Beiträge von bwm

    nach 3 mal surren wird sie trotzdem noch nicht sofort starten. Bei einer Benzineinspritzung hat man (mindestens) 1 Kreislauf, der vom Tank über die Pumpe und ein Druckregulierventil wieder zurück in den Tank führt. Irgendwo vor dem Druckregulierventil geht eine separate Leitung ab zu der/den Einspritzdüsen

    Was Ist Eine Benzindirekteinspritzung? - CVGU

    wenn sie wirklich leer gelaufen ist, ist im gesamten Spritsystem Luft drin. Mit dem Surren lassen bekommt man die Luft aus dem Kreislauf Tank Pumpe Tank raus, aber nicht aus dem Stück vom Kreislauf zur Einspritzdüse. Dafür muss man den Starter betätigen, damit die ECU die Einspritzdüse ansteuert und dort die Luft wieder raus drücken kann. Je nachdem, wie lang diese Leitung ist, kann es einen Moment dauern, bis vorne an der Düse wieder Sprit angekommen ist und das Motorrad tatsächlich starten kann. Deshalb wird sie beim ersten Startversuch nach dem leer laufen lassen im Normalfall nicht normal starten, sondern eher unwillig und ggf. auch nochmal ausgehen. Und ich weiß halt einfach nicht, wie die 1100er sich dabei verhält. Meine 1000er hört sofort mit dem Startvorgang auf, wenn ich den Schalter loslasse. Die 1100er hat da offenbar eine Automatik drin und da weiß ich nicht, wie lange die rödelt. Deshalb würde ich den Startknopf beim ersten Start nach dem Leer laufen lassen eine Weile gedrückt lassen. Generell ist es aber wie gesagt bei Einspritzungen keine gute Idee, die Leitungen wirklich leer laufen zu lassen. Benzinpumpen kommen damit noch besser klar, beim Diesel kann einmaliges Leer laufen lassen schon Späne aus der Pumpe bedeuten, die einem dann munter das Kraftstoffsystem verstopfen. Und die Pumpe selbst kann dann evtl auch nicht mehr den vollen Druck aufbauen

    Ein Tipp, der generell bei Einspritzungen gilt: wenn das Motorrad komplett leer gelaufen ist (was per se keine allzu gute Idee ist, die Pumpe mag das nicht) sollte man danach, wenn man wieder Sprit nachgefüllt hat, erstmal 3 mal Zündung an machen, warten bis das surren aufhört, und wieder aus machen. Das Surren ist die Benzinpumpe, die Druck auf die Leitungen bringt. Wenn aber die Leitungen (und im worst case auch die Pumpe selbst) voller Luft sind, dauert es einen Moment, bis das alles wieder voll mit Sprit ist. Nach den 3 mal surren erst starten und eine Weile rödeln lassen (damit die Luft auch aus dem letzten Stück Leitung bis zur Düse wieder raus kommt). Wenn sie dann das erste mal etwas unwillig gezündet hat, aber wieder aus gegangen ist, würde ich Zündung wieder aus und an machen und dann nochmal starten. Dann sollte sie eigentlich an gehen

    bei allem rund um den Leerlauf könnte es am IACV liegen. Es gibt da so eine Prozedur, die sich in Foren immer wieder erzählt wird, keine Ahnung, ob das Motorrad da wirklich etwas macht, aber die Prozedur ist denkbar einfach, deshalb kann man es ja mal probieren: kalt starten und ohne Gas zu betätigen im Leerlauf laufen lassen, bis der Lüfter an geht. Dann Zündung wieder aus. Dabei soll sich das Leerlaufregelventil angeblich zurücksetzen.

    Ich bin skeptisch, ob das Motorrad da wirklich irgendwas macht, aber einen Versuch wäre es ja wert.

    da würde ich nicht zustimmen. Ich hatte in allen 3 schon Öl drin. Also zumindest bei mir erfüllen alle 3 per se ihre Funktion. Allerdings stimmt es, dass einer am meisten Öl drin hat und am häufigsten geleert werden muss (ich weiß gerade nicht mehr aus dem Kopf, welcher).

    Wenn du eins hast, hilft der Blick natürlich. Ansonsten kommt man da echt bescheiden ran. Aber dein Problem ist doch eigentlich ein unrunder Motorlauf und dazu habe ich doch ein paar Fragen gestellt. Was ist denn damit?

    Der Schlauch sollte damit nichts zu tun haben. Man sollte nicht ewig ohne rumfahren, weil da a) dann alle Nase lang mal ein paar Tropfen Öl raus kommen und sich über dem Rest des Motorrades verteilen und b) weil man darüber ungefilterte Luft ansaugt. Bei Motorlauf sollte der aber keinen Unterschied machen. Zumal er vermutlich nur irgendwo anders steckt. Einer der Schläuche (ich glaube tatsächlich der vorne links) war etwas fummelig wieder an Ort und Stelle zu bekommen, weil man den zwischen diversen Sachen durch stecken muss. Kann gut sein, dass der Schlauch noch dran ist, du nur nicht ran kommst.


    Was meinst du mit "Aussetzer"? Geht sie im Leerlauf aus? Oder stottert sie, bleibt aber an? Hauptsächliche Probleme im Leerlauf oder auch in der Fahrt? Tritt das nur im kalten Zustand auf und geht bei warmem Motor wieder weg?

    Und wie viele km hat das Mopped runter und wann wurde welche Wartung zuletzt erledigt (Zündkerzen, Ventilspiel, Ölwechsel, Luftfilter)?

    Ein sehr richtiger Einwand! Es bleibt ne ganze Menge Öl drin, wenn man nur eine ablässt. Würde schätzen so 0,5-1l


    Und zur korrekten Ölstandskontrolle muss der Motor richtig warm gefahren sein. Nicht nur im Stand warm laufen lassen (ich weiß, so steht es im Handbuch), sondern min 10, besser 20 min fahren. Danach den Bock auf einer wirklich ebenen Fläche abstellen, gerade stellen (Hauptständer ist genau genommen auch nicht gerade, aber meist gerade genug) und ca 5 min runter laufen lassen (ich nehme da meist die Zeit, die man halt braucht, um sich wieder aus zu ziehen) und dann messen. Beim messen wird der Stab normalerweise nur aufgelegt, nicht wieder eingeschraubt.

    ich würde aktuell erstmal ruhig machen. 2 Tage nach dem Unfall sollte "wie werde ich den Hobel los" nicht ganz oben auf deiner Prioliste stehen. Mein Rat wäre daher, nix zu überstürzen.


    Zum Schaden: aus der Ferne lässt sich das schwer beurteilen. Wirtschaftlicher Totalschaden ist es sehr wahrscheinlich. Das Mopped ist schließlich 10 Jahre alt und bei Hondas Mondpreisen für Ersatzteile reichen da ein paar vermeintliche Kleinigkeiten schon, um den Restwert zu übersteigen. Ich denke aber, dass man das Töff - sofern man das selbst erledigen kann - mit ein paar gebrauchten Ersatzteilen wieder fahrbereit machen kann. Wenn Räder, Rahmen und Motor nichts abbekommen haben, sollte das gehen. Was ist denn genau passiert?


    Und noch wichtiger: ist irgendeine Versicherung involviert? Also gibt es eine Fremdbeteiligung am Unfall oder bei Alleinunfall eine Kasko? Teilkasko greift bei manchen (wenigen) Unfällen in der Fahrt auch (Wild z.B.). Wenn irgendwas davon ja wäre das allerwichtigste, erstmal exakt GAR nichts mit dem Mopped zu machen.


    Ansonsten wäre die Frage, was kaputt ist. Auf den Bildern seh ich erstmal nur Spiegel, Griffschutz (wobei der originale auch eher ein Windschutz ist) und die Verkleidung rechts. Außerdem hat dir der Honda Dekorbügel (der wurde von Honda nicht als Sturz-, sondern als Dekorbügel verkauft) das Geweih (das Teil, wo der Tacho und die Scheibe etc. dran hängt) weg gebrochen. Das macht er gerne. Delle im Tank ist für einen Weiterfahrer geschenkt, sofern das Ding noch dicht ist. Ein bisschen Klarlack drüber als Rostvorsorge und fertig. Gabel kommt halt drauf an, was genau und wo genau da beschädigt ist.


    Also falls du ein wenig selbst schrauben kannst, wäre das wirtschaftlich sinnvollste wahrscheinlich, erstmal eine Liste der benötigten Teile zu machen und dann auf Kleinanzeigen nach Gebrauchtteilen suchen. Wenn man dann weiß, was die Reparatur kosten würde, könnte man entscheiden, ob man sie repariert und als fahrbereit mit Unfallschaden verkauft.

    Verkauf in Einzelteilen geht, wenn man VIEL Zeit und Platz hat. Wird sich aber ewig ziehen. Ein paar Sachen gehen wahrscheinlich schnell weg (Räder, Verkleidungen), andere Mittelschnell (Motor, Scheinwerfer, Gabel). Wenn du aber möglichst wenig Aufwand haben willst, Verkauf an einen Aufkäufer. Ich hätte auch eher 2.500€ geschätzt, wenn du schon ein Gebot für 3.200€ hast, klingt das ja erstmal ganz gut.

    Ansonsten hat mein Mopped mit Versicherungs-Totalschaden mal das Unfall Krad Depot Haaren aufgekauft. Da könntest du auch nochmal anfragen, ob der vielleicht mehr bietet. Bei mir war er damals Höchstbietender.


    Der Gattin wünsche ich gute Besserung.

    Auch ich würde von einem Mapping, das die AU nicht besteht, eher Abstand nehmen. Zu fette Verbrennung ist zwar weniger schlimm, als zu magere, aber wer es nicht mal schafft, ins Kennfeld die AU mit einzubauen (die findet schließlich im Stillstand statt), hat entweder die Funktionsweise einer ECU nicht vollständig verstanden, oder es sich GANZ extrem einfach gemacht. Und sowas kann zu ziemlich teuren Schäden am Motorrad führen. Dauerhaft zu fette Verbrennung kann den Kat schädigen und rußt dir insgesamt den ganzen Abgastrakt zu. Inkl. Auslassventile, die mit ein bisschen Pech irgendwann einfach nicht mehr vollständig schließen und dann verbrennen

    Bzw viel Ruß kann auch zu klopfender Verbrennung führen (wenn sich ein Stück Kohle löst und glühend im Brennraum liegt) und da die AT keinen Klopfsensor hat ist das gefährlich.


    Danke trotzdem fürs teilen der Erfahrung. Ich würde dir aber wie gesagt raten, damit nicht rum zu fahren

    Gerade das könnte für Sicherung stehen. Die Pumpe läuft nur an, wenn sie von der ECU das "go" bekommt. Bei modernen Moppeds hängt die nicht nur am Zündschloss, sondern da sind noch weitere Relais mit im Stromkreis.

    Wenn die ECU nicht an geht, weil sie keinen Strom bekommt, geht die Pumpe auch nicht mit an.


    Ich drücke die Daumen, dass es nur die Sicherung ist

    Such dir vorher raus, welche es ist und tausche sie sicherheitshalber, falls du eine andere hast. Wenn die Sicherung nicht durch Überlastung geschmolzen, sondern durch Vibrationen gebrochen ist, sieht man den Defekt oftmals nicht. Die Sicherung sieht in Ordnung aus, hat aber keinen (stabilen) Kontakt.