Alles anzeigenWo ist da der Scoop?
Nun kann jeder machen, was früher nur kreativen Illustratoren und Bildretuscheuren vergönnt war.
Wenn das kein Scoop ist, was dann?
Alles anzeigenIch wage zu bezweifeln, dass die KI jemals in der Lage sein wird, etwas auch nur annähernd soGroßartiges zu schaffen, wie es Goethe, Mozart oder Rembrandt schufen. Nicht mal ein vernünftiger Zeitungsartikel oder eine emotionale Reportage werden gelingen …
Ich wage zu behaupten, dass du dich irrst. Die Großartigkeit Rembrandts erklärt sich zu einem großen Teil aus der Abwesenheit der Farbfotografie im späten 16. Jahrhundert. Ich bin Journalist und bin nachgerade erschüttert über die rasenden Fortschritte, die die KI im Textbereich macht. Das, was ich da oben zitiert habe, hat mich drei Minuten Arbeit gekostet (mit mehr Routine wären es 30 Sekunden gewesen, ich kann nicht mit zehn Fingern tippen). Das Ergebnis ist objektiv Mist, aber vor zwei Jahren wäre das noch nicht möglich gewesen. Und in zwei Jahren wird es kein Mist mehr sein, der da kommt.
Unter Redakteuren gibt es jetzt schon eine neue Disziplin, nämlich die Formulierung von passenden "Prompts". Das bedeutet: Was muss ich die KI fragen, damit das herauskommt, was ich haben will?
Ich sehe die aktuelle Entwicklung durchaus mit Sorge und bin froh, dass meine berufliche Laufbahn zu Ende ist.