Heute gabs bei uns im Hegau Probetage.
Bin mit meinem Bruder mal hingefahren.
Eigentlich wollte ich keine fahren aber ist halt anders gekommen.
Zuerst die BMW F 450 GS.
Die Sitzposition ist gut, und das Motorrad fühlt sich extrem leicht an – was sich auch beim Fahren deutlich bemerkbar macht.
Das Tacho-Display ist erstklassig, und auch die Armaturen gefallen mir sehr gut.
Ich kam ohne Anleitung problemlos zurecht, wobei das bei der AT2024 ähnlich war.
Motor gestartet: Im Stand keine Vibrationen. Erster Gang rein und los.
Die Kupplung ist sehr leichtgängig, und das Motorrad hängt richtig gut am Gas. Die 48 PS kommen sauber und linear, ab etwa 3000 U/min macht das richtig Spaß.
Bei 110 km/h dreht der Motor rund 6000 U/min. Ab etwa 7000 U/min treten allerdings Vibrationen auf, die leider recht unangenehm sind.
Ansonsten fährt sich die Maschine sehr spielerisch. Für mehrtägige Touren wäre sie für mich allerdings nicht die erste Wahl.
Noch ein Wort zu den Bremsen: Wow. Wirklich bissig – beim ersten Bremsen war ich fast erschrocken, wie gut eine einzelne Scheibe funktionieren kann.
Dann die BMW R 12 G/S.
Sie ist schwerer, aber optisch sehr gelungen – schön „naked“. Der Display-/Analogtacho ist etwas klein geraten, aber insgesamt in Ordnung.
Beim Starten fällt auf: Beim Gasstoß neigt sich die Maschine nach links. Nicht weiter schlimm, aber deutlich spürbar.
Also: erster Gang und los. Kupplung gut und leichtgängig. Gasannahme ebenfalls gut, aber nicht ganz so direkt wie bei der 450 GS.
Unter 2000 U/min fühlt sich der Motor überhaupt nicht wohl. Das absolute Minimum liegt bei etwa 2500, besser sind 3000 U/min. Bei 2000 U/min schüttelt sich der Motor schon deutlich, selbst ohne Vollgas.
Ab 3000 U/min läuft er angenehm, mit nur minimalen Vibrationen. Leider hält das nicht lange an: Ab etwa 4500 U/min beginnen wieder stärkere Vibrationen, sogar mehr als zuvor. Für mich persönlich wäre das ein No-Go. Auch das fehlende Windschild macht sich durch spürbare Vibrationen bemerkbar.
Das Fahrverhalten ist dagegen wirklich top – das Gewicht fällt kaum auf.
Die Bremsen sind ebenfalls sehr gut und vermitteln ein sicheres Gefühl.
Zum Preis: In der Grundausstattung noch okay, aber mit etwas Zubehör landet man schnell bei rund 20.000 €. Das ist sie meiner Meinung nach nicht wert.
Ich bin trotzdem froh, sie gefahren zu haben.
Danach wieder auf meine Honda Africa Twin 1100 DCT (2024).
Ich dachte immer, die AT hätte schon leichte Vibrationen – aber nach der BMW fühlt sie sich fast vibrationsfrei an. Das ist wirklich beeindruckend.
Schon im Stand läuft die AT ruhiger, und das DCT-Getriebe schlägt für mich jedes klassische Schaltmotorrad.
Einziger Kritikpunkt: Die Bremse könnte etwas bissiger sein.
Jetzt weiß ich es endgültig: Die AT ist mein Motorrad. Fantastisch – inklusive Kofferhalterung und verstellbarer Scheibe. Ich habe 2024 dafür 14.800 € bezahlt.
So, das war’s.
Ich ziehe mich jetzt an und gehe eine Runde mit meiner AT fahren 😄