Beiträge von Janosch

    Jeder 2. Satz Reifen kommen neue Schläuche rein.

    Ein gutes Gefühl beim Fahren lass ich mir gerne auch etwas mehr als vielleicht nötig kosten.


    Ich würde platzen, wenn ich aus Sparsamkeit unterwegs liegen bleiben würde, oder im schlimmsten Fall aus einer Kurve fliegen würde.

    Regionale Motorradmessen haben seit jeher ihre ganz eigene Berechtigung.

    Ob in kleineren Städten oder im ländlichen Raum – sie sind mehr als nur Ausstellungen.

    Sie sind Treffpunkt, Schaufenster und Szene-Treff zugleich. Kurze Wege für Besucher, eine familiäre Atmosphäre und die Möglichkeit, ganz nah an Maschinen, Zubehör und Menschen aus der Region zu sein – das macht ihren besonderen Reiz aus. Man schaut, staunt, fachsimpelt und trifft Gleichgesinnte.


    Doch leider stehen viele dieser Veranstaltungen unter Druck. Hohe Standgebühren für Aussteller und steigende Eintrittspreise für Besucher machen die Teilnahme zunehmend unattraktiv.

    Für Händler lohnt sich ein Messestand nur, wenn genügend Publikum kommt. Besucher wiederum überlegen sich zweimal, ob sie für Eintritt, Anfahrt und Verpflegung tief in die Tasche greifen möchten.

    Am Ende entsteht ein Kreislauf: Ohne Besucher keine zufriedenen Aussteller – ohne attraktive Aussteller keine Besucher.

    Veranstalter sind daher gefordert, ein Gleichgewicht zu finden: faire Preise, attraktive Programme und ein klarer Mehrwert für beide Seiten.


    Persönlich finde ich Verkaufsmessen deutlich interessanter als reine Branchenmessen.

    Wenn Motorräder, Bekleidung oder Zubehör direkt vor Ort angeboten werden, ist das für mich interessant.

    Ich kann probesitzen, vergleichen, vielleicht sogar ein echtes Schnäppchen machen.


    Regionale Motorradmessen sind und bleiben wichtig – als Treffpunkt, als Impulsgeber und als Bühne für die Leidenschaft auf zwei Rädern.

    Damit sie eine Zukunft haben, müssen sie für Aussteller wie Besucher gleichermaßen attraktiv bleiben.


    Denn am Ende gilt: Eine Messe lebt von den Menschen, die sie besuchen – und von denen, die dort mit Herzblut ausstellen.

    Mit Sicherheit keine schlechte Entscheidung.


    Durch das Internet hat sich die Rolle der Motorradmessen grundlegend verändert.

    Früher waren sie die zentrale Informationsquelle – Neuheiten, technische Daten, Zubehör, Händlerkontakte.


    Heute kannst du im Internet

    • Modelle vergleichen

    • Tests ansehen

    • Preise prüfen

    • Konfigurieren

    • Community-Meinungen lesen

    …alles bequem von zu Hause.

    Rein sachlich brauchst du keine Messe mehr, um informiert zu sein.


    Dazu kommt ein zweiter Punkt:

    Im Herbst ist die Saison vorbei. Das Motorrad steht eingewintert, größere Investitionen werden vertagt, die emotionale Aufbruchsstimmung fehlt. Für viele Fahrer ist das kein Zeitpunkt, um sich mit neuen Bikes oder Zubehör intensiv zu beschäftigen. Herbstmessen funktionieren daher oft eher als Branchen- oder Medienevents – weniger als echter Kaufimpuls für Endkunden.


    Ich finde, wenn Messen heute noch stark sein sollen, dann vor allem als Saisonauftakt im frühen Frühjahr.

    Dort geht es längst nicht mehr nur um Information, sondern um:

    • Bikes live sehen und anfassen

    • Sound und Design direkt erleben

    • Custom-Umbauten

    • Shows und Action

    • Community-Treffen

    Das Internet informiert – eine Messe emotionalisiert.


    Realistisch betrachtet überleben Motorrad-Messen künftig nur dann, wenn sie Event-Charakter haben: Erlebnis, Probefahrten, Szene-Treffpunkt. Für technisch informierte Fahrer, die gezielt recherchieren, ist der klassische Informationsnutzen praktisch verschwunden.

    Ich habe schlechte Laune, weil...

    Meine Herzensdame, meine „kleine Rote“ trägt keinen Lippenstift, sondern Kennzeichen – und statt Parfum verströmt sie eine betörende Note aus Benzin und Abenteuerlust.

    Im Normalfall schnurrt sie wie ein Raubtier auf Samtpfoten.

    Doch unser Liebesglück wird derzeit von einem tragischen Vorfall sabotiert: einem defekt gelieferten Ersatzteil.

    Ja, ein einziges, störrisches Stück Technik verhindert unsere Zweisamkeit und zwingt uns in eine unfreiwillige Beziehungspause.

    Man könnte fast meinen, jemand sei eifersüchtig auf unsere innige Verbindung.


    Seit Wochen steht sie nun in der Werkstatt. Wochen!

    Andere planen in der Zeit eine Weltreise oder lernen Italienisch – mein Motorrad wartet derweil auf die „baldige Vollendung der Instandsetzungsarbeiten“.


    Und heute steht er vor der Tür: der Valentinstag.

    Während andere geschniegelt mit Rosensträußen posieren, hätte ich meinen Helm auf, Die Motorrad-Kombi an und dieses verliebte Grinsen im Gesicht, wenn wir gemeinsam durch die Kurven tanzen.

    Statt romantischer Beziehungspflege auf dem Asphalt bleibt mir nun nur noch eine äußerst unspektakuläre Liaison mit der heimischen Wohnzimmeridylle.

    Keine Ausfahrt. Keine Fotos vom Sonnenuntergang im Rückspiegel. Keine innigen Momente an der Tankstelle, wenn ich zärtlich über den Tank streiche und flüstere: „Na, meine Schöne, noch eine Runde?“


    Ich bin traurig. Und ich bin mir sicher: Mein Motorrad steht ebenfalls sehnsüchtig in der Werkstatt, blickt mit großen Scheinwerfern zur Tür und fragt sich: „Warum holt er mich nicht endlich ab?“

    Valentinstag ohne uns?

    Tragisch. Shakespeare hätte es nicht dramatischer schreiben können.


    Aber eines ist sicher: Wenn sie endlich zurück ist, wird jede Ausfahrt wie ein verspäteter Liebesbrief auf zwei Rädern. Und dann, meine Freunde, wird nachgefeiert – mit Vollgas, Wind im Gesicht und einem Soundtrack aus purem Glück