Beiträge von Sampleman

    Ich glaube, wenn man sich wünscht, dass Nebelscheinwerfer ihren Leuchtwinkel deutlich ändern, wenn man in eine Kurve geht, dann macht man sich was vor. Außer bei ganz langsamem Rangieren im Schritttempobereich beträgt der echte Lenkwinkel der Gabel in Kurvenfahrt nur wenige Grad. Und ein Scheinwerfer, den du um zwei Grad um die Hochachse drehst, ändert seinen Leuchtwinkel nicht signifikant. Die meisten Kurvenlicht-Systeme, die ich vom Motorrad kenne, funktionieren schräglagenabhängig. Da sind mehrere LEDs montiert, die bei Geradeausfahrt nach schräg oben leuchten würden, quasi wie ein Fächer. Und wenn dann der Schräglagensensor eine Schräglage misst, werden die entsprechenden LEDs aktiviert, die dann wirklich in die Kurve leuchten.


    Ich hatte mal eine andere, höchst illegale Idee: Normalerweise guckt man dorthin wo man fahren will, bei Haarnadelkurven sogar über die Schulter. Hätte man zusätzlich zu den Lampen am Krad einen kompakten LED-Scheinwefer am Helm, hätte man einen Lichtkegel dort, wo man den Kopf hindreht. Wäre mit moderner LED-Technik leicht zu machen, gibt es als Stirnlampe sogar zu kaufen. Was die Rennleitung dazu sagt, weiß ich nicht.

    Ich habe die Gedankengänge der GS-Community über ein Jahrzehnt verfolgt. Diese Verhaltensweisen siehst du bei jedem Modellwechsel. Jeder hält sich für schlauer als die BMW-Entwicklungsabteilung und glaubt, dass die großen Mist gebaut haben, jedes mal wieder. Dazu kommt, dass das Motorrad, das man selbst gerade fährt, natürlich das geilste der Welt ist, da will man ungern wechseln;-)


    Ähnliche Argumentationen hörst du bei der 24er ATAS im Moment aus der Honda-Gemeinde;-)


    Bei BMW kommt noch die Angst vor technischen Problemen hinzu, die neue Modelle in den ersten ein, zwei Jahren gern mal haben.


    "Kein Kardan", das ist ein Argument gegen die AT, das ich gut verstehe. Ich bin von einer alten 80PS-GS auf eine AT umgestiegen, die so ziemlich alles besser kann als meine olle R1100GS, da habe ich den Kettenantrieb halt als bittere Pille geschluckt. Aber wenn ich schon in der 1200er Liga unterwegs wäre, wäre eine AT weit weniger attraktiv für mich - auch wegen der Kette.


    Wer weiß, vielleicht überrascht Honda die SUV-Königsklasse ja noch mal mit einem Crosstourer, der mit mehr Liebe entwickelt wird.

    Ganz ehrlich, dass BMWs abgrundhässlich sind und jeder gestandene Motorradfahrer sich mit Grausen abwenden muss, wenn er eine sieht, das ist doch auch eine von diesen Standardphrasen, die die Motorradwelt beherrschen. Ja, die Africa Twin ist unter den Reiseenduro-SUVs auf zwei Rädern eine der Schönsten, aber sie erkauft das unter anderem auch mit einer ausgeprägten Reparaturunfreundlichkeit wegen zahlloser Verkleidungsteile, die im Fall de Falles abgebaut werden müssen. Die GS wirkt auf mich eher wie ein Unimog, die sind auch nicht "schön" im eigentlichen Sinne, schon gar nicht, wenn sie mit Equipment behängt sind.


    Ich persönlich mag an der AT am meisten ihr aufgeräumtes Cockpit. Ehrlich gesagt ist es doch vor allem das, was man sieht, wenn man auf der Kiste sitzt und fährt. Meinen eigenen Frontscheinwerfer (der bei der AT unstreitig viel schöner ist als bei der GS1300) sehe ich während der Fahrt dagegen eher selten;-)


    Die neuen Variokoffer der GS sind allerdings schon, nun ja, speziell. Ich habe irgendwo gelesen, dass jetzt jemand eine Adapterlösung gebaut hat, mit der die 1250er Variokoffer auch an die 1300 gehen sollen.

    Habe hier auch einen Cobbra-Clon von Gidiall liegen (32 Euro bei eBay). Ich vermute, die kommen beide aus derselben Fabrik.


    Ich möchte meinen Öler am Lenker anbauen, weil ich denke, dass das Nachfüllen schwierig ist, wenn das Ding zu nah am Rahmen verbaut ist. Außerdem möchte ich insgesamt eine gewisse Schlauchlänge erhalten, weil ich mr davon eine längere Tropfzeit erhoffe. Das Öl als solches kann ja nicht komprimiert werden, insofern muss das Öl, das im Tank ist, durch Dreh am Rädchen diesen sofort verlassen. Eine gewisse "elastische Ausdehnung" könnte nur im Schlauch stattfinden, glaube ich.


    Ein paar Fragen hätte ich:


    1. In diesem Thread wurden zwei Gummistöpsel erwähnt, mit denen man den Schlauch durch die Schwinge führen kann. Wie macht man das: Stöpsel rauspopeln, Schlauch durch die Stöpsel, wieder reinpopeln? Ich frage mich, wie man den Schlauch, wenn man ihn an der einen Seite in die Schwinge reingesteckt hat, an der anderen wieder rausbekommt.


    2. Wie würdet ihr am Ende die Düse montieren, möglichst ohne am Motorrad dauerhaft was zu beschädigen? Ich habe im Netz ein Video gesehen, wo einer behauptet, man könne die Cobrra-Düse gar nicht an der AT montieren, weil die Kettenblatt-Schutzfinne im Weg ist. In Beitrag #141 befestigt KlaDo die Düse mit einem Kabelbinder am Ende der Schwinge. Das muss dann doch immer wieder abgebaut werden. wenn man zum Beispiel die Kette spannen oder das Hinterrad ausbauen will, oder?

    Hier der Link, ich meine das untererste Bild:



    Ich bin nicht so der Chefschrauber, sachdienliche Hinweise sind hoch willkommen :confusion-questionmarks:

    Laut BMW-Händler bietet BMW den Komfortsitz in drei Sitzbankhöhen an, die Sitzhöhe variiert von 830 bis 870 mm, abgesenkt sind es 800 bis 840 mm, mit Rallyefahrwerk 850 bis 890 mm.


    BMW Motorrad Fahrersitz Komfort beheizt R 1300 GS
    Auf dem Komfortfahrersitz reist es sich auch auf längeren Etappen sehr bequem. Besonders bequemes Reisen dank speziellem Sitzschaum je nach Auswahl Fahrersitz…
    www.motorrad-stilgenbauer.de


    Richtig hoch ist das alles nicht. Ich habe bei meiner AT den Seriensitz gegen den höheren ausgetauscht, macht plus 20 mm. Das ist wirklich nicht die Welt. Die AT hat aber in der Standardkonfiguration schon einen weiteren Kniewinkel als die 1300er.


    Dafür kommt meine AT serienmäßig mit einer Sitzheizung, die läuft wahlweise mit E5 oder E10;-)

    Also, ich brauchte bei meinem Schaltmopped die Kupplung vor allem zum Anfahren und zum Rangieren bei niedrigen Geschwindigkeiten. Und zum Runterschalten, denn es hatte keinen Quickshifter.


    Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber der mechanisch-technische Hauptaufwand bei einem Quickshifter besteht doch in einer Sensorik, die erkennt, dass der Fahrer schalten will. Der Rest ist Software (Abfrage Drehzahl und Gasdrehgriff, Ride-by-Wire-Signal an den Motorcomputer). Diese Sensorik dürfte auch bei einer E-Clutch erforderlich sein, denn um die Kupplung zum Gangwechsel zu öffnen, muss das Motorrad wissen, dass der Fahrer schalten will. Von daher erscheint es mir eher als Nonsens, eine E-Clutch nicht mit einem Quickshifter/Blipper zu kombinieren, denn die Hardware brauchst du ohnehin.


    Ich vermute Folgendes: Vor 35 Jahren kamen die ersten Autos mit Traktionskontrolle auf den Markt, später kam dann ESP. Ich glaube, es wird kaum ein Autogeben, dass ESP hat, aber keine TC, weil die für die TC notwendige Technik im ESP enthalten ist. Ich glaube, bei der E-Clutch wird es ähnlich sein.

    Mir ist neulich mal eine 1300er in München hinterhergefahren. Bei Tagfahrlicht sind von dem X nur die vier äußeren Segmente an, das sieht gar nicht schlecht aus. Und das Glubschauge in der Mitte scheint es in sich zu haben: Dahinter sitzen wohl je nach Ausstattungsliste bis zu 45 LEDs, mit denen die unter anderem ein dynamisches Kurvenlicht realisieren. Kurz: Wenn mich an der neuen GS irgendwas überhaupt nicht stört, dann ist es die Lampe da vorn.


    Ich kam mir bei der Sitzprobe auch vor wie auf einem Kinderfahrrad. Aber "meine" hatte definitiv dieses dynamische Absenk-Fahrwerk, und die Absenkung im Stand scheint ein aufpreispflichtiges Extra zu sein, auf das man ja ggfs. verzichten kann. Als Alternative erwähnte der Verkäufer ein 20 mm höheres "Adventure"-Fahrwerk, das gegen Aufpreis lieferbar sei.


    Am spitzen Kniewinkel ändert das natürlich gar nichts. Schade, da war BMW schon mal besser.

    Wenn es das E-Clutch-System für die Africa Twin bereits gegeben hätte, wäre ich auch am Überlegen gewesen, ob vollautomatisches Schalten wirklich sein muss. Es gibt allerdings noch eins zu sagen: Nach meiner Erfahrung funktionieren Quickshifter grundsätzlich an kleineren, hochdrehenden Motoren schöner als an großen Motoren mit wenigen Zylindern und niedrigem Drehzahlniveau. Mit anderen Worten: Es ist durchaus möglich, dass eine Kombi aus Quickshifter und E-Clutch an der AT nicht so geschmeidig funktionieren würde wie das DCT.


    Interessant in diesem Zusammenhang auch die Aufpreispolitik von Honda: Ein DCT kostet rund einen Tausender extra, ein vergleichsweise simpler Quickshifter 450 Euro. Wenn die so weiterkalkulieren, dürfte die Kombi aus E-Clutch und Quickshifter kaum günstiger sein als ein DCT, und das fände ich schon komisch.