Ich meine, mal irgendwo gelesen zu haben, dass beim elektronischen Fahrwerk wohl häufig 1 Holm für die Zugstufe und der andere für die Druckstufe genommen wird, damit man die unabhängig voneinander elektronisch regeln kann. Daher sind unterschiedliche Füllhöhen da nicht ungewöhnlich.
Beiträge von bwm
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grundsätzlich sind im crf-fahrer.info Forum mehr Leute mit den kleinen CRFs unterwegs, da hätte so eine Anfrage also tendenziell schneller Erfolg. Ich bin zufällig in beiden unterwegs, weil ich eine 2017er AT und eine 2013er CRF250L und eine 2023er CRF300L habe.
Ich kenne überhaupt keine unterschiedlichen Breiten für Felgenbänder, nur unterschiedliche Durchmesser. Welche Breiten stehen denn zur Auswahl?
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Ich habe gestern die Radlager getauscht. Habe das vorher noch nie gemacht und hatte daher keine Ahnung, wie die Werkzeuge zu benutzen sind und wie das alles so funktioniert. Ich war insgesamt etwa 5h mit Aus- und Einbau der Räder und aufräumen hinterher beschäftigt. Dazwischen auch mehrmals nachlesen, wie man etwas bestimmtes tun soll und auch mehrmals über das schlechte Werkzeug aufregen, das ich gekauft habe. Ich denke, wenn man geübt ist, sollte das in der Hälfte der Zeit möglich sein.
Mein Motorrad hat ca. 70.000km auf dem Tacho. Überwiegend Asphalt, gelegentlich leichtes Offroad (Feld- und Waldwege). Nur eine Runde auf einer Schotterigen MX-Strecke gedreht. Ich habe vorher nicht gemerkt, dass mit den Radlagern irgendwas wäre, merke jetzt aber den Unterschied (die Räder drehen sich leichter und drehen auch länger nach). Gerade die hinteren Lager waren auch wirklich dran. Hier mal das Bild von den alten Lagern und WeDi
Hier mal die Teile, die ich bestellt habe (123kugellager.de war der einzige Shop, den ich gefunden habe, der alle Teile im Sortiment hat)
Die haben alle gepasst und funktionieren. Der eine Dichtring (30x56x7) ist nicht exakt nach Honda Vorgabe (die wäre 7,5mm), da die Dichtringe aber mit Abstand zu den Lagern eingebaut werden, ist das überhaupt kein Problem. 7mm funktioniert tadellos und ich denke, auch 8mm würde ohne Probleme passen.
Die 4 SKF Lager waren alle Explorer (die sollen etwas haltbarer sein) in der RSH Ausführung (etwas bessere Dichtwirkung, dafür etwas schwergängiger als die RSL Ausführung). Das sind genau die, die ich mir auch gewünscht hätte. Die Website weist einen nicht vorher darauf hin, welche Variante man bekommt.
Das 63/22 Lager hat eine komische Bezeichnung aufgedruckt, war aber das richtige. Scheinbar werden die Lager, die ehemals als "Koyo" vertrieben wurden, jetzt als JTEKT verkauft.
Werkzeug, das ich mir gekauft habe:
BGS 8467 | Universal-Lager- und Buchsentreiber-Satz | 52-tlg. << funktioniert genau, wie beschrieben - keine Einwände
BGS Diy 7715 | Grundloch-Innenlager-Abzieher-Satz | 16-tlg. << kann ich absolut nicht empfehlen - Erklärung weiter unten
Ich würde empfehlen, das Honda Werkstatthandbuch zur Hand zu haben. Der Einbauprozess ist nämlich etwas speziell (erst 1 Lager auf Anschlag rein, dann Distanzhülse und dann das 2. Lager bis Anschlag an Distanzhülse) und vorne zu hinten unterschiedlich (vorne kommt das linke Lager zuerst rein und das rechte an die Distanzhülse, hinten umgekehrt).
Best practices hier aus dem Forum haben sich auch bei mir bewährt: die Lager vorher mehrere Stunden in den Tiefkühlschrank legen und die jeweilige Lagerstelle unmittelbar vor Einbau mit dem Heißluftföhn aufwärmen (wenn man Wasser ran spritzt, muss das sofort verdunsten / kochen). Bei den beiden vorderen Lagersitzen (die gut aussahen - Lager gingen beide ohne Probleme raus und auch wieder rein) sind die neuen Lager dadurch fast komplett von alleine (Handkraft) bis in ihre Position gerutscht. Hinten musste ich etwas prügeln, aber das lag daran, dass auch die alten Lager schon ein wenig Rost angesetzt hatten und die Lagersitze dadurch nicht ideal waren.
Noch ein paar Hinweise, die mir die Arbeit leichter gemacht hätten, wenn ich sie vorher gewusst hätte
- Die Hülse aus dem Lager im Kettenradträger kann man genauso ausschlagen, wie die Lager - nur eben in die andere Richtung. Die Hülse unbedingt ausbauen, bevor man das Lager rausholt. Anschließend reinigen und ins neue Lager einbauen.
- der von mir oben gepostete Werkzeugsatz ist kacke. Die 3 Spreizzangen sind nicht so übermäßig genau gearbeitet, sodass man die Zange, die eigentlich ab 20mm gehen soll, bei 20mm Innendurchmesser nicht rein bekommt. Man muss die nächstkleinere nehmen, die sich aber ihrerseits nur bis ziemlich genau 20mm spreizen lässt und dadurch nicht so richtig gut hinter das Lager greift. Da ich wie gesagt keinerlei Erfahrungen mit dieser Arbeit habe, kann ich nicht ausschließen, dass ich nicht doch irgendwas falsch gemacht habe. Ich glaube aber, dass das bei dem Design nicht großartig anders geht. Die Hülse zwischen den Lagern hat ja auch etwa 20mm Durchmesser, dadurch kann man mit dem Werkzeug nicht so richtig gut "hinter" das Lager greifen, sondern nur in die Fase an Lager und Hülse. Beim Spreizen der Hülse ist es mir dann fast immer passiert, dass eine der 3 Backen die Hülse ein bisschen beiseite geschoben hat und diese Backe sich dann richtig satt hinter dem Lager festgehalten hat, die anderen beiden hatten dadurch aber quasi überhaupt nichts, woran sie sich festgehalten haben. Bei den vorderen Lagern ging das trotzdem, weil die ohne viel Widerstand raus kamen. Bei dem 1. Lager im Hinterrad habe ich aber mehrmals nur die Spreizhülse verkantet durch die Lagerbohrung raus gezogen, das Lager selbst ist drin geblieben.
- eben dieses 1. Lager musste ich dann mit einer alten Ratschenverlängerung raus kloppen. Das 2. ging dann, weil ich danach die Hülse raus nehmen konnte und dann die nächstgrößere Spreizzange durch stecken und das 2. Lager damit ziehen konnte
- wenn man oberflächlich schon Rost sieht, sollte man erstmal WD-40 drauf tun und einwirken lassen. Das Lager im Kettenradträger hatte bei mir ganz ordentlich Rost angesetzt (auf dem oberen Foto habe ich leider die Rückseite fotografiert, die noch ganz gut aussah) und das Lager wollte nicht so wirklich raus. Ich habe mit der Spreizzange und dem Abstützarm Spannung drauf gegeben, dann umgedreht und von hinten noch mit einem durchtreiber rauf geprügelt. Dann wieder die Spreizzange nachziehen und wieder von hinten kloppen. Das Lager ging ziemlich schwer raus
- die Tiefe der WeDi ist nur in einer kleinen Textpassage beschrieben. Vorne ist das soweit noch klar - Dichtringe sollen bündig mit der Nabe montiert werden
hinten ist da aber ein Fehler im WHB. Im Text steht, dass der WeDi im Kettenradträger bündig montiert werden soll und der im Rad gemäß nebenstehender Zeichnung
die nebenstehende Zeichnung zeigt aber die Seite des Kettenradträgers (sichtbar an den 2 nebeneinander liegenden Lagern)
Das heißt entweder die Zeichnung, oder der Text ist falsch. Ich habe mir dazu gestern Abend einen Wolf gesucht, aber nichts gefunden. Ich vermute aber, dass der Text falsch ist und die Zeichnung korrekt. a) weil am Vorderrad auch die beiden WeDi in der Nabe eingebaut bündig montiert werden sollen, b) weil es wahrscheinlicher ist, dass im Text ein Fehler gemacht wurde, als, dass die extra angefertigte Schnittzeichnung falsch ist und c) weil auf genau der Seite des Kettenradträgers hinten ja auch als einzige Montageposition eine andere Hülse montiert wird (die nicht nur rund ist, sondern noch einen zusätzlichen Flansch dran hat). Auch das wird ja leider in der entsprechenden Abbildung falsch dargestellt (da ist die Flanschhülse auf der Bremsenseite), aber das ist hier ja hinlänglich bekannt.
Bis auf die Schwierigkeiten mit den angerosteten Lagern (das nächste mal werde ich die denke ich schon bei ~50.000km tauschen, um dem vorzubeugen) ist das ansonsten eine Tätigkeit, die man mit normaler Schraubererfahrung machen kann, solange man Werkzeuge hat, um die Lager aus- und einzuschlagen. Beim Einschlagen unbedingt beachten, dass man das nicht nur mit einer Nuss macht! Die Nuss bringt nämlich die Kraft nur auf den Lager-Außenring, der Endanschlag ist aber die Distanzhülse, die am Innenring anliegt. D.h. wenn man mit der Nuss außen schlägt, das Lager aber innen anliegt, dann verkantet man das Lager in sich. Wenn man SEHR vorsichtig ist, kann das auch schadfrei gehen. Korrekter ist aber so ein Satz, wie ich ihn oben verlinkt habe. Einfach nur ein großes Paket an Scheiben mit unterschiedlichen Durchmessern, da ist für jeden Fall etwas dabei

Zum Ausschlagen brauchte ich wie gesagt eine alte Ratschenverlängerung, da meine normalen Durchtreiber nicht ansatzweise lang genug dafür waren.
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Das ist ja ein generelles Missverständnis bei Leistungsangaben. Außer am Stammtisch und auf der Rennstrecke hat die PS Zahl an sich nichts zu bedeuten. Ein Motorrad mit viel Leistung und schlechter Übersetzung kann sich trotzdem langsam anfühlen und andersherum genauso. Oder auch die AT ist im für die Landstraße relevanten Drehzahlbereich nicht wesentlich langsamer, als eine GS.
Davon abgesehen war die Rieju Aventura Rally 307 bei der Motorrad auf der Rolle und hat dort scheinbar nur 28,8 PS gedrückt (bei 34 PS Herstellerangabe)
Die Alternative zur neuen 300er? - Seite 85 - CRF-Fahrer Forum
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Ich würde das noch erweitern: Stromdieb hat nirgendwo etwas zu suchen. Dass sowas überhaupt verkauft werden darf, finde ich schon schlimm. Krasse Brandgefahr mit den Dingern.
In dem Fall jetzt nicht, aber ich habe in letzter Zeit häufig in Foren festgestellt, dass Leute Sicherungsadapter (gegen die nichts per se einzuwenden ist) als Stromdieb bezeichnen.
Tatsächlich hat auch dieses Produkt beide Namen im Titel. Daher muss man inzwischen immer vorher abklären, was genau mit "Stromdieb" gemeint ist.
Sowas hier
ist kreuzgefährlich und sollte niemals nirgendwo genutzt werden
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Nicht nur unter Honda Fans. Wir haben im Haus zwar 3 Honda Motorräder aber zusätzlich noch eine BMW und als Autos einen Mini, einen Mazda und einen Skoda.
Und ich verspüre bei keinem einzigen davon den Bedarf, gegen irgendwas neueres/anderes einzutauschen. Die Autos sind noch aus einer Zeit, in der Haptik und Knöpfe king waren, modernere Autos mit ihrem Touch und Klavierlack überall und dem ständigen Gebimmel wegen allem und jedem reizen mich so gar nicht.
Motorräder genau das gleiche. Die Moppeds laufen solide, haben für ihren jeweiligen Einsatzzweck genau die richtige Leistung und (nach diversen Modifikationen) genau die Funktionen, die wir wollen. Ich brauche keine 7 Stufen Traktionskontrolle oder einen Touchscreen, der ständig ausfällt. Neuere Autos und Moppeds haben keine Features, die mich ansprechen, dafür aber teils welche, die mich abstoßen. Touchscreen am Motorrad ist für mich so ziemlich die dümmste Idee, die jemals jemand hatte. Wenn sie eine neue AT (oder TA oder wie auch immer sonst genannt) rausbringen, die bei ~100PS erheblich weniger Gewicht hat, würde ich vielleicht sogar einen Touchscreen hinnehmen. Ansonsten sehe ich bei meiner 2017er AT bis auf weniger Kilos keinen weiteren Verbesserungsbedarf. Deshalb fahre ich die auch noch weiter.
Meine hat ja auch erst ~70.000km runter, hat also offenbar noch 2/3 ihrer Lebenszeit vor sich
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Ich habe einen Satz Fühlerlehren, der von 0,02 bis 0,10 in 0,01mm Schritten geht und darüber dann in 0,05er Schritten
Damit kann man jedes Spiel ab 0,02 auf 1/100 genau messen. Wenn du z.B. Die 0,08 und 0,15 zusammen legst, hast du 0,23mm
Sowas in der Art
Denk daran, dass du die Kurbelwelle in unterschiedliche Positionen drehen musst. Wenn ich mich recht erinnere waren es 3 verschiedene Positionen für die 4 Spiele.
Der größte Aufwand an der ganzen Geschichte ist, den Ventiltrieb frei zu legen. Also Verkleidungen, Tank, Airbox, Drosselklappe usw muss ja alles weg. Das ist viel Arbeit und dauert auch einen Moment. Das Spiel messen ist simpel

Mit Soll, min, max-Lehren (nennt sich in der Fachsprache "go/no-go gauges") kann man auch machen, damit geht's deutlich schneller. Aber dafür brauchst du dann 6 Lehren mit einer spezifischen Dicke (je 3 Einlass und Auslass und 0,19 z.B. gibt es auch nicht in normalen Lehrensätzen) und dann weißt du eben nicht den genauen Wert. Ich bin da Datenfetischist und will wissen, wie viel genau das Spiel außerhalb der Toleranz ist. Und wenn ich die Stunden an Demontage schon hinter mir hab, kommt es auf die 5 Minuten mehr Messdauer auch nicht mehr an. Habe auch bei der letzten Kontrolle 1 Auslassspiel um 1/100mm "zu groß" gelassen. Wenn's mehr gewesen wäre, hätte ich das noch eingestellt aber 1/100 kann ich vertreten.
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Es gibt offenbar sehr unterschiedliche Ansichten zur genauen Definition von "rein sachliche und faktenorientierte Weise"
Ich für meinen Teil wünsche dir viel Spaß mit der GS. Im GS Forum ist deine rein sachliche Art auch besser aufgehoben denke ich

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Ich bin durchaus der Meinung, dass man manche Wartungsintervalle verlängern kann. Aber es gibt eben die Vorgabe von Honda und wenn man gewisse Sachen zu gewissen Zeitpunkten nicht macht, geht man damit ein gewisses Risiko ein. Da sollte man selbst verstanden haben, was man da tut. Außerdem gibt es darüber grundsätzlich keine Einigkeit, es würde für jede Empfehlung ganz sicher Gegenstimmen geben. Deshalb tue ich mich sehr schwer damit, da eine "Empfehlung" abzugeben.
Wenn du die Materie selbst nicht tief genug durchstiegen hast, um die Risikoabwägung selbst durchführen zu können, würde ich dir dazu raten, bei den Honda-Intervallen zu bleiben
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ich hätte erwartet, dass das Frau-Tor-Öffner upgrade open source ist und mit jeder Hupeinrichtung kompatibel ist, die den Schwellwert des Messwerts (Schalldruck) am Sensor (Ohr) erreicht.
Aber ich habe gehört, dass die Sensorik dieses Systems einer gewissen altersbedingten Degradation unterliegt, sodass die Funktionsfähigkeit irgendwann nicht mehr gegeben ist. Dann wäre eventuell ein Austausch ratsam

Huiuiui war das jetzt politisch inkorrekt