Der Upsize nach dem Downsize?

  • #1

    Hallo in die Runde :)


    Ich war hier schon mal aktiv als ich noch meine CRF 1000L gefahren bin, irgendwie ist der Account aber scheinbar weg. Daher ein frischer Account.


    Ich bin von 2019 bis 2025 eine CRF 1000L gefahren und habe ca. 80.000KM auf das Bike gefahren. Da sie langsam alt wurde und ich was neues haben wollte, habe ich sie 2025 verkauft. Im Hinterkopf hatte ich einen geplanten Trip in diesem Jahr nach Island. Geplant war Passknacker und Hochland. Das Hochland war selbst, als ich am 25.06. wieder heimgefahren bin, immer noch zu, daraus wurde also nix. Nice war es trotzdem :)


    Gefahren bin ich durch Island auf einer 2017er CRF250 Rally. Eigentlich wollte ich das Bike nicht kaufen, wenn dann die CRF 300 Rally aber ich habe eine in fast Neuzustand mit 14.000KM gefunden, die komplett reisefertig und mit einem kompletten Wilbers Fahrwerksupgrade ausgestattet war. Die 4.400 EUR war mir das Wert und ich habe ohne großes Zögern zugeschlagen.


    Ich bin zwar der Meinung, dass sich die CRF 250 Rally als das nahezu perfekte Motorrad für Island herausgestellt hat. Leider bin ich aber trotzdem nicht ganz mit der Leistung zufrieden. Besorgt war ich anfangs wegen der rund 1.000KM Anreise auf der Autobahn (zeitbedingt) aber das stellte sich als unbegründet heraus. Die Rally macht 2-3 Stunden ununterbrochenes Fahren auf Dauerlast bei rund 120km/h gut mit. Danach war eh mal eine Pause fällig, das Sitzpolster ist doch recht extrem.

    Auf der AT war die Anreise auf der Autobahn zwar etwas bequemer (überraschenderweise nicht 'viel' bequemer) aber schlussendlich genauso ätzend.


    Auf Island beschleunigt man häufig einmal auf 90-100 km/h und bleibt da dann für 1-2 Stunden bis man mal abbiegt oder einen Stop macht. Da ist es dann auch egal ob das am Anfang 3 oder 9 Sekunden dauert. Aber wenn es dann doch mal hügelig wird, spürt man die geringe Leistung deutlich. Da wird man teilweise mit Vollgas trotzdem langsamer :doh:


    Ich fahre eigentlich nur im Urlaub Motorrad. 1-2 Touren pro Jahr, mehr nicht. Zwischendurch fahre ich mal 40-50KM, damit das Motorrad nicht zu lange steht aber das Phänomen "Feierabendrunde" hab ich nie verstanden und die "Tagestour" am Wochenende hat bei mir schon 1-2 Jahre nachdem ich den Führerschein hatte an Faszination verloren. Für mich ist ein Motorrad daher nur ein Reisemedium, wie für andere ein Wohnmobil.


    Ich wollte im September nochmal ein Wochenende in die Vogesen machen, um einige Pässe zu knacken ansonsten ist dieses Jahr nichts mehr geplant.

    Nächstes Jahr wollte ich den Passknacker Landespreis Griechenland und Kreta angehen, inklusive der relativ hohen Anzahl an X-Pässen (also Offroad Pässe) von der Passknacker Seite. Hier gibt es auch 3 sehr schwere Pässe (z.B. Tzoumerka!), die ich versuchen möchte. Geplant ist daher auch diese Tour mit der CRF 250 Rally zu fahren.


    Nichts destotrotz recherchiere ich wie ein Irrer. :wboy:

    Was ich möchte ist ein bisschen mehr Leistung bei möglichst wenig zusätzlichem Gewicht.


    Wenn ich als Honda Narr im Hause Honda bleiben möchte*, gibt es da aber nur 2 Möglichkeiten. XL750 oder NX500.

    Die CRF1100L ist für mich raus. Ich brauche die Leistung nicht und finde sie viel zu schwer. Ich liebe die AT aber für mein Fahrprofil aktuell wäre sie eine schlechte Wahl.


    Bei der XL750 bekomme ich fast genauso viel Leistung wie bei der AT, also für mich auch hier Overkill. Die NX500 passt da schon besser, wiegt aber nur einen Bruchteil weniger als die Transalp und hat die für mich schlechteren Reifendimensionen, weil es nicht genügend 50/50 Reifen gibt.


    Werde ich also nach dem Downsize von der 1000 auf die 250 irgendwo zur Mitte upsizen? Ich weiß es noch nicht.

    Final entscheiden werde ich es nach den Vogesen, dann weiß ich, wie gut oder schlecht ich mit der Leistung in wirklichen Hügeln klar komme.

    Das Ergebnis kann aber auch sein, dass ich auch auf die Rally 80.000KM fahre und dann auch genug Offroad-Erfahrung gesammelt habe, um sinnvoll auf die "middleclass" hochzugehen. :)


    *Die anderen Marken bieten sehr interessante Modelle, von denen aber alle erhebliche Nachteile haben.

    - KLE500 hat die dümmsten Hinterraddimensionen, die man sich ausdenken kann.

    - Alle Chinesen haben 5.000KM Wartungsintervalle, für meinen Usacase (1x pro Jahr 12.000KM abspulen) bedeutet das 1-2 Services IM Urlaub. Ne danke.

    - KTM ist KTM ist kaputt.

    - BMW ist BMW ist teuer.

    - Himalayan ist irgendwie kein Adventurebike, aber irgendwie schon. Die "Mana Black" müsste ich mal probefahren.

  • #2

    Ohne e-Clutch liegen rund 15 kg zwischen NX500 und Transalp ... ich bin letztens die Transalp probegefahren und als ich gerade in Italien auf den Pässen unterwegs war (gerade die kleineren schmalen) dachte ich so manchmals wieder an die Transalp. Gegen eine AT ist das echt ein Damenfahrad ... spielend wie die sich fährt , leistung reicht dicke aus (hat ja im vergleich auch viel weniger zu schleppen). Dann im Stand mal links und rechts zwischen den Beinen das teil gesenkt und gestaunt wie spielen in welchen Schräglagen ich das teil noch halte - da hätte die AT schon längst am boden gelegen bei mir.


    Ich kann dir nur empfehlen es auf eine Probefahrt ankommen zu lassen - ich war überrascht wie leicht sich das anfühlt. Bin danach im übrigen die 300er Rally gefahren und musste feststellen: Ja auf Sandpiste definitiv besser und einfacher aber jenseits der Sandpiste dann lieber Transalp. Mir war die 300er dann doch zu schwachbrüstig um mal auf der Landstraße zu überholen oder gescheit voran zu kommen. Aber das ist wie gesagt sehr persönliches empfinden.


    Ich hab die CFMOTO450 noch auf dem Radar - wenn gleich vom Gewicht her der Vorteil zur Tansalp jetzt auch nicht so groß ist das es entscheidend wäre.


    Kurzum wenn Du die transalp noch nicht gefahren bist, mach es einfach mal ...

  • #4

    Die hab ich neben der Tenere auch auf dem Radar. Aber in diesem Middleweight Vergleich würde es vermutlich die Transalp werden einfach weil es eine Honda ist :D


    Im direkten Vergleich wären es bei A2 bikes die NX500 vs. Himalayan Mana ('Rally') vs. CFMoto450 (mit 10.000km Intervallen) vs. KLE500 (mit 140/80-18).
    Oder wenn es Middleweight wird die XL750 vs. Tenere 700 vs. Tuareg 660.


    Gewicht ist bei Motorrädern aber m.E. nicht linear. Entweder das Bike ist zu schwer oder nicht zu schwer. Und die A2 Bikes aktuell sind irgendwie alle schon in "zu schwer" für den Job. Bzw. wenn man sich auf Strecken befindet, bei denen 205KG (inkl. Zubehör) nicht zu schwer sind, dann kann man in der gleichen Situation vermutlich auch 215KG (inkl. Zubehör) händeln. Das sind die Abwägungen, die ich gerade unternehme.


    Schade, dass die Hersteller keine ~50PS mit 170-180 KG bikes bauen. Wäre dann nicht A2 konform, was einem A-Inhaber aber egal sein kann.


    Wenn ich mich mit der CRF 250 Rally mit 160KG (inkl. Zubehör) in eine Situation begebe, in der sie zu schwer wird, bin ich einfach out of my (skill) league).

    Einmal editiert, zuletzt von Henrik_D ()

  • #5

    Ich hatte eine 24 er Transalp für ca. 1000 km. Das Fahrwerk ist wirklich mies im Vergleich zur AT oder auch zur Tuareg. Wippen, Schaukeln, keine Präzision. Erst will sie nicht in Schräglage, dann kippt sie hinein. Der Schwerpunkt ist viel höher als bei der AT. Ab Schrittgeschwindigkeit wirkt die AT somit leichter als die Transalp.

    Die Leistung liegt erst in einem Reiseenduroungerechten Drehzahlbereich an und außerdem krankt sie an einem extremen Konstantfahrruckeln bei niedrigen Geschwindigkeiten.

  • #6

    Fahrwerk ist natürlich auch ein Punkt. Wenn ich jetzt ein neues Bike kaufe und kein Fahrwerksupdate durchführe, fühlt sich das vermutlich alles nach Mist an, im Vergleich zum Wilbers in der 250 Rally. Das ist nämlich wirklich richtig Sahne.


    Nagut auf der Straße schlägt jedes Schlagloch durch, weil die Federn ziemlich hart sind aber im Gelände kann ich das Thema Fahrwerk einfach komplett aus den Gedanken streichen, was in überfordernden Situationen Gold wert ist.

  • #7

    KTM 390 Adventure, 44 PS, 172 PS vollgetankt. Ist aber ne KTM.

    Oder 80 PS, 199 kg, Tempomat: Aprilia Tuareg 660 :) Ist auch keine Honda, hat aber 40000er Ventilspiel und 10000er Ölwechsel-Intervalle.


    DIES! 140/80-17 gibt's aber auch und bekommt man mutmaßlich unkompliziert eingetragen. Hinterrad ist 17", nicht 18", davon geht die Welt aber nicht unter. Der Unterfahrschutz soll ausreichend sein.

  • #8

    Wie wäre es mit einer Voge DS625X  :?:

    Wartungsintervall liegt bei 10.000 km oder einmal im Jahr ;)



    Ein Freund von mir hat das Motorrad gerade gegen seine alte Honda CRF 300 Rally getauscht, um damit Südamerika zu erkunden ... daher legt er auch Wert auf möglichst lange Wartungsintervalle :S

    Gruß aus Schleswig-Holstein
    Dirk ;)

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