Skandinavien 2026-Welches Kofferset taugt und welche Reifen..?

  • #1

    Hallo


    Ich bin am planen für 3 Wochen Skandinavien. Momentan hab ich die originalen Honda Koffer, die mir allerdings dafür zu unpraktisch und zu klein sind.

    Welches Kofferset empfiehlt sich? Ich hab da Welche von SW-Motech über Motea bis Touratech gefunden. Nur welche taugen und welche eher weniger?

    Habt ihr Empfehlungen?


    Dann das Thema Reifen: Welche bieten eine maximale Lebensdauer mit denen man auch mal auf unbesfestigten Wegen und auch mal abseits davon fahren kann.

    Ich bin Jahrelang Mitas E07(+) gefahren.

    Habt ihr da ne alternative?



    Gruß Peter

  • #2

    Zum Kofferset kann ich dir die von SW MOTECH empfehlen. Sind zwar etwas teurer, aber auch sehr stabil. Und bei bedarf kannst du die Träger innerhalb von einer Minute abbauen bzw dran bauen. Als ich vor 4 Jahren Norwegen war hatte ich die CTA 3 drauf. Die sind für leichten Offroad ok. Wenn du mehr Offroad fahren willst, dann nimm den Michelin Anakee Adventure.

    Grüße aus dem Lahn-Dill-Kreis :at3:
    Thomas


    Honda CY 50 in Rot, Suzuki DR 125 in Schwarz, Honda CBF 600 SA in Weiß, Honda CRF1000 D in Schwarz,

    Honda CRF 1100 Adventure Sports DCT EERA in Tricolor


    Wer nie vom Wind gestreichelt,

    wer nie vom Regen gewaschen,

    wer nie von der Sonne getrocknet,

    wer nie vom Frost gebeutelt,

    wer nie vom Chrom geblendet wurde,

    der wird es nie verstehen, was Motorradfahren bedeutet


    Hessentruppe

  • #3



    Der Mitas reicht für 3 Wochen,

    Alternative, bzgl. Lebensdauer, wäre der Heidenau K60 Scout

    oder der Conti TKC 70 (hinten den Rocks) - hält aber nicht so lange wie der Heidenau -

    Gruß Klaus :character-oldtimer:     :atblue:


    Das Geheimnis des Glücks ist Freiheit; das Geheimnis der Freiheit ist Mut ... (Thukydides, griechischer Geschichtsschreiber, 5. Jahrhundert v. Chr.)

  • #4

    Hallo,


    grundsätzlich gratuliere ich Dir zu der Entscheidung, Skandinavien zu bereisen. Zu Deinen beiden Fragen:


    - Kofferset: Ich selbst fahre die Touratech-Alu-Koffer (Klamotten, Wechselschuhe, Werkzeug, Klappgrill usw.) plus SW-Motech Aufsatztaschen (eine Seite Fotokram und andere Seite Küche und Vorräte plus SW-Motech 600 Drybag (Zelt, Schlafsack, Isomatte, Waschtasche, Badelatschen, Campingstuhl, also alles, was immer zum Übernachtungsplatz gehört). Inspiriert ist das vom Set-up von Erik Peters, kannst Du mal googeln.

    An den Koffern vorn habe ich noch 3L-Not-Kanister (brauchst Du in Skandinavien nicht) und 2x 1L Wasserflaschen dran.


    - Reifen: Ich war am Nordkapp mit Michelin Anakee Adventure, die haben bei mir ca. 15 Tkm insgesamt gehalten, wobei die Nordkapp-Tour ungefähr 9 Tkm waren. In jeder Situation (außer durchweichte Wiese) haben die performed und fühlten sich immer sicher an.


    Bei Fragen, schreib mich gerne an.


    Grüße

    Dirk

    There is always a reason to go for a ride.

  • #5

    da gibt es ebenso viele Meinungen wie Antwortende zu.

    Kofferset: welches Alu-Kofferset du nimmst ist denke ich relativ egal. Ich habe SW-Motech, weil ich mit dem Kauf und Service da gute Erfahrungen gemacht habe und mir die Insolvenz vor ein paar Jahren, bei der PayPal-Kunden leer ausgingen, sehr eigenartig vorkam. Ich wäre damals vermutlich auch betroffen gewesen, wenn ich bei Teuertech bestellt hätte.

    Generell stellt sich aber die Frage, ob es denn überhaupt Alukoffer sein müssen. Ich habe auch welche und mag die auch, sie sind aber schon auch recht unpraktisch. Verglichen mit Textilen Taschen hohes Gewicht, hoher Platzbedarf (auch leer), keinerlei Dämpfung bei Feindkontakt, teuer und schwer reparierbar. Dagegen gibt es inzwischen textile Optionen, die man notfalls im Feld mit Panzertape reparieren und deutlich günstiger wieder ersetzen kann.

    Hat beides seine Daseinsberechtigung, man sollte einfach überlegen, was man will. Wenn man viel Offroad fährt, würde ich eher textile Taschen empfehlen. Offroad liegt das Motorrad ja naturgemäß das eine oder andere Mal auf der Seite und die Aludinger sind doch recht schnell mal verbogen und die bekommst du halt danach nicht vernünftig wieder in Form. Die Textilen Taschen stecken das entweder weg oder lassen sich relativ einfach reparieren bzw. relativ günstig ersetzen.


    Reifen: kommt ganz drauf an, was du fährst und wie lange er halten soll. "Normale" Schotterwege wie den Aursjovegen kann man auch mit straßenorientierten Reifen (wie dem CTA3) super fahren. Siehe hier mein Norwegenbericht von 2023

    https://trueadventure.de/forum/core/attachment/72472-20230724-115006-jpg/

    trueadventure.de/forum/thread/12817/

    Auf dem Bild ist meine Frau mit ihrer F750GS auf CTA3, aber ich bin den Weg auf meiner AT ja auch gefahren


    Wenn es gröber und vor allem nasser wird, würde ich andere Reifen empfehlen. Schlussendlich ist es aber eine Frage des fahrerischen Könnens und auch der "Leidensfähigkeit" auf der Straße. Nicht jeder kommt mit einem CTA3 auf Schotter klar. Durch den geringen Anteil an Negativprofil versetzt der Reifen auf losem Untergrund immer mal wieder ein paar cm in die eine oder andere Richtung. Wenn man ein bisschen Erfahrung im Gemüse hat, macht einem das nichts aus. Wenn aber nicht, kann man den schnell als "ungeeignet" empfinden.

    Und man muss mit dem Reifen halt auch Wissen, wann es Zeit ist, umzudrehen. Schlamm, Tiefsand, lockerer Kies und nasse Wiese sind absolut nicht seins und sollten gemieden werden.

    Ansonsten: je gröber das Profil, desto besser ist er Offroad, aber desto schlechter Onroad. Der CTA3 hat eine mehr oder weniger glatte Ablauffläche und fährt sich sehr ruhig. Der TKC70 hat ein wenig gröberes Profil und ist daher etwas besser auf lockerem Untergrund, fährt sich dafür aber auf der Straße nicht allzu gut (Geräusche und Vibrationen sind da ein Thema). Außerdem hat er schon eine etwas stärkere Neigung zum Sägezahnprofil bei ambitionierter Fahrweise.

    Noch gröber wäre dann der TKC80. Der ist offroad schon ganz brauchbar, den finde ich dafür auf der Straße schon furchtbar. Ziemlich laut, starke Vibrationen und der hat bei Kurvenfahrt eine ganz eklige Kante (wenn man dann seitlich vom Profilblock runter "rollt")


    Ein ganz brauchbarer Kompromiss ist der Heidenau K60. Der ist für ganz okaye Laufleistungen bekannt und irgendwo zwischen TKC70 und 80 anzusiedeln würde ich behaupten.


    Ansonsten zu Reifen kannst du dich hier im entsprechenden Unterforum stundenlang ausgiebig zu belesen. Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu

  • #7

    Hai,


    für meine Nordkap Tour habe ich das SW Motech Alu Kofferset genutzt und war damit sehr zufrieden. Ich finde das Trägersystem sehr gut, da man es sehr schnell demontieren kann, wenn man es nicht braucht.


    Für die Tour hatte ich den Heidenau K60 Scout aufgezogen. Nach 8.000 km sah der Hinterreifen noch fast wie neu aus. Eigentlich unglaublich. Auch Schotter hat er gut gemeistert.


    Hier ein Bild von der Tour:



    cu

    framo

    and may the force be with you

  • #8

    Was mich an den Softbags immer etwas "stört" ist, dass die am Ende eben auch gar nicht soooo viel günstiger sind. Ich selbst fahre mit einem H&B set, was sich auf Reisen auch durchaus bewährt hat und bei Kauf eben bereits montiert war.

    Was ich an so Koffern durchaus mag, das man da selbst an der Ampel stehend im sitzen mal eben kurz reingreifen kann wenn man will.


    Mir selbst würde ich sie aber vermutlich nicht kaufen, da ich das P/L-Verhältnis bei anderen da besser finde.


    Beim Reifen wie immer die üblichen Verdächtigen, die sind alle gut, der Rest ist persönliche Präferenz.


    Ich schenke aktuelle einem Michelin AA mein Vertrauen und der läuft. Sollte es doch irgendwannmal ACT werden o.ä. werden wärs wohl der Dunlop Trailmax Raid.

  • #9

    Naja.. Zumindest bei SW-Motech kosten die Softbags ohne Träger einzeln 280€ das Stück, die Alukoffer dagegen kosten 400€ das Stück. Sind immerhin 30% weniger

    https://sw-motech.com/Produkte/Gepaeck/SysBags/SysBag+WP+Taschen/

    https://sw-motech.com/Produkte/Gepaeck/Seitenkoffer/TRAX+ADV+Alukoffer/


    Und an der Ampel mal schnell ran sehe ich beim Koffer eher nicht. Die Koffer, die ich kenne, haben entweder seitlich oder hinten ein Schloss. Du müsstest also den Schlüssel von hinten in den Koffer einführen und dann den Deckel nach vorne aufklappen. Das an einer Ampel im sitzen? Das ist tatsächlich einer der Vorteile der Alukoffer. Die sind abschließbar und auch halbwegs fest am Motorrad, Diebstahl ist da eher schwierig. Einen Softbag könnte ein Dieb theoretisch mit einem Messer aufschneiden.

  • #10

    Und wenn sie nicht abgeschlossen sind ... :music-rockout:


    Das "aufschneiden" sehe ich (für mich) noch gar nicht so, auch wenn es natürlich möglich ist. Aber wie werden die Taschen (allg.) am Halter gesichert? Oder hat man dann eine 300€ Tasche die im vorbeigehen (leer/voll) einfach mitgenommen werden kann?

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!