Beiträge von bwm

    Naja also das geballte Forenwissen schön und gut, aber so richtig schlimme Schwachstellen gab es bei der AT über die Baujahre eigentlich nicht. Der einzige richtige Dauerbrenner ist das Display der CRF1100L, für das es zwar eine ausgiebige Garantie gibt, aber nach dem, was man hier so liest, immernoch keine dauerhafte Lösung.


    Die Baureihen im Überblick:

    Modelljahr 2016 SD04 CRF1000L - Das einzige Modelljahr, das es in Europa optional ohne ABS gab. 95 PS, Seilzug-Gas und insgesamt keine "Spielereien". Also kein Tempomat, kein Kurvenlicht, kein elektronisches Fahrwerk etc

    MJ 2017 SD06 CRF1000L vor-Facelift: einzige Änderung war die neue Euro-Norm und damit einhergehend die ABS-Pflicht.

    MJ18 SD06 CRF1000L Facelift: Hauptsächliche Änderungen waren die Änderung von Seilzug-Gas auf ride by wire (allerdings ohne Tempomat) und der neue Tacho (mit rundem Drehzahlmesser, statt der K.I.T.T.-Ähnlichen Balkenanzeige. Und ab hier gab es Optional die Variante Adventure Sports mit größerem Tank, größerem Windschild und etwas längeren Federwegen

    MJ 2020 CRF1100L vor-Facelift: Aufteilung nach SD08 AT und SD09 ATAS. Motor bekommt 100 ccm mehr und damit auch 7PS und ein paar Nm mehr. Große Änderungen bei der gesamten Technik: 6-Achsen Sensorik für ABS, TC und so Späße, Tempomat optional (afair vorerst nur bei ATAS? Bin mir nicht 100% sicher), elektronisches Fahrwerk optional (vorerst nur bei ATAS) und das vermaledeite TFT Display.

    MJ 2024 CRF1100L Facelift: jetzt Aufteilung nach SD13 AT und SD14 ATAS. Motor hat jetzt 7Nm mehr bekommen, Spitzenleistung bleibt aber gleich. Ansonsten gibt es die AT jetzt optional mit dem elektronischen Fahrwerk ES, die ATAS Serienmäßig. Außerdem kommt die ATAS jetzt mit einem kleineren 19 Zoll Vorderrad und leicht gekürzten Federwegen daher.


    Es gibt Einzelfälle mit undicht gewordenen Simmerringen oder defekten Radlagern, aber keine auffällige Häufung. Ein Dauerbrenner bei allen Hondas ist die Getriebeausgangswelle durch das Taumelritzel, wobei da die Fallzahlen auch eher gering sind. Ich bin nur selbst betroffen und habe da deshalb eine verschobene Wahrnehmung. Das einzige wirklich auffällig häufige Problem ist das Display bei allen CRF1100L Modellen. Fehlermodi, von denen ich gelesen habe, sind Ausfall der Touch Funktion, spider cracking und von innen beschlagenes Display. Honda gibt zwar viele Jahre Garantie auf das Display, aber soweit ich das hier lesen konnte, gilt das zum Einen nur für bestimmte Baujahre und außerdem gibt es auch bei getauschten Displays weiterhin Probleme (die dann nicht mehr unter die erweiterte Garantie fallen, weil das Display ja bereits gegen das Neue getauscht wurde). Eventuell habe ich da aber auch etwas falsch mitbekommen. Man kann sich hier im Forum ausgiebig dazu belesen.

    Der Test auf Schotter sagt nix aus. Immernoch nicht. Ihn interessiert nicht die Bremswirkung auf Schotter, sondern die auf Asphalt. Und den Test hat er ja gemacht. Auf Schotter wird das Rad sicher blockieren, das hilft ihm aber bei seinem aktuellen Problem nicht weiter.

    Dass du mit ausgeschaltetem ABS probiert hast, hast du nicht geschrieben. Aber wenn du tatsächlich angemessen drauf latscht und das Hinterrad dabei nicht blockiert, ist da irgendwas mit der Bremse nicht in Ordnung. Selbst bei Maximalem Grip (also warmgefahrener Reifen auf sommerlich trockenem, griffigen Asphalt) muss die Hinterradbremse es schaffen, das Rad zu blockieren. Wenn sie das nicht tut, ist da irgendwas nicht in Ordnung. Ganz besonders, wenn sie das bei weniger griffigen Fahrsituationen (feuchte, kalte Straße) nicht schafft.

    Aber du warst doch jetzt lange mit dem Honda Händler im Gespräch wegen deinem Gasannahme-Problem. D.h. du hast noch Garantie / Gewährleistung? Dann wird wohl das sinnvollste sein, du stellst ihm die Maschine nochmal hin.

    wer hat das denn gesagt? Es gibt ja wohl schon einen Unterschied zwischen geplanten Anpassungsbremsungen und ungeplanten Vollbremsungen. Bei der Vollbremsung wird in jeder Lebenslage jeder Anker geworfen, den man an Bord hat. Das ist ja nun irgendwie selbstverständlich. Aber bei einer Anpassungsbremsung vor einer Kurve kann ich doch die Bremse nehmen, die mir beliebt und mit der ich besser arbeiten kann. Daher ja, im Alltag benutze ich die Bremse hinten sehr selten, weil es bei meiner Fahrweise einfach selten vorkommt, dass ich voll reinankern muss und ich gleichzeitig die Verzögerung mit nur hinten nicht ausreichend finde. Das ist nun aber überhaupt kein Problem, solange ich bei einer Vollbremsung immer noch beide benutze (was ich selbstverständlich tue). Davon abgesehen habe ich das beim ADAC Training tatsächlich mal ausprobiert und der Bremsweg aus 100 unterscheidet sich zwischen nur vorne und vorne und hinten gebremst nur minimal. Der Unterschied lag quasi innerhalb der Streuung, die man bei einer solchen Situation eh hat (ne Zehntel Sekunde früher oder später gebremst macht ja schon +-3m Unterschied aus). Der Bremsweg aus 100 mit nur hinten war nicht messbar, da wäre ich bis weit in die Wiese und die nächste Anlage rein gefahren.


    Aber hier geht's um eine eventuelle Bremsen-Fehlfunktion und Fliegerbaer wird sich melden, wenn er den Test durchgeführt hat. So, wie das Wetter bei mir gerade aussieht (Eisregen) wird der Test wohl nicht in den nächsten Tagen stattfinden :)

    ich hab die 250er seit 2017 und dazu noch die 300er seit 2022, die allerdings nach 1 Jahr wegen einem Vollkaskoschaden gegen eine 2023er getauscht wurde. Also ein bisschen hab ich meine auch schon


    zum anderen Forum: der Admin (der als Spamschutz neue User händisch freigeben muss) ist aktuell leider mal wieder untergetaucht. Du wirst sicherlich irgendwann freigeschaltet, das kann aber u.U. auch ein paar Monate dauern.

    Ich frage mich, was du dir von dem Test auf Schotter erhoffst. Ich würde meine Oma drauf verwetten, dass das Rad da blockiert. Auf Schotter bekommt man das Hinterrad sogar mit der DCT Feststellbremse blockiert. Das sagt dir exakt gar nichts über die Bremswirkung der Hinterradbremse

    Geht es dir um eine L oder eine Rally?

    Die 2025er hat neben den von Dir genannten Änderungen wohl ein etwas härteres Fahrwerk bekommen, das jetzt besser für Europäer passen soll. Das vorher war scheinbar auf einen 50-60kg Fahrer ohne Gepäck ausgelegt und damit für die meisten Europäer viel zu weich. Ich bin allerdings noch keine 2025er selbst gefahren, hab nur davon gelesen.

    Durch den neuen Modellcode gelten alte ABE nicht mehr, wodurch es bisher wenig Zubehör mit ABE gibt. Gerade Auspuff und Fahrwerk ist wohl bei vielen Herstellern noch so ein Thema. Weiß nicht, ob Zulässigkeit für dich relevant ist.


    Ansonsten am Motor hat sich soweit ich weit nichts geändert. Es gibt eine handvoll Motorschäden, vor allem von einem Paar, das lautstark auf allen Plattformen davon berichtet, die meisten sind aber scheinbar auf Modifikationen (schlechter Luftfilter, zusätzlicher Lufteinlass, ECU Tuning) in Verbindung mit extrem schlechtem Sprit zurück zu führen. Die meisten Motoren laufen unauffällig. Das Problem mit dem taumelnden Ritzel und damit potenziell abgenutzter Getriebeausgangswelle haben ja die meisten aktuellen Hondas. Das muss man im Blick behalten und ggf Gegenmaßnahmen ergreifen.


    Ich finde es witzig, dass du sagst, du willst TET fahren und eventuell später mal Gelände. Je nachdem, wo man ist, soll der TET recht geländig sein. Ich würde also erst Offroad fahren üben und mich danach mit Gepäck in unbekannte Gefilde aufmachen.


    Ich fahre meiner 300L sehr wenig, aber bin sehr glücklich mit ihr. Die macht über 90% ihrer Kilometer auf unbefestigtem Untergrund.

    eben das war mein Tipp. Die übertragbare Bremsleistung am Hinterrad ist sehr gering, das stimmt. Durch den hohen (und ich vermute auch weiter vorne liegenden) Schwerpunkt geht beim Bremsen sehr viel dynamische Radlast nach vorne, das Hinterrad hebt sogar bei Vollbremsungen gerne mal ein bisschen ab (ich mache jährlich ein Fahrsicherheitstraining und habe daher ausreichende Erfahrung mit Gefahrenbremsungen). ABER! das heißt einfach nur, dass viel von der Bremskraft durch das ABS weggeregelt wird, weil man selbst mit wenig Bremskraft schon in den Regelbereich des ABS kommt.

    Wenn dein Motorrad tatsächlich nicht bis in den ABS-Regelbereich kommt, muss daher etwas anderes im Argen sein. Ganz besonders dadurch, dass das Hinterrad beim Bremsen so stark entlastet wird und damit viel leichter blockiert.


    Ich würde für den Test allerdings nicht auf losen Untergrund fahren. Mach das auf einer Straße, bei der du im normalen Betrieb das Gefühl hattest, dass die Hinterradbremse nicht ABS-regelt. Auf Schotter oder Sand wird das Rad garantiert blockieren, da braucht man quasi gar keine Bremskraft für. Du willst ja aber mit deinem Test herausfinden, ob das Hinterrad auf der Straße bis in den ABS Regelbereich kommt. Und wenn das Hinterrad bei der gleichen Bremsung auf der gleichen Straße OHNE ABS blockiert, MIT ABS aber nicht, dann hast du deine Antwort: das ABS funktioniert, wie es soll, und regelt die Blockierung einfach weg.

    Wenn du es aber auch ohne ABS nicht schaffst, das Hinterrad zum Blockieren zu bringen, ist irgendwas an der Bremse im Argen.


    Mach das Blockieren aber wirklich nur sehr kurz. Ich habe mir beim Anhänger mal unbeladen mit einer Testbremsung aus 70 km/h die Reifen so weggeschabt, dass ich da anschließend einen Bremsplatten drauf hatte und die Reifen tauschen musste. Will sagen: wenn du mit dem Motorrad eine Testbremsung aus 70 mit blockierendem Hinterrad bis zum Stillstand machst, ist der Reifen danach wahrscheinlich tauschreif. Deshalb wirklich nur ganz kurz blockieren lassen

    auch im Wandler ist eine sog. Wandlerüberbrückungskupplung drin

    Im Prinzip aber auch egal - eine Wandlerkupplung hat den Vorteil des DCT (der nächste Gang ist bereits eingelegt und damit lässt sich der nächste Gang nahtlos einlegen) NICHT. Auch in einer Wandlerautomatik muss erst der Kraftfluss unterbrochen, dann der aktuelle Gang ausgelegt , dann der nächste Gang eingelegt und dann der Kraftfluss wiederhergestellt werden. Du hast also die Zugkraftunterbrechung in jedem nicht- Doppelkupplungsgetriebe (außer dem Koenigsegg Light Speed Transmission) inhärent mit drin. Das Beispiel der ZF Wandler ist einfach nur eines, wo die Schaltvorgänge so schnell und smooth sind, dass du das kaum merkst. Und da kommen Motorräder eventuell auch mal hin. Keine Ahnung.

    Nicht nur günstige. ZF bekommt die Wandlerautomaten inzwischen so gut hin, dass sich das Getriebe quasi wie ein Doppelkupplungsgetriebe anfühlt, obwohl es nur eine Kupplung hat. Mini hat zum Beispiel beim F56 in den ganz kleinen Motoren eine 6-Gang Wandlerautomatik, in den "mittleren" Motoren ein (je nach Baujahr) 6 oder 7 Gang Doppelkupplungsgetriebe und bei dem John Cooper Works und GT3 Dann eine 8 Gang Wandlerautomatik.

    Und da sind die Gangwechsel wie gesagt sehr weich.


    Ich finde auch bei vielen Moppeds die Quickshifter so gut, dass man die Zugkraftunterbrechung kaum merkt. Mit ein paar Jahren Weiterentwicklung werden die sich in Sachen Fahrkomfort bestimmt auch mit Automatischer Betätigung dem DCT von Honda weiter annähern. Aktuell ist da aber noch keiner.