da gibt es ebenso viele Meinungen wie Antwortende zu.
Kofferset: welches Alu-Kofferset du nimmst ist denke ich relativ egal. Ich habe SW-Motech, weil ich mit dem Kauf und Service da gute Erfahrungen gemacht habe und mir die Insolvenz vor ein paar Jahren, bei der PayPal-Kunden leer ausgingen, sehr eigenartig vorkam. Ich wäre damals vermutlich auch betroffen gewesen, wenn ich bei Teuertech bestellt hätte.
Generell stellt sich aber die Frage, ob es denn überhaupt Alukoffer sein müssen. Ich habe auch welche und mag die auch, sie sind aber schon auch recht unpraktisch. Verglichen mit Textilen Taschen hohes Gewicht, hoher Platzbedarf (auch leer), keinerlei Dämpfung bei Feindkontakt, teuer und schwer reparierbar. Dagegen gibt es inzwischen textile Optionen, die man notfalls im Feld mit Panzertape reparieren und deutlich günstiger wieder ersetzen kann.
Hat beides seine Daseinsberechtigung, man sollte einfach überlegen, was man will. Wenn man viel Offroad fährt, würde ich eher textile Taschen empfehlen. Offroad liegt das Motorrad ja naturgemäß das eine oder andere Mal auf der Seite und die Aludinger sind doch recht schnell mal verbogen und die bekommst du halt danach nicht vernünftig wieder in Form. Die Textilen Taschen stecken das entweder weg oder lassen sich relativ einfach reparieren bzw. relativ günstig ersetzen.
Reifen: kommt ganz drauf an, was du fährst und wie lange er halten soll. "Normale" Schotterwege wie den Aursjovegen kann man auch mit straßenorientierten Reifen (wie dem CTA3) super fahren. Siehe hier mein Norwegenbericht von 2023
https://trueadventure.de/forum/core/attachment/72472-20230724-115006-jpg/
trueadventure.de/forum/thread/12817/Auf dem Bild ist meine Frau mit ihrer F750GS auf CTA3, aber ich bin den Weg auf meiner AT ja auch gefahren
Wenn es gröber und vor allem nasser wird, würde ich andere Reifen empfehlen. Schlussendlich ist es aber eine Frage des fahrerischen Könnens und auch der "Leidensfähigkeit" auf der Straße. Nicht jeder kommt mit einem CTA3 auf Schotter klar. Durch den geringen Anteil an Negativprofil versetzt der Reifen auf losem Untergrund immer mal wieder ein paar cm in die eine oder andere Richtung. Wenn man ein bisschen Erfahrung im Gemüse hat, macht einem das nichts aus. Wenn aber nicht, kann man den schnell als "ungeeignet" empfinden.
Und man muss mit dem Reifen halt auch Wissen, wann es Zeit ist, umzudrehen. Schlamm, Tiefsand, lockerer Kies und nasse Wiese sind absolut nicht seins und sollten gemieden werden.
Ansonsten: je gröber das Profil, desto besser ist er Offroad, aber desto schlechter Onroad. Der CTA3 hat eine mehr oder weniger glatte Ablauffläche und fährt sich sehr ruhig. Der TKC70 hat ein wenig gröberes Profil und ist daher etwas besser auf lockerem Untergrund, fährt sich dafür aber auf der Straße nicht allzu gut (Geräusche und Vibrationen sind da ein Thema). Außerdem hat er schon eine etwas stärkere Neigung zum Sägezahnprofil bei ambitionierter Fahrweise.
Noch gröber wäre dann der TKC80. Der ist offroad schon ganz brauchbar, den finde ich dafür auf der Straße schon furchtbar. Ziemlich laut, starke Vibrationen und der hat bei Kurvenfahrt eine ganz eklige Kante (wenn man dann seitlich vom Profilblock runter "rollt")
Ein ganz brauchbarer Kompromiss ist der Heidenau K60. Der ist für ganz okaye Laufleistungen bekannt und irgendwo zwischen TKC70 und 80 anzusiedeln würde ich behaupten.
Ansonsten zu Reifen kannst du dich hier im entsprechenden Unterforum stundenlang ausgiebig zu belesen. Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu