Original Honda Motorschutz ausreichend?

  • #1

    Hallo miteinand,


    ich habe schon das ein oder andere Zubehörteil an der Africa Twin (SD04 2016 mit DCT in Tricolor) und frage mich, ob ein anderer Motorschutz Not tut. Ich möchte damit Offroad fahren, aber nichts übertrieben Extremes. Also keine Hardenduro Trails à la Erzberg oder sowas, aber schon Schotter, Sand, ausgefahrene Waldwege, etc. Was eben mit begrenztem Können und 250 Kilo Motorrad machbar ist.

    Ich möchte nur gerne unnötige Kosten und Gewicht sparen. :/

    Wie seht ihr das? Habt ihr da Erfahrungswerte? Steine von unten sollte der originale ja eigentlich auch abhalten und weiter oben kommt dann (in meinem Fall) der Touratech Sturzbügel.

    Freue mich auf eure Meinung dazu!!

    Viele Grüße,
    Stephan

  • #2

    Sehe ich genau wie Du! Solange Du es nicht im schroffen Gelände übertreibst, reicht der normale Schutz in jedem Fall. Der muss natürlich etwas mehr abkönnen, wenn man die AT im schweren Gelände bewegen möchte, oder einfach alles was es im Zubehör gibt verbauen mag. Wie gesagt, der Schutz reicht in meinen Augen aus. Die haben sich ja etwas dabei gedacht:handgestures-thumbupright:

    Yamaha TT600 2x, Suzuki DR 650, Honda Hornet CB900, Honda VFR 1200 Crosstourer, Honda Africa Twin CRF100 SD04 DCT, Honda SW-T600, Honda Africa Twin CRF1100 Adventure Sports DCT +Showa...8)

  • #3

    Was will man den erreichen?

    • Schutz vor Steinschlag vom Vorderrad - da hilft der originale Schutz kaum, ist aber mehr Kosmetik.
    • Schutz bei versehentlichem Aufsetzen auf Steinen - angesichts des Fahrzeuggewichts ist das Originalteil hier unterdimensioniert.
    • Schutz des Motors (inkl. Getriebe, Wasserpumpe etc.) bei Stuerzen - hier helfen Sturzbuegel, die aber oft darauf abgestimmt sind, mit einem Bodenschutz kombiniert zu werden.
    • Ansetzpunkt, wenn das Motorrad aufgebockt werden muss. Statt Hauptstaender suche ich mir einen Stein oder Baumstamm, wenn ich ein Rad flicken muss ...

    Es gibt durchaus Strecken, die Federwege und Bodenfreiheit der AT voll beanspruchen. Hier kann man schnell so hart aufsetzen, dass der Originalschutz ueberfordert ist. Sowas ist auch vom Fahren eher anspruchsvoll, insofern musst Du Dich fragen, ob Du dort ueberhaupt fahren wuerdest. Bei meiner 1150GS bin ich jahrelang problemlos mit dem Original-Bodenschutz ausgekommen, der nur unwesentlich stabiler war als bei der AT. Mit der AT fahre ich aber anspruchsvollere Strecken ...

    Ich habe Touratech Schutzbuegel und den Rallye-Bodenschutz, der eher weich ist, und sich schnell verbeult. Das sehe ich als Knautschzone, denn der Schutz ist schneller ausgetauscht als ein Motor.
    (Es gibt sicherlich bessere Systeme, aber ich hatte keine Zeit und TT lag auf dem Weg ...)


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  • #4

    Kennst du vielleicht die diversen Fotos auf Facebook, wo sich bei einer 90°igen Endlage so ein gemeiner Stein durch das Rohrgeflecht der Bügelkonstruktion drückt und das dünne Motorgehäuse wahlweise kupplungs- od. lichtmaschinenseitig nachhaltig beschädigt? Oder, noch schlimmer, das Rohr des Bügels in das Gehäuse gedrückt wird?

    Da rinnt dann Öl raus, tlw. werden darunter liegende Bauteile wie z.B. der Rotor und Stator der Lima beschädigt und ziehen meist teure Reparaturen nach sich.

    Da muss man nicht einmal auf den Sommelier fahren .. oder die Varaita-Maira Kammstraße. Da reicht eigentlich schon ein etwas steiniger Feldweg auf dem man, warum auch immer, mal seine AT ablegt.

    Wenn man Schotter mit der AT fahren will, dann kommt man mit dem orig. Motorschutz mMn nicht weiter. Da brauchts zumindest einen von SW. Nach oben bist du dann bei BUMOT od. Onlybike.


  • #5

    Nachtrag:

    Ich bin diese Strecken vor allem mit der AT gefahren, weil meine 650er Enduro einen Motorschaden hatte - der mittlerweile repariert ist. Wenn ich solche Wege staendig fahren wollte, haette ich Folgendes umgebaut:

    - Reifen

    - Handschutzer mit Alubuegel

    - klappbare Spiegel

    - Sturzbuegel

    - kurzes Windschild

    - Bodenschutz

    - Fussrasten

    - Kotfluegel vorne mit mehr Abstand zum Rad

    - Schutz fuer den Seitenstaenderschalter (da ist mir aber keiner bekannt)

    Von oben beginnend, koennte man in der Liste ueberlegen, was fuer einen selbst sinnvoll und finanzierbar ist. Bei Reifen, Spiegeln, Windschild und Fussrasten kommt hinzu, dass sie zugelassen sein muessen, wenn man weiterhin auf der Strasse faehrt.

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  • #6

    Ich gehe davon aus, dass der Stein nicht zwischen die Buegel gelangte. Es sieht aus, als ob das Mopped auf den Buegel fiel, und dieser wie Du schon schreibst soweit nachgab, dass der Kupplungsdeckel trotzdem brach. Keine Ahnung, welcher Buegel-Hersteller das war.

    Die unteren TT-Buegel wirken auf mich ziemlich robust. Bei den oberen TT-Buegeln gab es solche Vorfaelle, bei denen die Verkleidung von den Buegel eingedrueckt wurde, aber die sind auch mehr Design als Schutz. Es gibt definitv staerkere Buegel, die dann aber auch mehr Gewicht mitbringen.

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  • #7

    In diesem Fall ja ... aber es gibt da auch noch andere Fotos, wo da so ein blöder spitzer Stein .... müsste sogar hier im Forum was zu finden sein.


    Gefunden: Re: Welche taugen denn nun?


    Und auf FB, vor allem bei der internationalen CRF1000/1100-Gruppe, gibts da in der Vergangenheit immer wieder mal Fotos dazu.

  • #8

    Motorschutz und Sturzbügel sollten als IMHO Einheit betrachtet werden: je nachdem, was man verbaut, passt das eine oder andere Produkt in Kombination nicht. Nach diversen "Bügelerfahrungen" mit der SD04 habe ich nun an der SD06 den unteren und oberen Bügel von Outbackmotortek in Kombination mit der Schutzwanne von Bumot, mit der auch der Lichtmaschinendeckel geschützt ist. Die Bügel machen einen sehr robusten Eindruck und haben ca. 4cm Abstand von der Verkleidung, ist also etwas Spiel im Fall der (Um)fälle. Die Wanne bietet fünf mit M8 zu befestigende, stabile Aufnahmepunkte und ist wirklich sehr robust (Sommeiller - Jafferau - Lago Nero - Parpaillon etc. getestet). Von vom Vorderrad aufgeschleuderten Steinen gab das manchmal Geräusche von Einschlägen.. ma chère jolie.. und eine fette Beule zeugt von gutem Schutz. Nachteil: hörbare Eigenschwingungen bei gewissen Drehzahlen, weil nicht im Gummi gelagert. Es gibt vom Motorschutz zwei Varianten: eine für mit und eine für ohne DCT. Die DCT-Wanne ist rechts etwas breiter, passt aber auch die Schalter-AT. Das weiss ich, weil die Wanne vorher an der meiner 2016er DCT-SD04 montiert war und nun an der 2019er Schalter.


    Sehr guten Schutz bietet auch das GIVI-Geflecht in Kombination mit der SW-Motech-Wanne. Ich fuhr mal bei einem Sturz (ohne Einschlag) mit ca. 50km/h einer SD04 mit dieser Kombination hinterher: es ist weder dem Fahrer noch dem Töff etwas passiert. Aufstehen, abklopfen, weiterfahren.


    Jedoch muss in dieser Kombination bereits an der Wanne geflext werden; Bumot und OMT passen zusammen "out of the box".


    Es ist immer ein abwägen: ist der Bügel oder Kofferträger zu stabil, was vor allem auf INOX-Teile zutrifft, riskiert man auch bei an sich harmlosen Umfallern einen Rahmenschaden.


    Ich sehe beides grundsätzlich nicht als wirklichen Schutz bei einem Sturz mit höherer Geschwindigkeit, sondern als Schutz bei Stürzen im Gelände bei tiefen Geschwindigkeiten oder im Stand.

    Wenn du stürzt, werde ich da sein.. :romance-adore: 


    - Boden

    Einmal editiert, zuletzt von Âventiure ()

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