Goretex oder Regenkombi?

  • #52

    Allaf zusammen,


    Membranjacken sollen nicht nur wasserdicht sein, sondern halten auch den kalten Wind ab. Deswegen funktioniert auch die Membran nur bei unterschiedlichem Gefälle zwischen Außen und Innentemperatur. Man schwitzt also in jeder Membranjacke ( auch mit Lüftung). D. h. im inneren wird es bei warmen Temperaturen auch innen Feucht, weil der Wasserdampf innen nicht nach außen difundiert (Sportler kennen das und verwenden wegen der großen Wassermoleküle des Schweisses keine Membranbekleidung bei warmen Temperaturen).


    Jackentypen:
    Leder: +sehr sicher da hohe Reibwerte und gute Dämpfung flatterfeier Sitz. -nicht regendicht und bei hochen Temperatur zu warm. Regenkombi nötig.


    Textiljacke: 3 lagen Laminat: Top im Regen Wasser perlt ab - bei hohen Temperaturen nur noch eingeschränkt atmungsaktiv, keine Kühlung durch Fahrtwind, teuer wegen der aufwendigen
    Verarbeitung und konstruktionsbedingt meist steifer als Z-Liner Jacken.


    : Z- Liner bleibt innen dicht allerdings läuft das Wasser irgend wann durch die nachlassende Oberstoffimprägnierung an der Memran zum Ärmelbündchen ab
    (Handschuhstulpe immer in die Jacke stecken) - höherer Auskühleffek durch nassen, schweren Oberstoff.
    Jacke ist im trocken Zustand meist bequemer als mit Laminat. Günstiger Preis, da einfacherer Verarbeitung (zb. Abhnähung der Taschen usw.)


    : Membran sep. entnehmbar. Sehr universell einsetzt bar, sowohl im Sommer (Belüftung) als auch im Regen. Relativ Preiswert in der Herstellung, Viel Jackenmaterial
    ( Membran,Thermojacke, Oberstoff mit Zippern oder Reißverschlüße verbunden) dadurch unbequem an und auszuziehen, oft lästig in der Handhabung.
    außerdem muß die Membraninnejacke so weit sein das sie noch außen drüber geht ohne zu reißen.


    : Textil o. Membr. je nach Stoffart sehr luftig, ideal für warme Temperaturen. Günstig und meist auch mit vielen Ausstattungsdetails da Verarbeitung der Nähte ohne Membran einfach.
    nicht wasserdicht (Regenkombi erfoderlich)


    Ich persönlich besitze einen Rukka RVP Gore Tex Z Liner Anzug: (brauche immer schmale lange Sondergrößen) . nach 25 Jahren und über 100000 km immer noch dicht.
    Einsatzgebiet: Herbst und Frühjahr Temperaturbereich bis ca 25° Tagestemperatur. Immer Regenkombi dabei für Starkregen Touren (fahre meistens in einer Gruppe und muss sowieso anhaltten wegen einem Lederträger) hilft auch gegen Auskühlung im Regen oder bei extrem kalten Touren. Natürlich angemessene Unterbekleidung ( Bin Mountainbiker habe als sowieso Klamotten)


    Fahre mittlerweile hauptsächlich einen Held Textilanzug ohne Membran, eine echte Wohltat nicht nur bei 28 °. Mit entsprechender Funkionsunterbekleidung (zb. Gore Windstopper) auch an kühlen Tagen oder Früh Morgens Einsetzbar ( Mein Tip für alle mit Sondermaß: bei Held in Burgberg wird auch eine Langgröße noch länger gemacht und zwar da wo es nöig ist nicht einfach nur unten dran. Dazu bei unklarer Wetterlage oder Mehrtagestouren zweiteilige, auffällige Regenkombi. Im Notfall auch Kälteschutz (zb oben bei Alpenpässen, unten dann heiß)


    Fazit: den Anzug für alles gibt es nicht wirklich. aber die separat zu tragende Außenmembran kommt dem am nächsten.
    Für mich persönlich ist die Mehrjacken Strategie im Moment die praktikablere Lösung, kann man doch das Wetter speziell für eine Tagestour doch ganz gut abschätzen.
    Für Weltreisende sieht das natürlich anders aus.


    Interessant sind die neuen Jacken mit separat entnehmbarer Membran aber ohne Thermo Innenfutter. ( ich warte noch auf die richtige Kombi)
    Leider gibt nur sehr wenige auf dem Markt und diese nicht in meinen Sondergrößen oder Farben. Mit zusätzlicher Thermojacke zwichen Gore und Außenhaut sind mir diese einfach zu unhandlich und unbequem, Lieber passe ich meine Unterbekleidung mit Flecce Jacke und Funktionshirt seperat an.
    Meiner Meinung nach wären die festmontierten entnehmbaren Thermoinnenjacken völlig überflüssig und immer durch eine Fleecjacke gut zu ersetzen.


    PS. die beste Gore Menmbran nützt nix wenn Baumwolle drunter das Wasser aufsaugt, und die Poren von Dreck und Schweiß verstopft sind
    Deshalb regelmäßig waschen, damit die Poren wieder frei werden.


    Grüße in die Runde
    Ps wenn ich nur von Jacken gesprochen habe meine ich natürlich den Anzug kpl mit Hose ( wobei mich das dicke Thermofutter der meisten Hosen stört( sind diese dann doch ohne Futter sehr weit) Die RVP hat kein Thermofutter , ich fahre mit entsprechender Unterwäsche.

  • #54

    Fast das ganze Jahr reicht eine Jacke mit Mesh Gewebe, nur dies gewährleistet eine ordentliche Belüftung. Falls es mal ein bisschen kälter ist kommt die Membrane rein und bei Regen die Regenjacke darüber.
    Alles andere ist mir viel zu Warm.
    Mit fester Membrane geht im Sommer gar nicht, Aber eine fahrbare Sauna soll ja der neueste Schrei sein. :D :D

    Historie: ab 1969 DKW 250 CB 250 T 500 GT 750 CB 750 XL 250 mit Maico Rahmen war in Deutschland die erste gute Enduro mit Honda Motor, siehe Motorrad Nr. 7 von 1977 Bultaco 125 KTM 175 GS XBR 500 CBX 1000 V-Max VT 800 Sportster 1200 C G650X Country.

  • #55

    Zum Post vom Jürgen habe ich ein paar Anmerkungen.
    Die Membranhersteller gehen davon aus, dass die Membran bei einem Temperaturunterschied von 13° C funtioniert. Bei 36°C-37°C Körpertemperatur kann sich jeder ausrechnen, wann die Membran ihre Arbeit einstellt. Bei Wintersportekleidung funktioniert eine Membran hervorragend.
    Gerade für Weltreisende ist eine Kombi mit Außenmembran interessant. Touratech hat seine Kombi nicht für den Cafe-Racer hergestellt.
    Es heißt Helau und nicht Allaf :D

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