Sicher nicht, im Prinzip stimme ich dir zu. Ich bin ehrlich gesagt, mittlerweile froh, dass ich schon lange aus der Garantie bin und demzufolge einen Mechaniker wählen kann, dessen Stundensätze in etwa bei der Hälfte liegen.
Es gibt nicht wenige, die sich ihr Hobby in Zukunft nicht mehr "in dieser Form" werden leisten können. Da hilft es auch nicht, dass wie ein geschätzter Forumskollege immer sagt: Spaß kostet halt!!!
lg
hoffi69
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Ich frage mich mittlerweile ernsthaft, wie lange man sich das Motorradfahren noch leisten kann bzw. leisten will.
Motorradfahren war für mich stets die große Freiheit: Motorrad aus der Garage holen, volltanken und einfach losfahren. Heute schaue ich vermehrt und zunehmend auf die Kosten.
Die Kaufpreise für Motorräder sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dazu kommen immer höhere Inspektions- und Werkstattkosten, teurere Ersatzteile, Reifen, Versicherungen und natürlich die laufenden Kosten für die Wartung.
Und ganz aktuell kommen noch die teilweise absurden Kraftstoffpreise dazu. Gerade beim Motorradfahren, wo eine Tour schnell mal 200 oder mehr Kilometer umfasst, macht sich das inzwischen deutlich bemerkbar. Aus einer spontanen Sonntagstour wird plötzlich eine Ausgabe, über die ich zweimal nachdenke.
Noch schwieriger wird es, wenn neben den allgemeinen Preissteigerungen auch die persönliche finanzielle Situation unsicherer wird. Unsichere Arbeitsverhältnisse, Kurzarbeit, steigende Lebenshaltungskosten, höhere Mieten oder einfach die Sorge um die eigene finanzielle Zukunft führen zwangsläufig dazu, dass ich meine Prioritäten überdenke.
Und dann stelle ich mir irgendwann die Frage:
Wie viele Motorradtouren kann und will ich mir eigentlich noch leisten?
Natürlich könnte man sagen: „Dann fährt man eben weniger.“ Genau das ist wahrscheinlich die Konsequenz. Aber damit verändert sich auch das Hobby. Aus mehreren Touren im Monat werden vielleicht noch ein oder zwei, und aus der spontanen Feierabendrunde wird eine Fahrt, die man sich bewusst „gönnt“.
Ist Motorradfahren für euch inzwischen auch spürbar teurer geworden? Spart ihr bereits ebenfalls bei den Touren oder bei anderen Dingen rund ums Motorrad? Oder sagt ihr: Gerade weil alles teurer und unsicherer wird, möchte ich auf dieses Stück Freiheit nicht verzichten?
Vielleicht erleben wir gerade auch eine Entwicklung, bei der Motorradfahren vom alltäglichen Hobby immer mehr zum Luxushobby für diejenigen wird, die es sich noch leisten können.
Ich fahre definitiv weniger, auch wenn es mir nicht so bewusst war.