Beiträge von ATBavaria

    Das hat bei mir nicht direkt was mit der CRF zu tun, sondern generell fahre ich seit Beginn meiner Karriere (2011) ca. 100 bis 150 Tage im Jahr Motorrad. Das meiste sind also Alltagsstrecken. Mit den richtigen Touren komme ich inzwischen noch auf ca. 15.000 km im Jahr. Was ich kaum noch mache sind längere Touren am Wochenende. Gut, meistens im Frühjahr 2-3 Ausfahrten, das schon. Aber früher bin ich halt bei jeder Gelegenheit zu den erreichbaren Alpenpässen bis 300 km Anfahrt, oder auf Landstraßen quer durch Süddeutschland, sei es um jemanden zu besuchen oder für die Arbeit.

    Inzwischen fahre ich am WE öfters nur 30-100 km zu einer Besichtigung, Wanderung o.ä., das ist für mich auch ein Genuss. Abends vielleicht noch kurz im Büro vorbei oder einkaufen. Die CRF ist ein super Alltagsbegleiter. Ich mag den Mix. Wenn es dann mal wieder richtig auf Tour geht, freue ich mich umso mehr.

    Mal ganz allgemein wundere ich mich eher dass wir in den Alpen eh noch so fahren dürfen. 95% der Touristen suchen dort v.a. Ruhe und Erholung. Jedes Mopped hört man Kilometer weit. Vermutlich weil die Einheimischen auch gerne fahren, zB die Jungs mit kreischenden 2taktern.

    Na ja 1600 km, ein Schnitt von 80 km/h bei 20h Fahrzeit sollte doch recht gut machbar sein, also 4h Pause rund um die Tankstops. Alles mehr eine Sache der Planung.


    Aber es geht ja auch noch ärger, z.B. mit dem Saddle Sore 2000 (Meilen in 36h) oder 5000 (Meilen in 120h) :handgestures-thumbupright:.


    A propos Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer:

    (a) Wenn ich manche Möchtegern-Kurvenräuber sehe, die riskieren in 10 Sekunden mehr.

    (b) Das Risikopotential für andere Verkehrsteilnehmer als sich selbst, ist ja als Moppedfahrer eh überschaubar.

    (c) Viel schlimmer: Jungs und Mädels, die im Auto auf dem Handy daddeln, oder aus Ungeduld sinnlose Überholvorgänge auf der Landstraße einleiten.

    Letztendlich wird durch die Entwicklung hin zur E-Mobilität der Geräuschpegel im Straßenverkehr sinken. Die lauten Fahrzeuge werden dann noch mehr herausstechen und als Belästigung wahrgenommen werden.

    Stimmt nur im Stadtverkehr. Spätestens ab 60 km/h überwiegen bei Autos die Abroll- und Windgeräusche. Eine Landstraße oder Autobahn ist mit E-Autos genauso laut wie heute.

    Der typische Lärm von 90 km/h LKW's ist ja auch nicht der Motor, sondern die ganze Fuhre.

    Und ja klar, wenn ein Porsche bei 150 km/h nochmal aufs Gas drückt hört man den Motor schon durch. Ist auch extra so konstruiert, dass man ihn hört. Ich rede vom Normalfall.

    So wie ich den Sinn von Ironbutt u.ä. sehe, geht's da um die Grenzerfahrung, nicht um eine Trophäe. Der Weg ist das Ziel, man lernt sich und sein Mopped besser kennen, vor allem! die Stärken und Schwächen. Mit dieser Motivation würde ich das angehen. Wenn ich dann beim ersten Versuch nach 500 Meilen merke es passt nicht mehr, habe ich diese Erfahrung.


    Dass man Langstrecken lieber über zig kleine Pässe fahren sollte, finde ich nicht (mehr) unbedingt so. Ich hab schon oft die Erfahrung gemacht: wenn man in den schönsten Alpengebieten Stunde um Stunde immer weiter heizt, kriegt man irgendwann gar nix mehr mit. Die positiven Erinnerungen sind oft mit gemütlichen Nachmittagstouren, Pausen und Stopps verbunden. Ich mache auch gerne eine kleine Wanderung oder Spaziergang von der Passhöhe, auf dem Rückweg freue ich mich schon wieder total auf die Weiterfahrt.