Beiträge von Sampleman

    Ich sehe das tiefenentspannt. Siehe dazu den Thread, den ich nach dem 1. Teil verfasst hatte:

    Honda Deutschland hört auf mich - geht doch!


    Auch im zweiten Teil wurde die AT über den grünen Klee gelobt:


    >> ... und dann [wenn man die AT in Basiskonfiguration nimmt] fällt besonders auf, wie harmonisch die Africa Twin sich zu bewegen versteht. Top Massenzentralisierung, smart gezeichnete Ergonomie und das mit hoher Wahrscheinlichkeit feinste Fahrwerk beim ganzen Master Test Adventure schaffen ein himmlisch komfortables Schotter-Fahrgefühl, Marke "Magic Carpet Ride". <<


    Die elektronischen Fahrhilfen werden als "nicht mehr ganz so sensationell wie jene der Europäer" bezeichnet, der Autor rät dazu, diese im Gelände zu deaktivieren - was nach meinem Eindruck die meisten Forumsmitglieder ohnehin tun, und "dann nervt die vermurkste Bedienung auch nicht" - in meinen Augen eine völlig berechtigte Kritik an der vermurksten Bedienung der AT.


    Mit anderen Worten: Was hast du erwartet? Der Letzte Satz der Kurzcharakteristik beschreibt perfekt das Dilemma, in der sich die AT bewegt:


    >> Unter den "Dicken" die Leichteste, unter den "Midsize" die hochwertigste: Die Basis der CRF 1100 L sortiert sich geschickt zwischen den Welten ein <<


    Genau so sehe ich das auch: Gegenüber einer BMW R1300GS, einer Multistrada V4S oder einer KTM 1390 Super Adventure ist die AT schlicht untermotorisiert, das ist als wenn du einen Toyota RAV4 mit einem Porsche Cayenne vergleichst. Und gegenüber einer BMW F900 GS (Basispreis 13.750 Euro) oder einer Voge DS 800 X (9.000 Euro) ist sie reichlich teuer. Sie sitzt halt genau in der Mitte zwischen zwei Klassen, Und damit gewinnst du keine Vergleichstests.


    Was ich persönlich interessant fand, das war das sehr wechselhafte Abschneiden der ganzen Chinakracher. Vor allem die Voge DS 900 X, die ich von den Specs her noch dichter an der AT sehe, schein insgesamt ein ziemlich mittelmäßiges Mopped zu sein.

    Ab Werk hatte die 2021er AT allerdings keinen, deshalb den Straps über dem Soziusbrötchen, damit sich die Sozia panisch an irgendwas festkrallen kann:

    honda_crf1100l_africa-twin_2021_03.jpg


    Sicherlich gab es deinen Gepäckträger damals bereits als Original-Zubehör zum Dazubestellen.

    Bei meiner 2022er AT war der Träger dann Serie, dafür gab es keinen Straps mehr.

    Wenn noch mal jemand sich über die Ersatzteilpreise von Honda beschwert:

    Ich habe mir heute für 58 Euro und 2 Cent ein Scheibenwischerblatt für meinen 2016er Toyota Yaris gekauft. Immerhin, für das Geld hat es der Toyota-Servicemensch vor meinen Augen ans Auto angesteckt.


    (Bevor Nachfragen kommen: ich hatte schon mal eins von einem OEM, aber das hat nicht gepasst)

    Was natürlich der Haken ist: Bezüglich Konformität haftet der Inverkehrbringer, lies: Der Importeur. Wenn man Sachen direkt bei Temu bestellt, ist man natürlich gekniffen, aber zum Beispiel CF Moto wird von einer Firma Hans Leeb in Österreich importiert. Die sind dafür verantwortlich, dass Cf-Moto-Moppeds, die in Deutschland verkauft werden, allen gängigen Bestimmungen genügen. Und ich nehme an, dass die Rechtsabteilungen der Konkurrenz da sehr genau drauf achten werden.

    Was allenfalls sein könnte (weiß ich nicht), dass sich die Kofferträger zwischen AT und ATAS unterscheiden. Da allerdings auch die Sitze austauschbar sind, glaube ich das fast nicht.

    Der Hinweis auf "manipulierte CE-Kennzeichnung" kam hier mehrfach und ist Unsinn. Das CE-Kennzeichen ist eine Konformitätserklärung, die besagt, dass ein Produkt alle relevanten Vorgaben der EU erfüllt. Das CE-Zeichen ist also nicht Ergebnis einer unabhängigen Prüfung von TÜV etc. oder gar einer staatlichen Kontrolle durch eine Bundesbehörde. Nein, es ist eine einseitige Erklärung des Herstellers. Auch wenn Bombardier aus Kanada Produkte in der EU verkaufen will, müssen die alle relevanten EU-Bestimmungen erfüllen. Das muss der Hersteller garantieren, und als pauschalen Hinweis darauf, dass er das garantiert, druckt er das CE-Zeichen aufs Gehäuse.


    Wofür PRC steht, hat man dir ja bereits erklärt. Wenn jemand die Herkunft seiner Produkte verschleiern will, dann ist es eher Apple. Die haben früher "Designed in California" auf ihre Schachteln geschrieben - zusammengebraten wurde der Kram dann bei Foxconn in Shenzen.


    Gab es immer schon auch in Europa. Leica hat auf seine sündhaft teuren M-Messsucherkameras "Made in West Germany" draufgeschrieben, als das "West" noch einen Unterschied gemacht hat. Tatsächlich wurden viele Teile für die Leica M in Westdeutschland hergestellt (vermutlich die meisten). Dann wurde das Zeug nach Portugal gekarrt und dort von glücklichen Portugiesen zu fertigen Kameras zusammengebaut. Die kamen dann zurück nach Deutschland und wurden hier nich einmal final kontolliert - und dann ab in den Versand. Das kann man beliebig fortsetzen. Die Herkunftsbezeichnung bezieht sich auf das Land, in dem mehr als 50% der Wertschöpfung stattfinden. Und das kann bei einem T-Shirt, das ein italienisches Luxus-Label für ein paar Cent in Bangladesch nähen lässt, durchaus bedeuten, dass allein das Einnähen diverser Labels und Wäscheschilder in Italien bereits die Bezeichnung "Made in Italy" rechtfertigt. Zumindest war das früher so, ich weiß nicht, ob sich da was geändert hat.


    Wenn für mich das Herstellungsland eines Produktes wichtig ist, dann habe ich inzwischen kein Problem mehr, mir einen MG 3 anzusehen, der kostet ab 17,5k aufwärts und ist made in China. Eher habe ich Probleme, 24 k für einen VW Taigo zu bezahlen, der aus Brasilien kommt oder mindestens 48 Riesen für eine Mercedes C-Klasse aus Ungarn oder Südafrika.

    Das scheint sich gerade etwas zu ändern. Die Chinesen sind ohnehin sehr patriotisch, und dazu kommt, dass es wohl Ansagen der Kommunistischen Partei an ihre Kader gibt, von westlichem Luxus Abstand zu nehmen. Also fährt man statt einer S-Klasse einen Xpeng, ist damit auch nicht wirklich schlecht unterwegs und hat keinen Ärger. Ich kenne eine Grafik, die ist allerdings von 2015, in der wird gezeigt, welche Automarken die erfolgreichsten in den jeweiligen Ländern Europas sind, und da ist es in aller Regel so, dass die Leute bevorzugt einheimische Produkte kaufen. So ist dann in Spanien Seat vorn, in Tschechien Skoda, in italien Fiat und in Russland Lada. Das wird in China nicht anders sein, schon gleich gar nicht, wenn sich die Ausländer vor allem auf die teure Luxusklasse spezialisieren. Bei Motorrädern gibt es zum Teil Hubraum-Staffelungen, wodurch Motorräder mit großem Hubraum sehr teuer im Unterhalt und somit quasi unverkäuflich sind. Bestes Beispiel mag die neue Benda P-51 mit Zweizylinder-Boxer und Hybridantrieb sein. Das ist ein richtig ausgewachsenes Motorrad, und der Boxer hat gerade mal 250 Kubik. Deshalb frage ich mich, ob Motorräder wie die neue CF Moto mit 1000 Kubik und über 100 PS in China überhaupt verkauft werden.

    Gegenfrage: Wie viele Helme hast du schon entwickelt;-)


    Ich bleibe dabei: Gerade bei den Schuberth-Klapphelmen ist der Carbon-Aufschlag sein Geld nicht wert, zumal bei ihnen das Frontteil nicht aus Carbon besteht. Wenn man einen gleichzeitig möglichst leichten und möglichst sicheren Helm aus Carbon haben will, sollte man auf das Konzept "Klapphelm" verzichten.

    Ich hatte zweimal die hier:

    https://www.autodoc.de/carmotion/22379626


    Die wird immer mal wieder im Handel, auch bei Supermärkten, für kleines Geld angeboten...


    ... und von der würde ich dringend ABRATEN. Bei beiden Lampen war nach noch nicht einmal einem Jahr in der Motorradtasche keine Funktion mehr da. Wenn man eine solche Lampe ausschließlich für den Notfall kauft, sollte sie auch funktionieren, wenn der Notfall da ist.

    Positiv angetan bin ich bislang von der hier:

    https://www.amazon.de/dp/B08342J6ZH


    Die habe ich mir eigentlich als Stirnlampe zum Schrauben und zum Anstecken an den Schirm meines Adventure-Helms gekauft. Sie beherrscht aber auch Rotlicht durchgängig oder blinkend, und das erstaunlich hell. Zudem ist das Ding sehr klein und nimmt keinen Platz weg.