Beiträge von Âventiure

    Ich sehe keinen Rauch ;)


    Gebe dir recht dass 19" / 17" Gussräder nicht wirklich zur AT passt. Ich wollte nach der letzten Reifenpanne hinten in Frankreich (mit Sozia und Vollpackung) einfach von Schlauchrädern wegkommen, die AT aber nicht gegen ein anderes Motorrad tauschen. Als ich diese Felgen im letzten August gekauft hatte wusste ich damals natürlich noch nicht, dass ich im Winter zu einem annehmbaren Preis schlauchlose Speichenräder der 1100er ATAS kaufen kann.


    Aber ich bin wie ich bin: wenn ich mir was vorgenommen habe, ziehe ich das durch. Inspiration dazu war ein Engländer aus dem internationalem AT-Forum. Von daher wusste ich, dass es möglich ist. Und das ist das Resultat. Und ich bin stolz auf das tadellose technische Ergebnis. Und ja, ich kann das beurteilen. Z.B. den Abstand der ABS Sensoren habe ich mit einer Fühlerlehre gemessen und die neuen Buchsen entsprechend angefertigt. Das Vorderrad ist bei den Bremsscheibenaufnahmen planseitig in 1,5/100mm Toleranz. Gespannt auf einem Dorn durch die Lager und einem Mitnehmer für den Antrieb. Nicht einfach auf der geschliffenen Zentrierung für den Kettenradträger eingespannt und den Gegenspitz auf das Lager..nönö. Oder den Abstand des Kettenrades zur Schwinge mit einem Tiefenmass auf den 1/10mm ausgemessen. Das ist beim Hinterrad die Ausgangsbasis und alles andere muss dem folgen. Und der Abstand des hinteren ABS Rings wurde vorher ausgemessen und das Rad der Vara genau passend gedreht.


    Btw: ich habe in den 2000ern auch mal den umgekehrten Weg gemacht und eine Varadero auf Räder der 750er AT gestellt inkl. Einzelauspuff Anlage einer VTR ,CBS komplett deaktiviert. Oder eine andere Varadero auf SUMO Räder gestellt (120/70-17" 180/55-17") inkl. CBS. Und eine 700er Transalp auf vorne 21" Rad gestellt inkl. funktionierendem ABS.







    Btw: früher habe ich das beruflich gemacht, heute ist das ein Hobby als Ausgleich zum Job :)

    Nachtrag da bereits der Mod am Werk war und ich nicht mehr bearbeiten kann ;)


    Mit 100% Plug 'n Play meine ich: ich kann jederzeit den originalen AT Radsatz wieder einbauen. Entweder hinten Rechts mit einem um 5mm längeren Distanzhülse oder mit der originalen Distanzhülse und dem zweiten originalen unbearbeiteten Bremsanker.


    Vorne einfach Varadero-Rad inkl. den neuen Distanzhülsen raus - AT-Rad mit originalen Distanzhülsen rein.

    I did it again.. ;)


    Der Radumbau auf 19" 17" ist abgeschlossen. Und ich darf sagen, dass er absolut perfekt gelungen ist. Genau messen und arbeiten lohnt sich. Swiss Made und Swiss Finish eben :D


    Hatte noch einen schön abgefahrenen 19/17er Reifensatz DOT Mitte 2021 rumliegen zum entsorgen, den habe ich für die Testfahrt kurz montiert. War vorhin gerade auf Testfahrt: ABS funktioniert mit den bisherigen ABS-Ringen zu meinem erstaunen genauso wie bisher, Honda hat da wohl eine recht grosse Toleranz programmiert. Lampe geht nach dem anfahren sofort aus und man kann verzögern "wie irr" bis erst die Bliker hinten angehen und der Regelbereich kommt. Fahrverhalten ist tadellos, hat auch ohne wuchten nicht gehüpft. Radsätze sind 100% Plug n play.












    Noch ein bisschen Details:



    trueadventure.de/forum/core/attachment/83577/










    trueadventure.de/forum/core/attachment/83586/

    Wenn möglich eine Feder nach der Anderen aufziehen, dann geht es relativ easy und beim originalen HS der 1000er AT ist das möglich.


    Es gibt sicher unterschiedliche Methoden. Ich mache das jeweils mit einem Stück 3mm Drahtseil und Rohrzange, hier am Beispiel der Guzzi V85TT:


    Bremse blockieren:



    Einfädeln:



    Anpacken und ziehen:




    Am Schluss das Seil rausziehen:




    Im Falle von abrutschen unbedingt Schutzbrille aufsetzen und Handschuhe tragen.

    1) Es ist der Reifen.


    2) Ich habe den 1x aufgezogen, nach einer Tour demontiert und verschenkt. Bei der erste Fahrt dachte ich, die AT habe einen Rahmenschaden. War für mich der schlimmste Reifen ever seit ich Motorrad fahre (über 35 Jahre) und "Holzreifen" nenne ich den schon seit vielen Jahren. Hart wie Zement, Reifenpanne unterwegs: viel Spass, den bringt man hinten von Hand kaum runter. Wenn es nur auf Kilometerleistung ankommt und der Rest egal ist, kann man den montieren.


    Mit dem K60 Ranger habe ich hingegen sehr gute Erfahrungen gemacht. Der hat eine ganz andere Gummimischung und von daher eine "normale" Laufleistung vergleichbar mit Mitas.