind die Dinger immer noch, aber, hey, ich bin ja auch lange eine GS gefahren. Zur Apple Watch SE gab es dann auch ein iPhone SE, weil die Uhr iOS 17 brauchte, das konnte mein 8er iPhone nicht. Nur mal angemerkt: Seit zehn Jahren laufe ich im Grunde mit dem gleichen Smartphone rum, das SE war das letzte mit großem Zentral-Button, die danach fand ich so naja.


    In den letzten Monaten sind ein paar Sachen passiert, die meine Sympathie für Apple haben abstürzen lassen. Ende letzten Jahres hatte ich einen unschönen Zwischenfall im Apple Store in Augsburg. Meiner Frau war weniger als ein Jahr nach dem Kauf ihr iPad kaputtgegangen. Die Fatzkes, die in dem Laden so tun, als würden sie dort arbeiten, haben uns nicht nur komplett hochnäsig behandelt, sie wollten sich auch aus der Garantie mogeln. Die haben einfach auf stur geschaltet, und - völlig zurecht - damit kalkuliert, dass sie schon keiner wegen eines 300-Euro-Tablets verklagt. Seitdem weiß ich aucn, warum in dem Laden ein paar breitschultrige Security-Typen stehen, denn sonst ist bei einem solchen Auftritt gern mal die Lippe dick. Nach dem Besuch war mir klar: Mein nächstes Smartphone wird keins von Apple mehr.


    Beschleunigt wurde die Entscheidung durch das mehr oder weniger erzwungenen Update von iOS 18 auf iOS 26, das mein eigentlich noch ganz gut laufendes iPhone SE in ein Strom saufendes, lahmes Etwas verwandelt hat. Und iOS 26 hat mir ganz deutlich vor Augen geführt: Apple hat sein Mojo verloren. Sie haben mit iOS 26 glaube ich 150 neue Features eingeführt, und bei keinem einzigen habe ich gesagt: "Oh, super, das wollte ich ja immer schon haben." Früher waren iOS-Geräte einfach und übersichtlich zu bedienen - das ist vorbei. Und sie werden immer dünner und teurer. Nix mehr, was mich ankickt.


    Und zum Schluss das Offensichtliche: Apple, das waren mal die Guten, und heute sind sie es nicht mehr. Tim Cook hat Trump genauso geschmiert wie die ganzen anderen US-Tech-Oligarchen. Noch vor einem Jahr hätte ich gesagt: "Ich fühle mich wohler, wenn meine Daten bei Apple liegen, als wenn sie bei Huawei liegen." Doch das ist vorbei. Natürlich bin ich immer noch von US-Konzernen abhängig, aber vom reichsten der US-Konzerne möchte ich nicht mehr abhängig sein.


    So, Ende des Exkurses. Wenden wir uns wieder der Frage zu: Wie steigt man von iOS auf Android um. Vor allem, wie macht man das, wenn man eine Africa Twin fährt und sich die unter anderem wegen dem geilen Apple CarPlay-Display gekauft hat?


    Also, erster Schritt sollte sein, dass man sich mal vergegenwärtigt, was man auf seinem iPhone so alles einsetzt - und sich überlegt, ob es das alles für Android auch gibt. Ich hatte, als ich mir vor gut zwei Jahren meine AT gekauft hatte, eine ganze Reihe an Navi-Lösungen ausprobiert, von denen es einige nur für iOS gibt - genauer: Nur für Apple CarPlay, nicht für Android Auto. Dazu gehört auf jeden Fall Calimoto. Bei Scenic bin ich mir nicht sicher. Von denen habe ich zwar eine Lifetime-Lizenz, die habe ich auf Android aber noch nicht ausprobiert. Offenbar ist Scenic in Android noch Beta, in Android Auto taucht es nicht auf. Glücklicherweise läuft Kurviger auf beiden OS.


    Wenn man einen solchen Umstieg plant, ist es sinnvoll, wenn man sein iPhone noch hat, idealerweise mit einer SIM-Karte drin. Bei mir gab es eine sonderbare Sache: Ich habe zu meinem O2-Vertrag zwei SIM-Karten, die beide auf derselben Nummer laufen. Allerdings kommen Text-Messages nur auf einer Karte an. Das ist lästig, wenn man neue Apps installiert und sich registriert, denn oft werden Authentifizierungscodes per SMS verschickt. Mein Android-Handy weigerte sich, SMS zu empfangen, sogar wenn das iPhone im Flugmodus oder gar aus ist. Im Endeffekt habe ich die SIM-Karten getauscht, jetzt geht es. Grundsätzlich ist Zwei-Faktor-Authentifizierung ein Problem. Ich hatte auf meinem iPhone zum Beispiel den Microsoft-Authentificator, mit dem ich einige 2FA-aanwendungen freigeben konnte. Die Accounts, die darin laufen, kann man nicht einfach auf ein anderes Smartphone kopieren. So, mehr im nächsten Post.

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