Empfehlung für Bremsbeläge AT

  • #41

    Die Bleche wurden glaube ich in 2018 eingeführt nachdem viele Fahrer die quietschenden Bremsen bei AT bemängelt haben.

    Das wäre der Punkt 1

    Eventuell kann der Punkt 3 auf Dauer auch zu Geräuschen beim Bremsen führen.


    Der Punkt 2 ist aber interessant. Wie soll ein Stück Blech ohne zusätzliche Isolationsschicht eine thermische Trennung zwischen Belag und Bremskolben schaffen? :teasing-poke:

  • #43

    Thermische Trennung ist vielleicht missverständlich ausgedrückt. Thermische Dämpfung wäre wohl besser. Die bei einer starken Bremsung entstehende Wärme überträgt sich nicht sofort auf die Kolben, sondern muß erstmal das Blech erwärmen. Das Blech dient einfach als Wärmespeicher und verringert die thermische Belastung der Kolben.

    Rentner heißen deswegen Rentner, weil der Begriff bei zunehmender

    geistiger Verwirrung auch rückwärts gelesen noch einen Sinn ergibt :character-oldtimer:

  • #44

    Hallo Jürgen,

    die Bleche gehören so in die Zange das der auflaufende Belag am Anfang entlastet wird und so die auflaufende Wirkung reduziert wird.

    - gleiche Abnutzung der Beläge

    Schau dazu auch mal ins Netz, Stichwort auflaufende Bremse...

    Viel Erfolg

    Gruß

    Th

  • #45

    EINER weiß es, vielen Dank Raggna!


    Ich hab noch diese Erklärung gefunden, die es für mich wirklich plausibel macht:


    Man nennt das Thema auch "Einlaufkippen" oder "Belagkippen".

    • Die Reibkraft: Die Bremsscheibe dreht sich und reibt am Belag. Dadurch wirkt eine Kraft auf den Belag, die ihn in Drehrichtung der Scheibe mitziehen will.
    • Der Drehpunkt: Der Bremsbelag kann nicht wegfliegen, weil er vom Bremssattel an der sogenannten Auslaufseite (dort, wo die Scheibe den Belag wieder verlässt) blockiert und abgestützt wird. Diese Abstützung wirkt wie ein Drehpunkt.
    • Die Kippbewegung: Weil die Reibkraft an der Oberfläche des Belags angreift, aber der Kolben von hinten drückt, entsteht ein Drehmoment. Der Belag will sich an der Einlaufseite (wo die Bremsscheibe zuerst auf den Belag trifft) tiefer in die Scheibe hineinziehen.

    Die Folge: Schiefer Verschleiß

    Dieses Kippen führt dazu, dass der Bremsbelag an der Einlaufseite stärker gegen die Scheibe gepresst wird als an der Auslaufseite. Ohne Gegenmaßnahmen würde sich der Belag keilförmig abnutzen.

    Um diesen Effekt auszugleichen, ist auch bei Bremssätteln mit mehreren Kolben oft der Kolben an der Einlaufseite kleiner als an der Auslaufseite, um den Druck gleichmäßiger zu verteilen.


    In unserem Fall sind die Kolben gleich dimensioniert, aber die Aussparung im Blech sorgt dafür, dass der Kolben an der einlaufenden Kante weniger mechanische Fläche zum Drücken hat.

    Bei der Einbaulage an der CRF (Bremssattel ist hinter der Gabel montiert, die Scheibe läuft von unten nach oben durch den Sattel *) gehört die Aussparung dieser Antivibrationsbleche also nach unten.

    * nur beim Vorwärtsfahren! :lachen:

    Einmal editiert, zuletzt von juergen1sc () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • #47

    Nein. Nur in Verbindung mit neuen Originalbelägen


    Honda 06455-MKK-D01 vorne

    Honda 06435-MEJ-026 hinten


    Bei Belägen von anderen Anbietern sind die wohl nicht oder

    nicht immer dabei.


    Hat Susanne die AT gebraucht gekauft? Dann kann es sein, daß der Originalsatz schon getauscht wurde.

    Neue Beläge - welches Fabrikat?

    Rentner heißen deswegen Rentner, weil der Begriff bei zunehmender

    geistiger Verwirrung auch rückwärts gelesen noch einen Sinn ergibt :character-oldtimer:

  • #49

    Da kann man nur spekulieren, daß der Vorbesitzer die originalen

    gleich rausgeschmissen und seine favorisierten Zubehörbeläge ver-

    baut hat.

    Die werden generell ohne Bleche geliefert.

    Rentner heißen deswegen Rentner, weil der Begriff bei zunehmender

    geistiger Verwirrung auch rückwärts gelesen noch einen Sinn ergibt :character-oldtimer:

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