Beiträge von localghost

    Zur Temperatur & Abgasgeschichte: Hat jemand an der 11er schon ein Ölthermometer? Wäre interessant.


    Glaube dass die Abgaswerte eher über den vorverlegten Kat erreicht wurden, aber glauben heißt nix wissen. Allerdings braucht sie ja ein wenig mehr, recht viel magerer kann sie also nicht laufen. Mehr Temperatur wohl höchstens durch die stärkere Auslassreduzierung. Honda scheint jedenfalls zuversichtlich: Lüfter schaltet sich bei meiner 11er so gut wie nie ein.


    Kniewinkel ist übrigens auch bei der 11er völlig in Ordnung (bin 1,90+ und bestehe großteils aus Beinen, Standardsitz). Großer Vorteil der schmalen Sitzbank ist dass man sie viel sicherer halten kann.


    Sonst kommt es halt darauf an ob man die bereits erwähnten Änderungen will. Für mich waren sie kaufentscheidend, aber eine neu gekaufte 1000er würd' ich deswegen nicht hergeben (um das Geld sollte sich ein zweiter Radsatz und Fahrwerkstuning ausgehen).

    Kerzenwechsel gilt übrigens nicht als Zerlegen & Zusammenbauen

    Nein, das heißt nur dass alles nach der Garantie Glückssache ist. Wie lange ein Motor hält hängt von extrem vielen Faktoren ab, aber der Besitzer steht ganz oben auf dieser Liste.


    Honda Motoren sind für ein langes Leben bekannt. Es ist aber weder so, dass Honda nie schlampt (erster schwarzer 600 der Transalp zb), noch sind die Maschinen völlig Idiotensicher.


    Welchen "Motorentyp" Du meinst würde ich gerne wissen. Hier geht's um die AT, und wenn Du schreibst dass der "garantiert" bis zu 4000 über den Begrenzer (!) läuft bedeutet das lediglich dass Du Null Ahnung hast und hilft gut den Rest Deiner Aussagen einzuordnen.

    7500 Nenndrehzahl + 4000 überdrehen, da reden wir von über 30m/s bei 11500, da knallt es vorher fix.


    Aber stimmt dass die meisten Motoren heute viel aushalten und es für die Kilometerleistungen bis zum durchschnittlichen Wiederverkauf in den überwiegenden Fällen relativ egal sein wird. Große Viertakter sterben langsam. Manchmal bekommt man die Rechnung aber auch früher, und "langer Hub + zu oft zu hohe Drehzahl = Ölverbrauch" ist ein Klassiker.

    Meiner 21er Schalter nimmt sich bisher durchschnittlich so ca. 0,03 bis 0,04 Liter auf 1000 km, wobei der Verbrauch deutlich variiert hat.


    Vorsichtiges Einfahren, frisch vom 1000er nach Rumänien (extra auf Nebenstraßen Belastung langsam gesteigert ca. +2500km) zuerst kein Verbrauch. Nach den nächsten ca. 2000 km mit viel Gas (Transfagarasan und mehrmals Transalpina etc) und Hitze (Schotter) war ca. 1/4 Liter weg. Auf dem Heimweg und anschließend dann noch minimaler Verbrauch, bis zum ersten Service (schon bei 10k) aber nicht nachgefüllt. Seither bleibt es bei obigem Schnitt, tendenziell geht er eher runter, ist aber noch zu bald das zu wirklich beurteilen. Nachvollziehbar braucht sie immer dann ein wenig, wenn die Drehzahl steigt.


    Fahre meine Mopeds religiös und absichtlich übertrieben warm und erspare ihnen 99% der Zeit die letzten 1000 Umdrehungen vor dem Begrenzer, Autobahnhetzerei sowieso nicht, den Rest müssen sie abkönnen. Meine AT liegt, wenn ich nicht bummel, oft so zwischen 4000 und 6000, selten bis 7000 (und letzteres werde ich mir, nachdem Raggna die Kolbengeschwindigkeit vorgerechnet hat, künftig noch öfter verkneifen bzw es ein wenig vorher gut sein lassen). Dauerhaft würde ich (!) sie nicht über 5500 halten (und bei Last nicht unter 3500).


    Ölsorte ist Motorex 10w40 teilsynthetisch. Hat mein Händler vorgeschlagen und ich habe gute Erfahrungen mit der Marke. Werde so ab 30k wohl tatsächlich auf 10w60 vollsynthetisch umsteigen. Das kommt ins Zweitmoped und bei der AT zahlt es sich wie's aussieht nicht aus zwischen den Intervallen eine Flasche aufzumachen.


    Wer unverschuldet hohen Verbrauch hat, weil Honda irgendwie geschlampt hat: ihr habt mein Mitgefühl und ich finde dass Honda das wie auch immer lösen sollte. Schließlich kauft man u.a. bei dem Hersteller um genau das Problem nicht zu haben.


    An Jene die ihr Moped dauernd sinnlos treten, womöglich noch einen frischen Motor, und sich noch dazu um nix kümmern: ihr seit der Grund warum ich nicht mehr gebraucht kaufen will und ich hoffe ihr dürft es selbst ausbaden.

    Klares Jein. Wurde ja alles schon durchgekaut oben. Es steht WENN er kalt ist. Falls Honda die Messung nur im kalten Zustand "erlauben" würde hätten sie das sicher mit mindestens 3 Warnhinweisen im Handbuch und einem Sticker am Motor klargemacht. Aber eigentlich kann man laut Handbuch genau genommen auch heiß messen (auch in der englischen Anleitung "If the engine is cold, idle the engine for 3 to 5 minutes.").


    Klar ist, dass kalt/warm/heiß nicht das gleiche Ergebnis bringen können. Wenn man den Unterschied behirnt ist die Heißmethode völlig konsistent mit der Warmmethode.


    Man kann sich auch einfach viele graue Haare ersparen, wenn man es nie ins unterste oder oberste Viertel kommen lasst. Jeder wie er will. Nur nicht eine Methode zur allgemein gültigen Religion erheben.


    Gibt viele mögliche Gründe die Warmmethode nicht zu mögen. Der Abgasalarm in der Stadtgarage, der Hund vom Nachbarn am Land, der Wunsch sich sozialverträglich zu verhalten, Moped prügeln über weite Strecken, ohne dass es kalt wird. Oder, wie in meinem Fall hauptsächlich, es geht einem einfach die Warterei auf den S.


    Mein bisheriges Moped war/ist übrigens Trockensumpf, wurde nur ganz am Anfang nach Handbuch gemessen, bei einem Ölverbrauch von 0,3 - 0,7 Liter/1tkm. Rennt seit über 60tkm ungeöffnet wie ein Glöckerl (*klopft auf Holz*). Obwohl er viel Feuer bekommen hat und bei weitem nicht alle diese Motoren diese Kilometer machen (LC8).

    Finde die unterschiedlichen Zugänge recht interessant, kann sich ja dann jeder aussuchen was ihm passt. Kalt und/oder auf Seitenständer war bei mir bisher zu erratisch, hab's aber viel zu wenig probiert weil ich mit dem Heißtest eh happy bin.


    Hauptständer hab' ich leider keinen, dafür lange Beine: kann die Füße schön auf dem Boden haben ohne das Moped zu belasten und ohne, dass es zwischen meinen Beinen unbemerkt kippen kann. Anfangs hab' ich dabei sogar eine Mini-Wasserwage auf den Tankverschluss gelegt um zu sehen ob ich's eh wirklich gerade halte :oops: . Ist natürlich völlig übertrieben, aber wie sagt das abgewandelte Röhrl-Zitat so schön: Man darf Motorräder nicht wie Menschen behandeln, Motorräder brauchen Liebe.

    Zwischen Min und Max dürften so 0,4 bis 0,5 Liter liegen.


    Die umständlichere Kontrolle ist dem Semi-Trockensumpf mit Reservoir im Motorgehäuse geschuldet. Genau die ist aber das Beste was man in ein Offroad-Eisen einbauen kann und ich bin Honda sehr dankbar dafür.


    Die Lage des Reservoirs im Motor verunmöglicht halt ein Schauglas und bedeutet Einschränkungen in Form und Größe. Also langer Peilstab und starke Pegeländerungen bei geringen Lage bzw. Temperaturänderungen.


    Das bisserl Messen kann man sich doch beibringen, man muss den Herstellern nicht in den Ohren liegen bis sie lieber einfacher und billiger bauen. Wer die Honda Methode nicht mag vergleicht einfach seine eigene gegenüber diesem Referenzvorgang so lange, bis er sich sicher ist und fertig.


    Vorschriftmäßig messe ich zb nur mehr nach dem Service (bzw würde ich wenn sich der Ölstand anders als erwartet entwicklen würde wieder zusätzlich). Ansonsten immer bei heißem Motor: gemütlich Tanken, Zahlen, Messen, dann sollte sie nicht gar zu wild über der obersten und nicht unter dreiviertel sein. Überlicherweise halte ich meine Fahrzeuge, so sie was brauchen, recht penibel zwischen Halb und Dreiviertel, also die AT mit der beschriebenen Methode am oberen Strich.


    Vor meiner KTM müsste ich bei jedem Tanken eigentlich vor dem Schauglas niederknien. Mittlerweile kenne ich sie und ein Blick am Seitenständer alle 500 Kilometer reicht. Bei der Honda halt alle 2500.


    Prinzipiell bräuchte man es beim der Trockensumpf nicht gar so genau nehmen. Aber das Moped quälen um sich alle paar Tausend Kilometer drei Minuten Arbeit zu ersparen, macht das Sinn?