Du warst doch erst vorgestern noch in den Alen unterwegs, und jetzt schon wieder im Hunsrück unterwegs? Wei geth das denn???
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Das ist doch ganz einfach, Josef.
Wer sich jetzt fragt, wie das denn bitte möglich sein soll: Eben noch mit dem Motorrad zwischen majestätischen Alpenpässen unterwegs, Kurven bis zum Abwinken, schneebedeckte Gipfel vor der Nase – und schwupps, schon wieder im Hunsrück?
Ganz einfach: Man muss nur schnell genug fahren.
Oder vielleicht auch nicht. Denn während die Alpenreise offiziell längst beendet war, scheint mein Motorrad beschlossen zu haben, dass eine Rückkehr in die heimische Garage völlig überbewertet wird. Kaum waren die letzten Alpenkurven aus den Reifen gewunden, standen schon wieder Kurven im Hunsrück auf dem Programm. Zugegeben, die Berge sind hier etwas überschaubarer und die Gipfel tragen eher den Namen „Hügel“ – aber dafür gibt es mindestens genauso viele Möglichkeiten, sich zu verfahren.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass nach so einer Tour eine gewisse Entzugserscheinung einsetzt.
Kaum hat man sich an Bergpanoramen, Serpentinen und das sonore Brummen des Motors gewöhnt, wirkt die heimische Straße plötzlich verdächtig gerade. Das kann man natürlich nicht einfach so hinnehmen.
Also wurde kurzerhand der nächste Ausflug von Sigi-66 in Anspruch genommen. Nicht ganz so hoch hinaus, aber dafür mit vertrauten Landschaften, netten Mitfahrern und natürlich genügend Kurven, um dem Motorrad zu erklären, dass die Alpen zwar vorbei sind – das Kurvenfahren aber noch lange nicht.