Ich war am Sonntag 600 km in Österreich und Südtirol unterwegs und habe dabei mit DTC folgende Learnings mitgenommen:
1. Wenn die Pässe etwas anspruchsvoll werden, ist es eine sinnvolle Überlegung, auf manuell zu gehen. Wenn man auf Automatik geht (sogar in S-III), schaltet die Maschine dann doch zu oft hoch und man fährt im vierten Gang auf die nächste Kehre zu. Das Runterschalten ist dann zwar kein Problem, aber wenn man mal davon ausgeht, dass man im Kurvengewusel eigentlich nur die Gänge 1 bis 3 braucht, kann man die auch manuell einlegen.
2. Wenn man ein kleiner Haarnadelkurvenschisser ist, spricht wenig dagegen, vor der Kurve in den ersten Gang zu gehen. Dann kann man das Möbel notfalls im Schritttempo um die Kurve tragen, andererseits fährt die Honda im Ersten zur Not schneller als die meisten Leute in der Haarnadelkurve sein wollen. Wenn man im Automatikmodus auf eine Haarnadelkurve zufährt und meinetwegen im Zweiten ist, kann es sein, dass die Maschine mitten in der Haarnadelkurve (trotz Schräglage) runterschaltet. Das ist zwar kein Drama, aber doch etwas unangenehm, wenn man gleichzeitig die Linie sucht und von vorn ein erratives holländisches Wohnmobil kommt.
3. Das Nichtvorhandensein einer manuellen Kupplung habe ich auf den gesamten 600 km als große Erleichterung wahrgenommen, nie als Manko.
4. Ein Effekt, den ich bislang nur vermutet habe, hat sich bestätigt: Wenn ich sehr lange unterwegs bin und an meine physischen Grenzen komme (600 km bei Temperaturen von bis zu 35 Grad sind halt schon eine Packung), dann ist DCT ein Sicherheitsgewinn und vermeidet Fahrfehler.