Es ist wohl müßig und auch schwer möglich, ohne Beteiligter gewesen zu sein, dies zu werten. Wie du schreibst, war der Kradfahrer im ersten Fall viel zu schnell. Er hat vermutlich weder den Abzweig zum Feldweg (Überholverbot an Kreuzungen und Einmündungen) noch den Blinker gesehen.
Und der Fahrer des Pritschenfahrzeugs hat eventuell nicht beherzigt, was wir alle mal in der Fahrschule gelernt haben: Vor dem Abbiegevorgang mehrmals in den Spiegel zu schauen und kurz vorher den Schulterblick. Vielleicht tat er es auch und sah ihn nicht.
Es steht niemanden Außenstehendem zu, eine Schuld festzulegen. Und womöglich haben beide Unfallbeteiligten Fehler gemacht.
Uns bleibt nur, wie du schon schreibst, sich selbst zu mäßigen. Und mit, wie wir es vom Fahrlehrer gepredigt wurde, den Fehlern der anderen zu rechnen. Redet sich leicht daher nach solch schrecklichen Unfällen. Und alle Eventualitäten lassen sich ohnehin nicht einplanen.
Den Hinterbliebenen und Beteiligten kann man nur viel Kraft wünschen.