Die Motorradindustrie und die alten Säcke

  • #1

    Wir haben ja schon in diversen Thread's über Motorradjournalismuss geschrieben.

    Heute ist mir mal ein positives Beispiel ins Auge gesprungen, das ich gerne mit euch teilen möchte, auch wenn es wahrscheinlich der sprichwörtliche Rufer in der Wüste bleibt.


    Motorradindustrie und die Realität ihrer Zielgruppe
    Analyse zur Alterung der Motorradkunden und dem Marketing-Dilemma der Branche. Erfahren Sie mehr über die wahren Käufergruppen und deren Potenzial.
    www.1000ps.de


    altersgerechte Grüße

    HeinoAT

    Manchmal

    sind es nur ein paar Zeilen die uns den Tag verschönern

    Warme Worte für den ganzen Tag

    Ein kleiner Gruß von ganzem Herzen ❤

    Und zwischen den Zeilen ist ein Zauber verborgen, der aus Wolken Zuckerwatte und aus Sorgen Pusteblumen macht.

  • #3

    Naja, ich hab mit solchen Berichten immer so meine Schwierigkeiten.

    Ja, es stimmt durchaus, daß die Personen auf dem Motorrädern immer älter werden, sprich länger dem Ritt auf dem motorisierten Zweirad frönen.

    Was aber auch nicht wirklich verwunderlich ist. In meinen Augen spiegelt es einfach den Wandel in unserer Gesellschaft wieder.

    Galt man in den 70ern des vorigen Jahrtausends, mit 50 Jahren schon als „alt und gesittet“, so hat sich dieses Bild doch total gewandelt.

    Heute ist man als 50jährige Person, doch weit weg von Anzug und Krawatte am sonntäglichen Stammtisch. Man fühlt sich fit genug um noch etwas zu erleben und setzt dies auch in der Realität um.

    Und sind wir mal ganz ehrlich. Auch in den vergangenen Jahrzehnten waren es nicht die Jungen, die das nötige Kleingeld in der Tasche hatten, um sich einen nagelneuen Bock leisten zu können. Sehen wir doch auch in unserer Community. Bis auf wenige Ausnahmen, kommen erst mit der steigenden Anzahl von gebrauchten AT/ATAS, auch mehr jüngere Mitglieder hinzu.

    Was die Werbung anbelangt, wurde doch schon immer mit jungen Menschen für ein zweirädriges Produkt geworben.

    Nehmen wir wieder die 70er. Da setzte man doch am liebsten eine hübsche Junge Dame im entsprechenden Outfit auf ein Motorrad, die im Lebtag nicht damit ihre Bahnen zog. Heute sind es halt Hipster und aufgestylte Herrschaften, die der Ruf der Freiheit lockt.

    Ist zumindest mein Empfinden, wenn ich so einen Blick in den Rückspiegel werfe.


    Grüße aus dem wilden Süden,

    Allgeier72

  • #4

    Das ist tatsächlich mal (zumindest m.M.n.) eine treffende Beschreibung der Situation.

    Gerade im Segment Reiseenduro.

  • #5

    Hallo Jürgen,


    der Trend dazu, dass die Mopped fahrende Community im älter wird, ist schon lange bekannt.


    Jungen Menschen ist zum Teil das Autofahren nicht mehr wichtig; das Motorrad spielt dabei fast keine Rolle mehr.

    In unserem Forum lässt sich das genau so ablesen. Als ich mich hier einschrieb, war ich 39 und werde jetzt schon 47 :lachen: und zähle dabei zu den Jüngsten hier.


    Wir freuen uns doch alle darüber, dass junge Mädels und Burschen (wie der Commander) den Weg zu unserem Hobby gefunden haben.


    In der Realität kaufen sich durchschnittlich verdienende Menschen Autos , die um die 10.000 € kosten. Solventere erwerben die teureren Modelle. Wir lieben unser Hobby und sind allesamt in der Lage (aufgrund unseres Alters und der finanziellen Ausstattung) die AT zu erwerben.

    Obwohl man auch hier einschränkend sagen muss, dass die heute aufgerufenen Preise dazu führen, das die Moppeds länger gefahren werden (und auf Grund der Qualität auch können).


    Trotzdem sehe ich eine gut aussehende und gut gekleidete Lady in rohem Zustand lieber auf dem Messemopped lehnen, als du gekocht. :lachen: :lachen:


    Beste Grüße zum Sonntag

    hoffi69

    Honnerd Brozend Sejerlänner:happy-partydance:

    6 Forumstreffen 2019-2024 :romance-grouphug:


    Eat, Ride, Sleep. Repeat :handgestures-thumbupright:

  • #6

    Die Auswahl an Motorrädern war noch nie so gross wie heute... heute wird jede Nische "bearbeitet". Meint ein alter Sack :saint:

    I once wanted to be the fastest rider; now I just want to be the oldest

  • #7

    Frueher kamen mir 50jaehrige uralt vor. Heute denke ich so nur noch ueber andere in dem Alter. Jedenfalls fand ich es gar nicht gut als mich neulich ein Maedel beim Fruehstueck fragte, ob ich noch Arbeiten wuerde ...

  • #8

    Vielleicht bringen die Erkenntnisse über die reale Zielgruppe ja neue Entwicklungen mit sich. Neben Tacho und Drehzahl könnten ja noch EKG, Sauerstoff und Puls angezeigt werden, und die Fahrmodi entsprechend der Belastung angepasst werden. :lachen:

  • #9

    Wenn ich mich an einschlägigen regionalen Treffpunkten wie Glemseck oder Platte umschaue bin ich schon der Meinung, dass der Anteil an jüngeren Bikern in den letzten Jahren ständig zunimmt. Viele von denen gehören der SuMo-Fraktion bzw. Naked-Bikes an und dann gibt es noch die der Sportler/Supersportler.

    Ist natürlich meine persönliche Wahrnehmung


    Grüße

    Wolfgang

  • #10

    Dieses Phänomen ist doch nicht nur auf die Motorrad-Industrie beschränkt,

    sondern zieht sich doch durch so gut wie alle Branchen.

    Jung, dynamisch und mehr oder weniger erfolgreich. Nicht wenige Firmen-

    webseiten arbeiten doch genauso. Die dort abgebildeten Menschen sind

    weder Mitarbeiter noch haben sie was mit der Branche zu tun. Sehen halt

    nur besser aus.


    Kann sich noch jemand erinnern an die alten Mercedes-Modelle W110/111

    und W114/115? Die Flosse und der Strich 8. Die hatten in meiner Jugend

    den "Alte Männer mit Mantel und Hut" Status. Idealerweise noch mit um-

    häkelter Klopapierrolle und Wackeldackel auf der Heckablage. Sowas tut

    sich doch heute kein Hersteller mehr an und wirbt halt an der eigentlichen

    Zielgruppe vorbei.


    Und mal ehrlich. Wer orientiert sich denn an Werbung? Ich kaufe, was ich

    brauche oder unbedingt möchte. Dieses ständige Werbegeflimmer ist für

    mich nur eins - extrem nervig.

    Is this the real life? Is this just fantasy?

    Caught in a landslide, no escape from reality.

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