Beiträge von bwm

    ich stimme zwar im Prinzip zu (deutsche Hersteller gleichen den Mehrpreis nicht mehr durch höhere Qualität der Produkte aus), aber bei der Geschwindigkeit der Marktdurchdringung habe ich meine Zweifel. Zunächst einmal passen chinesische Fahrzeuge bisher noch nicht zu den "klassischen" Anforderungen, die in Europa galten. Also hohe Verarbeitungsqualität und hochwertige, moderne Ausstattung. Die chinesischen Töffs, die ich bisher gesehen habe, erfüllen meine Anforderungen an Verarbeitungsqualität (z.B. Spaltmaße, Geräusche) noch nicht, wobei ich die ganz aktuellen Modelle zugegegebenermaßen noch nicht kenne. Und auch Autos: mir geht es primär ums Fahren, alles drumrum ist da eher nettes Gimmick. Chinesische Autos sind in allererster Linie Entertainment-Geräte, die eigentliche Fahrt bzw. das Fahrerlebnis ist da nebensächlich.



    Auch chinesische Hersteller lernen und das wird sicher irgendwann kommen, allerdings glaube ich nicht daran, dass das zeitnah passieren wird. Ich mein 2025 kamen chinesische Marken bei den Neuzulassungen gerade einmal auf 2,4%


    Frontalangriff aus China: Marktanteil chinesischer Autos wächst enorm
    Im abgelaufenen Jahr 2025 konnten China-Marken erheblich wachsen, dahinter steckt eine neue Strategie. Wir nennen die Verlierer und die Senkrechtstarter.
    www.auto-motor-und-sport.de


    Das heißt, dass 97,6% aller Neu zugelassenen PKW von nicht-chinesischen Marken stammen. Und China versucht seit vielen Jahren mit massiven Verlustgeschäften (Preise bewusst zu niedrig angesetzt, um Marktanteile zu bekommen), in den europäischen Markt zu drängen. Die neuen Zölle gelten nur für E-Autos und der Zuwachs im letzten Jahr (von 1,4 auf 2,4%) ist hauptsächlich auf einen Hochlauf der (nicht von Zöllen betroffenen) Hybrid-Modelle zurückzuführen. Trotzdem bloß 2,4%


    Europäischen Käufern ist tendenziell ein Händlernetz wichtig, wo man hinfahren und sich die Fahrzeuge anschauen und ausprobieren kann und die auch brauchbaren Service und Ersatzteilsupport mit kurzen Lieferzeiten anbieten. Da gibt es bisher noch keinen einzigen Hersteller, der auch nur entfernt auf das Niveau eines etablierten Herstellers aufschließen konnte.



    Daher ja, China wird kommen. Bis man aber nennenswerte Stückzahlen an chinesischen Fahrzeugen auf deutschen Straßen sieht, werden noch einige Jahre vergehen. Zumal China irgendwann in das gleiche Problem läuft, wie Deutschland/Europa: Die Fertigung dort war historisch vor allem deshalb so billig, weil die Arbeitsbedingungen näher an Sklavenhaltung, als an europäischen Standards dran waren. Das kann man aber als Land nicht unendlich lang machen. Auch in China steigt die Lebensqualität für die Angestellten und damit die Herstellungskosten. Schlussendlich werden sich chinesische Produkte nicht mehr erheblich günstiger Herstellen lassen, als Deutsche, womit dann der Preisvorteil dahin wäre.

    Ich verbaue an meiner 2017er immer den Index H. Beim CTA3 kostet der ein bisschen weniger und der V hatte zwar bei mir ein bisschen mehr Startprofil (5,0 statt 4,7mm), hat aber nicht merklich länger gehalten. Hatte den 1 mal drauf. Insofern lohnt sich der Mehrpreis nicht für die längere Haltbarkeit

    Bei der SD04 und SD06 vor-Facelift (also Modelljahr 2016 und 2017) kann es eigentlich gar keinen Quickshifter geben, weil die ein Seilzug-Gas hatten. Elementarer Bestandteil des Schaktvorganges eines Quickshifters ist eigentlich, dass die Drosselklappe geschlossen wird, um die Drehzahl zu reduzieren. Das geht bei den Beiden Modelljahren nicht ohne, dass du die Hand bewegst

    Auf das ASA gehen sie im Video ein bisschen ein. Fazit: Es macht die GS erheblich besser, da Schaltgefühl ja bekannterweise nicht gerade eine von BMWs Stärken ist. Aber spielt nicht mal ungefähr in der selben Liga wie das DCT.


    Das Video betrachtet die beiden Moppeds sehr differenziert. Das Fazit ist im Prinzip, dass die AT merklich wendiger ist und die GS als hauptsächlichen Vorteil mehr Leistung hat. Fahrwerk der AT soll auf schlechtem Untergrund besser sein, das der GS auf der Straße. Wer eher auf schnelleren Strecken unterwegs ist (große Kurvenradien, wenig Spitzkehren, glatter Asphalt) ist mit der GS besser bedient. Wer viele Spitzkehren und engere Kurvenradien fährt und auch mal auf schlechtem Untergrund unterwegs ist, ist mit der AT besser dran.


    Nochmal: Fazit laut 1000PS Video, nicht meins

    Motorrad hat mal wieder einen Vergleich zwischen GS und ATAS gemacht, das dazu verlinkte Video ist allerdings von 1000PS.

    Und es wurde wieder ein Skeptiker vom DCT überzeugt

    Reiseenduro-Duell: BMW R 1300 GS vs. Honda Africa Twin
    BMW R 1300 GS oder Honda Africa Twin Adventure Sports DCT? Vergleichstest auf kurvigen Straßen mit klaren Unterschieden bei Fahrwerk und Bedienkonzept.
    www.motorradonline.de


    Das Ergebnis ist wie immer: GS hat mehr Durchzug und mehr Features, ATAS ist wendiger und hat das DCT

    Welche besser passt, hängt vom Einsatzzweck ab

    Naja also das geballte Forenwissen schön und gut, aber so richtig schlimme Schwachstellen gab es bei der AT über die Baujahre eigentlich nicht. Der einzige richtige Dauerbrenner ist das Display der CRF1100L, für das es zwar eine ausgiebige Garantie gibt, aber nach dem, was man hier so liest, immernoch keine dauerhafte Lösung.


    Die Baureihen im Überblick:

    Modelljahr 2016 SD04 CRF1000L - Das einzige Modelljahr, das es in Europa optional ohne ABS gab. 95 PS, Seilzug-Gas und insgesamt keine "Spielereien". Also kein Tempomat, kein Kurvenlicht, kein elektronisches Fahrwerk etc

    MJ 2017 SD06 CRF1000L vor-Facelift: einzige Änderung war die neue Euro-Norm und damit einhergehend die ABS-Pflicht.

    MJ18 SD06 CRF1000L Facelift: Hauptsächliche Änderungen waren die Änderung von Seilzug-Gas auf ride by wire (allerdings ohne Tempomat) und der neue Tacho (mit rundem Drehzahlmesser, statt der K.I.T.T.-Ähnlichen Balkenanzeige. Und ab hier gab es Optional die Variante Adventure Sports mit größerem Tank, größerem Windschild und etwas längeren Federwegen

    MJ 2020 CRF1100L vor-Facelift: Aufteilung nach SD08 AT und SD09 ATAS. Motor bekommt 100 ccm mehr und damit auch 7PS und ein paar Nm mehr. Große Änderungen bei der gesamten Technik: 6-Achsen Sensorik für ABS, TC und so Späße, Tempomat optional (afair vorerst nur bei ATAS? Bin mir nicht 100% sicher), elektronisches Fahrwerk optional (vorerst nur bei ATAS) und das vermaledeite TFT Display.

    MJ 2024 CRF1100L Facelift: jetzt Aufteilung nach SD13 AT und SD14 ATAS. Motor hat jetzt 7Nm mehr bekommen, Spitzenleistung bleibt aber gleich. Ansonsten gibt es die AT jetzt optional mit dem elektronischen Fahrwerk ES, die ATAS Serienmäßig. Außerdem kommt die ATAS jetzt mit einem kleineren 19 Zoll Vorderrad und leicht gekürzten Federwegen daher.


    Es gibt Einzelfälle mit undicht gewordenen Simmerringen oder defekten Radlagern, aber keine auffällige Häufung. Ein Dauerbrenner bei allen Hondas ist die Getriebeausgangswelle durch das Taumelritzel, wobei da die Fallzahlen auch eher gering sind. Ich bin nur selbst betroffen und habe da deshalb eine verschobene Wahrnehmung. Das einzige wirklich auffällig häufige Problem ist das Display bei allen CRF1100L Modellen. Fehlermodi, von denen ich gelesen habe, sind Ausfall der Touch Funktion, spider cracking und von innen beschlagenes Display. Honda gibt zwar viele Jahre Garantie auf das Display, aber soweit ich das hier lesen konnte, gilt das zum Einen nur für bestimmte Baujahre und außerdem gibt es auch bei getauschten Displays weiterhin Probleme (die dann nicht mehr unter die erweiterte Garantie fallen, weil das Display ja bereits gegen das Neue getauscht wurde). Eventuell habe ich da aber auch etwas falsch mitbekommen. Man kann sich hier im Forum ausgiebig dazu belesen.