lion - Nein. Wann immer moeglich, verwende ich Ringschluessel oder Nuesse. Den Vorteil der vor Dir gezeigten 'Raptor' Schraubzange sehe ich dann, wenn Schrauben/Muttern so liegen, dass das Werkzeug vorne offen sein muss, und trotzdem ein Ratschen-Mechanismus gewuenscht ist. (Sie wird ja auch unter den Rohrzangen gefuehrt und fuer Bremsleitungen angepriesen. )
Beim Zangenschluessel muss man die Backen zusammendruecken, sonst greift die Zange nicht richtig. Ich gehe davon aus, dass die von Dir gezeigte Schraubzange beim Drehen selbst klemmt - das kann natuerlich auch ein Vorteil sein. Fuer mich ersetzt der Zangenschluessel (und ein Multitool) die Zange im Bordwerkzeug und ist gleichzeitig praktisch, falls doch unterwegs die richtige Schluesselweite fehlt.
Bei allen kombinierten Werkzeugen, Zangen etc. darf man nicht vergessen, dass viele Schrauben am Motorrad so eng verbaut sind, dass nicht jedes Werkzeug hilft. Als Beispiel hilft bei den Kontermuttern zur Kettenjustierung eigentlich nur ein Maulschluessel.
Ich habe mir mal unterwegs in Spanien einen Rollgabenschluessel gekauft, wie in Beitrag 2852 gezeigt: Ich musste eine Schraube anziehen, war mit aber bei der Schluesselweite nicht ganz sicher und wollte auch nicht viel Zeit vertroedeln. Das Ding ist zuhause schnell in die hinterste Ecke des Werkzeugschranks gewandert und seitdem vielleicht noch 1-2 mal verwendet worden.
Wenn es um Bordwerkzeug fuer abgelegene Routen geht, bei denen man sich selber helfen koennen will. ist die beste Strategie, bei allen Arbeiten zu notieren, welches Werkzeug man braucht. Also Schluesselweite und auch Besonderheiten, falls es eine besondere Form oder vielleicht auch eine Verlaengerung benoetigt. Ein guter Anfang ist, den ganzen Service selber nur mit Bordwerkzeug durchzufuehren.
Nur - wieviele von uns kommen tatsaechlich in Situationen, in denen man keine Hilfe holen kann? Ich versuche einen guten Mittelweg zu finden, um mit moeglichst wenig Bordwerkzeug die wahrscheinlichsten Problemchen angehen zu koennen.
Lies das Thema bitte nochmal. Gemeint waren die Innensechskant (Im Volksmund Inbus)...
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Auf die Gefahr hin, dass ich Dich auch falsch verstehe: 12/14er Innensechskant werden bei dem gezeigten Schluesselpaar dazu verwendet, diese fest miteinander zu verbinden, um den Hebel zu verdoppeln. Sie fassen in die entsprechenden Aussparungen des Gegenstuecks:
