Eure Einstellungen beim Fahrwerk - Komfort

  • #11

    Abstimmfahrten des Fahrwerks unterhalb von ca. 15 - 18°C sind Murks..... warten bis die Temperaturen besser werden.


    Verkehrsarme Straße suchen, die Straße sollte nicht bretteben sein, sondern durchaus idealerweise eine Kurve mit Bodenwellen haben. Ein zügiges aber nicht grenzwertiges Tempo suchen. Die Teststrecke muss auch nicht sonderlich lang sein.... 500 - 1000m genügen. Ausgangspunkt ist das OEM Setting!


    Bei einer Durchfahrt (nur wenn der Verkehr es zulässt!!) dann auf die Gabel vorne oder das Federbein hinten konzentrieren. Sofort notieren was aufgefallen ist.


    Im zweiten Setting durchaus die Halfte des möglichen Einstellweges verwenden (wichtig nur EINE Einstellung vorne oder hinten) verändern - Vergleichsfahrt mit gleichem Tempo (sind also z.B. schon mal 6 Vergleichfahrten im ersten Durchgang). Notieren wo gab es die gewünschte Verbesserung..... Wenn die Richtung feststeht, dann geht es immer um 2 Klicks... aber auch da nur eine Einstellung verändern um dein "Optimum" zu finden.


    Eine Dämpfereinstellung ohne die geeignete Federhärte ist übrigens völlig überflüssig. Wenn du mit der Federvorspannung nicht etwa 35% Negativfederweg eingestellt bekommst, musst du Komponenten tauschen.


    Wenn du trotz korrekter Federhärte an der Gabel nicht auf das Soll kommst, dann erst mal an einen Gabelölwechsel denken. OEM ist das Ss47 mit einer Viskosität von ca. 35 CsT bei 40° C drinnen, niemals an irgendwelchen Viskositätsangaben wie 5, 10 oder 20 orientieren. Immer die Viskositätsangaben beachten. Bei Gabelölen gibt es keine "Normung" wie SAE 10 oder so.


    Wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzen willst schau dir die Videos von Dave Moss (englisch) an, wenn du dich mit dem Thema nicht auseinandersetzen willst, investiere ein paar Euro um dein Fahrwerk z.B. bei Franzen oder einem anderen richtig einstellen zu lassen.


    z.B.

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    https://www.youtube.com/user/CatalystReactionSBW

  • #12

    Hallo Manfred,
    was Du schreibst ist soweit Alles richtig, ich hätte allerdings zwei Anmerkungen.
    Bitte auch nur ein warm gefahrenes Fahrwerk dämpfungstechnisch ändern.
    Außerdem ändert man mit der Federvorspannung keine Federhärte oder Federrate, man ändert nur die Fahrzeughöhe.
    Wenn mir noch Einer verrät wo man Produktinformationen, als Anhang hin hängt, hätte ich ein paar zum Thema Gabelöl.
    Da kann man genau die Viscositätsangaben anschaun und vergleichen.
    Eine Änderung von 5centisoke (mm²/sek) merkt man!
    http://www.fuchs-silkolene.de/produkte0/race.html
    Gruß
    Th.

  • #14

    Hallo,
    ich hab mal versucht eine Datei anzuhängen.
    - PDF ist nicht erlaubt? versteh ich nicht.
    TYPISCHE EIGENSCHAFTEN
    10W-40; 15W-50; 10W-60; Unit Test Method
    Kinematische Viskosität bei 100°C: 15.30; 20.00; 24.20 mm²/s IP71
    Kinematische Viskosität bei 40°C: 101.00; 143.75; 164.24 mm²/s IP71


    Von meinem Motoröl, aber die Produktinformation ist wie die von Gabelöl.
    - Gabelöl folgt, hab ich angefordert.
    Da hat man schön den Vergleich der Viscositäten in Centisoke.
    - immer bei 40° + 100°C
    Da sieht man dann auch deutlich was etwas Temperatur ausmacht.
    Gruß
    Th.

  • #15

    Servus,


    wenn man hier so liest, scheint die Gabel zu hart zu sein. Bei mir passt sie perfekt On- sowie Offroad! Die Arme werden nicht hart und die Fingerspitzen nicht taub. Also das Losbrechmoment, als auch die Progession passt halbwegs (kommen trotzdem noch Wirth rein) bei mir sogar nahe der Grundeinstellung fast perfekt (je zwei Clicks). Perfekt gibts natürlich nie ;)


    Dagegen krieg ich das Federbein einfach nicht geregelt. Es ist schwammig und haut in den Rücken.


    "Fahrwerke nur warm vergleichen"
    Sollte doch wohl jedem klar sein, ist doch Öl drin :P


    Der Grund, warum es bei mir umgekehrt ist, als bei meinen Vorschreibern, liegt wohl am Fahrergewicht :oops: 125 kg mit Montur, aber das muss sie ab können ;)


    Spaß bei Seite, hat jemand schon Erfahrung mit anderen Federbeinen in der neuen AT (z.B. Wilbers, Öhlins, usw.)?
    Ich kriegs einfach nicht hin und das Schwammige überträgt sich auf das ganze Moped, besonders bei Geschwindigkeiten >130 km/h. O.k. der Reifen tut auch noch seins dazu, der ist nämlich durch viele Autobahnkilometer eckig. Aber die Probleme gabs schon vorher.


    Hab jetzt 9000 km auf der Uhr und hab zwar einiges zu meckern, aber im Vergleich zu anderen Mopeds ist die AT scho a geiles Teil und bringt viel Spaß :mrgreen:


    Hier lassen sich ja einige am Gabelöl aus ... :ugeek:
    Findet ihr das nicht etwas übertrieben? Die Gabel in der AT ist doch ganz sicher keine Präzisonsrenngabel, bei der die Bohrungen im hundertstel Bereich genau sind und alle Ecken rund, usw.
    Meine Erfahrungen:
    1. nen tick dünners Öl ist meist besser (kleines Losbrechmoment => keine tauben Fingerspitzen)
    2. Die richtige Menge Öl, also schön übernacht austropfen lassen, sonst sind schnell 30 cm3 zuviel drin (und zuviel hilft leider garnix, im Gegenteil! Ich habs probiert, wie ich noch jung UND dumm war :!: )
    3. Alle zwei Jahre mal wechseln, den Kaffee ;) besonders Gabelöle leiden oft an Laktoseintoleranz :roll:
    4. Simmeringe gleich wechseln, wenn sie saun und nicht erst wenns tropft.
    5. Die Gabel bei jedem öffnen der Gabelbrücken a Stückala drehn. (scho klar, ist bei Upsidedowns doof, weil aufwendiger, wird sie aber in ein paar Jahren danken, weil nix einläuft, hoffentlich)


    ..., aber wenns schee macht 8-)
    Na denn, Prost!


    Die Lage des Mopeds hat sowas von nix mit dem Fahrwerk zu tun :lol:

  • #16


    Nein - wenn man weiß was man macht.


    Die Gabel ist nicht per se zu hart, sondern vielleicht in einem konkreten Fall.


    Hinsichtlich der Gabelölmenge.... deine 30ml erhöhen (in der Gabel der AT) gerade mal ein bisschen die Progressivität deiner Luftfeder und kann ein sehr taugliches Mittel sein, wenn die Gabel in verschiedenen Situationen ein bisschen zu tief eintaucht.


    Hinsichtlich der Präzision der Dämpferventile.... du hast sie dir noch nicht angeschaut...solltest du bei Gelegenheit tun

  • #17

    Hatte auf meiner Bayern-Grenz-Weg Tour ein bisschen Zeit an Federung und Dämpfung zu spielen:
    Tank voll, Tankrucksack, ca. 10kg; TopCase ca. 8kg; Fahrer runde 105 kg incl. Klamotten
    Temperatur ca. 22° C
    Fahrstil: Blümchenplücker


    Front:


    Sag - 70mm
    Preload - max
    Rebound OEM + 0,5 Umdrehungen
    Compression OEM + 3 Klick


    Hinten:


    Sag - 65mm
    Preload - max
    Rebound OEM + 3 Klick
    Compression Standard OEM

    Den Ölstand werde ich bei Gelegenheit mal von 95 auf 90mm verändern um etwas mehr Progression in die Gabel zu bekommen
    Ansonsten federn/dämpfen Front und Heck bei Druck auf den Tank synchron ein und aus

  • #18

    :? :? Oje, oje...was habe ich mir mit der AT da hier nur angetan... Diese ganze Einstellerei ist für mich mehr als nur böhmische Dörfer. Hach, was war das sorglos beim friss-oder-stirb Fahrwerk der NC...da musste sich der Fahrer adaptieren und nicht das Moped. :icon-geek:


    Ich bin ja echt dafür, dass es mal einen Forums-Workshop geben muss, bei dem das Setup auf die Statur und Fahrstil individuell unter fachmännischer Obhut erklärt und vorgenommen wird. An welchem Wochenende hast du Zeit, Manfred...? :D


    Grüße, Andreas

  • #19

    Hallo Andreas,
    mach doch mal langsam und Step by Step.
    Fang mal beim Negativfederweg an.
    Stell den mal mit Fahrer richtig ein.
    Als zweiter Schritt geh dann zu Dämpfung.
    - nach dem Motto, so weich wie möglich so hart wie nötig.
    Ich war am Wochenende auch neu damit unterwegs.
    - und angenehm überrascht das das Fw tendenziell eher hart ist.
    Aber nach ein paar Km wurde das schon besser, hinten ist die Zugstufendämpfung eher weich.
    Bei der Gabel muß ich auch nochmal richtig ran, die Grundabstimmung passt ganz gut auf mich.
    - 78Kg und mit Kampfanzug ca. 92.
    Allerdings kopiert mir die Gabel zuviel Straße in die Hände, -> Dämpfung zu hart.
    Na schaun mer mal, Step by step.
    Gruß
    Th.

  • #20


    Für "normalgewichtige" Menschen (und nicht solche Hungerkünstler wie du :mrgreen: ) ist das Fahrwerk in der OEM Einstellung eher zu weich (zu viel Negativfederweg) und auch zu wenig gedämpft (Zugstufe vorne und hinten).


    Langsteckenreisende mit einem hohen Komfortanspruch und normalem/gemütlichen Fahrstil, dürften mit der OEM Einstellung recht gut zurecht kommen.
    Wer eher zur Blümchenpflücker-Sorte gehört (so wie ich), wird sich mit dem Fahrwerk auseinandersetzen müssen. Die Reserven des Fahrwerks sind aber zumindest für den Solobetrieb mit und ohne Gepäck ausreichend, um es mit der Einstellung zu lösen. Im Soziusbetrieb UND Blümchenpflückermodus kann es mit den OEM Teilen grenzwertig werden. (Aber auch da dürfte es den meisten Fällen mit einer Austauschfeder getan sein)


    Kritischer wird das ganze erst, wenn man für sich sein "Optimum" sucht und findet und passend zu den Temperaturbereichen einen persönlichen Standard gefunden hat.
    Bei ca. 5 - 10° höherer Außentemperatur müsste ich noch mal an die Dämpfung gehen und wahrscheinlich etwas straffer einstellen, als bei den jetzigen 20 - 25° C.


    Ich habe daher immer eine Winter, eine Frühjahr/Herbst und eine Sommereinstellung. Leider haben die OEM Teile, aber auch preiswertere Zubehörteile hier eine deutlich zu geringe Wiederholgenauigkeit... (sprich was dieses Jahr bei 20 - 25° gepasst hat, sollte natürlich auch nächstes Jahr oder im Herbst wieder passen). Eine entsprechende Wiederholgenauigkeit der Einstellungen erreicht man nur mit den sehr hochwertigen (und teuren) Bauteilen von Öhlins oder Mupo.


    Wilbers, Hyperpro und Co. zählen nicht zu dieser Klasse....

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