Beiträge von Seimrich

    Nee, das nicht. Aber wenn man sich eben die Biegsamkeit zunutze macht und sie so bemisst, dass sie in ganz eingefedertem Zustand noch gerade etwas länger ist als nötig, müsste der Längenausgleich doch gegeben sein. Und durch die übliche Torsion der Welle in Längsrichtung müsste auch eine hinreichende Dämpfung im Antriebsstrang gegeben sein.

    Die wartungsärmste (bis fast -freie) Lösung wäre es sicher.

    Wie ist das eigentlich bei den neueren (BMW-)Kardanwellen: Muss da auch, wie früher bei den 2-Ventilern, die Kerbverzahnung regelmäßig geschmiert werden?

    Ich hab mich schon mal gefragt, ob es nicht bei den heutigen werkstofftechnischen Möglichkeiten denkbar sein könnte, eine Art Kardanwelle nach dem Prinzip der "biegsamen Welle" zu konstruieren. Probleme wir Längenausgleich, Ruckdämpfung u.ä. wären damit auch gleich gelöst. Zumindest für geringere Leistungen könnte das doch denkbar sein, oder? Vielleicht sogar aufgeteilt auf eine Welle rechts und eine links.


    Detlev

    Moin,
    so, die erste große Tour mit den Bags steht erst noch an (Mai/Juni - Balkan und Türkei), etwas aus der Praxis kann ich doch schon berichten.
    Als Nachteil von diesen Softbags muss sicher die schlechtere "Bedienbarkeit" gelten - statt "Klappe auf, Klappe zu" halt immer die Steckschließen auf und zu machen und den Rollverschluss eindrehen. Ich muss aber sagen, dass das, wenn man es einmal "drin" hat, nicht gar so schlimm ist (hab's beim alltäglichen Einkaufen etc. getestet). Die Konstruktion an sich wird mich wohl auch längerfristig überzeugen können, wobei ich sicherlich auf die Innentaschen verzichten werde, denn das ist dann doch zu umständlich. (Bei mir kommt meist links eine Touratech-Innentasche mit Klamotten rein, rechts - kleinteiliger - RV-Taschen mit Elektronikzeugs, Reiseführern, Reiseapotheke etc.


    Ich hatte die Bags zunächst nur an meiner ATAS montiert. Hätte ich sie da belassen wollen, wäre die dauerhafte Montage akzeptabel gewesen. Die Montagemöglichkeiten sind relativ variabel, insgesamt jedoch sehr fummelig und da, wo etwa die Träger eh eng anliegen, kaum wie vorgesehen zu befestigen. Letztlich ist es dann doch irgendwie gegangen, die fehlende Möglichkeit zum leichten Abnehmen erwies sich dann doch als Nachteil. Dazu ist noch anzumerken, dass der Teufel manchmal doch im Detail lag, etwa, wenn vorstehende Muttern (die die eigentlichen Bags an der Grundplatte halten) im Weg waren u.ä.


    Das Thema "leichte Demontierbarkeit" wurde akut, als es mir gelang, wider Erwarten für meine alte RD07a noch Touratech-Träger zu ergattern. Da sollten die Bags dann auch mal dran. Die geschilderte Enge bei der Montage ist da jedoch noch prekärer.
    Ich habe mich dann zu einem Komplettumbau entschlossen. Nach etlichen Versuchen bin ich jetzt bei folgender Lösung gelandet:


    Unten im Trägerrechteck liegen die Bags in diesen Kunststoffhaltern der alten TT-Träger (diese runden 60-mm-Kunststoffzylinder, von denen nach unten noch die breite "Nase" abgeht, die den Koffer dann in Position hält). Das eigentlich vorgesehene Gegenstück oben (dieser schwenkbare Haken) konnte ich nicht nutzen, da ich nicht durch die Taschen bohren wollten; zudem stand zu befürchten, dass das Textilmaterial innen bei häufigem Zu- und Aufschrauben leidet.
    Ich habe dann die originalen Alu-Klemmstücke genommen und damit und mittels Knebelschrauben die Trägerplatten befestigt. (Ich bin zwar wortgewandt, aber die exakte Beschreibung schenke ich mir dann doch ...) An geeigneter Stelle sind die Träger dann noch mittels eines Schlosses am Rahmen gesichert. (Natürlich könnte man die Softbags relativ einfach aufschneiden, aber die Knebelmuttern alleine waren mir dann doch zuu einladend.)


    Okay - teure Lösung, durch das nötige Material nochmals zusätzlich, aber die Bags lassen sich jetzt innerhalb von drei, vier Minuten abnehmen und passen an beide Moppeds.


    Danke für die geschätzte Aufmerksamkeit ... Aber ich dachte, das noch nachliefern zu müssen.


    Dann einen guten Start ins Neue Jahr!


    Detlev

    Moin,
    welche Simmerringe/Wellendichtringe meinst du? Die an den Radlagern? Die werden eigentlich nicht "undicht". Und wenn du sie tauschen möchtest: Ich kaufe sie immer im hiesigen Industriebedarf. Brauchst halt nur die Maße. Lager und hin und wieder auch SiRis bestelle ich hier: https://www.kugellagershopberlin.de/index.php. Das meiste sind Normteile, bei der alten AT und ich glaube, auch bei der neuen, gibt es ein, zwei Lager und SiRis (Kettenradträger? - hab's grad nicht parat) mit Sondermaßen.
    Ansonsten kannst du da nix falsch machen. Wenn die Maße stimmen - es gibt noch ein paar Unterschiede bei den Werkstoffen, etwa für Lebensmittelindustrie oder für aggressive Umgebungen. Aber darum brauchst du dich nicht zu kümmern.
    Detlev

    Moin,
    ich fahre seit Langem den kleinen "AirMan" mit mir rum. Weniger aus Angst vor einem Plattfuß. Nach ca. 2 x 100.000 km (Mopped von mir und meiner Frau) vor allem in der Türkei, Syrien, dem Kaukasus und Balkan ohne Platten bin ich da etwas "leichtsinnig" geworden (zumal es in den Ländern an allen Ecken Reifenbastelbuden gibt). Problem war eher, dass dort die wenigsten Tankstellen einen Kompressor haben und ich zudem den Luftdruck gerne morgens bei kalten Reifen und ohne dass mich die Sonne von oben in meinen Motorklamotten schon gar kocht, prüfe und ggfls. korrigiere.
    Ich habe bei allen meinen Moppeds eine kurze Leitung direkt zur Batterie gelegt, unauffällig, aber von außen zugänglich. Der AirMan hat das entsprechende Stecker-Gegenstück und ein geeignetes Füllventil. Im Bedarfsfall lasse ich den Motor den Moppeds, an dem der Kompressor läuft, mitlaufen.
    Bei der alten AT passt der AirMan genau in das Fach unter der Sitzbank, seit meine Frau auf der TA und ich (meist) auf der ATAS unterwegs sind, habe ich an der TA zwischen linkem Koffer und Rad eine passende kleine PELI-Box montiert, da passt der Kompressor auch exakt rein.
    Hat sich seit vielen Jahren bewährt. Ob ich damit einen Heidenau K60 ins Tiefbett gedrückt bekäme? Weiß nicht.


    Gruß
    Detlev