Beiträge von Sampleman

    Aus Sicht des Herstellers: Um den Verkauf anzukurbeln. Gerade bei Farben und Dekoren sind die Hersteller ja oft sehr erfinderisch. Ich habe mal gehört, dass die Hersteller von Skiern und Snowboards das auch so machen: Jedes Jahr bekommen die Brettl'n ein neues Design, so dass du dich gleich arm und schlecht fühlst, wenn du noch mit dem Vorjahresschrott am Skilift stehst;-)


    Es gäbe natürlich auch etwas zu verbessern, was man im Zuge der Modellpflege machen könnte, zum Beispiel beleuchtete Schalter oder ein Wireless-Carplay-Adapter, der serienmäßig und ohne Gebastel unter die Gummi-Verschlusskappe passt.


    Was natürlich ultargeil wäre: Jetzt müssen ja bei vielen 1100ern die linken Griffarmaturen auf Garantie ausgetauscht werden. Man stelle sich vor, Honda stattet die 2026er AT mit beleuchteten Schaltern aus - und bietet allen Bestandskunden ein Upgrade zum Freundschaftspreis an.

    Ich habe mir ja eine Touratech-Bank gekauft (mit der ich recht zufrieden bin). Den Ausschlag hat gegeben, dass ich bei der Touratech-Lösung meine Original-Sitzgarnitur behalte. Sollte ich also meine AT mal verkaufen wollen, würde ich die (quasi kaum gebrauchten) Originalsitze wieder draufmachen und die TT-Bank entweder separat verkaufen oder auf die nächste AT stecken. TT bietet auch an, eine gekaufte Bank 30 Tage lang auszuprobieren und ggfs. zurückzuschicken, wenn sie nicht passt.


    Meine Bank hat 500 Euro gekostet. Was ich so höre, liegen nachträgliche Sitzbankumbauten in einem ähnlichen Bereich.


    Was ich NICHT habe, ist ein individueller Maßumbau nach meinen Vorgaben. Die TT-Bank ist auch ein recht schlichtes Teil ohne Stickereien, farbige Keder oder besonders profilierte Lederoberflächen. Für mich passte das gut, weil ich das auch gar nicht unbedingt haben will, aber für jemanden mit einer Maschine im Tricolore-Outfit dürfte eine dicke schwarze Bank sicherlich optisch ein Rückschritt sein.


    Aber das Wichtigste: Hoffentlich sitzt du bald besser, denn darum geht's ja.

    Auf solch einen Scheiß stehe ich ja nun mal gar nicht. Wenn die Herren Ingenieure bei Honda meinen, sich über Ehre Gedanken machen zu müssen, dann sollten sie mal darüber darüber nachdenken, wieso meine nagelneu gekaufte Honda schon den zweiten Rückruf und ein neues TFT-Display gebraucht hat.


    Und mich als Kunde verliert man am schnellsten, wenn man mir das Gefühl gibt, nicht wichtig zu sein. Das kann sich in einem schwierigen Konsumklima eigentlich niemand leisten.

    Es ist nicht regelkonform in einer Region, in der ich öfter mal fahre, das ist alles. Und ich kaufe mir doch kein Motorrad, das schon ab Werk wichtigen Verkehrsvorschriften nicht genügt. Ich finde das von Honda ziemlich instinktlos, es kann mir keiner erzählen, dass es ein großer Aufwand wäre, das Standgeräusch auf 95 db zu drücken. Genauso dumm wäre es, ein Motorrad mit 49 PS auf den Markt zu bringen, das dann mit Fleiß nicht mehr A2-tauglich ist, oder eins mit 98 PS, das man dann nicht mehr auf A2 drosseln kann.


    Und wie gesagt: Ich finde an der CB1000GT nichts, was mich überzeugen könnte, diesen Lapsus zu ignorieren. Ich bin mit meiner AT so weit ganz zufrieden. Ich muss nicht jede Honda toll finden.

    Ich möchte dazu kurz eine Bemerkung loswerden, denn der OP möchte nichts an seinem Motorrad reinigen, sondern an seinem Helm. Und wenn da der Alterungsprozess bei den verwendeten Kunststoffen schon so weit fortgeschritten ist, dass der Weichmacher austritt, dann würde ich zart die Frage stellen wollen, ob dann nicht der Helm als Ganzes hinüber ist oder alternativ, was TT denn für ein Scheißmaterial verbaut, wenn da bereits nach kurzer Zeit Verwitterungserscheinungen auftreten.

    Du hast wirklich eine merkwürdige Art drauf.


    Ich sehe das völlig anders: Der Alpenraum ist eins der wichtigsten Motorradgebiete Europas, Pässe wie das Hahntennjoch, das Timmelsjoch, Kühtai und Gerlos liegen alle in Tirol. Und da darf man ein Mopped nur fahren, wenn es maximal 95 db Standgeräusch in den Papieren hat. Wie deine Meinung dazu ist, ist dem österreichischen Gendarmen im Zweifel herzlich wurscht.


    Da werde ich doch den Teufel tun und mir mit Fleiß ein neues, teures Motorrad kaufen, bei dem der Hersteller zwar die Höchstgeschwindigkeit begrenzt hat, aber nicht das Standgeräusch. Zumal ich jetzt auch nicht den Eindruck habe, dass die CB 1000 GT in irgendeiner Weise so einzigartig ist, dass man über einen solchen Lapsus hinwegsehen könnte.

    Ich muss das Ding nicht mögen, und ich mag es auch nicht. Getreu dem Grundsatz von Henry Royce ist mechanischer Lärm Zeichen einer mangelnden Leistung der Ingenieure. Die Honda-Produktdesigner mögen nicht in der Nähe von Tirol wohnen, ich tue es aber, und da wäre ich ja mit dem Klammersack gepudert, mir ein Mopped zu kaufen, das ich dort nicht fahren kann. Der Motor liefert 102 Nm maximales Drehmoment, das ist nett, aber nicht der Hammer. Und was soll ich mit 150 PS anfangen? Ein Tirol-kompatibler Motor mit 130 PS, dafür aber mit 130 Nm würde mir besser gefallen.


    Das mit dem Geräusch scheinen sie bei Honda nicht zu können. Auch die neue CB 1000F - die mir insgesamt viel besser gefällt als die GT - kommt auf 96 db. Ist denen der zentraleuropäische Markt wirklich so wurscht? Nur mal so nebenbei: Ein Chinakracher wie die CFMoto 800 bleibt selbstverständlich unter der 95db-Grenze.

    Meines Wissens gibt es im Moment einen de facto Verkaufsstopp wegen der Geschichte mit der linken Lenkerarmatur.


    Aber ehrlich gesagt steige ich bei Honda ohnehin nicht so recht durch, wie die ihre Märkte beschicken. In den USA war die AT sehr erfolgreich, zeitweilig das meistverkaufte Bike im Marktsegment "Dual Sports", und dann gab es wieder Jahre, in denen die US-Händler keine aktuellen Maschinen bekamen. 2024 war das glaube ich so.


    Und man darf auch nicht vergessen, dass Honda im Moment andere Motorräder hat, die auch etwas im AT-Teich fischen. Ich denke da an die runderneuerte Transalp, die deutlich aufgewertete NT und die neue CB1000 GT. Da können - und wollen - sie vielleicht nicht an allen Fronten gleich Gas geben.

    Ich kann dir von München und Augsburg Gegenteiliges berichten. Aber das ist auch egal, an einzelnen gut oder schlecht performenden Verkäufern geht keine Einzelhandelskette pleite. In meinen Augen haben die Ketten, die einmal mit Louis konkurriert haben, es nicht geschafft, ein zwingendes Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. Polo mag einige ganz nette Eigenmarken haben, aber Louis hat mehr davon. Ich erinnere mich an eine Begebenheit vor vielleicht 12 bis 15 Jahren, da eröffnete MediaMarkt in München am Stahlgruberring mit großem Tamtam "den größten MediaMarkt Deutschlands". Ich bin dann aus Interesse mal hingegangen und fand den Laden in erster Linie groß und laut. Bei oberflächlicher Betrachtung fand ich aber, dass das Sortiment keineswegs uberraschend größer war als in anderen mir bekannten MediaMärkten. Aber es war mehr Ware da. Wenn die eine Kaffeemaschine anboten, dann war da eine zum Begrabbeln ausgrstellt und 50 standen originalverpackt im Regal. Ich fand das eher erdrückend als toll, und ich fragte einen Einzelhandelsexperten, was denn der Grund für einen solch großen Laden wäre. Und der erklärte mir, dass viele Verbraucher, wenn sie die Auswahl zwischen verschiedenen Geschäften hätten, immer erst zum größten Laden gehen würden, weil sie dort am ehesten vermuten würden, dass sie das Gesuchte finden. Und von den vielleicht 20 verschiedenen Polo- und Louis-Filialen, im denen ich in meinem Leben gewesen bin, waren die Louis-Filialen immer größer, besser sortiert und mit mehr Ware bestückt.


    Es mag was anderes sein, wenn man was Spezielles sucht. Es gibt im Süden von Augsburg Cima, eine Firma die mit Motorradkleidung handelt und auch viele Übergrößen hat. Ich käme gar nicht auf den Gedanken, bei Polo nach einer Jacke für mich zu suchen. Haben sie ja doch nicht. Von Cima habe ich schon drei Stück...


    Frank