Beiträge von Sampleman

    Genau so ist es.


    Ich habe im Fobo-Supportforum nachgefragt, und ich bekam eine - offenbar vorgefertigte - Antwort, sinngemäß dass die App keine Meldungen in Apple Car Play einblenden kann, weil Apple der App eine entsprechende Freigabe verweigert. Das lässt mich auf ein Update in der Zukunft hoffen.


    Noch ein Tipp bezüglich Apple: Um die App und die Sensoren nutzen zu können, muss man einen Account einrichten. Da das Ganze bei mir ohnehin auf dem iPhone läuft, habe ich die Option "Mit Apple anmelden" ausgewählt. Apple bietet bei Anmeldungen über den Apple-Account an, die dahinterliegenden Daten zu verschleiern, d.h. der fremde Dienst bekommt von Apple eine zufällig generierte E-Mail-Adresse und ein zufälliges Passwort präsentiert. Eventuelle Antworten des Dienstes leitet Apple angeblich auf das mit dem Account verknüpfte Mail-Postfach weiter.


    Fobo verweist darauf, dass eine Anmeldung ohne offengelegte E-Mail-Adresse dazu führen kann, dass es "Inkonsistenzen beim Fobo-Account" geben kann, die bei Upgrades auf neue Versionen zu Problemen führen könnten. Ich werde deshalb gelegentlich meine Sensoren von meinem Fobo-Account abmelden, den Account kündigen und einen neuen Account anlegen, mit von mir gewählter E-Mail-Adresse und eigenem Passwort. Leuten, die sich die Dinger neu kaufen und erstinstallieren, würde ich raten, es gleich so zu machen.

    Ich frage mich ehrlich, wo bei diesem System die Weltneuheit sein soll. Harley hat bei seiner PanAm doch ein ganz ähnliches System, Ducati ebenfalls. Das einzige, was ich wirklich noch nicht gesehen habe, ist die automatische Fahrzeuganhebung bei Betätigung des Hauptständers. Das finde ich grundsätzlich nicht blöd. Meine GS ging immer gut auf den Hauptständer, wenn sie auf ebenem Biden stand. Wenn ich sie auf der Rangierhilfe aufbocken musste, war es eine Plackerei. Und: Ich bin groß und schwer. Was machen Zwerge?


    Insgesamt finde ich es gut, wenn bei einem Produkt die Dinge, die ohnehin an Bord sind, intelligent verknüpft werden. Wenn ein Bike ein elektronisch höhenverstellbares Fahrwerk und einen CAN Bus hat, dann ist eine automatische Fahrwerksabsenkung im Stand nicht mehr als 20 Zeilen Code im Bordcomputer. Bei Autos gibt es das seit Jahrzehnten.


    Unsere AT hat da durchaus Nachholbedarf. Beispiel: Man kann alle möglichen Parameter elektronisch verstellen, etwa die Traktionskontrolle, das Verhalten des Blinkers und das Schaltprogramm des DCT. Und man kann zwei Motorrad-Modi individuell belegen. Doch warum kann man in diesen beiden individuellen Modi nur drei von einem Dutzend Parametern einstellen? Das wäre mit 20 Zeilen Code ebenfalls zu lösen.

    Wer immer mit Sound im Helm fährt, kann mit dem Warnton der FOBO 2 sicherlich leben. Was ich ganz cool an der Smartphone-Lösung finde: Du kannst mit deinem Telefon in der Hand neben deinem Mopped stehen und den Luftdruck kontrollieren. Und du kannst bei Bedarf zusätzliche Sensoren kaufen und diese an Zweitmoppeds etc. verbauen. Die kannst du dann alle mit deinem Handy kontrollieren.


    Aber der fehlende optische Warnhinweis im Car Play ist definitiv ein Nachteil. Ich habe im Fobo Support-Forum eine entsprechende Nachfrage gestellt.

    Heute tatsächlich mit dem frisch installierten Fobo 2 den ersten Warnfall gehabt - und nur mit Einschränkungen zufrieden gewesen - und das kam so:

    War heute zwischen AUX und Landsberg unterwegs, und auf der B17 stach mich ein bisschen der Hafer. Also der Affentwin Zucker gegeben, bis sie 200 lief, und plötzlich wurde die Musik im Headset von einem mir bislang unbekannten Warnton unterbrochen, aber eben nur eine oder zwei Sekunden lang. Auf dem Apple-Car-Play-Bildschirm war nichts Besonderes zu sehen, dort lief weiterhin Google Maps und der Musik-Player. Also habe ich die Fobo-App aufgerufen, und dort wurde angezeigt, dass der Druck auf dem Hinterreifen auf 3,01 bar angestiegen war - also über die Schwelle, die ich selbst gesetzt hatte (3,0 bar). Ich habe keine rechte Erfahrung mit der Druckveränderung bei warmgefahrenen Reifen, halte es aber durchaus für möglich, dass ein Reifen, der kalt 2,7 bar hat, bei 200 auf 3 bar kommt.

    Was mich etwas gestört hat, war die doch sehr dezente Warnung - ein Tonsignal, sonst nichts. Als ich nach der Tour das iPhone aus der Jacke zog, stand die Warnmeldung auf dem Sperrbildschirm. Nur: Wenn man Apple Car Play hat, guckt man eigentlich während der Fahrt nicht auf sein Handy-Display..

    Ich habe nach wie vor das beschriebene Problem, dass - nicht reproduzierbar - das Umschalten zwischen Car Play und Honda-Dashboard nur einmal klappt, und zurück geht es dann nicht mehr. Es gibt Touren, da kann ich munter hin- und herschalten, und manchmal steckt es nach jedem Umschalten fest.


    Allerdings gibt es einen Trick, wie man dennoch vom Honda-Dashboard zurück nach Car Play kommt. Statt die Funktionstaste zu mir zu ziehen, drücke ich sie kurz nach vorn. Das startet den Voice-Assistenten Siri - und der läuft erkennbar in der Car Play-Umgebung. Mit anderen Worten: Car Play läuft zwar im Hintergrund, lässt sich aber mit der Funktionstaste allein nicht in den Vordergrund holen. Wenn ich (in Ermangelung eines Mikrofons) jetzt nichts sage und mache, dann dauert es ein paar Sekunden, dann schaltet Siri erfolglos ab, die Darstellung wechselt wieder zum Honda-Dashboard.


    Jetzt kommt der Trick: Wenn ich innerhalb dieser paar Sekunden die "Nach oben" Taste betätige (in der Regel zweimal), dann wird eins der App-Icons, die links vom Apple-Screen stehen, gehighlightet. Einmal Entertaste drücken, und die App-Darstellung kommt auf den Schirm - und bleibt da auch. Apple Car Play läuft wieder - ohne anzuhalten und das System neu zu starten oder während der Fahrt irgendwelche USB-Kabel abzuziehen.


    Nur zur Verdeutlichung:



    Links auf dem Schirm sieht man drei App-Icons, in diesem Fall sind das Scenic, Spotify und Fobo 2 (Reifendruck-Kontrolle). Wenn man in der von mir beschriebenen Situation erst die Funktionstaste nach vorne drückt und dann die Nach-oben-Taste zweimal drückt, landet man auf einem dieser Icons. Enter bringt dann das Car Play Display zurück auf den Schirm.


    Das ist jetzt zwar nicht optimal, aber besser als nix, finde ich.

    Schnell sind sie ja bei Amazon: Freitagnacht bestellt, am heutigen Montag da:



    Die Fobo Bike 2 gibt es in silbern oder schwarz, ich hab' die schwarzen. Das Set kostet überall rund einen Hunderter.


    Das ist drin in der Schachtel:



    Im Hintergrund sieht man zwei Plastikschlüssel zur Entfernung der "Diebstahlsicherung", das ist eine Plastikmutter, mit der man den Sensor auf dem Ventilschaft kontert, er lässt sich dann nicht mehr mit der Hand abschrauben. Von den Muttern gibt es vier Stück, die beiden Schlüsselringe dienen dazu, die "Schlüssel" aufzubewahren. Wozu die beiden Metallteile oben in der Mitte sind, weiß ich nicht. Vermutung: Es sind Metallventile für Käufer, deren Moppeds Gummiventile haben.


    Die Papier-Bedienungsanleitung ist nicht abgebildet, sie ist aber auch eher überflüssig. Man beginnt die Installation damit, dass man sich die passende App holt. Dann muss man einen Account anlegen, mit dem Account werden die Sensoren dann verknüpft.


    Bei der App kann man sich ziemlich verspielen, kann ein Profilfoto eingeben und Tod und Teufel. In der App stellt man auch den gewünschten Druck für Vorder- und Hinterrad ein, plus jeweils einen unteren und einen oberen Schwellwert. Das Ganze geht halbwegs intuitiv, leider ist die App grauenhaft schlecht eingedeutscht.


    Die eigentliche Montage der Sensoren ist recht simpel: Plastikkappe vom Sensor schrauben, Schutzpapierstreifen von der Batterie entfernen, Plastikkappe wieder drauf, Ventilkappe ab, Plastiksicherungsmutter draufschrauben, Sensor draufschrauben, Mutter und Sensor kontern, fertig:



    Als überraschend tückisch erwies sich anschließend das Registrieren der Sensoren in der App. Theoretisch müsste man nach Aufforderung der App den "Berührungssensor" des Smartphones (was immer das sein soll) direkt auf den Fobo-Sensor halten. Praktisch geht das nicht, weil die Speichen das nicht zulassen. Ich habe mein Handy schräg reingefummelt, das ging dann erst im zweiten Anlauf.


    Man sollte übrigens während des gesamten Installations- und Registrierungsprozess darauf achten, dass das Smartphone Internet-Zugang hat.


    Wenn alles läuft, sieht das auf meinem iPhone 8 so aus:



    Besonders schick ist natürlich die Apple Car Play Anbindung:



    Was passiert, wenn der Druck zu niedrig wird, habe ich auch schon feststellen können: Wenn die App einen zu niedrigen Druck anzeigt, muss man ja am betreffenden Rad Luft nachfüllen, und dazu den Sensor abschrauben. Der registriert dann "totalen Druckverlust", und das iPhone schreit um sein Leben. Ich wusste gar nicht, wie man das abschaltet. Beim nächsten Mal schicke ich das iPhone in den Flugmodus, bevor ich mit den Ventilen rummache.


    Das System taugt grundsätzlich dazu, für mehrere Fahrzeuge Profile anzulegen und so mit einem iPhone und einer App bei verschiedenen Motorrädern den Luftdruck im Blick zu behalten. Dafür ist die Bedienung der App in Apple Car Play dann nicht ganz optimal. Wählt man auf dem Display die App aus, startet erst eine Übersicht über alle Profile, aus der muss man dann das für das eigene Motorrad aussuchen und anklicken. Das ist während der Fahrt möglich, mit den Tasten am Lenker aber recht mühsam. Besser geht es im Stand auf dem Touchscreen.


    Angeblich sollen die Batterien in den Sensoren bis zu einem Jahr halten. Ich werd's herausfinden.

    Es ist nicht unbedingt gesagt, dass neue Motorräder lauter sind. Meine '98er BMW R1100GS hatte ein eingetragenes Standgeräusch von 94 db, mit der konnte ich also in Tirol gerade so eben legal fahren. Das Nachfolgemodell R1150GS hatte einen Auspuff, der in der Praxis deutlich lauter war, dennoch betrug das eingetragene Standgeräusch nur 89 db. Ich habe mal bei BMW nachgefragt und mitgeteilt bekommen, dass ich zwischen der Homologation der beiden Modelle das Messverfahren geändert hat.

    Zurück zur R1300GS:


    Da ich mir erst vor zwei Monaten ein nagelneues Motorrad gekauft habe (eine Affentwin!! in schwarz!!), werde ich mir gewisslich jetzt nicht gleich ein anderes Motorrad kaufen, egal welches. Als Ex-GS-Fahrer interessiert mich aber schon, was die anderen sagen. Und ich finde es erstaunlich, wie groß die Unterschiede bei den Eindrücken sind, und zwar von denen, die bereits eine aktuelle GS fahren und jetzt die Gelegenheit zu einer Probefahrt mit der 1300 hatten.


    Einerseits habe ich eigentlich von allen gelesen, dass der neue Motor geht wie verrückt, andererseits beklagen viele ein synthetisches Gefühl, das ging mir ehrlich gesagt schon bei der Probefahrt mit der 1250 so. Über das Design wird viel gelästert, aber die neue Sitzposition (eher auf als im Mopped) kommt eher schlecht weg. Das Fahrwerk scheint klasse zu sein (Fahrwerk konnten sie in München/Berlin schon immer), das Getriebe scheint immer noch nicht Honda-Niveau zu haben. Ich habe auch Kritik über die Qualitätsanmutung (Materialien/Oberflächen) gelesen. Mein Verdacht: Ein Tribut an den Leichtbau.


    Eins fand ich sehr überraschend: Früher galten BMWs als Motorräder, die großen Fahrern eher entgegen kommen. Davon scheint sich BMW bei der 1300GS zu verabschieden. Leute schrieben, sie hätten sich wie auf einer 800er gefühlt, der Kniewinkel sei zu spitz.


    Es gibt ja gerade unter den Reiseenduros eine große Anhängerschaft für "Wüstenschiffe", also einfach sehr große, mächtige Motorräder. Eine ATAS mit vollem Ornat geht ja deutlich in die Richtung, eine KTM 1290 Super Adventure ist auch ein ganz schöner Schlitten. Da scheint die "Standard GS" jetzt ziemlich rauszufallen. Mal sehen, wie die 1400er Adventure wird.