Seit 2001 habe ich 12 neue, z. T. sehr unterschiedliche, Motorräder eingefahren.
Die Einfahrvorschriften/Hinweise waren genau so unterschiedlich, wie die Meinungen hier im Forum.
In anderen Foren sind diese übrigens ähnlich gelagert.
Meistens habe ich mich in groben Zügen, besonders bei den Rennsemmeln, an die Einfahrvorschriften gehalten.
Das kann schon mal recht nervig sein, wenn bei einer ZX10R für die ersten Km 4.000U/min angegeben werden. Da ist man schon fast auf der Landstraße zu langsam.
Was ich jedoch nie gemacht habe ist untertouriges fahren und dabei noch viel Gas zu geben. Die Motoren sollen für mein Empfinden immer warmgefahren werden und ohne hohen Leistungseinsatz laufen. Bei der AT habe ich die Drehzahl im normalen Fahrbetrieb zwischen 2.500 und 4.500U/min gehalten. Dabei viel geschaltet.
Gelegentlich habe ich auch bis 5 später bis 6.000U/min gedreht, jedoch nie mit Vollgas. Ab der 1. Inspektion hab ich dann die Drehzahl schrittweise bis max. gesteigert.
Mit dieser Vorgehensweise bin ich immer gut gefahren. Meine Motore sind alle topp gelaufen.
Sicherlich gibt es Leute, die meinen das das heute nicht mehr erforderlich ist. Die sollten sich mal die Flächen von Bauteilen nach einer mechanischen Bearbeitung ansehen. Diese zeigen unter dem Mikroskop immer noch entsprechende Rauheiten auf. Erst durch den Abtrag von aufeinander gleitenden Flächen wird an den einzelnen Lagerstellen/Gleitflächen ein entsprechendes Tragbild erzeugt.
Und dieser Prozess dauert halt, auch heute noch!
Das ist meine Meinung zu diesem Thema. Aber wie gesagt, jeder wie er meint.
Gruß
Uwe