Beiträge von pip

    Guckst Du hier: Original Honda Motorschutz ausreichend?


    Bodenschutz, Sturzbuegel und Handprotektoren haben ein paar Mal Bodenkontakt gehabt. Immer bei niedrigen Geschwindigkeiten im Gelaende. Was noch? Der Traeger hinten wirkt mit als Schutz fuer den Schalldaempfer. Nicht erwaehnt hatte ich die Tankschutzfolie.

    Radachsen-Pucks sind eher was fuer Lowsider auf Strasse oder Rennstrecke - Wenn ich mich da lang mache, habe ich ganz andere Sorgen. Wuerde ich viel in Gruppen auf Schotter unterwegs sein, haette ich einen Schutz fuer die teuren Lampen.

    Es gibt mittlerweile viele Handschuhe, mit denen Handies bedient werden koennen. Probleme gibt es noch bei Regen, da klappt die Erkennung oft nicht so gut.


    Das eigentliche Problem ist der Verzicht auf Tasten - man kann nichts mehr 'blind' bedienen. Das merkt man auch bei modernen Autos, die Touchscreens bspw. fuer die Klimaautomatik mit nutzen. Vor zehn Jahren konnte man noch blind jede Einstellung ertasten und die Augen auf der Strasse lassen. Heute piept der Spurhalteassistent, weil man auf der Suche nach dem richtigen Menu auf die Gegenspur driftet ...

    Beim Handy kommt hinzu, dass die Bedienfelder eher klein sind, wenn man Lederhandschuhe traegt. Abhilfe kann z.B. die Bluetooth Lenkerfernbedienung von Carpe Iter bieten.

    Achte beim Kauf darauf, dass sie fuer eine SD0-04 mit DCT geeignet sind. Bei den Barkbustern wird das angegeben. (Es gibt verschiedene Modelle)

    Im Lenker sind innenliegend Gewichte als Vibrationsdaempfer. Alu-Buegel werden meist innen im Lenker verschraubt. Du kannst aber die Gewichte einfach entfernen. Es gibt auch irgendwo Anleitungen, wie man Beides kombinieren kann.

    Die Montage ist nicht schwer.

    Eine Verdickung sieht man vor allem bei Zubehoerteilen, da hier meist aus kostengruenden duenneres Material verwendet wird. Wenn die Scheibe mind. 4mm dick ist, laesst sich der geforderte Kantenradius ohne Verdickung schaffen. Kantenschutzband ist aber guenstig, wirkt vielleicht weniger gebastelt - und zeigt ansonsten, dass man sich mit der Problematik beschaeftigt hat, falls jemand die Aenderung bemaengelt.

    Ich gehe davon aus, dass der Stein nicht zwischen die Buegel gelangte. Es sieht aus, als ob das Mopped auf den Buegel fiel, und dieser wie Du schon schreibst soweit nachgab, dass der Kupplungsdeckel trotzdem brach. Keine Ahnung, welcher Buegel-Hersteller das war.

    Die unteren TT-Buegel wirken auf mich ziemlich robust. Bei den oberen TT-Buegeln gab es solche Vorfaelle, bei denen die Verkleidung von den Buegel eingedrueckt wurde, aber die sind auch mehr Design als Schutz. Es gibt definitv staerkere Buegel, die dann aber auch mehr Gewicht mitbringen.

    Nachtrag:

    Ich bin diese Strecken vor allem mit der AT gefahren, weil meine 650er Enduro einen Motorschaden hatte - der mittlerweile repariert ist. Wenn ich solche Wege staendig fahren wollte, haette ich Folgendes umgebaut:

    - Reifen

    - Handschutzer mit Alubuegel

    - klappbare Spiegel

    - Sturzbuegel

    - kurzes Windschild

    - Bodenschutz

    - Fussrasten

    - Kotfluegel vorne mit mehr Abstand zum Rad

    - Schutz fuer den Seitenstaenderschalter (da ist mir aber keiner bekannt)

    Von oben beginnend, koennte man in der Liste ueberlegen, was fuer einen selbst sinnvoll und finanzierbar ist. Bei Reifen, Spiegeln, Windschild und Fussrasten kommt hinzu, dass sie zugelassen sein muessen, wenn man weiterhin auf der Strasse faehrt.

    Was will man den erreichen?

    • Schutz vor Steinschlag vom Vorderrad - da hilft der originale Schutz kaum, ist aber mehr Kosmetik.
    • Schutz bei versehentlichem Aufsetzen auf Steinen - angesichts des Fahrzeuggewichts ist das Originalteil hier unterdimensioniert.
    • Schutz des Motors (inkl. Getriebe, Wasserpumpe etc.) bei Stuerzen - hier helfen Sturzbuegel, die aber oft darauf abgestimmt sind, mit einem Bodenschutz kombiniert zu werden.
    • Ansetzpunkt, wenn das Motorrad aufgebockt werden muss. Statt Hauptstaender suche ich mir einen Stein oder Baumstamm, wenn ich ein Rad flicken muss ...

    Es gibt durchaus Strecken, die Federwege und Bodenfreiheit der AT voll beanspruchen. Hier kann man schnell so hart aufsetzen, dass der Originalschutz ueberfordert ist. Sowas ist auch vom Fahren eher anspruchsvoll, insofern musst Du Dich fragen, ob Du dort ueberhaupt fahren wuerdest. Bei meiner 1150GS bin ich jahrelang problemlos mit dem Original-Bodenschutz ausgekommen, der nur unwesentlich stabiler war als bei der AT. Mit der AT fahre ich aber anspruchsvollere Strecken ...

    Ich habe Touratech Schutzbuegel und den Rallye-Bodenschutz, der eher weich ist, und sich schnell verbeult. Das sehe ich als Knautschzone, denn der Schutz ist schneller ausgetauscht als ein Motor.
    (Es gibt sicherlich bessere Systeme, aber ich hatte keine Zeit und TT lag auf dem Weg ...)


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    • Fuer meine erste Tour hatte ich wenig Vorbereitungszeit und musste mit den Originalbuegeln los. Beim ersten Sturz brach einer - der Bremsgriff war gluecklicherweise nur verbogen. Angesichts des Gewichts der Maschine wird da nicht viel abgepuffert. Die Plastikteile sind geeignet, um etwas vor Wind, Regen oder Zweigen zu schuetzen. Mehr nicht.
    • Das ich mich selber an Alu-Buegeln verletzte, halte ich fuer eher unwahrscheinlich. Die Haende koennten sich hinter dem Plastik verhaken, aber bevor die Gelenke brechen, sollte das Plastik nachgeben - aus diesem Grund sind die Schalen flexibel. Weit gefahrlicher sind da die Spiegel. Wenn man da nicht auf klappbare umsteigt, sollte man sie bei Offroad-Ettappen abbauen.
    • Alu-Buegel erhoehen aber die Gefahr, dass man sich irgendwo verhakt. Hier demonstriert das einer meiner Kumpel eindrucksvoll (7:59):
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    • Wenn Dir Brems- oder Kupplungsgriff wegbrechen, ist die Weiterfahrt schwierig. Viele nehmen einfach Ersatz mit. Der koennte aber beim 2ten Versuch am gleichen Hindernis auch brechen und man ist nicht weiter. Es gibt nette klappbare und einstellbare Griffe, um das zu verhindern. Sie sind nicht viel billiger als Handschuetzer.
    • Viele ziehen die Schrauben der Armaturen nur soweit an, dass sie sich nicht von selbst bewegen, sich aber beim Sturz wegdrehen koennen. Das ist keine schlechte Idee, aber keine Garantie.

    Ich fahre mit der AT im wesentlichen laengere Urlaubstouren, auch auf unbefestigten Wegen, deren Zustand nicht immer vorhersehbar ist. Dabei lege ich es nicht auf Geschwindigkeit oder spektatulaere Drifts und Spruenge an, ich will heil nach Hause kommen. Wenn das Motorrad faellt, dann daher nie bei hohen Geschwindigkeiten. Die Barkbuster machen es problemlos mit.


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