Beiträge von Sampleman

    Das Problem, das haben wir hier glaube ich schon mal angedeutet, sind die Extremisten, die die Debatte beherrschen.


    Die Elektro-Fahrer können nicht akzeptieren, dass E-Autos nicht nur Vorteile haben, und die Diesel-Fahrer finden die Elektro-Fahrer so scheiße, dass sie sich schlicht weigern, ein E-Auto auch nur mal Probe zu fahren, mann könnte ja woke werden davon...

    Ich stelle fest, dass das Argument "E-Autos sind ja unbezahlbar" keins mehr ist. Wenn man heute einen gebrauchten VW ID.3 mit einem gleich alten, gleich motorisierten und vergleichbar ausgestatteten Golf vergleicht, herrscht mehr oder weniger Gleichstand. Gut, der ID.3 mag am Ende tausend oder zweitausend Euro teurer sein, aber die hat man nach spätestens zwei Jahren raus, wenn der Golf zur großen Inspektion muss und der ID.3 nicht. Allerdings würden sich neue E-Autos noch schneller rechnen, wenn Deutschland nicht mit die höchsten Strompreise hätte. Bei einem Strompreis von 50 ct. (ist ja bei einer öffentlichen Ladesäule nicht unrealistisch), kostet ein Auto, das 20 kWh auf 100 frisst, zehn Euro. Bei einem Dieselpreis von 1,60 entspricht das dem Preis für 6,25 Liter Diesel, und es ist heute kein großes Kunststück mehr, ein Auto zu bauen, dass damit weiter kommt als 100 km. Natürlich lügt man sich damit in die Tasche, denn ein Verbrenner braucht mehr als das, was man in den Tank schüttet. Aber ein E-Auto produziert je nach Modell 7 bis 15% Ladeverluste, über die redet auch keiner.


    Es bleibt das Thema Reichweite und Laden. Klar, kann man mit zurecht kommen, aber für manche ist es eben eine echte Plage. Das sollte man nicht einfach wegwischen. Ich bin heute mit meiner AT von Augsburg bis zum Haldensee in Tirol und zurück gefahren. Ich musste unterwegs weder tanken noch laden, auf eine halbe Stunde oder mehr an einer Ladesäule in der Kälte hätte ich auch keinen Bock gehabt.

    Ach, das kann ich mir lebhaft vorstellen. Vermutlich sind da Diskussionen für oder wider DCT ein Witz dagegen;-)


    Ich habe tatsächlich das Handicap, dass ich mein Fahrrad nicht geschützt so abstellen kann, dass ich da schnell dran komme. Also steht es draußen - und ist eine alte Kraxn, die niemand klaut. Ein E-Bike könnte ich draußen nicht stehen lassen, sonst wäre es bald weg. Schade, sonst hätte ich schon längst eins.

    Scusi, aber du spinnst. Wir stehen vor der für jedermann sichtbaren Situation, dass sich akkuelektrische Werkzeuge, Fahrräder, Smartphones und andere Devices wie geschnitten Brot verkaufen, ohne dass dafür irgendwer einen Cent Steuergeld in die Hand nehmen müsste. Batteriebetriebene Motorroller verkaufen sich mäßig, aber immer besser, batteriebetriebene Motorräder kannst du mit der Lupe suchen und batteriebetriebene Autos scheinen sich ohne Subventionen auch nicht von selbst zu verkaufen.


    Ich suche nach Gründen, warum das so ist. Dass du dich daraufhin bemüßigt fühlst, Mutmaßungen über meine politische Gesinnung anzustellen, ist schlicht unverschämt. Die bewegt sich mitten im demokratischen Spektrum, danke der Nachfrage.


    Administratoren Nein, das klären wir nicht per PM. Wenn Papinator öffentlich solche Sprüche raushaut, dann kriegt er auch öffentlich eine Antwort darauf.

    In den Messwerten noch nicht einmal. Es kauft sich ja nicht jeder einen Tesla Plaid. Ich hatte vor zwei Jahren die Gelegenheit, zwei Tage lang einen VW ID.3 in Berlin zu fahren. Jetzt hatte ich zwei Tage lang einen VW Taigo in Hamburg. Ja, der ID.3 beschleunigt besser, wenn man voll drauftritt - was man in der Stadt nur selten tut. Dafür fährt der Taigo auf der Autobahn 200, wenn es sein muss. Natürlich gibt es Unterschiede, aber die sind eben nicht so groß, dass sie die Leute zwingend zum Umsteigen bewegen würden. Leute wie du, die auf solche schlichten, empirisch leicht belegbaren Aussagen giftig reagieren, müssten sich mal überlegen, ob das angemessen ist.


    Wenn man sich die Preise der tatsächlich verkauften Pedelecs ansieht, scheinen die Käufer ohnehin wenig preissensibel zu sein. Bei E-Autos ist das offenbar anders.

    Ich sehe Pedelecs insofern differenziert, als ich mich frage: Ersetzen sie tatsächlich Autos - und leisten damit einen tollen Beitrag zum Umweltschutz? Oder ersetzen sie konventionelle Fahrräder, die vom Nachhaltigkeitsstandpunkt her noch viel besser wären? Fakt ist, dass sich Pedelecs trotz zum Teil schwindelerregender Preise verkaufen wie verrückt, ohne dass es jemals einen Cent Förderung gegeben hätte. Angeblich haben inzwischen bereits über 20% aller Haushalte ein Pedelec. Offenbar bietet ein Pedelec seinem Käufer gegenüber dem bisherigen Standard solch einen Vorteil, dass er da zuschlagen muss. Und offenbar ist das für die Masse der Käufer bei E-Autos nicht so.

    Das dürfte eigentlich nicht die Angelegenheit des Adapters sein. Du musst dein Headset direkt bei der Honda anmelden.


    Ich probiere seit über zwei Jahren immer wieder alle möglichen Headsets an meiner AT aus und habe zwei Sachen festgestellt: Erstens scheint es eine Höchstzahl von BT-Devices zu geben, die bei der Honda registriert sein können, und zweitens muss man manchmal mehrmals probieren, bis eine Kopplung akzeptiert wird. Ich habe vor ein paar Tagen ein Schuberth SC2 an meiner Honda neu anmelden wollen. Das hat zunächst nicht funktioniert. Dann habe ich ein paar Devices aus der Kopplungsliste gelöscht, dann ging es schließlich. Ich kann es nicht beschwören, aber mehr als fünf Einträge sollte man glaube ich nicht haben.

    Meine Vermutung ist, dass die Akkus der Zukunft entweder aus weniger problematischen Bestandteilen bestehen werden oder besser recycelt werden. Man darf auch nicht vergessen, dass der weltweite E-Auto-Boom ja noch keine zehn Jahre alt ist, das bedeutet, dass es noch gar nicht so viele EV-Akkus gibt, die man recyceln müsste/könnte.

    Ehrlich gesagt, das macht mir die geringste Sorge. Deine AT verbraucht 5 Liter Sprit auf 100, macht auf 100.000 km fünf Kubikmeter Benzin. We die entsorgt werden, darüber denkt auch keiner nach;-)


    Ich habe mir vor 30 Jahren mein damals erstes neues Kraftfahrzeug gekauft, einen 50er Zweitakt-Roller. Der hatte zwar einen E-Starter, dennoch war das Wiederbeleben des Gerätes nach Ende der Winterpause immer ein Geduldsspiel. Allein deshalb fände ich einen E-Roller interessant. Meine AT zu elektrifizieren, das steht ja noch nicht zur Debatte.


    Über Produkte des Herrn Musk rede ich nicht so gern, seitdem er offen zum Faschisten mutiert ist. Der aktuelle Stand zu FSD ist, dass es in Europa immer noch als Level-2-System behandelt wird, was bedeutet, der Fahrer bleibt permanent in der Verantwortung für das, was sein Auto tut. Er sitzt also einerseits untätig herum und muss seinem Auto beim Fahren zusehen. Andererseits muss er jederzeit bereit sein, ohne Vorankündigung die Kontrolle zu übernehmen, wenn sein Auto einen Fehler macht. Da ist Mercedes schon weiter. Sie haben seit über einem Jahr das erste Level-3-System am Start, das - allerdings bislang nur unter eng definierten Rahmenbedingungen - nicht nur die Kontrolle übernimmt, sondern auch die Verantwortung. Wenn ein Mercedes Mist baut, haftet Mercedes, wenn ein Swasticar Mist baut, haftest du. Der ADAC sieht im Moment Tesla nicht mehr als führend unter den Assistenzsystemen an.


    Aber das Wichtigste: Die Tesla Assistenzsysteme gibt es nur deshalb nur in E-Autos, weil Tesla nichts anderes baut. Waymo benutzt in den USA unter anderem Chrysler Pacifica mit Verbrennungsmotoren, und Mercedes und BMW bieten ihre Systeme sowohl in Verbrennern als auch in Stromern an.

    Ich sehe nicht, welche Assistenzsysteme es exklusiv für Stromer geben soll. Mir berichtete einer von einer längeren Autobahnfahrt mit einem Golf 8, das war wohl auch schon weitgehend betreutes Fahren;-)