Beiträge von bwm

    Du erwartest also auch, dass dein Automatik Auto von alleine erkennt, dass du jetzt einparken willst und dann ohne dein zutun in den Rückwärtsgang schaltet, oder wie?

    Es wurde hier schon unzählige Male gesagt: das Getriebe im Motorrad kann nicht wissen, dass da eine Spitzkehre kommt. Da die Honda kein eigenes Navi an Bord hat, kann es das wirklich einfach nicht. Daher muss ich als Fahrer reagieren und rechtzeitig den richtigen Gang auswählen.

    Und ich bin kein DCT Fanboy. Ich komme mit allen Varianten klar. Ich habe so ziemlich alle Getriebe Varianten in meinem Fuhrpark (PKW Elektro, PKW Automatik, PKW Manuell, Motorrad Automatik, Motorrad manuell mit Schaltassi, Motorrad manuell ohne Schaltassi) und komme mit allen Varianten gut klar. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Auf den Anhänger Aufladen zum Beispiel mache ich mit dem DCT nicht allzu gerne, weil man die Kraft nicht so fein dosieren kann, wie mit einer manuellen Kupplung. Genauso würde ich mir bei den Offroad Moppeds keine Automatik wünschen. Fürs Tourenmotorrad kommt für mich aktuell nur DCT in Frage, aber jeder soll das nehmen, womit er/sie glücklich wird.

    Was mich aufregt ist, wenn aus eigener Lernimmunität heraus falsche Argumente gebracht werden. Das DCT hat einen Schaltvorgang, den man sich selbst gewünscht hätte, nicht von alleine durchgeführt und statt daraus zu lernen und zukünftig in der entsprechenden Situation einfach manuell einzugreifen, wird die Maschine verkauft und eine manuelle gekauft. Statt einzelne, vorhersehbare Schaltvorgänge manuell durchzuführen, macht man alle Schaltvorgänge wieder selbst. Kann man machen. Sinn ergibt das aber nicht. Zumal beim beschriebenen User (ich zitiere: "Spitzkehre und Berg runter fahre ich in 2. Gang. Fast ausschließlich!") das manuelle Mopped in der beschriebenen Situation (ich zitiere wieder: "Musste das Gas ein wenig zumachen weil ich geringfügig zu schnell war. Da ging es dann sehr überraschend vom 2. in den 1. Gang.") entweder stark geruckelt hätte oder ggf sogar abgesoffen wäre. Die 1100er schaltet bekanntermaßen in Schräglage nur, wenn es das tun muss, um eben diese Situationen (starkes ruckeln / absaufen) zu verhindern. In der identischen Fahrsituation wäre es mit einem Schaltmopped also entweder noch viel unruhiger geworden oder sogar zu einem Sturz gekommen. Und weil das DCT das wie beabsichtigt verhindert hat, ist es halt kacke. Klar, ist komplett logisch.

    Sorry, aber: nein, kannst du offensichtlich nicht. Wenn du nicht vor der Kurve sicherstellst, dass du den für die Kurve richtigen Gang drin hast, dann kann das Motorrad da nichts für. Das ist ein Fehler des Fahrers, nicht des Motorrades. Das automatisierte Getriebe ist eine Unterstützung und nimmt dir nicht ab, dass du selbst noch dabei sein und darüber nachdenken musst, was du da gerade tust. Kannst ja auch nicht mit aktiviertem Tempomat ungebremst in ein Stauende fahren und dann das Fahrzeug dafür verantwortlich machen, dass du gerade gepennt hast.


    Davon abgesehen: ich habe eine 2017er DCT mit Seilzug-Gas, die hat also überhaupt nicht die Möglichkeit, das Gas selbst anzupassen. Und selbst bei der bringen mich Gangwechsel in der Spitzkehre nicht außer Fassung. Wenn du dabei so große Angst hattest, solltest du dringend mal ein Fahrsicherheitstraining machen. Wenn du da mal mit 35-40 Grad Schräglage über ein ca 6cm dickes Seil fährst, lernst du kennen, was ein unruhiges Motorrad ist. Und, dass man genau dafür ein Fahrwerk an dem Ding dran hat und exakt gar nichts passiert, außer, dass man die gleiche Kurve ein paar cm weiter außen weiter fährt. Dann brauchst du auch keine Angst mehr vor deinem Motorrad zu haben

    Das ist relativ schnell erklärt: dann würde ja kaum noch jemand, der ein DCT will, die viel teurere Africa Twin kaufen. Ich denke, dass vielen die Transalp reichen würde, wenn sie dct und Tempomat hätte.

    Dass man das Getriebe auch in kleineren Motoren verwirklichen kann, beweisen x-adv und NC750. Nur ist die NC halt winzig und mit 58PS auch eher schwachbrüstig.

    Der ZK Wechsel ist laut Honda bei 24k nicht vorgesehen, da könntest du also mindestens stunk machen. Notfalls mit Anwalt komplett Geld zurück fordern, sofern sie dich nicht vorher über die Arbeiten informiert haben. Arbeiten, die ohne Auftrag ausgeführt wurden, müssen nicht bezahlt werden. Ich habe damals wenn ich mich recht erinnere einen 50€ Gutschein für den nächsten Service bekommen, weil der Wechsel auch auf der ausgedruckten Auftragsbestätigung schon mit drauf stand.


    Davon abgesehen ist die Rechnung in Ordnung. Wenn du die Arbeit mal selbst durchgeführt hast, verstehst du auch besser, warum die Ventilspielkontrolle so teuer ist.

    Die Honda Vorgabe für die CRF1100L Schalter beträgt 3,2h, also 3h12min.

    https://www.honda.at/content/dam/local/austria/motorcycles/pdf/INSPEKTIONSZEITEN_MOTORRAD_2024.pdf

    Genau genommen ist diese Liste bei Honda.at gehostet und es steht auch austria im Link, auf der Liste steht aber Honda Deutschland. Daher vermute ich mal, dass die auch für D gilt.

    Wie genau deine Werkstatt AW abrechnet (wie viele AW sind eine Stunde) weiß ich natürlich nicht. Die meisten Werkstätten nehmen 1AW=5 oder 6 Minuten, also 12 bzw 10AW=1h. Wenn deine Werkstatt 6min für eine AW annimmt, stimmt die Dauer genau.

    Und 3h12min halte ich für enorm sportlich. Ich habe das an meiner 1000er mal selbst gemacht und ca 6h zu zweit plus nochmal 6h alleine am nächsten Tag gebraucht.


    Ventilspielkontrolle erst, wenn es Probleme gibt, halte ich für einen sehr gefährlichen Tipp. Je nachdem ob das Spiel zu klein oder zu groß ist, bedeuten Probleme (Geräusche) nämlich gerne mal einen kapitalen Motorschaden. Würde ich dringendst von abraten. Ich halte die ersten 2 (bei 24 und 48.000km) für sinnvoll, danach kann man das Intervall auch ein wenig strecken. Ich mache meine nächste dann bei rund 100.000km

    Ich stimme ihm zwar bei beiden zu (die Mehrheit fährt mit der AT ausschließlich Asphalt und ebenso die Mehrheit würde das mit dem Flicken oder Schlauchwechsel wohl nicht hinbekommen) aber: wer sowas fährt, dem sind beschädigte Seitenverkleidungen/Sturzbügel nicht fremd. Insofern braucht man am Offroad Mopped nicht zwingend einen Hauptständer. Da findet man sowieso irgendwas. In dem Fall hier stand zum Beispiel ein stabiler Randstein rum

    Und ansonsten kann man sie notfalls auch einfach auf die Seite legen


    Mit den beiden Mehrheiten meine ich die Mehrheiten der AT Fahrer insgesamt. Nicht die Mehrheiten hier im Forum. In Foren sind naturgemäß vor allem Leute angemeldet, die überdurchschnittlich interessiert an ihrem Fahrzeug sind. Da gibt es wohl mehr, die das hinbekommen würden. Aber wie oft ich schon anderen Motorradfahrern mit meinem Bordwerkzeug aushelfen musste, weil die nix bei hatten (vor allem auch keine Ahnung dabei hatten) sagt mir, dass die meisten von dem Gerät, das sie da haben, absolut keine Ahnung haben und fürs einstellen der Spiegel schon Hilfe bräuchten, weil "da sind ja gar keine Schrauben" (er meinte die Muttern, die unter der Gummitülle waren)

    ich frag mich auch ein wenig, wie man das mit dem Montageständer auf Tour macht. Ich nehm doch keinen Montageständer mit nach Norwegen, um da meine Kette schmieren zu können.

    Davon abgesehen habe auch ich einen Kettenöler verbaut. Der saut tatsächlich seit neuestem rum, aber ich habe noch nicht herausgefunden, warum. Sonst war aber immer die Kette recht sauber und gut geschmiert, ohne, dass ich sie je gereinigt hätte.


    Ich bin aber auch der Meinung, dass ein vernünftig designeder und normal funktionierender Hauptständer an einem modernen Motorrad in keiner realistischen Fahrsituation aufsitzen kann. Bei meiner AT setzt zuerst die Fußraste auf, danach der Koffer und dann Lenker. Wenn keine Koffer dran sind, setzt der Sturzbügel auf. Der Hauptständer hat da immernoch keinen Kontakt mit der Straße.

    Hi

    Kurze Frage, die vermutlich für mehrere Interessant ist: hat die ATAS das DCT oder ist sie manuell? Und ist es schon die 24er Version mit dem 19" Vorderrad?

    Weitestgehend korrekt, nur würde ich entgegen dem Handbuch (dort soll man meines Wissens nur im Leerlauf ein bisschen warm laufen lassen, oder?) empfehlen, den Motor immer nur vollständig durchgewärmt zu messen. Also nach einer Fahrt von mindestens 15, besser 30 Minuten. Und das allerwichtigste, um einen Verbrauch / Verlust von Öl zu messen ist, bei beiden Messungen (vorher und nachher) exakt die gleiche Messung zu machen. Idealerweise gleicher Untergrund vom Motorrad (um leichte Schrägen auszugleichen) und gleicher Betriebszustand.


    Und noch eine kleine Korrektur: die AT hat einen sogenannten Semi-Trockensumpf. Der Unterschied zum "echten" Trockensumpf ist, dass kein externes Ölreservoir verbaut ist, sondern ein im Motor integriertes.

    Na das Rechenbeispiel passt aber so nicht. Der Aufwand, den der Mechaniker an einem BMW X3 für einen Ölwechsel hat, ist sehr vergleichbar mit dem Aufwand für einen Ölwechsel an der AT. Warm fahren, aufbocken, ablassen, Ölfilter wechseln, neues Öl auffüllen sind sehr vergleichbare Schritte. Tatsächlich dürfte es beim Auto sogar einfacher sein, weil moderne Motoren zu großen Teilen so konstruiert sind, dass man durch den Kanal vom Ölpeilstab einen Schlauch einführen kann, durch den das Öl dann einfach abgesaugt wird. Auch die Ölmenge ist bei der AT mit fast 5l ziemlich hoch, sodass die Kosten für die Teile auch vergleichbar sein dürften.


    Insgesamt ist Service am Motorrad tendenziell teurer. Du hast ein paar Wartungspunkte (z.B. Ventilspiel), die es beim Auto gar nicht gibt (dank Hydrostößel) und musst halt immer das halbe Mopped auseinander nehmen, um an bestimmte Sachen ran zu kommen. Da sind Autos im Normalfall wartungsfreundlicher.


    Ich mache Wartungen und Reparaturen lieber selbst. Ich arbeite vermutlich gewissenhafter, als der Monteur, der unter Zeitdruck nach meinem noch 3 Ölwechsel vor dem Feierabend schaffen muss und wenn ich doch mal was falsch mache, weiß ich wenigstens, wer Schuld ist :)

    Wenn du die Kupplung ziehst, die Bremse betätigst oder in den Leerlauf schaltest, muss der Tempomat aufhören zu regeln (bzw darf gar nicht erst anfangen), ansonsten würde ja beim anhalten die Motordrehzahl immer höher gehen, weil der Tempomat versucht, die Geschwindigkeit wieder auf die eingestellte zu erhöhen. Beim Leerlaufschalter ist es deshalb sinnvoll, weil du ja theoretisch in der Fahrt per Kupplung in den Leerlauf schalten und anschließend im Rollen den Tempomat aktivieren könntest. Deshalb lässt sich Tempomat nicht aktivieren, wenn der Leerlauf eingelegt ist. Bzw ich vermute, dass der Schalter auch irgendwie überwacht wird und wenn ein Defekt erkannt wurde, wird sicherheitshalber der Tempomat auch deaktiviert, weil das Motorrad einfach nicht weiß, ob der Leerlauf drin ist.