Beiträge von xaverl

    Als Vielfahrer hier meine Erfahrung:

    Hatte schon 2 Stück CTA2 vorne: unfahrbar, da leichte Seitenschläge und einmal eine PST2: ebenfalls einen leichten Seitenschlag. Für mich ganz klare Produktionsfehler. Da hilft kein Wuchten und Matchen, einfach nur runter mit dem Mist und ordentliche Socken drauf.

    Thema Gabel ölen:

    Hab mein Fahrwerk damals bei ZUPIN kpl überarbeiten lassen und war anfangs unglücklich. Problem war: die Gabeldichtringe waren so trocken, dass das Losbrechmoment extrem hoch war. Die Lösung: Abstreifringe an der Gabel rausziehen/hebeln und dahinter! mit Öl oder noch besser war( bei mir und auch bei anderen CRF-Problemfällen) der HKS-Gleitverbesserer. Hinter dem Abstreifring und auch die gesamte Chromfläche des Rohres einreiben. Bei dieser Behandlung wird gar mancher sein Moped nicht wieder erkennen ;-)

    Nachtrag: das Gleitlager im Anlasser ist ein Sinterlager 9x13x8. Es würde ein Nadellager HK0908 passen. Leider gibt es in der Größe keine RS-Version (mit Dichtung). Werde es einfach mal testen und den Anlasser ein Nadellager verpassen und das Lager mit entsprechendem Fett montieren. (ohne Dichtung im Lager besteht die Gefahr, dass das Fett auf die Kohlen kommen könnte...

    Danke für deine ausfühliche Antwort. Das gäbe natürlich auch absolut Sinn, denn die Startleistung des Anlassers wurde kontinuierlich schlechter und war mega-schlecht beim Kaltstart bei tieferen Temperaturen.

    Bei meinem "neuen" Anlasser habe ich das Gleitlager auch vorsorglich leicht geschmiert. Das Gleitlager dürfte ein Permaglide-Lager sein: Teflonbeschichtetes Sinter-Lager... so schauts zumindest aus.

    Wenn der Anlasser bei 200"km wieder schwächelt, dann werde ich den Gleitlager-Nachschmiertest machen :-)

    Volltreffer: KTM, Honda, Suzuki, Kawa... verbauen den Mitsuba SM17.

    Das Gleitlager schließe ich aus (hab den Test grad gemacht). Auf das Gleitlager wirken minimale radiale Kräfte, sonst wäre dort auch ein Rollenlager...

    Kann man die Wicklungen wirklich durchmessen? Müsste das nicht auch unter Last erfolgen um zweifellos zu sein?

    Der Leidensweg:

    Als ich merkte, dass der Anlasser nicht mehr so kräftig durch zog war ich ohne Zweifel: die Litium-Batterie ist nach fast 100“km einfach fertig. Also wurde es eine neue Aliant10Ah… es war schon besser, aber nicht perfekt. Als nächstes tauschte ich das Startrelais… wieder etwas besser… So fuhr ich den Sommer durch auch ohne weitere Probleme (doch nie war ich vom Startverhalten wirklich überzeugt). Es wurde die letzten 15“km einfach schleichend schlechter. Neulich bei 12°C auf 2000m dachte ich beim morgendlichen Start: Sch… Es hörte sich so an als wäre die Batterie fast leer.

    Von Anfang an hatte ich den Anlasser schon in Verdacht und hab mir vor einigen Monaten auch schon mal einen in ebay gekauft (neuwertig incl Startrelais und Kabel für 55EUR. Honda bietet den zum Schnäppchenpreis von 1050EUR an, als Originalteil in Japan 280EUR… ohne Worte!)

    Ich gebe zu, dass ich mich von der Arbeit des Anlasser Austauschs gedrückt habe, denn es sah nach viel schrauben aus:

    Tank runter (übrigens problemlos ohne Demontage der Verkleidungen. Tunnenverkleidung weg, Verkleidungen oben leicht seitlich raus ziehen…), Honda schreibt zum Anlasserausbau: Batteriefach ausbauen… wieder mal: Sch…

    Es ging auch anders: Befestigungen des Batteriefaches lösen, incl der hinteren, oberen Motorhalterung (lange M8 Schraube), Anlasser lösen und dann nach links raus ziehen indem das Batteriefach (bei warmen Temperaturen lässt es sich ordentlich biegen) mit einem Holz von der linken Seite nach oben biegen/duchbiegen…

    Der neue Anlasser zieht brachial durch, ein Traum 😊

    Mit dem neuen Anlasser habe ich dann auch gleich beide Batterien getestet: originale gegen die AliantYLP10. Die originale Eliiy zieht tatsächlich noch kräftiger durch als die Aliant, was natürlich nur was über den Startstrom aussagt und nicht über die Kapazität.

    Den alten Starter hab ich zerlegt und untersucht: sieht gut aus, Kohlen sind ok (haben auf 110“km 1,5mm ihrer Länge verloren), nichts ist verbrannt und riecht auch nicht danach. Auffällig sind die 4 Kupfer-„Kabel“ zu den Kohlen und das Pluskabel vom Anlasser zum Startrelais: beide weisen eine Verfärbung auf, welche auf entsprechende Hitze hindeuten (vermutlich durch die hohe Stromaufnahme, siehe Fotos).

    Probleme dieser Art mit müden Anlassern kenne ich aus dem PKW-Bereich durchaus.

    Hat jemand aus der Zweiradbranche schon diese Erfahrung gemacht? Was ist am Anlasser wirklich kaputt? Wicklungsschluss?

    Bin 190cm und hatte auch das Problem: Lenker-Verlegung von SW-Motech (endlich ist der Lenker wo er für mich hingehört), hohe originale Bank und fertig. Und damit ich die Rasten nicht kpl weg schleife: Fahrwerk vom Zupin überarbeitet incl härterer Federn.

    Im originalen Zustand war die Ergonomie für mich unmöglich, nun will ich einfach nicht mehr absteigen.

    Meine 18er-DCT/107"km wird mir noch laaaaange Freude machen

    18er-DCT, KM-Stand: 106": Schon seit längerem habe ich ein hakeliges Zündschloss. Alle Versuche mit Reinigen und "ölen" brachten nur kurzzeitig eine Besserung. Nun musste ich den Schlüssel um 180° drehen um noch eine Funktion zu erreichen, auch der Zweitschlüssel ist keine Lösung... Also raus damit und zerlegen und:zwinker:. Dazu muss die Gabelbrücke runter um an die Schrauben zu kommen. Die Stecker liegen unter dem Tank, unter der Airbox. (Im Nachhinein hätte ich mir die meiste Arbeit sparen können. Dachte dass das Schloss mit Abreiss-Schrauben an der Gabelbrücke montiert ist, dem ist nicht so, M8 Imbus. Also künftig einfach nur die Gabelbrücke runter und das Schloss ausbauen) Die Zündschloss-Einheit besteht aus 3 Teilen: oben der Transponderring, dann das eigentliche Schloss und unten drin sitzt der Zündanlass-Schalter. Alles einfach zu zerlegen, nur Schrauberei mit einigen Kleinteilen und Federn (für den Zündanlass-Schalter braucht man einen Torx mit Loch). Wer schon mal ein Schloss zerlegt hat der kennt das Problem: Verschleiß von Schlüssel und den Schließplättchen führen zum Überstand der Plättchen und dadurch entriegelt es nicht mehr. Bei dieser Art von Schloss sind quasi die Plättchen geteilt und es sind echt viele... Bei mir waren die Plättchen teils so sehr verschlissen, dass ich manche weg lassen musste. Den Rest der Plättchen: Überstand abschleifen/feilen) und alles wieder schön brav zusammen basteln.

    Honda verlangt für den Schloss-Satz 800EUR und dann muss ja noch der Schlüssel codiert werden?

    Diesen ersten Defekt muss ich der Honda wohl verzeihen :-D