Erfahrung Heidenau K60 Ranger

  • #1

    Ich habe mir den Ranger auf die dicke ATAS ziehen lassen.


    Bei der ersten Fahrt auf der Straße hat mich selbst im vierten Gang beim Rausbeschleunigen aus der Kurve die TC ständig angeblinkt. Das hat sich dann aber zum Glück wesentlich verbessert.


    Wie ist es offroad: Ich bin letzte Woche etwa 1.200 km den TET in Polen gefahren.

    Im Tiefsand ist es ein echtes Geier. Stellenweise wirklich viel Gas, um überhaupt durchzukommen. Und dann richtig Haken geschlagen. Auch auf furchigem härteren nicht so tiefen Sand ist es kein vernünftiges Fahren. Aber da nehme ich den Reifen mal vorsichtshalber in Schutz, die Twin ist echt ziemlich schwer für solchen Spaß.


    Matsch und Wasserlöcher. Hier ist der Reifen, mindestens der Vorderreifen, absolut unbrauchbar. Letztes Jahr bin ich den TET Frankreich mit dem Rally STR gefahren. Da war es auch mal nass, der Reifen hat sehr gut funktioniert.

    Mit dem Ranger habe ich am ersten Tag schon drei Mal gelegen. Das ist mir vorher in einer ganzen Woche offroad noch nicht passiert. Der Reifen hat keinerlei Spurstabilität. In einer Pfütze an der Seite fahren - möchte er nicht, rutscht er weg. Durch Matsch fahren - möchte er nicht, rutscht er weg. Ich bin dann gezwungener Maßen dazu übergegangen, die Pfützen und den Matsch an der vermeintlich tiefsten Stelle zu durchfahren. So hatte ich zumindest das nervigen Rutschen nicht.

    Der Kollege vor mir hatte den TKC80 drauf, den alten. Der konnte locker die Pfützen am Rand durchfahren. Ich bin am letzten Tag genau seine Spur nachgefahren und zack, habe ich schon wieder gelegen. Da baut sich keinerlei Vertrauen auf, es ist einfach hoch nervig.


    Der Reifen ist ja ein ausgewiesener Offroad-Reifen und funktioniert m. E. auf trockener Straße wesentlich besser als offroad.



  • #2

    Kann ich so nicht bestätigen.

    Deine Einschätzung bezüglich Vorderrad ist schon grundlegend richtig. Wenn du wirklich ein gutes Gefühl für das Vorderrad brauchst dann nimm einen Mitas XT oder vergleichbares. Der Ranger hat dafür einfach nicht das nötige Negativ Profil. Aber ihn schlechter als den Skorpion Rally STR zu stellen, halte ich gelinde gesagt für vermessen.

    Ich bin der Meinung, dass der Ranger für eine 230 bis 250kg Reiseenduro einen sehr guten Spagat zwischen On und Offroad schafft. Das ganze verbunden mit einer akzeptablen Laufleistung. Ich war damit in den Westalpen und dem ACT Italien sehr zufrieden. Vorderrad Gefühl ist halt bei ner ü 200kg "Enduro" auch so ne Sache.... 🤷🏽

  • #3

    Im "echten" Gelände wie du es beschrieben hast brauchst du einfach grobe Stolle: Mitas Enduro Trail XT +, Michelin Tracker oder Metzeler Sixdays Extreme. Auch der Anakee Wild oder Mitas E09 funktionieren da nur suboptimal.


    Für mich hat sich auf den 2200 km TET Polen der Mitas Enduro Trail XT + VR und Sixdays HR absolut bewährt!


    Aber bei der Twin 1100 hast du halt wieder das Problem mit den Felgen: die echten Enduroreifen gibt es nur in den Dimensionen 140/80-18, das passt noch auf der 1000er Felge, aber auf der 1100er mit Tubeless weiß ich nicht.


    Viele KTM 790/890er Adventure Fahrer kaufen sich dafür einen zweiten Radsatz. Dann kann man wechseln und auch Mousse fahren. Aber das will hier keiner wirklich. :whistle:


    Ich hatte den Ranger auf der SD 06 in 2024 in Polen auf dem TET drauf, da war der eigentlich überraschend gut. Nur im tiefen Sand ging es auch wegen der Kopflastigkeit gar nicht. Die Abschnitte habe ich dann umfahren.


    Irgendeinen Tod musst halt sterben: viel Negativprofil=super im Offroad, dafür geringe Haltbarkeit und Performance auf der Straße,und umgekehrt . Da muss man dann Prioritäten setzen.

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