Beiträge von Sampleman

    Seit Juli 2023 dürfen nur noch Helme mit der neuen Sicherheitsnorm ECE 22.06 produziert werden. Der Handel darf seine Altware dennoch abverkaufen. Die neue EU-Norm erlaubt den Ländern zwar, einen Verkauf von 22.05-Helmen ab 1.1. 2024 zu untersagen, aber Deutschland und andere Länder wollen von der Regel keinen Gebrauch machen. Dennoch glaube ich, dass 22.05-Helme noch günstiger werden.


    Es gibt übrigens meines Erachtens einen relevanten Unterschied zwischen 22.05 und 22.06 bei Klapp- und Modularhelmen. Früher gab es 22.05P für Integral- und 22.05J für Jethelme. Viele Klapphelme italienischer Marken (Caberg, Nolan) hatten ein Prüfzertifikat 22.05P/J, was bedeutet, dass sie sowohl als Jet- wie auch als Integralhelm geprüft waren. Klapphelme von Schuberth und Shoei zum Beispiel hatten in der Regel nur eine Zulassung als Integralhelm (22.05P). Zunächst einmal bedeutet das das Offensichtliche: Ein Klapphelm erreicht dann seine optimale Schutzwirkung, wenn er zugeklappt ist. In Italien hat der Unterschied zwischen P und P/J aber auch rechtliche Folgen: Die italienischen Gesetze schreiben das Tragen eines Helmes von mindestens 22.05 vor, und er muss richtig aufgesetzt werden. Das bedeutet, dass italienische Klapphelme nach 22.05P/J in Italien sowohl offen als auch geschlossen gefahren werden dürfen, ein Schuberth ohne P/J dagegen nur geschlossen. Wer dagegen verstößt, könnte Ärger bei Straßenkontrollen bekommen, oder Stress mit der Versicherung bei einem Unfall.


    In der Bedienungsanleitung meines Schuberth E1 steht sogar drin, dass man ihn nicht offen fahren darf.


    Bei ECE 22.06 ist diese Unterscheidung offenbar aufgehoben. Helme mit beweglichen oder abnehmbaren Kinnstücken werden grundsätzlich mit und ohne Kinnstück geprüft und erfüllen dann in beiden Aggregatzuständen die Norm. Auch in Italien.

    Vor vielen Jahren hatte die "Motorrad" mal einen Bericht, in dem sie urbuckelalte Helme auf ihre Sicherheit überprüft haben. Das Ergebnis war insofern lustig zu lesen, als es bei den getesteten Helmen eigentlich gar keinen Totalausfall gegeben hat, die haben alle noch ganz gut performt.


    Damit hat "Motorrad" natürlich einer ihrer stärksten Werbekundschaft, nämlich der Helmindustrie, ganz furchtbar in den Kaffee gepinkelt. Stories von wegen "ein zehn Jahre alter Helm zerspringt in tausend Teile, wenn es mal ernst wird." haben die Testergebnisse ad absurdum geführt. Und da war es dann schon etwas lustig zu lesen, wie der Autor sich bemühte, doch noch überzeugende Argumente dafür zu finden, dass man sich alle paar Jahre einen neuen Helm kauft.


    Für mich gibt es eigentlich zwei "Baustellen", die die Lebensdauer des Helmes begrenzen. Das eine ist die Innenausstattung, da ist viel Schaumstoff dran, oft der Stoff draufgeklebt. Die müsste man eigentlich einmal im Monat waschen, das wird sie aber nicht lange überleben. Also wird so ein Helm bei längerer Benutzung irgendwann mal eklig. Der zweite Kandidat ist das Visier mit Pinlock-Einsatz. Das lebt auch nicht ewig, und je nach Marke ist Ersatz brutal teuer. Ich fahre seit fünf Jahren einem Schuberth E1, das ist ein Klapphelm mit Schutzschirm drauf. Der Schirm ist mir neulich mal während der Fahrt weggeflogen, Ersatz kostet 90 Euro. Ein neues Visier mit Pinlock-Einsatz kostet noch mehr. Würde ich meinen E1 jetzt mit einem neuen Schirm, neuer Innenpolsterung und neuem Visier runderneuern, wäre ich mit knapp 300 Euro dabei. Einen komplett neuen E1 gibt es zum Teil schon für weniger als 350 Euro...


    Ich traf vor Jahren mal einen Motorradfahrer, der mir erzählte, dass er sich zum Ende der Saison jedes Jahr einen neuen Helm kauft. Er meinte, da gäbe es unter den Saison-Auslaufmodellen immer wieder Schmuckstücke für unter 150 Euro. So startet er jedes Jahr mit einem neuen Helm in die Saison, mit frischer Innenausstattung und makellosem Visier.


    Kann man auch machen, ist vielleicht gar nicht dumm.

    Ist halt ein bisschen eine Abkehr vom bisherigen Look, der sehr auf sichtbare Technik setzte. Bei der Neuen ist doch einiges glattflächiger und vieles (auch in Details) sitzt hinter Verkleidungen, die man im Ernstfall abschrauben muss.


    Ich finde die neue GS jetzt (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) nicht besonders hässlich, könnte aber auch was anderes sein. Eine R1300R etwa. Oder eine Suzuki.


    Was ich an der GS gut finde: Die Batterie sitzt unter der Sitzbank. Was ich bei fast allen aktuellen Reiseenduros schlecht finde: Kann man nicht irgendwo ein Fünf-Liter-Fach für das Regenzeug und das Erste-Hilfe-Packerl unterbringen? So wie oben abgebildet ist auch diese GS im Grunde nicht fahrbereit.

    Wer sich übrigens statt merkwürdiger Asia-Ware aus Malaysia lieber feine Wertarbeit aus Berlin ans Krad schrauben will, dem kann geholfen werden:


    mo.pressure - Reifendruck-Kontrollsystem (TPMS)
    Den Reifendruck einfach vom Handy ablesen! Das Set enthält 2 universelle Sensoren für das Reifenventil, die permanent den Reifendruck messen. Per Bluetooth…
    motogadget.com


    Spoiler: Die Motogadget-Sensoren scheinen exakt die gleichen zu sein, die Fobo auch verwendet. Sie kosten auch das Gleiche. Allerdings sieht die App anders aus - und scheint besser eingedeutscht zu sein. Ich schaue mir das mal an, vielleicht kann man die Fobo-Dinger an der Motogadget-App anmelden.

    Was für mich ungewohnt ist: Dass der Tempomat auch dann aktiviert bleibt, wenn man die Zündung aus- und wieder anschaltet. In meinem Auto (und so ziemlich allen Autos, die ich kenne) ist das anders, da hat der Tempomat einen Lenkstockhebel und einen Knopf an dessen Spitze zum grundsätzlichen Ein- und Ausschalten. Schaltet man die Zündung aus geht auch der Tempomat aus - und muss nach dem nächsten Start separat wieder angeschaltet werden. Dass der Tempomat dauerhaft aktiv ist, auch wenn man ihn nicht angeschaltet hat, finde ich ungewöhnlich - und für ein Motorrad, das mich nach jedem Neustart mit einem Sicherheitshinweis begrüßt, den ich wegklicken muss, finde ich das schon recht merkwürdig.


    Aber um deine Frage zu beantworten: Grundsätzlich ist mir die Funktion klar, und bei mir ist der Tempomat entweder angeschaltet, oder ich schalte ihn an, wenn ich ihn brauche - und setze dann durch Druck auf die Set-Wippe die Wunschgeschwindigkeit.

    Es könnte sei , dass der Eindruck trügt. Die Stadt Augsburg hat angekündigt, den Flusslauf des Lechs zu renaturieren, das soll dann auch zum Hochwasserschutz beitragen. Der Kies, den sie da im Moment umeinanderschaufeln, hat da zum Teil vor kurzem noch nicht gelegen. Wir wohnen direkt am Hochablass, meine Frau ist da quasi täglich. Und sie berichtete mir von großen Felsbrocken, die dort untergebracht werden sollen. Meine Vermutung geht dahin, dass sie eine Art befestigte Kiesbank bauen wollen, die einerseits dem freien Spiel der Elemente ausgesetzt sein soll, andererseits muss das Wasserkraftwerk zuverlässig mit Wasser versorgt werden. Vor ein paar Jahren haben sie die gesamtem Sperrwerke am Hochablass ausgebaut, saniert und wieder eingebaut. Das ging auch nur ohne den Wasserdruck des Lechs. Also wurden rund um das Bauwerk Kiesbänke aufgeschüttet, unter anderem auch talwärts, damit schweres Gerät dort arbeiten konnte. Und nach den Arbeiten wurden die Kiesbänke in ein renaturiertes Gebilde verwandelt.

    Meine '22er AT hat ja nun auch einen Tempomaten. Während ich beim Auto nicht mehr drauf verzichten möchte, bin ich mir beim Mopped nicht sicher, ob ich das brauche. Na gut, war dabei, hat nix extra gekostet, vielleicht gewöhne ich mich ja noch dran.


    Ein paar Fragen habe ich aber doch:


    1. Wo bleibt ihr mit der Gashand? Mag sich lächerlich anhören, aber während ich beim Auto den Gasfuß einfach neben das Pedal stelle, muss ich beim Mopped ja weiterhin den Gasgriff festhalten. Der steht im Tempomatbetrieb in der Nullstellung. Mir ist es schon mal passiert, dass eine Bodenwelle dazu geführt hat, dass ich den Griff etwas nach vorn gedreht habe - der Tempomat schaltete sofort ab, was wegen der Motorbremse bei der AT zu einer ziemlichen Verzögerung führt. Ich habe auch schon versucht, die rechte Hand auf die Strebe des Griffprotektors zu legen. Bei 130 auf der AB finde ich das aber nicht optimal, und bei Kälte schon gar nicht. Wie macht ihr das?


    2. Ist es Einbildung oder zieht die AT schlechter, wenn der Tempomat gesetzt ist? Wenn ich mit T. 100 fahre und will dann mal schneller fahren, dann habe ich den Eindruck, dass die Fuhre langsamer an Fahrt gewinnt, als wenn ich das ohne Tempomat mache. Kann es sein, dass (nur mal als Beispiel) Tempo 100 einer Gasgriffstellung von 50% entspricht, der Gasgriff aber wegen des T. auf 0% steht, und ich jetzt erst mal diese 50% quasi als Leerweg überwinden muss, bevor mehr Schub kommt?


    Grundsätzlich empfinde ich den T. an der AT eher als eine ihrer schwächeren Baugruppen. Ich finde es auch schwierig, das Mopped wirklich genau auf eine Geschwindigkeit einzustellen. Wenn ich meinetwegen bei Tempo 100 den Knopf drücke, dann geht die Geschwindigkeit erst mal ein paar Kilometer runter, dann geht sie wieder rauf, um dann irgendwo zwischen 90 und 100 zu landen. Bei meinem Toyota habe ich den Eindruck, dass der Zeiger im Tacho wie festgenagelt steht, wenn man den Tempomaten anschaltet. Bei meiner AT fühlt es sich an, als habe die Regelung "etwas Spiel". Einbildung, oder ist das bei euch auch so?