Beiträge von bwm

    Der Preis ist jetzt so kurzfristig unschön, aber du könntest natürlich auch nach Kiel fahren und die Fähre nach Oslo nehmen. Das sollten von Mainz aus "nur" rund 600km sein. Und du bist dann halt schon in Oslo. Die Gegend rund um Kristiansand ist auch noch nicht übermäßig spannend

    Die Berge fangen erst ein Ende weiter nördlich an.

    Hast du schon mal 1.000km an einem Tag gemacht? Finde ich selbst mit Auto sehr anstrengend. Mit Motorrad würde ich dir dringend raten, das auf 2 Tage aufzuteilen, wenn du wirklich so weit fahren willst.


    Das mit dem vorderen Reifen solltest du dir denke ich auch nochmal überlegen. Vergiss nicht, dass du ja schon 2.000km nur mit der An- und Abreise nach Hirtshals zubringst. Je nachdem, welchen Reifen du hast, kann das dann auf dem rauen skandinavischen Asphalt kritisch werden.

    Ich hab den Fehler mal gemacht und mich deshalb gegen Ende des Urlaubs gemault. War damals der PST II und der hatte bei Abfahrt erst rund 2.000km drauf. Zum Ende der 4.000km-Tour war er dann aber schon auf dem TWI und bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr ist mir dann das Vorderrad weg gerutscht. Seitdem täusche ich immer unmittelbar vor einer großen Tour, wenn ich mir nicht ganz sicher bin, dass ich das mit dem Reifen noch schaffe

    Naja.. Zumindest bei SW-Motech kosten die Softbags ohne Träger einzeln 280€ das Stück, die Alukoffer dagegen kosten 400€ das Stück. Sind immerhin 30% weniger

    https://sw-motech.com/Produkte/Gepaeck/SysBags/SysBag+WP+Taschen/

    https://sw-motech.com/Produkte/Gepaeck/Seitenkoffer/TRAX+ADV+Alukoffer/


    Und an der Ampel mal schnell ran sehe ich beim Koffer eher nicht. Die Koffer, die ich kenne, haben entweder seitlich oder hinten ein Schloss. Du müsstest also den Schlüssel von hinten in den Koffer einführen und dann den Deckel nach vorne aufklappen. Das an einer Ampel im sitzen? Das ist tatsächlich einer der Vorteile der Alukoffer. Die sind abschließbar und auch halbwegs fest am Motorrad, Diebstahl ist da eher schwierig. Einen Softbag könnte ein Dieb theoretisch mit einem Messer aufschneiden.

    da gibt es ebenso viele Meinungen wie Antwortende zu.

    Kofferset: welches Alu-Kofferset du nimmst ist denke ich relativ egal. Ich habe SW-Motech, weil ich mit dem Kauf und Service da gute Erfahrungen gemacht habe und mir die Insolvenz vor ein paar Jahren, bei der PayPal-Kunden leer ausgingen, sehr eigenartig vorkam. Ich wäre damals vermutlich auch betroffen gewesen, wenn ich bei Teuertech bestellt hätte.

    Generell stellt sich aber die Frage, ob es denn überhaupt Alukoffer sein müssen. Ich habe auch welche und mag die auch, sie sind aber schon auch recht unpraktisch. Verglichen mit Textilen Taschen hohes Gewicht, hoher Platzbedarf (auch leer), keinerlei Dämpfung bei Feindkontakt, teuer und schwer reparierbar. Dagegen gibt es inzwischen textile Optionen, die man notfalls im Feld mit Panzertape reparieren und deutlich günstiger wieder ersetzen kann.

    Hat beides seine Daseinsberechtigung, man sollte einfach überlegen, was man will. Wenn man viel Offroad fährt, würde ich eher textile Taschen empfehlen. Offroad liegt das Motorrad ja naturgemäß das eine oder andere Mal auf der Seite und die Aludinger sind doch recht schnell mal verbogen und die bekommst du halt danach nicht vernünftig wieder in Form. Die Textilen Taschen stecken das entweder weg oder lassen sich relativ einfach reparieren bzw. relativ günstig ersetzen.


    Reifen: kommt ganz drauf an, was du fährst und wie lange er halten soll. "Normale" Schotterwege wie den Aursjovegen kann man auch mit straßenorientierten Reifen (wie dem CTA3) super fahren. Siehe hier mein Norwegenbericht von 2023

    https://trueadventure.de/forum/core/attachment/72472-20230724-115006-jpg/

    trueadventure.de/forum/thread/12817/

    Auf dem Bild ist meine Frau mit ihrer F750GS auf CTA3, aber ich bin den Weg auf meiner AT ja auch gefahren


    Wenn es gröber und vor allem nasser wird, würde ich andere Reifen empfehlen. Schlussendlich ist es aber eine Frage des fahrerischen Könnens und auch der "Leidensfähigkeit" auf der Straße. Nicht jeder kommt mit einem CTA3 auf Schotter klar. Durch den geringen Anteil an Negativprofil versetzt der Reifen auf losem Untergrund immer mal wieder ein paar cm in die eine oder andere Richtung. Wenn man ein bisschen Erfahrung im Gemüse hat, macht einem das nichts aus. Wenn aber nicht, kann man den schnell als "ungeeignet" empfinden.

    Und man muss mit dem Reifen halt auch Wissen, wann es Zeit ist, umzudrehen. Schlamm, Tiefsand, lockerer Kies und nasse Wiese sind absolut nicht seins und sollten gemieden werden.

    Ansonsten: je gröber das Profil, desto besser ist er Offroad, aber desto schlechter Onroad. Der CTA3 hat eine mehr oder weniger glatte Ablauffläche und fährt sich sehr ruhig. Der TKC70 hat ein wenig gröberes Profil und ist daher etwas besser auf lockerem Untergrund, fährt sich dafür aber auf der Straße nicht allzu gut (Geräusche und Vibrationen sind da ein Thema). Außerdem hat er schon eine etwas stärkere Neigung zum Sägezahnprofil bei ambitionierter Fahrweise.

    Noch gröber wäre dann der TKC80. Der ist offroad schon ganz brauchbar, den finde ich dafür auf der Straße schon furchtbar. Ziemlich laut, starke Vibrationen und der hat bei Kurvenfahrt eine ganz eklige Kante (wenn man dann seitlich vom Profilblock runter "rollt")


    Ein ganz brauchbarer Kompromiss ist der Heidenau K60. Der ist für ganz okaye Laufleistungen bekannt und irgendwo zwischen TKC70 und 80 anzusiedeln würde ich behaupten.


    Ansonsten zu Reifen kannst du dich hier im entsprechenden Unterforum stundenlang ausgiebig zu belesen. Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu

    Hier ich, beides. Da meine Frau Lehrerin ist, sind wir für den "großen" Urlaub immer auf die Sommerferien angewiesen, und die sind nunmal in der heißesten Zeit des Jahres. Da unser großer Urlaub meist mit Motorrad stattfindet, sind wir also überdurchschnittlich häufig bei hohen Temperaturen unterwegs. Und eben auch auffällig häufig am Wochenende mit allen anderen. Da wir außerdem in Brandenburg leben, gehört Autobahn eigentlich zu jeder Motorradtour mit dazu. Und ja, mir geht es dabei vor allem um unangenehm hohe Temperaturen, wobei die für mich persönlich nicht erst bei 35 anfangen. Wenn die Sonne schon den ganzen Tag brät und man in voller Montur auf dem heißen Bock auf der heißen Straße steht, sind mir persönlich auch 25° schon zu viel. Ich halte tiefe Temperaturen sehr gut aus, reagiere aber ziemlich empfindlich auf Wärme, Schwitze dann extrem stark und hatte auch schon mal einen kleinen Kreislaufkoller im Stau auf der Autobahn (bei ca. 30 Grad). Bin nicht bewusstlos geworden, aber war kurz davor. Und ja, mit der AT im Urlaubsornat (3 Koffer dran) geht es mir wirklich nur um Autobahn-Stau bei hohen Temperaturen. Der Bock ist mir zu groß, schwer und breit um mich da durch den Verkehr durch zu schlängeln.


    Mit der CRF300L in der Stadt fahre ich anders, aber darum geht es mir hier nicht. Ich wünsche mir nicht, dass das nach vorne fahren an der Ampel legalisiert wird. Durchschlängeln durch rollenden Verkehr mache ich tatsächlich nicht, das ist mir zu gefährlich - dafür fahren zu viele Dosenfahrer zu abgelenkt.

    Ich wünsche mir aber, dass die Staudurchfahrt für Motorräder legalisiert wird. Aus eben den genannten Gründen.

    Davon würde ich bei modernen Fahrzeugen abraten. Das konnte man bei alten Schwerkraft-Gefütterten Vergaser-Motorrädern ohne jedes Risiko machen, bei Einspritzungen bzw. generell Motorrädern mit Benzinpumpe würde ich davon eher abraten. Sowohl die Benzinpumpe, als auch die Spritleitungen und Düsen mögen es nicht, trocken zu laufen. Ich glaube, dass viele moderne Fahrzeuge da Schutzmechanismen drin haben (schalten ab, BEVOR sie Luft ansaugen), würde es aber dennoch nicht ausreizen. Das KANN auch theoretisch zu Problemen führen (dass dann irgendwo Luft im System ist und die Pumpe es nicht mehr schafft, überhaupt noch Sprit anzusaugen oder ihn gleichmäßig dort hin zu transportieren, wo er hin gehört). Das passiert eher selten, kann aber eben sein.

    Davon abgesehen ist die Spritstandsmessung nicht genau genug bzw. der Verbrauch zu variabel, als dass man da EINE genaue km-Zahl rausfinden könnte, bei der das Motorrad dann auf einmal ausgeht. Wie hier ja schon berichtet wurde, gibt es auch vorher schon Schwierigkeiten bei hoher Last oder Bergauffahrt.

    ansonsten als vorbeugende Maßnahme könntest du dir einen Motorrad-Kumpel mit einer KTM suchen, mit dem du immer zusammen fährst. Aus persönlicher Erfahrung kann ich bestätigen, dass immer die KTM das Tankintervall vorgibt :)

    ich glaube, mal irgendwas von 10% des Intervalls gehört zu haben. Das würde heißen, dass der 1.000km Service nicht vor 900 und nicht nach 1.100km durchgeführt werden darf. Frag das aber nochmal beim Händler und lass es dir am besten schriftlich geben. Im Falle eines Garantiefalls kommt es nämlich nicht darauf an, was der Händler gesagt hat, sondern darauf, was Honda vorgibt. Und falls Honda vorgibt, dass die 1.000km als oberes Limit zu verstehen sind, hättest du sämtliche Garantieansprüche bis in alle Zeit verwirkt, wenn du sie mit 1.001km auf den Hof stellst. Deshalb: wenn dir die Garantie wichtig ist, lass dir die Bedingungen schriftlich geben und halte dich penibelst daran. Wenn der Händler dir nämlich sagt, dass du 200km überziehen kannst, du aber in 2 Jahren einen Garantiefall hast, der von Honda Deutschland abgelehnt wird, weil dein 1. Service um 100km überzogen wurde, dann kannst du davon ausgehen, dass der Händler sich an die mündliche Aussage mit den 200km nicht mehr erinnern kann.

    das ist jetzt aber ebenso stark verzerrt in die andere Richtung dargestellt.


    Die Mutmaßung mit 10% der Staus enden in einem Unfall (ich habe sogar geschrieben <10%) kam von mir und das ist meine persönliche Erfahrung. Wenn ich lange Strecken auf der BAB zurücklege, dann ist das häufig zu den klassischen Reisetagen (Samstag + Sonntag) und doch, da ist das genau so.


    Deine Darstellung ist aber in mehreren Punkten krass übertrieben. Zunächst einmal wenn der Unfall sich über die gesamte Fahrbahnbreite erstreckt und die Autos so eng stehen, wie du es gerade skizziert hast, kommen auch die Rettungskräfte da nicht mehr durch, weil die hinterher fahrenden Autos es in der kurzen Zeit überhaupt nicht schaffen, eine Rettungsgasse zu bilden. Und wenn das der Fall ist, fahren die Rettungskräfte eher von der anderen Seite an.

    In einem "normalen" Unfallstau ist zwischen den Autos mehr als genug Platz, um da mit dem Motorrad dazwischen zu verschwinden und den Rettungskräften so Platz zu machen. Und ich glaube niemand hier erwartet, bei einer gerade aktiven Rettungsmaßnahme von den Einsatzkräften durch gelassen zu werden. Ich würde (wenn die Strafe nicht so hoch wäre) nach vorne durchfahren und mich dann, wenn dort tatsächlich ein Unfall ist, da am Rand irgendwo ganz klein machen und die Klamotten ausziehen. Das kann man nur hinten im Stau nicht machen, weil man ja nicht weiß, wann es weiter geht und man dann als Moppedfahrer, der sich erstmal wieder anziehen muss, zum Verkehrshindernis wird. Weil eben die allerallerallermeisten Staus entweder in gar nichts (überholende LKW) oder einer Baustelle enden, könnte ich das mit meinem Gewissen absolut vereinbaren, da durch zu fahren, weil die oberste Prämisse selbstverständlich ist, dass keine einzige Rettungskraft (da zählt auch der Abschlepper dazu) bei egal welcher Tätigkeit auch nur im geringsten durch mich behindert wird.