Beiträge von Sampleman

    Also, bei Uhren, die keine Apple-Uhren sind, muss man zwei große Gruppen unterscheiden: Die einen nutzen Wear OS als Betriebssystem und haben damit zum Beispiel auch Zugriff auf den WearOS App Store. Die anderen nutzen ein eigenes Betriebssystem und bieten als Schnittstelle auf dem Smartphone eine App an, die es in aller Regel für Android und iOS gibt. Diese proprietären Uhren haben in aller Regel einen begrenzten Funktionsumfang, der sich auch nicht beliebig erweitern lässt. Vorteil: Diese proprietären Uhren sind keine Google-Uhren, die dann notdürftig soweit umgefrickelt werden, dass sie auch mit Apple können, die können das, was sie können, grundsätzlich auf beiden Plattformen. Nachteil: Der Funktionsumfang ist oft begrenzt.


    Dir scheint eine Gesundheitsüberwachung wichtig. Meine TicWatch kann Puls, Blutsauerstoff, Stresslevel, Schritte, alles mögliche, und vermutlich kann sie das auch mit einem iPhone.


    Meine persönliche Erfahrung ist die, dass alle Uhren, die den Namen "Smartwatch" verdienen, mindestens das können:


    * Alles, was an deinem Smartphone eine Meldung auslöst, wird auch auf der Smartwatch angezeigt. Beispiel: Ich habe eine App für meine Waschmaschine auf dem Handy. Wenn meine Waschmaschine fertig ist, gibt es eine Meldung auf meinem Handy - dieselbe Meldung kommt sofort auch auf der Smartwatch. Problem: Wenn man die Benachrichtigungen nicht sorgfätig kuratiert, brummt und piept die Smartwatch andauernd.


    * Wenn einer anruft, wird das signalisiert. In der Regel wird die Nummer angezeigt, wenn es dazu in den Kontakten auch einen Namen gibt, kommt auch der. In der Regel kann man einen solchen Anruf dann direkt an der Smartwatch abweisen oder annehmen. Wobei das mit dem Annehmen so eine Sache ist: Meine WearOS-Uhr konnte mein iPhone zum Abheben bewegen (na toll). Meine Apple Watch hatte eine eingebaute Freisprecheinrichtung.


    * Wenn das Telefon Musik spielt, kannst du es an der Smartwatch steuern (vor, zurück, lauter, leiser, Pause).


    * Termine werden angezeigt, in aller Regel auch mit der Vorwarnzeit, die man im Kalender eingestellt hat.


    * Eine Wettervorhersage ist Standard. Wenn ich wissen will, wie kalt es draußen ist, gucke ich auf meine Uhr.


    Die meisten Smartwatches bieten ein reiches Sortiment an sportlichen Anreizen. Bei meiner Apple Watch hat es mich zum Schluss etwas genervt. Kaum gehe ich mal zehn Minuten zu Fuß, fragt mich meine Uhr "Bist du am Trainieren?"


    Das Thema Bezahlen habe ich schon beschrieben, da geht Apple Pay nur mit Apple. Aber ansonsten gibt es erstaunlich viele Apple-Dienste, die man auch ohne Apple nutzen kann, dazu gehört auch Apple Music. Der Unterschied ist wohl, ob Apple mit einem Dienst Geld verdienen will (Apple Music) oder ob Apple einen Service dazu nutzt, um die Leute für die Apple-Hardware zu begeistern. Bei Apple TV ist es ähnlich. Dafür kann man sich eine Apple-Konsole kaufen - oder man benutzt die Apple-TV-App, die Apple für alle relevanten Smart-TV-Plattformen anbietet.


    Ich persönlich erfreue mich ja schon an den kleinen Dingen. Heute schickte meine Schwester mir eine WhatsApp aus dem Urlaub in Portugal. Meine Apple Watch hätte mir eine Message geschickt, die mir im Grunde nicht mehr gesagt hätte als "Hey, deine Schwester hat dir eine Nachricht geschickt, nimm mal dein Smartphone aus der Tasche!" Meine neue 130-Euro-Uhr zeigte mir das Bild, das sie geschickt hat, und gab mir die Möglichkeit, mit einem Smiley zu reagieren. Nice!

    Ich bin gerade von Apple auf Android umgestiegen, ich will mit dem Scheißladen nichts mehr zu tun haben.


    Ich hatte zehn Jahre lang iPhones - und dazu verschiedenste Smartwatches. Eine Apple Watch wollte ich nie haben, da zu hässlich und zu teuer. Allerdings habe ich insgesamt festgestellt, dass Android-Smartwatches nur richtig gut mit Android-Smartphones funktionieren, während Apple-Smartwatches ausschließlich mit iPhones können - das aber richtig gut.


    Ich habe mein iPhone SE gegen ein Gigaset eingetauscht und habe jetzt meine Apple Watch SE gegen eine Mobvoi Ticwatch Pro 5 eingetauscht. Was ich toll fand, war Apple Pay: Doppelklick auf den Funktionsknopf, ans Display halten, plip, erledigt.


    Das geht bei meiner Ticwatch schlechter. Denn die Sparkasse unterstützt zwar Apple Pay, aber nicht Google Pay. Für Android hat die Sparkasse eine eigene App, so kann ich mit meinem Smartphone problemlos mit meiner EC-Karte zahlen. Aber auf der Smartwatch funktioniert das nicht.


    (Kleiner Exkurs: Ich habe mit Apple Pay angefangen, als es während Corona plötzlich eklig wurde, eine PIN in ein Kartenterminal einzugeben. Zuerst funktionierte Apple Pay nur mit meiner Visa-Kreditkarte. Also habe ich von einen auf den anderen Tag fast alles per Kreditkarte bezahlt, bis hin zu zwei Semmeln und einem Hörnchen beim Bäcker. Es dauerte ein paar Wochen, dann schlug meine Frau Alarm. Denn alles, was ich mit EC-Karte zahle, wird zeitnah vom gemeinsamen Girokonto abgebucht, die Kreditkarte wird aber nur einmal im Monat runtergebucht. Alles per Kreditkarte zu zahlen macht die Finanzplanung schwieriger. Apple hat das Thema adressiert, wenige Monate später ging in Apple Pay auch die Sparkassen-EC-Karte - wobei es ziemlich frickelig war, die Karte in Apple Pay anzumelden. Als ich dann meine Apple Watch bekam, war das Einrichten von Apple Pay auf der Watch eine Sache von drei Minuten. Die Einrichtung von Google Pay auf dem Smartphone wie auch auf meiner TicWatch war ebenfalls nicht schwer. Aber wie gesagt: Stadtsparkasse läuft nicht auf Google Pay. Ich habe eine schräge Methode gefunden, das zu umgehen: Auch PayPal will in den Point-of-Sale-Markt rein und bietet jetzt eine "PayPal-Karte" an, die wie eine Kreditkarte angewendet und über das bei PayPal hinterlegte Zahlungsmittel abgerechnet wird - und das ist bei mir mein Sparkassen-Konto. Funktioniert in der Theorie super, in der Praxis nicht so. Denn viele Händler wollen grundsätzlich nur EC-Karte, keine Kreditkarte. Und viele akzeptieren auch PayPal nicht. Bemerkung am Rande: Bezahlen mit der Smartwatch funktioniert grundsätzlich ohne Smartphone und ohne Internet-Verbindung. Und da wird's dann super-praktisch: Meine Apple Watch ist wasserdicht, man kann damit schwimmen. Und man kann damit seine Limo und seine Pommes bargeldlos im Kiosk am Baggersee zahlen. Also kann ich mein iPhone zuhause lassen - und den Zwanni für Notfälle in der Badetasche ebenfalls. Ende des Exkurses)


    Du hast gefragt, ob eine Apple Watch ohne Smartphone und ohne Internet-Zugang auf Apple Music Zugriff hätte. Ich glaube, das kommt auf das Modell an. Es gibt Smartwatches mit und ohne Mobilfunk-Fähigkeiten, seitdem es eSIMs gibt, muss da noch nicht mal eine Karte drin sein. Theoretisch dürfte es einfach sein, ein paar Gigabyte Speicher in eine Smartwatch zu bauen und es damit im Grunde zu einem iPod zu machen. Was so ziemlich jede Smartwatch kann: Wenn du Musik auf deinem Smartphone hörst, verwandelt sich die Smartwatch in eine Fernsteuerung dafür - sehr praktisch.


    Ein Nachteil einer Apple Watch: Du musst sie quasi jede Nacht aufladen. Meine TicWatch hat ein zusätzliches Energiespar-Display und kann bei Bedarf mehr als eine Woche ohne Ladegerät auskommen.

    Mein Mopped steht immer in einer ungeheizten Tiefgarage. Gestern bin ich von der Garage, in der es vielleicht 10 Grad war, in schönem, sonnigen Wetter bei 15 Grad gefahren, nach einer halben Stunde ging das Beschlagen los. Heute nacht stand die Maschine bei 5 Grad im Regen, da war es nach einer halben Stunde dasselbe.

    Ich zitiere mich mal selbst, denn vor ein paar Wochen habe ich genau das gemacht: Meinen CarLinkit 4.0 statt mit einem iPhone mit einem Android gepairt. Funktioniert so weit problemlos, allerdings dauert es nach der Umschaltung vom Honda-Cockpit zum CarPlay-Schirm oft ein paar Sekunden, bis der Screen erscheint. Irgendwann werde ich mir wohl einen nativen Android-Adapter holen.

    Na ja, so pauschal kann man das nicht sagen. Ich bin das erste Mal in meinem Leben 2018 eine AT gefahren, das war noch das 1000er Modell. Die hat mir damals schon sehr gut gefallen, allerdings fand ich, dass der Motor noch einen Klecks Sahne oben drauf vertragen könnte. Den hat er mit der 1100er Variante bekommen, und die Modelle ab 2024 ziehen noch etwas besser durch. Das DCT wurde verbessert, das ABS funktioniert jetzt auch in Kurven, das Ride by Wire verbessert das Ansprechverhalten, und einen Tempomat gibt es kostenlos dazu. Drei Monate nachdem ich meine SD08 gekauft hatte, wurde das 24er Modell vorgestellt, serienmäßig mit höhenverstellbarem Windschild, schlauchlosen Reifen, mehr Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen und optional Electronic Suspension. Ich bin ES im direkten Vergleich mit dem konventionellen Fahrwerk gefahren, und es war klar besser.


    All diese Änderungen als "überwiegend Verschlimmbesserungen" zu verunglimpfen, das ist ein Standpunkt, den ich nicht teile. Ob diese Änderungen ausreichen, um sein Motorrad zu verkaufen, noch einen Batzen Geld draufzulegen und sich ein aktuelles Modell zu holen, das ist eine ganz andere Frage.

    Die tief stehende Sonne war für mich das Hauptmotiv, mir einen Adventure-Helm mit Sonnenschirm zuzulegen. Ich wohne in Augsburg und musste damals jeden Tag nach München zur Arbeit. Im Frühling und im Herbst bedeutete das: Morgens eine Stunde gegen die tief stehende Sonne nach München, abends eine Stunde gegen die tief stehende Sonne zurück nach Augsburg. Wenn die Sonne direkt über dem Horizont steht, hast du im Grunde verloren, denn irgendwohin muss man ja gucken. Doch bei allen anderen Gegenlicht-Situationen hilft der Sonnenschirm. Er wirft einen Schatten zumindest auf den oberen Bereich des Visiers - und schafft so eine Zone, durch die man problemlos hindurchgucken kann, während Staub und Feuchtigkeitsnebel sonst vom Sonnenlicht in einen undurchsichtigen Grauschleier verwandelt werden.

    Solche Bemerkungen gibt es immer. Aber wenn eine Honda solch ein Qualitätsprodukt ist, wie alle immer behaupten, sollte sie mit vertretbarem Wartungs- und Reparaturaufwand eigentlich mindestens 150.000 km halten. Bei 10.000 km im Jahr wären das 15 Jahre. Die CRF 1000L wurde vor gut 10 Jahren vorgestellt und seitdem im Grunde nur inkrementell weiterentwickelt. Nehmen wir mal an, ich habe mir vor zehn Jahren eine SD06 mit DCT und allen Goodies geholt. Um von der Maschine auf eine aktuelle SD13 mit Goodies und vielleicht noch ES umzusteigen, müsste ich mindestens 10K ausgeben, eher mehr. Würde ich das tun? Eher nicht.


    Es ist durchaus möglich, dass das ein Grund für die nachlassenden AT-Verkaufszahlen ist: Jeder, der eine wollte, hat schon eine. Und sie fährt immer noch;-)

    Ist kein Einzelfall.


    Das war das Display, das an meiner SD08 Modelljahr 2022 dran war:



    2024 wurde es auf Garantie getauscht.


    Das ist das Display, das seitdem drauf ist:



    Die gleiche Scheiße. Ich bin darüber nicht amused.