KTM AG ist insolvent und was es sonst noch zu Motorrädern von KTM zu berichten gibt

  • #341

    Das mit den Gschmäckle ist eigentlich Unsinn, und dass wir uns den Schuh überhaupt anziehen, auch. KTM verkauft Mitorräder, die sich für den Straßenverkehr und für Wettbewerbe abseits der Straße eignen - und legt alle erforderlichen Teile bei. So what? Fahrradfahrer fahren mit großer Selbstverständlichkeit auf Wettbewerbsmaschinen (Rennrad, Downhill-Mountainbike) durch die Gegend, und niemanden stört es, obwohl die Dinger nicht der StVO genügen und ihre Nutzer immer wieder in Unfälle verwickelt werden. Leider machen viele Motorradhersteller diese Entmündigungsstrategie mit. Es ist doch ein Unding, dass man bei unserer AT das ABS und die Traktionskontrolle nicht dauerhaft abschalten kann, wenn man das möchte. Komisch, wenn ich Mutter bin und den Beifahrer-Airbag meines Autos dauerhaft abschalten will, ist das kein Problem.


    Es fehlt eventuell den Herstellern auch an Rückgrat, negative Meldungen einfach auszusetzen. Was wäre, wenn die AT mit einem Enduro-Stecker käme, den der Kunde unter der Sitzbank einstecken muss, und dann ist sie für Offroad bereit? Und wenn sich dann ein Kunde auf der Straße ohne ABS lang macht, dann ist es eben seine Verantwortung.

  • #342

    Der TÜV & Co. macht auch gerne Lobby für sich.
    Es ist auch ein gewinnorientierter Konzern.

    Das mit den ABEs kann sich, muss aber nicht, gegenseitig beeinflussen.
    Ein Ersatzspiegel mit einem Bauteil zum Spiegelversatz kann in der Summe unzureichend sein.
    Ein Spiegel mit ABE und eine Fußraste mit ABE haben keinen Einfluss.

    Man darf Juristen nicht alles ungefragt glauben.

  • #343

    Exakt so ist das bei den ABEs gemeint.

  • #344

    So wie ich das sehe, ist das mit dem Abgasskandal bei VW nicht vergleichbar.

    VW hat bei der Abgasreinigung nachweisbar beschissen, weil sie Geld sparen wollte und den US Amerikanern nicht zumuten wollte, einen Kanister alle paar Monate mal nachzufüllen.
    BMW z. B. hat den Sparmodus der Prüfstandfahrweise zugeordnet. So fährt kein BMW Fahrer, also merkt er das nicht.
    VW hat die ABS Sensoren für den Sparmodus mit verwendet. Auf dem Prüfstand stehen die Hinterräder halt...

    KTM verkauft Wettbewerbsmaschinen, die aus Versicherungsgründen eine Zulassung brauchen.
    Im Wettbewerb ist die Straßenzulassung nur auf Verbindungsetappen ein Thema.
    Wie da die Regelungen der Behörden und Versicherer sind, müsste ein anderer beisteuern.

    Aber die mangelnde Qualität der Berichterstattung ist beim aktuellen KTM Thema offensichtlich.


    Ich habe dem ZDF / Frontal Team über Kontaktformular
    mein Missfallen über die inhaltliche Qualität des Beitrages ausgedrückt und ein paar Inhalte korrigiert.

    Da sie mit der von Team gekauften Maschine eh nicht fahren können, habe ich angeboten, sie kostenfrei mit Anhänger, wegen nicht straßenverkehrsordnungsgerechten Zustand, abzuholen.

    Mal schauen, ob sie überhaupt reagieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Allgeier72 () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Buug mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • #345

    wie das die Behörden sehen?

    Kurz nachdenken.

    Umgebaut auf egal wie kurzen Vebindungsetappen auf öffentlichen Straßen - könnte folgendes bedeuten:

    - Fahren ohne gültige Betriebserlaubnis?

    - Fahren ohne Versicherungsschutz

    - evtl. Fahren ohne Führerschein, wenn der Sportler jung genug ist.


    Würde mir im Falle einer Anzeige reichen…


    Und ja, es gibt Polizeibeamte, die sehen das eng. Bei mir haben die mal ein Fass aufgemacht, weil ich 20m ohne Helm und Zulassung vom Stellplatz zur Garage gefahren bin. Zufällig war deren Chef mein Nachbar und der hat das mitbekommen. Da hatte ich echt Glück…

  • #346

    Man kan es auch für "Gewolltes Unvermögen" halten und eben nicht qualitativ schlecht recherchiert..

  • #348

    So wie ich die Info des TÜV verstanden habe, gibt es aber wohl eine Zulassungsvorschrift (§ 19 (3/4) StVZO), die die Vorführung einer Maschine, bei der mehrere Bauteile per ABE gegenüber dem Serienstand geändert wurden, bei TÜV o.ä. vorschreibt. Dann muss ein Blaukittel gucken, ob deine Fußrasten und dein Zubehörwindschild sich gegenseitig beeinflussen und dir das (natürlich gegen Gebühr) bescheinigen.


    Offenbar wird diese Vorschrift weiträumig ignoriert - aber im Grunde führt sie dazu, dass wir Motorradfahrer uns in einer rechtlichen Grauzone bewegen. Aber wenn du mal genau hinsiehst, gibt es diese rechtlichen Grauzonen überall. So habe ich mich schon oft gefragt, wieso eigentlich Fahrräder für den Straßenverkehr zugelassen sind, bei denen man beide Hände am Lenker benötigt, um die Bremsen zu betätigen, denn auf die Weise kann man ja gar nicht mit Handzeichen ein Abbiegen anzeigen, wenn damit gleich die halbe Bremsanlage des Fahrrades ausfällt.


    Solche Beispiele gibt es zu Dutzenden. Wie kann es sein, dass Honda eine Straßenzulassung für ein Motorrad bekommt, bei dem es einen USB-Kabelanschluss für ein Smartphone gibt, aber ab Werk weder eine Handyhalterung noch ein Ablagefach, um das Handy sicher verstauen zu können? Wieso wird es toleriert, dass jeder zweite Fahrradfahrer mit einem dicken Kopfhörer auf den Ohren herumfährt?


    Und wieso ist es auf einmal ein Problem, wenn KTM seine Motorräder auf Wunsch in nicht zulassunsfähigem Zustand ausliefert?

  • #349

    Es gibt eine Musterzulassung. Alles, was der Musterzulassung nicht entspricht bedarf dann der Einzelabnahme. Das Problem ist auch nicht die Auslieferung, sondern die Benutzung.

  • #350

    Na ja, KTM hat nicht das Problem, ich geh davon aus, das ein coc nur mitgeliefert wird, wenn sie legal ist. Reine (ungedrosselte) Wettbewerbsmaschinen erhalten bei Auslieferung sicher keine Papiere mit denen eine Zulassung möglich wird. Dann hätte KTM ein Problem.


    Das Problem entsteht danach beim Händler oder Kunde, die eine zulassungsfähige Maschine zulassen und danach entdrosseln. Damit wirds illegal. Und zu dem Zeitpunkt ist KTM auch raus.

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