Hauptständer - wozu überhaupt?

  • #1

    Hallo zusammen!


    Ich komme gerade von meiner ersten größeren Urlaubsreise mit meiner 2018er ATAS zurück - was für ein schönes Reisemotorrad!


    Der Vor- und Erst-Besitzer hat einen Hauptständer montiert (oder hatte die ATAS den serienmäßig?) und ich habe ihn über 3500km nicht einmal benutzt.


    Und jetzt Frage ich mich warum man eigentlich diese zusätzlichen Kilos mitschleppt?


    Mal abgesehen davon, dass es jedesmal ein richtiges Rumgewürge ist, sie aufzubocken.


    Wie sehr ihr das? Habt ihr einen Hauptständer und wozu nutzt ihr ihn?

  • #2

    Nein, der ist wie bei allen anderen AT´s, 1000er und 1100er ein Zubehörteil

    Das genaue Gewicht kenne ich nicht, ich schätze mal so um die drei Kilos. Abge-

    baut ist das Ding schnell. Aber drei Kilo weniger wirst du beim Fahren nicht be-

    merken.

    Da du auf Reisen warst, schätze ich mal, daß du Koffer dranhattest. In dem Fall

    hast du sicher recht. Ohne Koffer einfach eine Frage der Technik.

    Ich hab da schon einige erlebt, die sich mit der rechten Hand am Gepäckträger

    abmühen. Ich finde es sinnvoller, mit dieser in den Fußrastenausleger zu grei-

    fen. Und schon geht es zwar nicht wie von selbst, aber wesentlich besser.

    Vor 20 Jahren wollte ich mal eine CB 1300 kaufen. Was letztlich daran scheiterte,

    daß sich an der kein Hauptständer montieren ließ.

    Ansonsten überwintert meine Twin auf dem Hauptständer an der hinteren Gara-

    genwand. Beim reinigen der Felge oder beim einsprühen der Kette ist die Maschi-

    ne ebenfalls aufgebockt. Oder zum Räderausbau beim Reifenwechsel.

    Heißt soviel wie, daß mir ein Moped ohne Hauptständer nicht in´s Haus kommt.

    Allerdings muß ich zugeben, daß ich den unterwegs auch noch nie gebraucht

    habe.

    Rentner heißen deswegen Rentner, weil der Begriff bei zunehmender

    geistiger Verwirrung auch rückwärts gelesen noch einen Sinn ergibt :character-oldtimer:

    Einmal editiert, zuletzt von Schwarzwald-Elch ()

  • #3

    - erleichtert Servicearbeiten: Fahrzeugpflege, Waschen, Kette reinigen, & schmieren, Felgen reinigen, Luftdruck kontrollieren (Räder lassen sich drehen)

    - erleichtert den Radausbau und Radeinbau bei Reifenwechseln und Pannen

    - gibt einen sicheren Stand beim bepacken der Koffer

    - freut Deine Werkstatt bei KD-Arbeiten

    - entlastet die Reifen während der Winterpause


    Wenn Du würgst machst Du u. U. was falsch. Linke Hand am Lenker, rechte an den Haltegriff des Beifahrers (nur zur Stabilisierung), rechten Fuss auf den Ausleger des Hauptständers, Gewicht auf den rechten Fuss, Hände dienen nur der Stabilisierung, geht auch mit Flip-Flops und unter 75 kg Kampfgewicht ;)


    Das Zusatzgewicht des Hauptständers liegt ja recht zentral und tief und stört mich daher nicht.


    Für mich überwiegen die Vorteile. Aber jeder Jeck ist anders. Wenn er Dir nicht taugt - schraub ab das Ding. :wboy:

  • #4

    Ich kann mich den beiden Vorschreibern nur anschließen.

    Hab damals vor 10 Jahren mit dem Verkäufer den Deal gemacht, dass er sich den Tripmaster (mit dem 2016 die ersten 200 Twins die in Österreich verkauft wurden, ich denke in Deutschland hat es damals eine ähnliche Regelung gegeben) behalten kann wenn er mir stattdessen einen Hauptständer dazugibt und montiert.

  • #5

    Die Vorteile des Hauptständers wurden ja alle schon erwähnt und beim Fahren stört er ja nicht, zumindest mich nicht. Man kann ihn bei Bedarf nutzen und wenn nicht, ist er wenigstens da wenn man ihn braucht.

    Wenn man bedenkt was so alles an die Mopeds mit Zubehör geschraubt wird, sind die 2-3 kg Gewicht des Hauptständer vernachlässigbar.


    Grüße Joachim ✌️


    PS: zur Kontrolle der Speichenräder ( was man ab- und an machen sollte) ist er auch von Vorteil, alten Scherenwagenheber unter den Motorschutz und beide Räder sind frei zu drehen um die Speichen zu kontrollieren.

    ---

    Bin absolut Schreibfaul und eigentlich ein ganz netter Kerl :wboy:

    Und wenn Ich Freunde hätte, könnten die das auch alle bestätigen :lachen:


    Einmal editiert, zuletzt von Ried () aus folgendem Grund: Inhaltlich ergänzt

  • #6

    Meine Xrv soll serienmäßig 236 kg wiegen.


    Dank Hauptständer, Sturzbügel, Kofferträger und Topcase wiegt sie jetzt ca. 250 kg.


    Man sollte sich vorher überlegen was man alles ans Moped schraubt.


    Wenn du der Meinung bist, dass du ohne klar kommst. Weg damit.

  • #7

    Früher - ich meine ganz früher - hatten Motorräder nur einen Hauptständer und keinen Seitenständer. Der Seitenständer kam erst später hinzu bis jemand merkte, dass der Hauptständer ein Kostenfaktor ist. Er ist für viele Arbeiten am Motorrad hilfreich. Außer bei Supersportlern gehört er auf jeden Fall dazu.

  • #8

    Der Hauptständer an der Africa Twin hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn man etwas auf dem auf dem Seitenständer abgestellten Motorrad abstellen möchte, bleibt es nicht liegen, weil alles an diesem Motorrad abschüssig oder uneben ist.


    Steht das Motorrad dagegen auf dem Hauptständer, gibt es immerhin einen Fleck, auf dem Dinge stehen bleiben:



    Den Tankdeckel.

  • #9

    Danke Euch, gute Argumente 😉


    Kettenpflege ist natürlich klar, aber dank Scottoiler musste ich zumindest während des Urlaubs nicht nachfetten.


    In der Garage habe ich einen Motorradheber, damit steht sie auch fix mit beiden Reifen frei.


    Vielleicht liegt meine Nichtnutzung des Hauptständers auch am mühsamen Aufbocken, trotz 188cm/90KG. Das ging bei der GS wesentlich leichter.


    Ich hatte zwar keine Koffer sondern Taschen montiert, aber die erschweren es auch zusätzlich. Gibt es einen Trick?

  • #10

    Übung ist der eigentliche Trick.

    Mache es wie in #3 von Bummler 1964 beschrieben: Linke Hand an Lenker, rechte Hand an "Soziusgriff" oder Soziusrastenträger , Linker Fuß ist zuerst Standfuß dann mit rechts Hauptständer bis auf Boden runterdrücken, nun Körpergewicht komplett auf rechtes Bein bzw. rechten Fuß verlagern und dann steht meine ATAS auf dem Ständer. Geht mit 190cm und 96 kg ohne Taschen wie auch mit Bumot- Taschen.

    Zweitmoped : Royal Enfield Himalayan 450

    Historie : Honda VTR 1000F, Yamaha Vmax, Yamaha XS 1100, Yamaha XT 500

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