Fahren bei Nässe

  • #1

    Hallo,


    bin heute das zweite mal bei Nässe in einer Kurve mit meiner ATAS fast ausgerutscht... Hab vorne nen TKC 70 und hinten Trailmax Missions, beide von diesem Jahr.
    Bin kein Experte aber jetzt auch nicht unerfahren. Fahre seit meiner Kindheit (lange her) motorisierte 2 Räder und bin wohl deshalb auch nicht gestürzt.

    Nun, habe ich erst vor kurzem ein/mehrere Videos gesehen, und auch auf 7000km Skandinavientour selbst erfahren, dass beim im Regen fahren dank moderner Reifen eigentlich der Kopf das größere Hemmnis ist als die fehlende Haftung.

    Ja es war die erste Nässe nach 'ner weile Trockenheit, ja es könnte ein Film drauf gewesen sein... Aber zwei mal kurz hintereinander, einmal mit dem Vorderrad, einmal mit dem Hinterrad weggerutscht und das aber beim eh schon vorsichtigem, langsamen durch die Kurve fahren...Ich sags euch es war wie Glatteis.

    Was sind eure Erfahrungen bzw. we geht ihr damit um? Ich trau mich kaum noch aufs Bike gerade...

    LG, David

  • #2

    Das hört sich nicht gut an...Und man wird immer langsamer nach solch einer Erfahrung...Ich fahre auf der ATAS immer Michelin Anakee Adventure und hatte bisher immer Glück damit..

    Ich würde mal sagen es liegt vllt am Reifen..

    Vllt meldet sich jemand der die gleichen Reifen fährt wie du..

    Alles Gute

  • #3

    Ölfleck, Dieselspur, Dreck vom Trecker... liegt immer auf der Gasse, manchmal merkt mans, meist geht es gut.


    Nicht beunruhigen lassen, am Reifen liegts bei den genannten nicht. Heute gibt es eigentlich keine wirkliche Holzreifen mehr. Der Anakee Adventure und Wild sind auf Nässe beide der Hit! Selbst der Tracker als reiner Geländereifen funktioniert mit etwas rundem Fahrstil gut. Nur der Desert hat eine steinharte Mischung, aber den fährt hier keiner.

  • #4

    Ich habe jetzt seit ca. 4.000 km TKC 70 auf meiner 2022er SD08. Ich bin damit alles gefahren vom strömenden Regen bis zu Tempo 200 auf der Autobahn. Letztens bin ich mit einem Forumskollegen bei wechselhaftem Wetter einen Nachmittag durch die Schwäbische Alb gefahren, da waren auch einige Strecken dabei, auf denen es gerade geregnet hatte und jetzt wieder am Abtrocknen war. Irgendwann bin ich dann mal über eine Fahrbahnmarkierung gefahren und das Vorderrad hat kurz versetzt. Ja da erschrickt man sich gehörig, und danach macht man langsamer, aber ehrlich gesagt war das nach 20 Minuten vergessen.


    Wenn du mit deiner AT absolut nicht vor hast, in irgendeiner Form ins Gelände zu fahren, dann könntest du vielleicht mal über einen Satz Conti Trail Attack nachdenken, die fand ich als 100% Straßenreifen noch etwas besser als die TKC 70, aber grundsätzlich setzen mir die TKC 70 auf der Straße auch keine ernst zu nehmenden Grenzen.


    Was ich dir überhaupt nicht abnehmen kann, ist die Frage, wie du mit so einem "Beinahe-Unfall" umgehst. Ich will mich nicht damit brüsten, aber an dem Tag hatte ich auf der Landstraße manchmal 140 auf dem Tacho. Ich denke, wenn man deutlich langsamer und behutsamer fährt, dann rutscht da potenziell auch weniger. Eine Garantie auf Unsterblichkeit ist das natürlich nicht, aber wer mit dem grundsätzlichen Defizit an Sicherheit nicht klar kommt, der darf kein Motorrad fahren. Genauer: Er darf natürlich schon, aber er muss sich fragen, ob das das Richtige für ihn ist.

  • #5

    Hallo @ all


    Hatte im Frühjahr den TKC 70 aufgezogen, da ich in Marokko unterwegs war.

    Im Kreisverkehr in Tanger hatte ich vorne nen Rutscher, obwohl kein Öl, kein Sand etc. zu sehen war.

    Der marokkanische Teer war jedoch extrem spiegelig, ohne Grip.


    Na, jetzt wieder den Conti Trail Attack aufgezogen und das volle Vertrauen ist wieder da….


    Viele Grüße


    Klaus

    Honda Africa Twin SD 14 DCT, matt balistic grey, Honda Koffersystem, Honda Topcase, Hauptständer, MRA Windshield, Kühlergrill, seitliche Tankprotektoren, Felgenaufkleber.

  • #7

    TKC70 ... ca. 7.000 KM gefahren.

    im letzten Jahr bei -6 Grad rauf zum

    Kaunataler Gletschen (zur Gondelstation)

    leichter Schneefall ... kein Rutscher,

    weder rauf noch runter

    Gruß Klaus :character-oldtimer:     :atblue:


    Das Geheimnis des Glücks ist Freiheit; das Geheimnis der Freiheit ist Mut ... (Thukydides, griechischer Geschichtsschreiber, 5. Jahrhundert v. Chr.)

  • #8

    Schön, dass du so leicht zu begeistern bist. Aber meine Bemerkung war durchaus ernst gemeint: Vor bald 30 Jahren habe ich mit der Sporttaucherei angefangen. Das hat mich sehr begeistert, bis zu dem Tag, an dem ich einen Tauchunfall hatte. Oder nennen wir es besser eine Gefahrensituation, in die ich durch eine Verkettung unglücklicher Zustände gekommen bin und die mich hätte umbringen können. Ich hatte Glück und habe in der Situation auch richtig reagiert, so dass ich da ohne bleibende Schäden wieder rausgekommen bin. Aber der Vorfall hat mich so erschüttert, dass ich die Taucherei sofort aufgegeben habe. Ich empfand das Gefühl, dass die Sache es nicht wert ist, sich in Lebensgefahr zu bringen. Kann man lächerlich finden, war aber mein Ergebnis.


    Vor etwa 15 Jahren hatte ich einen Motorradunfall. Mir ist auf regennasser Straße das Vorderrad weggegangen (Dieselfleck?) , das Motorrad ist in eine Böschung gerutscht und war Schrott. Mir ist nichts passiert. Im Frühjahr drauf habe ich mir ein neues Motorrad gekauft und bin weitergefahren, weil ich es ohne nicht mehr ausgehalten hab. Die Furcht, dass mir in der Kurve das Vorderrad weggehen könnte, habe ich mit der Zeit auf ein vernünftiges Maß zurückdrängen können. Wem das nicht gelingt - und es ist nicht gesagt, dass das jedem gelingt - der muss eventuell die Konsequenzen ziehen.


    Ich hatte schon mehrere Sätze TKC70 und finde, dass das ein ganz und gar unproblematischer Reifen ist. Wenn man mit dem Reifen in eine Situation kommt, wo er rutscht, dann muss das nicht unbedingt am Reifen liegen.

  • #9

    Ich hatte an meiner AT nach ca. 3.000Km auf TKC70 gewechselt, weil ich einen doppelten Plattfßs an der AT hatte.

    Bis zur Abgabe (60.000) bin ich keinen anderen Reifen mehr gefahren. Null Ausrutscher (außer Offroad)

    Gruß aus Bremen :)


    Hartmut :atrot:




    Man muss auch mal auf Entbehrungen verzichten können. :pommes:

    Aktuelles Moped: NC750X

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