Eure Meinung zu DCT oder Schalter Version

  • Servus,
    vor dem Kauf meiner Schalterversion 2018 hab ich auf ca. 1000km das DCT in verschiedenen Hondamodellen getestet -
    Fazit :
    MichiH NIE ein DCT für mich !
    Jeder darf so glücklich werden wie er möchte, mit oder ohne DCT ;)
    Ch.

  • Die Diskussion über das "bessere" System (Schalter oder DCT) ist doch eh müssig. Dies wird je nach persönlicher Vorliebe entschieden. Zumindest an den 1.100 Euro Aufpreis wird es wohl bei den Meisten von uns jetzt nicht unbedingt scheitern... Und ob man diesem System pauschal eine hohe technische Ausfallrate unterstellen kann weiß ich nicht.
    Ich persönlich habe meine beiden ATs gerade WEGEN des DCT gekauft, mit Schaltgetriebe wären sie für mich als langjährigem, zufriedenem GS-Fahrer völlig uninteressant gewesen. Und so ähnlich denken sicher auch viele Andere (immerhin wohl 50% der AT-Käufer) in den DACH-Ländern.
    Und ja, der Varahannes hat bei knapp 143.000 Kilometern erstmals den Schrittmotor für die Schaltwalzenbetätigung an seiner Dauertest-AT (mit DCT) tauschen lassen müssen. Da ist auch bekannt, dass einige Exemplare der ersten Serie dieser Motoren nicht ganz koscher waren, insbesondere bei hohen Aussentemperaturen. Das haben auch andere Fahrer schon geschrieben, einer hat diesen kleinen Motor selbst instand gesetzt (war wohl nur schwergängig). Alle anderen DCT-Probleme lagen meiner Meinung nach zumeist an einem klemmenden Leerlaufventil. Durch die sporadisch zu hohe Leerlaufdrehzahl hat das Steuergerät das Einlegen des ersten Gangs nicht zugelassen. Auch der Neutralschalter war wohl in einigen Fällen die Ursache (blinkender Querstrich in der Ganganzeige) gewesen.
    Diese Dinge haben aber nichts mit dem DCT bzw. dessen Komponenten selber zu tun, eine DCT-Fehlermeldung ist hier lediglich die Folge daraus. Und solche Detailfehler hatte die AT (auch als Schalterversion) in der Anfangszeit zur Genüge - von hängenden Tasten bis zu gebrochenen Scheibenhalterungen usw...
    Das Getriebe und die Doppelkupplung bzw. deren elektrohydraulische Steuerung sind offenbar extrem robust. Diese Tatsache haben auch andere Hondamodelle mit DCT in den vergangenen 10 Jahren schon hinreichend bewiesen.

    Viele Grüße


    Holger


    - Africa Twin Adventure Sports (SD06)
    - KTM Super Adventure 1290 S (2019)

  • Hallo Leute,
    ich möchte hier jetzt doch Mal meine Meinung zu diesem Thema dazugeben!


    Ich bin seit letzten August Besitzer einer "Affentwin" mit DCT Getriebe. (Bj. 2016)
    Selbsverständlich habe ich im Vorfeld das DCT auf einer längeren Probefahrt getestet und zum damaligen Zeitpunkt und zu meiner damaligen gefahrenen Strecke als super Sache eingestuft!
    Seither bin ich ca. 5000 Km gefahren und ehrlich....ich würde das Moped NICHT mehr mit dem DCT kaufen! :naughty:
    Wenn ich den Erfahrungsbericht von vdk3x (Seite 24) lese, sind seine Erfahrungen absolut identisch mit meinen!
    Stadt, Überland, Autobahn alles gut, aber wenn es eng wird, wenn es steile abfallende Kurven gibt, Seealpen, extrem enge Straßen und Kehren am Lago oder Garda usw.usw. auch mit leichtem Gashalten schaltet das Getriebe nicht so wie ich schalten würde.
    Auch im Kreisverkehr wenn das DCT auf einmal nach oben oder nach unten schaltet, ehrlich, dass passt mir gar nicht (Da gibt es immer wieder Schrecksekunden)
    Ja, es ist mir bewusst das ich auch auf manuell schalten könnte.....
    Das Moped an sich, sowie der Motor ist genau meins, aber ehrlich für mich absolut kein DCT mehr! (Bin auch deshalb momentan am überlegen ob ich das Moped aus diesen Gründen wieder verkaufe)


    Wie gesagt ist nur meine persönliche Erfahrung und Meinung.....und gelten nur für mich!
    Beste Grüße Volker

  • Volker62: Du sagst es selbst, man könnte ja manuell …
    Ich solchen Situationen mach ich das wirklich, umschalten geht ja so schnell und in Spitzkehren steil abwärts z. B. sicher sein, dass nicht geschaltet wird und die Motorbremse hält, ist schon toll.
    Aber halten wir mal fest: Es gibt Fahrer, denen das DCT in engen, steilen Situationen zu unsicher ist, weil keine Kupplung geschliffen werden kann. Kann ich nachvollziehen, drum hätte ich gerne eine Hinterradbremse an der Hand links. Manchmal hilft auch einfach der Griff in Parkbremse.


    @ all: Wie kompensiert ihr? Wie löst ihr fahrtechnisch das Problem, wenn ihr rechts von der Fussbremse müsst und mit der Vorderradbremse das Gefährt einkippt?
    Gruß, Alf

    Für ein gutes Foto fahr' ich über Schotter (aber nicht mehr über Geröll). :lol:

    Einmal editiert, zuletzt von Motociclista ()

  • Beim ersten Baujahr hätte ich auch Bedenken. Ich hoffe die Kinderkrankheiten sind bei der AS behoben. Auf meinen bisher 800km Probefahrt mit der 2018'er AS bin ich eigentlich auch in engen Kurven ganz gut zurecht gekommen, nachdem ich mich im S2-Modus (alles andere ist für mich öde und nur für BAB) daran gewöhnt habe vor engen Kurven selber mitzudenken. Das Einzige, was wirklich nerft ist das Schaltverhalten in Kreisverkehren. Da hilft nur möglichst schnell und grade drüber blasen :lol:


    In Bauschheim habe ich die DCT auch 'offroad' getestet. Hat nach meiner Meinung Vor- und Nachteile. Auf leichter bis mittelschwerer Piste ist das DCT für mich durchaus von Vorteil. weil man sich auf die Bremse konzentrieren kann. Vor allem für jemand der sonst keine Motocross fährt. Auf einer albanischen Geröllhalde sieht das anders aus. Aber wo gibt es die noch, bzw. welche werde nicht in den nächten Jahren von den Chinesen asphaltiert? Davon abgesehen: Da würd ich eh ne XT660 mit gescheiten Reifen nehmen 8-)


    In der Abwäging ist die AS mit DCT für mich aber eher Langstrecken-Reise-Fuhre (mir fehlt ein Band am linken Daumen) um die Hand zu entlasten, die ich mir für 6000km-Urlaube mit Staurisiko dazustellen würde. Leider fehlt da aber noch der Tempomant zur Perfektion.

  • Genau wie Harald schreibt, bei leichter bis mittelschwerer Piste ist DCT klar ein Vorteil und was anderes fahre ich und vermutlich 95 % der AT Fahrer sowieso nicht. Habe bei mir die Handbremse so eingestellt das ich sie mit der Linken Hand erreichen kann, falls ich sie mal bräuchte. Habe jetzt 41000 Km abgespult und zwar nur Kurven, Kurven, Serpentinen kenne kein Schlachtschiff in der 250 Kg Klasse womit das leichter geht. Aber für diesen Zweck habe ich auch noch meine Husqvarna Vitpilen 701 mit Schaltautomat und Reklusekupplung, muss man zwar schalten aber nicht mehr kuppeln.

    Historie: ab 1969 DKW 250 CB 250 T 500 GT 750 CB 750 XL 250 mit Maico Rahmen war in Deutschland die erste gute Enduro mit Honda Motor, siehe Motorrad Nr. 7 von 1977 Bultaco 125 KTM 175 GS XBR 500 CBX 1000 V-Max VT 800 Sportster 1200 C G650X Country.

  • Hallo Harald,
    das hat jetzt mit dem Baujahr absolut nichts zu tun. Da habe ich null,null Bedenken. Das Moped hat noch nie Probleme gemacht weder mit, ich kriege den Gang nicht rein oder raus, oder irgendwelchen Schalter Problemen alles gut...bis auf DCT, dass auch nur das macht für das es gebaut wurde.
    Wenn ich lese, dass auch Menschen mit einer 2018er mit manchen meiner Probleme auch Probleme haben, ist das für mich nicht Baujahrbedingt.
    Es ist halt wie mit vielem........man mag es oder nicht........und ich mag es nicht mehr so.
    Gruß Volker


  • Aber halten wir mal fest: Es gibt Fahrer, denen das DCT in engen, steilen Situationen zu unsicher ist, weil keine Kupplung geschliffen werden kann. Kann ich nachvollziehen, drum hätte ich gerne eine Hinterradbremse an der Hand links.


    Ich versteh nicht, warum man in engen steilen Serpentinen die Kupplung ziehen muss. ICh habe außer der AT auch noch andere Motorräder mit normaler Schaltung ... aber auch da ist mir in ganzen Alpenraum und am Balkan noch keine Kehre auf Asphalt untergekommen die ich unter Zuhilfenahme einer schleifenden Kupplung hätte durchfahren müssen.


    @ all: Wie kompensiert ihr? Wie löst ihr fahrtechnisch das Problem, wenn ihr rechts von der Fussbremse müsst und mit der Vorderradbremse das Gefährt einkippt?
    Gruß, Alf


    Warum musst du (wahrscheinlich bei einer Rechtskehre) Den Fuß von der Fußbremse nehmen? "Angst" davor, dass der Fußhebel auf der Straße schleift? Da schleift üblicherweise vorher die Fußraste.


    Zitat von Volker62


    Auch im Kreisverkehr wenn das DCT auf einmal nach oben oder nach unten schaltet, ehrlich, dass passt mir gar nicht (Da gibt es immer wieder Schrecksekunden)


    Ich weiß ja nicht wie eure DCT's schalten ... aber offensichtlich nicht so richtig ruhig und unauffällig. Wenn bei mir das DCT in der Kurve (Kreisverkehr) den Gang wechselt, dann bekomme ich das gar nicht mit, weil ich eigentlich keinen Lastwechsel habe. Muss dann oft auf die Ganganzeige schauen um zu wissen, welcher Gang drin ist.

  • Nun, nicht nur die Geschmäcker, auch die Fahrstile sind offenbar verschieden. Wenn du an deinen Schaltern noch nie eine Kupplung hast schleifen lassen, wenns bei vollem Lenkereinschlag ganz langsam (Schritttempo z. B.) und ganz eng war (vielleicht durch Gegenverkehr oder stehendes Auto in Spitzkehre), dann ok. Fahr mal vollbepackt auf die Rosenlaui, wenn dir im Gebiet Zwirgi die Postautos entgegenkommen.


    Fuss von der Bremse: Um den Fuss auf den Boden zu bekommen (vielleicht beim Manövrieren nach rechts bei voller Beladung?)


    Kurvenfahren: Wenn dir das DCT ungewollt in der Kurve von leichem Zug auf Schub schaltet, kann das eklig sein. Passiert aber meistens im D-Modus, und der ist eigentlich nur geradeaus brauchbar.


    My 2 cents
    Gruß, Alf

    Für ein gutes Foto fahr' ich über Schotter (aber nicht mehr über Geröll). :lol:

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