Die Batterien liegen ja im Unterbodenbereich um den Schwerpunkt zu senken und Platz zu schaffen.
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Bei vielen E-Fahrzeugen sind die Batterien von unten in die Bodengruppe geschraubt. So lassen sie sich mit mittelprächtig großem Aufwand rausbauen und ggfs. reparieren oder tauschen. Was die Werkstätten dazu brauchen, ist eine Art Hubwagen. Das Auto wird auf eine Hebebühne gehoben. Dann kommt der Hubwagen drunter. Dann müssen hundert Schrauben und ein paar dicke Kabel gelöst werden, und schon liegt die Batterie auf dem Hubwagen. Das ist alles nicht so einfach, aber ich behaupte mal, dass eine Werkstatt, die weiß, wie das geht, ein Batteriepack in einer halben Stunde draußen hat. Ich glaube, der Ausbau eines Pkw-Verbrennungsmotors ist komplizierter.
Die Reparatur von Batteriepacks und ggfs. der Austausch ist grundsätzlich keine Raketenwissenschaft, erfordert aber Know-how, das nicht unbedingt jede Feld-Wald und Wiesen-Autowerkstatt hat. Ich hege aber nicht den geringsten Zweifel, dass sich bald ein Ökosystem von Werkstätten bilden wird, das so was anbietet. Es gibt ja auch Motoren- und Getriebe-Instandsetzer, die alte Aggregate wieder neu machen.
Ich persönlich finde den BMW i3 sehr geil. Allerdings sind die ältesten i3 jetzt auch schon 12 Jahre alt. Sie hatten anfangs nur einen 22 kWh-Akku, mit dem man im Winter gerade noch 100 km weit kommt. Zum Schluss war der Akku mit 42 kWh doppelt so groß. Es gibt inzwischen aus China Nachrüst-Packs, die 54 kWh haben, damit kann man dann locker 300 km fahren. Nun stelle man sich mal vor, man kauft sich einen relativ alten BMW i3 mit Range Extender und rüstet ihn dann noch mit einer 54 kWh-Batterie aus...
Klingt in der Theorie toll. Bei Alibaba kostet so ein Akku 6.300 Euro, aber dann kommt noch Zoll dazu, irgendwer muss einem das Ding einbauen, und etwas Garantie hätte man ja auch gerne.