Ich finde alle Ansichten interessant und subjektiv nachvollziehbar. Besonders das Beispiel, ggf. nachts in schwarzer Klamotte verunfallt auf der Straße zu liegen und anschließend überrollt zu werden ist auch ein Punkt.
Objektiv existieren vermutlich keine Zahlen über das Unfallrisiko mit greller oder dunkler Bekledung, bzw. Helm- oder Motorradlackierungen – auch wenn uns der "gesunde Menschenverstand" eine klare Antwort vorzugeben scheint.
Wie ein eventueller Unfall letztlich ausgeht, ist kaum sicher zu "lenken". Dafür spielen zu viele Faktoren eine Rolle. Mit meinen beiden Unfällen könnte ich auch sagen (Achtung, Ironie): "Von meinen ca. 180.000 km auf dem Motorrad brauchte ich nur auf 2 km überhaupt einen Helm und Schutzkleidung, auf den übrigen 179.998 km hätte ich auch den den Peter Fonda geben können!" (Ironie off)

Fakt ist natürlich: der Helm hat mir 2x sicher das Leben gerettet (und ich meine einen Integralhelm, mit Jethelm könnte ich froh sein, wenn ich noch aus der Schnabeltasse trinken zu können).
Letztlich spielt hier das subjektive Sicherheitsempfingen eines jeden Einzelnen eine große Rolle. Ob gelb oder schwarz, ob Airbag, Textil oder Leder ... zum Glück brauchen wir alle das nur in seltenen Fällen – und zum Pech übersieht man uns wahrscheinlich auch oft trotz aller Vorkehrungen.
Jedenfalls ist es vollkommen müßig, hier etwas als richtig oder falsch hinzustellen, oder gar jemanden wegen seiner Klamotte oder mehr oder weniger Licht am Bike zu verurteilen. Das ist Quatsch.
Und nicht, dass ich falsch verstandne werde: durch die Helmpflicht gibt es zweifelsfrei Zahlen die belegen, dass die tödlichen Verletzungen rückläufig wurde. Ob es diese Zahlen auch belastbar zu Neonwesten gibt, glaube ich nicht. Aber vielleicht irre ich mich.