Moin,
das Leben schreibt scheiß Geschichten.
Ich habe gerade meine 2020er SD08 (Schalter) vom TÜV machen abgeholt (ohne Mängel) und kurzerhand beschlossen, mich mal beim örtlichen fHH (Honda Gede, Taunusstein) vorzustellen, weil demnächst der Rückruf zum Tausch der linken Lenkerarmatur ansteht. Außerdem habe ich schon wieder Risse in meinem bereits getauschten Display.
Nach kurzem Schnack will ich dort den Hof verlassen, starte ganz normal, fahren an die Bordsteinkante und warte die nächste Lücke ab. Gebe Gas und der Motor geht aus. Ich kam etwa 3 Meter weit. Neue Startversuche, Zündschlüssel abziehen und neu Starten bringt alles nichts.
Problembeschreibung:
• nach dem Drehen des Zündschlüssels gehen Tacho und Display an.
• Alle Anzeigen leuchten, das ABS-Symbol und die Ganganzeige ("–") blinken
• die Benzinpumpe startet nicht
• Drücken des Startknopfs erzeugt keine Reaktion (Anlasser dreht nicht).
• Bei Anschluss des Diagnosecomputers wird das Motorrad nicht erkannt!
Idee: Unterspannung.
• Batterie abgeklemmt und nach kurzer Zeit neu angeschlossen: keine Veränderung.
• Batterie ausgebaut und an das Testgerät gehängt. 13V, ein Batterietest war nicht möglich, weil das Testgerät keine Lithium-Batterien testen konnte.
• Neue Batterie einer Vorführ-AT eingebaut: keine Veränderung.
Der fHH hat keine konkrete Idee und will jetzt sein HONDA-Testprocedere abspulen. Nächster offizieller Werkstatt-Termin ist Mitte September.
Er will zwischendurch versuchen, was er kann, wenn mal eine Lücke ist.
Der Worst-worst-Case wäre ein defektes Motorsteuergerät (derzeit spricht aber nicht mehr dafür als dagegen), was mit mehreren Tausend Euro einem Totalschaden nahe kommen könnte.
Weitere Idee (meinerseits):
• Killschalter kaputt? Zugegeben, ich nutzte ihn regelmäßig (seit 102.000 km und 6 Jahren), um das Moped auszuschalten. Ich habe es mir angewöhnt, um nicht immer wieder CarPlay aktivieren und (im Gelände) die Assientenzsysteme deaktivieren zu müssen.
• Laut fHH ist das möglich, aber unwahrscheinlich, weil dann die ABS-Lampe nicht blinken würde. Außerdem: das Moped ist mit während der (sehr kurzen) Fahrt ausgegangen, nicht beim Start.
Begleitumstände:
• Ich hatte in der Vergangenheit immer mal wieder ein Abwürgen durch "Verschlucken". Eigentlich war die Situation immer so, das sich an der Ampel oder Bahnschranke ganz nach vorne gefahren war und dann bei Grün/Schranke hoch schnell loswollte. Motor an/Gas aufdrehen vielleicht zu dicht aufeinander. Danach leuchtete die Motorkontrolllampe für 20-30 km und ging dann wieder aus (das Procedere hatte ich nach dem ersten Mal mit meinem alten fHH abgesprochen). Das kam vielleicht 3-4 x in 100.000 km vor, zuletzt im Juli in Frankreich.
• Anfang August hatte ich es etwa 2 Wochen, dass der Motor beim Kaltstart kurz anging und nach einer oder zwei Umdrehungen wieder ausging. 2-3 Startvorgänge waren nötig, dann bei warmen Motor alles normal. Seit letzter Woche war das Problem verschwunden.
• die 96.000er Inspektion ist überfällig, wollte ich im September nachholen lassen (freie Werkstatt).
• Heute morgen habe ich – kurz vor dem TÜV – das Moped mit dem Dampfstrahler gereinigt. Ja, manche sagen "soll man nicht", mache ich aber seit 6 Jahren so. Ich wüsste nicht, was nun anders gelaufen sein sollte und auch mein fHH sieht das nicht als Ursache.
Folgeproblem:
Ich habe kein Moped für das Camp!!!
Hat irgendjemand eine Idee oder kennt die beschriebenen Symptome?
Grüße vom Mäcces