Beiträge von bwm

    kann ich leider auch bestätigen. Aber auch bei anderen Motorrädern. Ich habe kürzlich nach 25.000km das Kettenkit an der F750GS meiner Frau gewechselt und dieses Foto gemacht.

    Nach Möglichkeit sollte man da schon regelmäßig ran. Bei der F ist das leider ein bisschen nervig (Fußrastenträgerplatte muss runter, die mit 6 Schrauben angezogen ist, eine davon braucht einen T60 und bekommt 200Nm)

    Naja aber kein Mensch tankt nur zu 2/3 voll, insofern fährt man halt realistisch doch immer mit 8kg mehr rum. Außerdem: Der Unterschied im Tankinhalt sind 6l. Da der Tank in beiden Fällen nur zu 90% gefüllt ist, sind 5,4L Sprit mehr im Mehrgewicht enthalten. 1l wiegt ca 0,75kg, d.h. Die 5,4l haben nur ein Gewicht von etwa 4kg. Das würde heißen, dass das technische Mehrgewicht 4kg sind.

    Außerdem ist das gesamte Mehrgewicht (Sprit, größerer Tank, mehr Verkleidung) ziemlich hoch angebracht und damit der Wendigkeit nicht förderlich

    genau da ist der Fehler. Die AT 2026 hat laut Datenblatt 242kg, während die ATAS 2022 250kg hat (jedenfalls, wenn beide zu 90% vollgetankt sind)

    https://www.1000ps.com/de-de/vergleich/neu?bikeKatIdA=24353&bikeKatIdB=18221

    Dazu dann noch deine Anbauten, da hast du direkt mal einen Gewichtsunterschied von fast 30kg! Da wäre ich eher verwundert, wenn man das NICHT merken würde.

    Der Schalter ist ein Wippschalter und bei der 1000er war es ein bekanntes Problem, dass der nach dem Starten quasi zu weit zurück wippt und den Killschalter wieder betätigt. Das kann man auch testen, indem man den Startknopf gedrückt hält, wenn der Motor schon an ist und bewusst etwas später los lässt. Wenn dann der Motor etwas später aus geht, dann ist es der.


    Ist aber wie gesagt eigentlich nur bei der 1.000er ein Thema

    bleibt sie danach an?

    ich hatte mal ein ähnliches Problem an meiner CRF250L, die ging an und ist immer nach spätestens 10s wieder aus gegangen. Da war das Problem, dass ich selbst beim reparieren eines Bügels nach einem Sturz den Umkippsensor um genau 180 Grad verdreht angebaut habe. Dadurch dachte das Motorrad, dass es auf dem Kopf steht und hat dann die Zündung aus gemacht.


    DAS exakte Problem wird es bei dir nicht sein, aber es könnte theoretisch der gleiche Sensor sein, der Schwierigkeiten macht.

    Ja aber irgendwie muss er ja verschlissen sein. Das passiert nur in der Fahrt. Du musst also gefahren sein, während die Bremse angezogen war. Sofern nicht irgendjemand in der Fahrt mal deine Parkbremse gezogen hat, bist du wohl mal mit angezogener Bremse losgefahren.


    Theoretische Möglichkeit wäre auch noch das beschriebene festgehen der schwimmenden Lagerung. Wenn die Lagerung fest gegangen ist, während die Bremse angezogen war (Wind und Wetter ausgesetzt etc), dann geht der Sattel nicht zurück und der innere verschleißt. Dann müsste er aber immernoch fest sein. Ein Bremssattel, der einmal fest war, wird eher nicht von alleine wieder freigängig

    Dass die überhaupt Verschleiß zeigen deutet darauf hin, dass du mal mit angezogener Parkbremse losgefahren bist. An sich zieht man die Beläge ja nur im Stand gegen die still stehende Bremsscheibe zum blockieren. Ansonsten kenne ich das grundsätzlich bei mir auch. Bei mir war, wenn ich mich recht erinnere, auch der linke (also der, der nicht betätigt wird) Belag stärker abgenutzt. Der Parkbremssattel ist auch schwimmend gelagert, eventuell ist die schwimmende Lagerung nicht mehr schwimmend. So oder so: Belag tauschen, Parkbremse wieder richtig einstellen und zukünftig besser dran denken, die Bremse vorm losfahren immer zu lösen. Ich löse inzwischen nicht nur die Verriegelung am Hebel, sondern schiebe den Hebel bewusst nochmal nach vorne, um die Betätigung sicher zurück zu drücken.


    Tauschbeläge würde ich originale empfehlen. Ich hatte welche von TRW und die waren erheblich dünner, als die originalen. Ließen sich auch einbauen, aber die Einstellung der Parkbremse war damit sehr schwierig. Kaum noch Rückstellkraft in der Feder. Die Beläge sind (zumindest bei meiner CRF1000L) beide Baugleich, d.h. du könntest auch erstmal nur einen tauschen.

    Ich glaube tatsächlich nicht, dass der Toni Bou sich da übermäßig oft gelegt hat. Der Mensch ist aber auch ein absolutes Ausnahmetalent. Er fährt professionell Trial (das ist das, wo sie sowas wie Geräteturnen auf Motorrädern machen). Der dominiert seit 20 Jahren die Trial Weltmeisterschaften. Laut Wiki hat er von 2007 bis 2025 alle FIM Trial Weltmeistertitel geholt, indoor wie outdoor.


    Deshalb dienen solche Videos eigentlich nur dazu, zu zeigen, was mit dem Motorrad theoretisch alles möglich wäre. Das ist aber nicht wirklich ein Argument für "du bist halt nur zu schlecht". Wenn man einfach mal eben nebenbei 35 Jahre Erfahrung im professionellen Motorsport macht, könnte man bestimmt genauso gut fahren. Natürlich wäre ein Mika Häkkinnen auch in einer Mercedes G-Klasse schneller um die Nordschleife, als unsereiner in einem AMG GT. Das heißt aber nicht, dass die G Klasse besonders gut für die Nordschleife geeignet wäre. Das heißt einfach nur, dass Mika ein sehr guter Fahrer ist. Insofern: die AT kann einiges und für die Klasse, in der sie unterwegs ist (Großenduros über 200kg) vermutlich sogar mehr als die Konkurrenz. Das heißt jetzt aber nicht, dass sie besonders gut dabei wäre. Ich bin vor 9 Jahren auf eine Doppelmoppedstrategie umgestiegen. Die AT fährt bei mir überwiegend auf der Straße (gelegentlich mal einen Feldweg oder ähnliches), fürs Gemüse habe ich mir eine CRF300L geholt. Das wäre auch meine Empfehlung, wenn man den Platz und die Pesos dafür hat

    Dazu kann ich was sagen, da ich ja selbst in einem international tätigen Konzern arbeite.

    Überwiegend Honda Deutschland bzw Honda Europa, allerdings nicht als Reingewinn. Wenn du als Privatperson Einzelteile im Ausland bestellst und händisch importierst, hast du geringe Kosten und eigene Arbeit. Wenn aber Honda Deutschland das für eine Containerladung voller Ersatzteile macht, müssen die zunächst erstmal jemanden dafür bezahlen, der ermittelt, welche Teile eigentlich benötigt werden. Dann jemanden, der die Bestellung macht, jemanden, der den Transport organisiert, jemanden, der die Teile auspackt und ins Warensystem aufnimmt, dann jemanden, der die Teile in Europa auf die lokalen Händler verteilt, dann muss der Händler selbst die Teile bei sich vereinnahmen und dir ausliefern. Jede einzelne Person in dieser Kette bekommt ein Gehalt. Dazu muss ein eigenes Europaweites oder Deutschland-weites Lager aufgebaut werden, mit Baukosten, Betriebskosten und Lagermitarbeitern (weil der deutsche Michel nie im Leben 3 Wochen Lieferzeit für sein Ersatzteil akzeptieren würde).


    Wie viel von den 1.700€ Differenz Das ausmacht, vermag ich nicht zu sagen. Würde aber denken, dass Runde 1.000€ noch als Reingewinn übrig bleiben. Die steckt man sich ein, weil man das halt in D/Europa machen kann bzw als kapitalistisches Unternehmen sogar quasi muss. Man melkt jedes Land so stark, wie man eben kann. Deshalb kostet der Lenker der CRF300L auch in Deutschland mehr als das Zehnfache von dem, was er in Thailand kostet.